Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Lernfreude

Lernfreude

Wie lernen Sie?
Ich lerne aus Büchern und im Internet

Nach den Blogparaden Einfluss Bildung auf das Leben und Meine persönliche Weiterbildung fand ich es passend, auch an der Blogparade Es war einmal die Lernlust von Bob Blume teilzunehmen, da die Freude am Lernen einen starken Einfluss hat auf Bildung und Weiterbildung.


In der Grundschule hatte ich einen Lehrer, der mit einem Lineal auf den Tisch schlug, wenn er schimpfte. Eine Schülerin hatte solche Angst vor ihm, dass sie oft im Unterricht fehlte und von ihrer Mutter immer wieder gebracht werden musste. Lehrer, die Schüler durch ihr Verhalten einschüchtern und ihnen Angst machen, hindern diese am Lernen.

 

Ich habe schon immer sehr gerne gelesen und mich schon sehr früh für Fremdsprachen interessiert. Wenn ich ein Wort in einer anderen Sprache gelesen habe, wurde es in einem Buch notiert mit der jeweiligen Übersetzung. Wenn keine vorhanden war im Buch, habe ich aus dem Kontext heraus eine eigene Übersetzung gemacht.

 

Meine Eltern haben mich nach der Grundschule genau richtig auf ein Fremdsprachengymnasium geschickt. Dort habe ich Englisch, Latein und Französisch gelernt.

In der 5. und 6. Klasse machte ich mit anderen Schülern eine Sprachreise nach England in den Ferien. Morgens war Schule, nachmittags wurden Ausflüge gemacht. Im 1. Jahr war alles sehr gut organisiert, so dass wir dort  in der Schule viel lernen und unsere Englischkenntnisse verbessern konnten. Im 2. Jahr wurde alles lascher vom Organisator gehandhabt, so dass die Sprachreise nicht so viel gebracht hat wie beim 1. Mal.

Mein Vater hat mir mal 1 Jahr eine Mitgliedschaft in einem englischen Buchclub finanziert, wodurch ich angefangen habe, Bücher in anderen Sprachen zu lernen, sehr nützlich zum Lernen einer Sprache.

In Französisch hatte ich anfangs Probleme, aber die Lehrerin merkte, dass ich die Sprache unbedingt lernen wollte und hat mich sehr gefördert, so dass es recht schnell keine Probleme mehr gab.

Später bei der Auswahl der Leistungskurse war klar, dass ich mich für 2 Fremdsprachen entscheiden würde. Da ich beruflich später auch etwas mit Fremdsprachen machen wollte, wurde natürlich Englisch als Leistungskurs ausgewählt, als 2. Sprache habe ich mich für Latein entschieden, weil den Kurs mein Lieblingslehrer machte. Es war eine gute Entscheidung, da im Französischleistungskurs hauptsächlich schwere französische Literatur gelesen und auf Deutsch diskutiert wurde. Meine Mitschüler haben mehr literarisch und weniger sprachlich dazugelernt.

Da meine Begeisterung für Fremdsprachen hauptsächlich für romanische Sprachen ist, war der Lateinleistungskurs eine gute Basis, um Worte abzuleiten und besser zu lernen.

Die Schüler des Lateinleistungskurses machten vor dem Abitur eine Klassenfahrt nach Rom. Jeder musste ein Referat für die geplanten Besichtigungen vorbereiten. Mein Thema waren die Aquädukte (die Wasserversorgung im römischen Reich). Ich bin damals an die Uni gegangen, um mir die notwendigen Informationen in der Bibliothek zu holen. Das war eine positive und nützliche Erfahrung für spätere Ausarbeitungen im Berufsleben. 

Eine Verbesserung oder Verschlechterung der Noten durch Lehrerwechsel haben wahrscheinlich auch andere erlebt.

Ein großes Problem der Schulen sehe ich darin, dass sehr viel gelernt wird, das später nicht mehr gebraucht wird, und dass Dinge, die für den Alltag nach der Schule nötig wären, gar nicht gelernt werden.

Ich denke, dass es mehr Freude macht, etwas zu lernen, wenn man einen Sinn, Zweck oder Vorteil für sich erkennt.

Das Arbeiten in Projekten zu einem bestimmten Thema motiviert sicher mehr als ein trockener Vortrag des Lehrers.

Wie gut Schüler lernen hängt nicht nur von den Eltern sondern vor allem auch von den Lehrern ab. Es reicht nicht aus für Lehrer, etwas zu wissen, das Wissen muss auch vermittelt werden können. Lernschwächen müssen erkannt und es muss gegengesteuert werden. Leider sind es oft zu viele Schüler für einen Lehrer in einer Klasse, so dass zu wenig Zeit ist, auf einzelne Schüler und deren Bedürfnisse einzugehen.

 

Mein Glück nach der Schule war, dass ich meistens für Firmen gearbeitet habe, die großen Wert auf Weiterbildung gelegt haben und dementsprechend Kurse anboten. Meistens hatte ich auch Chefs, die meine Fähigkeiten oft noch vor mir erkannt und entsprechend gefördert haben, so dass ich beruflich immer wieder neue Dinge lernen konnte.

 

Ich hatte schon immer Freude am Lernen, meistens autodidaktisch, früher hauptsächlich über Bücher, heute mehr im Internet (z. B. Recherchen in Google und Wikipedia, lesen von Blogartikeln über Themen, die mich interessieren, Besuch von Webinaren).

 

Fazit

Lernfreude ist nicht angeboren, sie muss von den Eltern oder Bezugspersonen vorgelebt und durch Lob und Motivation gefördert werden. Ob jemand gerne lernt hängt auf der einen Seite vom Charakter ab und auf der anderen Seite von den Menschen im Umfeld und den Erfahrungen, die jeder macht. Und natürlich zählt auch Selbstdisziplin dazu, wenn man etwas lernen möchte.

 

Haben Sie Freude am Lernen?

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Hans (Samstag, 21 Februar 2015 10:44)

    Hallo Claudia,
    mein Wissensdurst oder die Lernfreude ist in den letzten Jahren wieder gestiegen.
    Anfang und Ende der Schulzeit waren auch super. Zwischendurch gab es mal ein Tief. Allerdings ohne große Folgen. ;-) Das Stichwort: Motivation kann ich nur dick unterstreichen. Heute sehe ich auch die Selbstdisziplin mit etwas anderen Augen.
    OK was man/ich jetzt lerne, ist alles von mit gewollt.
    HG Hans

  • #2

    Claudia (Samstag, 21 Februar 2015 12:56)

    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Die Schulzeit früher und heute kann man nicht miteinander vergleichen. Das ist auch ein wichtiger Punkt für die Motivation, dass man freiwillig lernt.
    Viele Grüße
    Claudia