Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zum Familienalltag

Vereinfachung des Familienalltags

Was tun Sie, um den Familienalltag zu vereinfachen?
Wie kann man den Familienalltag vereinfachen?

Birgit Geistbeck hat zu einer Blogparade eingeladen Deine drei besten Tipps, um den Familienalltag zu vereinfachen. Ein interessantes Thema, da viele Frauen heute den Spagat zwischen Beruf, Haushalt und Kindern schaffen müssen.


Gehen wir nun die o. g. 3 Bereiche  nacheinander durch:

 

Beruf

Es wird zwar regelmäßig über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geredet, aber letztendlich ist jede (werdende) Mutter sich selbst überlassen. Der Arbeitgeber ist meist nicht begeistert, weil Schwangere Kosten verursachen und Mutterschutz vor und nach der Geburt und Elternzeit danach Ausfallzeiten bedeuten. Personell muss für eine Vertretung gesorgt werden. Eine Reduktion der Arbeitszeit ist mit Kind meist auch noch gewünscht. Es fehlt aber an Teilzeitstellen, Job-Sharing-Angeboten, Möglichkeiten der Auslagerung ins Homeoffice und vor allem an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Manche Firmen haben erkannt, dass sie kompetente Mitarbeiterinnen halten können und eine schnellere Rückkehr in den Beruf erreichen, wenn es z. B. einen Firmenkindergarten gibt. Aber das kann sich nicht jede Firma leisten. Ich hatte das Glück, dass sich eine Möglichkeit für einen Arbeitsplatz mit Homeoffice ergeben hat. So war ich immer präsent, auch wenn ich gearbeitet habe, musste mir keine Gedanken machen, wenn ein Kind krank oder der Kindergarten zu war, oder was ich in den langen Schulferien mache. Deshalb mein Tipp: Überlegen Sie sich, welche Arbeitsbereiche aus Ihrer bisherigen Tätigkeit Sie gut zu Hause machen könnten und fragen beim Arbeitgeber nach, ob das möglich ist. Selbst eine Kombination von Bürostunden und Homeoffice ist schon eine große Hilfe mit Kindern. Ich kenne auch Bloggerinnen, die den Mut hatten, sich mit Homeoffice selbständig zu machen, um beruflich und privat alles unter einen Hut zu bringen.

 

Haushalt

Über Zeit im Haushalt sparen habe ich bereits einen separaten Artikel geschrieben. Viele Dinge, die Zeit kosten wie z. B. Bettwäsche bügeln, sind (meiner Meinung nach) gar nicht nötig, also streichen. Sobald man nicht mehr allein wohnt, Partner und später Kinder hinzukommen, ist es gut, wenn von Anfang an geklärt ist, wer welche Arbeiten erledigt. Wenn man als Frau oder Mutter einmal angefangen hat, immer alles zu machen, ist es später umso schwerer, Arbeiten zu delegieren. Deshalb mein Tipp: Nicht immer alles freiwillig um des lieben Friedens willen machen, sondern delegieren. Auch Kinder können schon mithelfen. Meistens ist bei den Kleinen ein Interesse für den Haushalt da, wie Mama zu putzen, kochen, usw. Einfach mitmachen lassen und auch mal 5 gerade sein lassen, es muss nicht immer alles perfekt sein. Der Satz "Du bist mir eine große Hilfe" motiviert Kinder übrigens ungemein, Mama oder Papa zu helfen.

 

Kinder

Selbständigkeit und Kreativität finde ich bei Kindern ganz wichtig. Wie das bei uns läuft habe ich in der Blogparade Was Mamas gut machen beschrieben. Kinder, die immer jemanden um sich brauchen, sich nicht allein beschäftigen können, sind sehr viel anstrengender als Kinder, die Hobbys und Interessen haben, denen sie ihre volle Aufmerksamkeit schenken. Deshalb mein Tipp: Fördern Sie Selbständigkeit und Interessen bei Ihren Kindern, trauen Sie ihnen etwas zu, motivieren Sie Ihre Kinder, Dinge einfach auszuprobieren. Wenn Kinder den Satz "Ich will das allein machen" sagen, sollte man sie machen lassen, auch wenn die Kleidung dann falsch angezogen oder die Brotscheibe zu dick geschnitten ist. Übung macht den Meister. Erfolge motivieren weiter zu machen.

 

Praktisch ist, dass meine Kinder neben Pommes und Dinoschnitzeln auch gerne Kartoffelbrei, Spinat, Spiegeleier und Fischstäbchen essen. Das erleichtert den Familienalltag, wenn es beim Essen machen mal schnell gehen muss. Und wenn man meinen Kindern die entsprechenden Zutaten besorgt und auf den Küchentisch stellt, machen sie das Essen auch selbst wie z. B. ein Dessert, das auch Erwachsenen schmeckt, mit den folgenden Zutaten: 250 Gramm Quark, 1 Becher Joghurt Heidelbeere, 1 Packung gefrorene Waldbeeren, 1 Päckchen Vanillinzucker und ca. 100 Gramm Schokomüsli.

 

Welche Tipps haben Sie, um den Familienalltag zu vereinfachen?

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Hans (Montag, 13 April 2015 11:07)


    Als praktizierender (normalerweise) Mithelfer im Haushalt bin ich auch für jede Vereinfachung dankbar. Wir räumen bsp. unseren Müll (Chipstüte; Schokoladenverpackung u.s.w.) immer direkt weg. Erst mal liegen lassen könnte sich summieren und der wöchentliche Generalputz dauert u.U. etwas länger. Ist auch für unverhofften Besuch besser ;-)

    Bei einem größeren Haushalt könnte ich mir denken, dass es zeitsparend und einfacher ist, Wäsche sofort (nach Wasch-Temperatur) zu sortieren. Gut das braucht etwas mehr Platz, weil man mehr Boxen aufstellen müsste. Und es braucht eine Einweisung, die aber auch bei Kindern eines gewissen Alters gut machbar sein sollte. Oder?

    Dein Tipp Kindern Raum und Zeit für Kreativität zu geben, hat mir besonders gefallen.
    LG Hans

  • #2

    Claudia (Montag, 13 April 2015 12:11)

    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Das mit dem gleich wegräumen wird bei uns auch meistens praktiziert. Die Wäsche wird in 2 Boxen sortiert. Das verstehen auch die Kinder. Punkt 3 ist mir auch sehr wichtig.
    Viele Grüße
    Claudia