Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Was Mamas gut machen

Was Mamas gut machen

Was hat Ihre Mutter gut gemacht?
Was Mamas wirklich gut machen

Lucie Marshall hat zu einer Blogparade eingeladen #MOMSROCK oder Sie machen das wirklich gut! Ein interessantes Thema für alle Mütter, egal wie alt die Kinder sind. Jede Mutter überlegt wohl regelmäßig, ob sie alles richtig macht, wird kritisiert, hat Zweifel. Man tauscht sich mit anderen Müttern aus, wird verunsichert oder bestätigt, dass das Verhalten des Kindes normal ist, es bei anderen genauso läuft.

Nach der Geburt meines 1. Kindes erhielt ich neben Lob auch Kritik wie z. B.:

  • Warum das Kind noch nicht abgestillt ist.
  • Warum es nicht wärmer angezogen ist.
  • Warum es noch nicht durchschläft.
  • Warum es noch nicht trocken ist.

Als frischgebackene Mutter mit dem 1. Kind lässt man sich da noch leicht verunsichern. Diese gut gemeinten Ratschläge waren bei mir der Grund, mein 1. Buch zu schreiben, wo ich aus der Praxis meine Erfahrungen vor und nach der Geburt teilen wollte.

 

Beim 2. Kind kann man dann leichter die Ohren auf Durchzug schalten, weil man schon weiß, was sich bewährt hat und was nicht.

 

Es gab bei meinen Kindern nie feste Schlafenszeiten bis sie in den Kindergarten kamen. Sie hatten ihren eigenen Rhythmus und haben sich selbst hingelegt, wenn sie müde waren. Natürlich sind sie abends ins Bett und haben nie die Nacht durchgemacht.

Ich habe sie von Anfang an überall mitgenommen, zum Arzt, Zahnarzt, Friseur, Ämter, Einkaufen, in die Kirche. Sie waren es gewohnt, auch mal warten und sich beschäftigen zu müssen.

 

Zu Hause sind meine Kinder sehr kreativ beim Spielen. Bei uns muss abends nicht alles weggeräumt werden, damit es ordentlich ist. Die gebauten Werke wie Höhlen, Playmobillandschaften, Kinderbüro, Kuscheltierwohnung, etc. dürfen stehenbleiben. Das Wohnzimmer darf auch genutzt werden, da es da mehr Platz gibt als im Kinderzimmer. Wenn nicht mehr richtig gespielt wird, sondern neue Baustellen entstehen, wo nicht gespielt werden soll, wird alles aufgeräumt und im Nu ist der frei gewordene Platz wieder belegt, weil meine Kinder durch Platz inspiriert werden.

 

Mir ist es sehr wichtig, dass sich meine Kinder selbst beschäftigen können, Hobbys, Interessen und immer wieder neue Ideen haben. Aus Kindern, die immer Gesellschaft und ein Programm brauchen, werden Erwachsene, denen es oft langweilig ist, wenn niemand da ist und nichts unternommen wird. Das gehört für mich auch zur Selbständigkeit, selbst zu entscheiden, was spiele ich jetzt, worauf habe ich Lust. Das größere Kind baut gern allein und zeigt und erklärt hinterher alles, wenn es fertig ist und Fotos gemacht werden können. Das kleinere Kind baut auch gerne in meiner Nähe und fragt bei Bedarf nach Hilfe. Natürlich unternehmen wir auch Dinge gemeinsam, es werden andere Kinder eingeladen, wir machen Besuche, Ausflüge oder ich mache Vorschläge. Ich finde es für Kinder wichtig, dass sie immer wissen, dass jemand da ist, an den sie sich wenden können. Wenn Kinder Freiraum erhalten, nehmen sie sich selbst Ruhepausen, finden ihren Rhythmus und werden selbständiger als Kinder, die man immer "animieren" muss und verplant. Jeder, der mit Home Office arbeitet und Kinder hat, ist wahrscheinlich dankbar, kreative Kinder zu haben, die sich selbst beschäftigen können.

 

Meine Kinder haben auch schon früh gelernt, sich am Telefon korrekt zu melden, jemanden zu holen oder etwas auszurichten. Das ältere Kind macht seit der Schule selbst Verabredungen aus. Sie müssen sich auch selbst bedanken, das wird nicht von mir erledigt. Ich finde, dass Mamas nicht immer alles regeln und planen müssen für ihre Kinder.

 

Und was haben Sie als Mama oder Papa gut gemacht?

 

PS: Was bei meinen fast perfekten Kindern nicht so rund läuft, ist ja nicht Thema der Blogparade. :-)

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Heike Lorenz (Montag, 10 November 2014 16:43)

    Hi Claudia,
    Erziehung zur Selbständigkeit und vor allem nicht dauernd "Bespassung" haben müssen - das mag ich sehr.
    Ist dann auch viel leichter im Umgang mit diesen Kindern für alle Beteiligten :-)

    LG
    Heike

    P.S.: schade. dass man die Kommentare bei dir nicht abonnieren kann...

  • #2

    Claudia (Montag, 10 November 2014 20:11)

    Hallo Heike,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Stimmt, kann sehr anstrengend sein, wenn man ein Kind ständig bespaßen muss. Das ist auch seit Langem mein Wunsch, dass man meinen Blog und die Kommentare einfach abonnieren kann.
    Viele Grüße
    Claudia