Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Emotion

Die Bedeutung von Emotionen

Können wir Emotionen steuern?
Welche Emotionen gibt es?

Stephan Stockhausen vom Blog Manufaktur für Wachstum hat zu einer Blogparade Emotion schafft mehr Wert eingeladen.

 

Laut Wikipedia bezeichnet Emotion eine Gemütsbewegung im Sinne eines Affektes, ein psychophysiologisches, auch psychisches Phänomen, das durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird. Emotion wird auch oft mit Gefühl gleichgesetzt.

 

Gefühl

Ein Gefühl ist das, was man ohne Bewertung über die Sinnesorgane wahrnimmt und bewusst fühlt.


Emotion

Im Wort Emotion steckt das Wort Bewegung (englisch = motion), eine Bewegung von innen nach außen. Die Emotion ist eine Bewertung des Gefühls.

 

Die Unterscheidung von Gefühl und Emotion

Zuerst kommt das Gefühl, dann die Beurteilung oder Bewertung. Die Unterscheidung von Gefühl und Emotion lässt sich nicht nur auf physische Wahrnehmungen (z. B. Wärme und Kälte) anwenden, sondern auch auf die Wahrnehmung von Stimmungen zwischen Menschen und Atmosphären in einem Raum.

 

Die erste Emotion lösen wir bereits als Baby aus. Wir sind süß, niedlich, einfach zum Knuddeln und Liebhaben. Jeder will uns auf den Arm nehmen und sich um uns kümmern. Das ist von der Natur so eingerichtet.

Später drohen Kinder mit "Liebesentzug", wenn es nicht nach ihrem Kopf geht, sie würden weggehen, sich neue Eltern suchen, usw. Trotzphase, Pubertät, Wechseljahre und andere Phasen oder Erlebnisse bringen alle Gefühle und Emotionen mit sich. Menschen zeigen im Laufe ihres Lebens viele Gefühle und Emotionen wie Freude, Trauer, Glück, Zufriedenheit, Ärger, Wut, Frustration. Gefühle und Emotionen werden beruflich und privat auch ganz bewusst eingesetzt, um Ziele zu erreichen.

 

Hier die Antworten auf Stephans Fragen:

 

Gibt es aus Ihrer Sicht absurde Gewohnheiten im Umgang mit Emotionen im Arbeits- und Geschäftsleben? Kennen Sie Maschen und Muster, die Sie nicht mehr hören können oder sehen wollen?

Im Arbeitsleben wird oft mit Druck und Angst versucht, Mitarbeiter zu mehr Leistung zu bringen. Die Angst, die Arbeit zu verlieren, wird ausgenutzt. In der Werbung werden oft Gefühle angesprochen, um Menschen zum Kauf zu animieren. Z. B. die ewige Jugend und Schönheit durch Kosmetikprodukte, Abenteuerlust und der Geschmack von Freiheit durch die Zigarette, Unwiderstehlichkeit durch das passende Auto.


Haben Emotionen in faktenorientierten Welten eigentlich Platz? Und wie können sie den einnehmen?

Jede Tatsache löst eine positive oder negative Emotion aus. Das lässt sich nicht vermeiden, wird auch oft genutzt, um jemanden zu manipulieren und etwas zu erreichen. Emotionen haben deshalb einen Platz und sollten bei Entscheidungen in Betracht gezogen werden. Bekannt ist das sogenannte Bauchgefühl, wo unbewusste und bewusste Wahrnehmungen dafür sorgen, dass man ein gutes oder schlechtes Gefühl hat und sich dann positiv oder negativ entscheidet.


Kennen Sie positive Beispiele, in denen die Macht der Emotionen wertschöpfend genutzt werden? Welche eigenen Erfahrungen haben Sie gesammelt?

Jemand der Spaß an der Arbeit hat, mit Freude dabei ist, arbeitet produktiver und effizienter. Diese Tatsache kann genutzt werden, um Kindern spielerisch etwas beizubringen oder indem z. B. ein Teamleiter für die notwendige Begeisterung in seinem Team sorgt.


Welche Disziplinen beschäftigen sich mit dem Mehrwert der Emotion? Was sagen beispielsweise Marketingexperten oder Künstler zum Thema?

Vor allem Künstler und Werbefachleute beschäftigen sich mit dem Mehrwert der Emotion. Ein guter Schauspieler oder  Sänger kann ein Gefühl von Freude, Glück, Traurigkeit, Wut, etc. auslösen. In der Werbung werden wie oben erwähnt gezielt Gefühle eingesetzt, um zum Kauf zu animieren.


Was bedeutet Mut zur Emotion für Sie: Wie kann das funktionieren?

