Claudias praktischer Ratgeber zum Internet Netiquette

Netiquette

Wie wichtig ist gutes Benehmen?
Verhaltensregeln im Internet

Der Begriff Netiquette setzt sich aus dem englischen Wort „net“ (= Netz) und dem französischen Wort „étiquette“ (= Verhaltensregeln) zusammen und bezeichnet einen guten Umgangston im Internet.
So wie man Kindern beibringt, sich zu bedanken, um etwas zu bitten, sich zu entschuldigen oder zu grüßen, gibt es auch in den sozialen Netzwerken ein paar Verhaltensregeln, die allerdings nicht rechtsverbindlich sind, wie z. B:

  • Sich für einen Tweet, ein Plus oder einen Kommentar zu bedanken
  • Höflich und respektvoll zu sein
  • Keine Angriffe auf andere Personen

Leider gibt es im Internet auch sogenannte Trolle (ursprünglich Fabelwesen in Märchen). Trolle sind Personen, die z. B. durch Provokationen versuchen, Gespräche und Diskussionen auf destruktive Weise zu beeinflussen und konstruktiv nichts zu einem Gespräch beitragen.
Mit entsprechenden Gruppenregeln kann ein Troll dann auch aus der Gruppe geworfen werden.
Wie wichtig finden Sie Etikette im Internet?

 

Ergänzung am 13.12.14

Sylvia Hubele hat im Rahmen des Webmaster Friday eingeladen zum Thema Gutes Benehmen und Netiquette zu bloggen.

Deshalb möchte ich noch ein paar Ergänzungen machen zu meinem Artikel vom 02.08.13.

 

Gutes Benehmen kommt nicht von allein sondern muss im Elternhaus beigebracht werden. Dort wird der Grundstein für eine gute Erziehung gelegt. Verwandte wie Oma, Opa, Tante, Onkel, usw. erziehen entweder mit oder verziehen die Kinder.

In Kindergarten und Schule kommen weitere Bezugspersonen dazu, es gibt weitere Regeln in Bezug auf das Verhalten.

Falsche Freunde oder Vorbilder können das Verhalten der Kinder negativ beeinflussen.

Privat beschreibt die Etikette (Benimmregeln) wie man sich benehmen sollte, im Internet gibt es die Netiquette.

In Gruppen, sozialen Netzwerken oder Foren werden Regeln für die Mitglieder aufgestellt, die eingehalten werden müssen, sonst werden z. B. Kommentare gelöscht oder Profile gesperrt. Kritische Kommentare sind in Ordnung, sofern sie sachlich und nicht beleidigend geäußert werden. So kann eine interessante Diskussion mit unterschiedlichen Meinungen entstehen und kein Streit.

 

Es sollte eigentlich online und offline selbstverständlich sein, dass man respektvoll mit seinen Mitmenschen umgeht, Rücksicht nimmt, höflich und fair ist, nicht beleidigt und angreift. Eine gute Erziehung im Elternhaus ist die beste Voraussetzung für ein faires Miteinander online und offline.

Ich denke, dass das Verhalten von Menschen online und offline ähnlich ist, aber dass sich Menschen z. B. unter Alkoholeinfluss, in der Gruppe oder durch die Anonymität im Internet negativer verhalten können als sie das normalerweise tun würden.

Die wenigen Menschen, die ich offline und online in einem sozialen Netzwerk erlebe, empfinde ich nicht als 2 unterschiedliche Menschen. Die meisten Menschen kenne ich allerdings entweder nur online oder nur offline, so dass ich nicht beurteilen kann, ob sie online und offline 2 Gesichter haben. Auch bei Bloggern, die sich gerne kritisch äußern und oft anecken, sehe ich nette Seiten.

 

Regeln sind wichtig für den Umgang mit Menschen. Einem Kind müssen sie erst beigebracht werden, Erwachsene halten sich an bestehende Regeln in Vereinen, bei der Arbeit, im Internet, usw. oder auch nicht. Ob alle bestehenden Regeln immer sinnvoll sind, ist ein separates Thema.