Mut zur Emotion heißt für mich, Emotionen und Gefühle zuzulassen und offen zu zeigen. Das kann je nach Situation auch mal unangenehm sein, aber mit Ehrlichkeit habe ich die besseren Erfahrungen gemacht.


Wer wäre für mehr Emotion im Unternehmen/Geschäftsleben verantwortlich: Geschäftsleitung? Marketing? Personalentwicklung? Führungskräfte? Kunden? Motivationsgurus?

Jeder Einzelne von uns ist für mehr Emotion zuständig. Wenn nur eine Seite Emotion zeigt und es keine positive Resonanz gibt, zeigt vielleicht niemand mehr Emotion, was schade wäre. Es gibt aber auch Menschen, die erst lernen müssen, Emotionen und Gefühle zuzulassen.

 

Welche Rolle spielen Emotionen in Ihrem Leben?

Kommentare: 8 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Hans (Mittwoch, 04 März 2015 08:24)


    Hallo Claudia,
    die Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, ist ja leider bei vielen Menschen jeden Tag präsent. Ist ein schlimmes Gefühl.

    Grundsätzlich finde auch ich es sehr wichtig, seine Gefühle zuzulassen und zu zeigen. Leicht wird man sonst auch mal als gefühlloser "Eisklotz" gesehen, obwohl man gerade das ja nicht ist.

    Die Mauer um uns herum abzubauen hat also durchaus seine Vorteile, die dem ?Schutz? überwiegen.
    LG Hans

  • #2

    Claudia (Mittwoch, 04 März 2015 08:40)

    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich denke auch, dass eine Schutzmauer gegen Emotionen mehr Nach- als Vorteile bringt. Mit Gefühl sind viele Dinge doch einfacher und schöner.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #3

    Peter Ehrlich (Mittwoch, 04 März 2015 09:13)

    Hallo Claudia,
    Emotionen werden schon in frühesten Kindheitstagen erzeugt. Bestes Beispiel ist die Wirkung des Kindchenschema bei Säugetieren. Gesellschaftlich gefährlicher ist das ähnlich angesiedelte Schema bei jungen Frauen. Schließlich hat die Natur uns nicht monogam erschaffen. Was ich damit sagen will: Emotionen hat uns die Natur mit in die Wiege gelegt. Auch Angst ist eine Emotion, sie dient dem Schutz des eigenen Lebens. Adrenalinjunkies umgehen diese und schalten einen natürlichen Schutz aus.
    Schlimmer ist für mich, dass Emotionen heute zum gnadenlosen Geschäft geworden sind. Von Konzernen ist bekannt, dass sie Emotionen bei Kunden steuern. Den Betrug bekommt man erst später mit. Auch Nachrichtenmedien steuern uns über Emotionen. Sie verbreiten damit falsche Ideologien, die interessenorientiert sind. Das ist für mich eine Pseudowelt, die wir als Menschen bewusst abstellen müssen.
    Positiv sehe ich Emotionen im zwischenmenschlichen Leben. Hier können diese für Freude und Glück stehen. Denn verkaufe ich jemanden über Emotionen eine schöne Reise und er kehrt zurück mit Freude über diese Reise, dann löst das gleich zweifach Emotionen aus. Beim Reisenden ist es die Freude über die schönen Reise und bei mir als Verkäufer, die Freude darüber einen schönen Urlaub verkauft zu haben.
    Viele Grüße
    Peter

  • #4

    Claudia (Mittwoch, 04 März 2015 10:46)

    Hallo Peter,
    vielen Dank für Deinen ausführlichen und interessanten Kommentar. Da hast Du leider recht, dass Emotionen oft für Geschäfte und Manipulationen missbraucht werden. Ein schönes Beispiel mit einer über Emotionen verkauften Reise, die beim Reisenden und bei Dir positive Emotionen auslöst.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #5

    Jörg K. Unkrig (Freitag, 06 März 2015 20:48)

    Guter Beitrag mit interessanten Infomationen! Vielen Dank! Gerne schau ich mal wider vorbei...

  • #6

    Claudia (Samstag, 07 März 2015 09:18)

    Hallo Jörg,
    vielen Dank für den Kommentar. Freue mich natürlich über jeden Besuch.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #7

    Stephan Stockhausen (Samstag, 02 Mai 2015 15:30)

    Liebe Frau Dieterle,
    herzlichen Dank für Ihre Teilnahme an unserer Blogparade!
    Sonnige Grüße,
    S. Stockhausen

  • #8

    Claudia Dieterle (Samstag, 02 Mai 2015 16:30)

    Guten Tag Herr Stockhausen,
    vielen Dank für den Kommentar und danke für die Inspiration zum Artikel.
    Sonnige Grüße
    Claudia Dieterle