 

So wie es bei Kindern z. B. in der Trotzphase oder Pubertät schwierig ist, Regeln durchzusetzen, ist es auch in Gruppen, Foren, usw. nicht immer einfach, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen. In der frühen Zeit hat man Menschen, die sich nicht an die Regeln gehalten haben, von Feuer und Wasser ausgeschlossen. Auch heute werden Menschen deshalb aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, werden zum Außenseiter.

 

In der Regel ist man lieber mit netten Leuten zusammen im Internet und im richtigen Leben.

 

Wie sehen Sie den Zusammenhang zwischen gutem Benehmen online und offline?

Kommentare: 6 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Jürgen M. Brandtner (Samstag, 13 Dezember 2014 10:28)

    Hallo Claudia Dieterle!

    Ich sehe das ganz einfach:
    Wer Benehmen hat, wird sich grundsätzlich benehmen; sonst wäre schon der Anfang des Satzes falsch. Und er benimmt sich hier, da und dort, weil Benehmen keine Frage der Zeit, des Ortes etc. ist. Je nach charakterlichen Eigenheiten werden "Extremsituationen" mehr oder weniger leicht zu einem - zugestandenen - Entgleisen führen können.

    Das Deckmäntelchen "Anonymität", das gerne als Entschuldigung für so manche Entgleisung auf dem Weg von der Realität zur Virtualität ausgebreitet wird, kann noch so dicht gewoben sein, es wird nicht verdecken: Wer Benehmen hat, benimmt sich in beiden Welten; wer kein Benehmen hat, dem macht es die virtuelle Welt leicht, all seine a-sozialen Wesenszüge hier noch viel drastischer auszuleben, als es ihm in der Realität möglich wäre.

    Warum? Weil im selben Maß, wie die Zahl dieser a-sozialen Wesen an einem Ort in der virtuellen Welt zunimmt, an diesem Ort auch die Zahl der Gutmenschen zunimmt, a-soziale Wesen am andern Ende - und damit keine Regulierung stattfinden kann, wie sie die reale Welt fordert und, wenn es sein muss, durchBOXT. Was sie kann, weil es ausreichend Sozialwesen gibt, die dafür sorgen.

    Liebe Grüße in den Advent
    Jürgen

  • #2

    Claudia Dieterle (Samstag, 13 Dezember 2014 10:38)

    Hallo Jürgen Brandtner,
    vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Dem stimme ich zu, dass gutes Benehmen keine Frage der Zeit oder des Ortes ist.
    Ein schönes Adventswochenende.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #3

    Hans (Samstag, 13 Dezember 2014 11:00)

    Hallo Claudia,
    ich denke auch, dass das Rüstzeug aus Elternhaus und Familie erst mal reichen sollte, sich auch netiqette zu verhalten. Oder sich höflich zu verhalten. Manche Regel im Internet (Großschreiben=schreien) muss man sicher auch erst lernen, aber die Basics für Höflichkeit kommen damit ja nicht in Konflikt.
    HG Hans

  • #4

    Claudia (Samstag, 13 Dezember 2014 18:05)

    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Das mit dem Großschreiben ist zwar weniger angenehm zu lesen, empfinde ich aber nicht als unhöflich und wie Du sagst, manche Dinge muss man erst lernen.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #5

    Alex L (Samstag, 13 Dezember 2014 18:59)

    Hallo Claudia,
    danke für diesen schönen Artikel und ich denke, dass man es im Internet nicht wissen kann, ob jemand auch offline nett und höflich ist. Es reicht für mich schon, wenn jemand online freundlich ist und auch bleibt, damit man besser netzwerken kann.

    Ich vernetze mich gerne mit anderen Bloggenden und sehe das Netzwerken als etwas Gutes an. Wenn man dabei noch freundlich aufeinander zukommt, dann ist es schon die halbe Miete.

    Es gibt schon noch Trolle und da fragt man sich, ob diese Personen auch offline so sind. Zum Glück bin in solchen Foren und Communitys, wo auch Trolle sind, nicht vertreten und versuche es zu meiden.

  • #6

    Claudia (Sonntag, 14 Dezember 2014 10:22)

    Hallo Alex,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Stimmt, das Netzwerken ist einfacher und netter, wenn man freundlich miteinander umgeht.
    Viele Grüße
    Claudia