Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Werbung

Nervige Werbung?

Werden Sie durch Werbung genervt?
Werbung kann auch süß sein

Mit Ergänzung am 10.02.17.

 

Henrik Stamm hat zu einer Blogparade eingeladen Werbung - einfach nervig?

 

Da Werbung online und offline eines meiner Interessensgebiete ist, habe ich mir diese Blogparade gleich notiert.

 

Als Kind hat mich vor allem Werbung von Schokolade angesprochen. Die lila Kuh von Milka kennt wahrscheinlich jeder. Ich erinnere mich auch noch an die Waschmittelwerbung mit Clementine und die Spülmittelwerbung "Sie baden gerade Ihre Hände drin". Hier habe ich einen schönen Link gefunden mit nostalgischen Werbespots, an die ich mich auch gerne erinnere.

Die Werbung heute ist schon kommerzieller, wenn man z. B. an die Vermarktung von Produkten zu Disney-Filmen denkt, wo es dann T-Shirts, Tassen, Schlüsselanhänger, Bettwäsche und andere Dinge mit entsprechenden Motiven gibt. Wenn ich Werbung sehe, wird sie in 2 Kategorien einsortiert, gefällt mir/gut gemacht und gefällt mir nicht/schlecht gemacht. Das heißt aber nicht, dass ich mir jedes Produkt kaufe, wo mir die Werbung gefällt. Bei Werbung im Fernsehen stehe ich meistens auf, um etwas zu erledigen. Werbung im Internet stört mich, wenn sie mich sofort nach dem Öffnen der Website/des Blogs noch bevor ich zum Lesen und Schauen gekommen bin, in Form eines Pop-ups überfällt und nicht sofort abgeschaltet werden kann, weil das Kreuz rechts oben fehlt, oder die Seite überladen ist mit Werbung und es nur so blinkt.

 

Da ich eine Website mit Blog habe und natürlich auch privat ständig mit Werbung konfrontiert werde, beantworte ich alle Fragen von Henrik.


Fragen an Leser/Nutzer:

Wie viel Werbung ist für dich erträglich?
Die Relation bei einem Film, einer Zeitschrift, dem Besuch einer Website, eines Blogs, etc. zwischen Werbung und Inhalt muss stimmen. D. h. ich möchte bei einem Film nicht 5 Minuten nach Start, diverse Male während des Films und 5 Minuten vor Ende mit Werbung behelligt werden. Bei einer Zeitschrift ist mir Werbung auf jeder 2. oder 3. Seite zu viel. Auf einer Internetseite möchte ich nicht mehr Werbung als Inhalt sehen, vor allem nicht automatisch laufende Videos und Animationen oder die o. e. Pop-ups. Das ist zu viel. Da muss die Werbung schon verdammt gut sein, dass ich nicht genervt bin.

Nutzt du AdBlock? Wenn ja, warum?
Habe ich mal eine Weile genutzt, aber wieder deinstalliert, weil mich Werbung interessiert und ich sie sowieso nur kurz wahrnehme, wenn sie mich nicht anspricht.

Hast du dich schon einmal von Werbung belästigt gefühlt?
Ja, wenn sie mich überfällt und mir nicht gefällt. Was mich auch stört sind Werbesendungen, die man erhält, weil man irgendwo etwas bestellt hat und die Adresse weitergegeben wurde. Online geschieht das durch E-Mails und Newsletter, die man teilweise unaufgefordert erhält und die manchmal keine Möglichkeit haben, sie abzubestellen.
Über Remarketing muss ich schmunzeln, wenn ich Artikel, die ich mir in einem Online-Shop angeschaut aber nicht bestellt habe, auf einer anderen Website wiedersehe.

Sind Websites mit viel Werbung ein Grund für dich, die Seite zu verlassen?
Definitiv ja. Ich habe Verständnis dafür, wenn z. B. ein Blogger etwas Werbung macht, um die Kosten für das Betreiben des Blogs zu finanzieren, wenn er keine kostenlose Version nutzt, aber wenn es so viel ist, dass ich den Blogartikel fast nicht finde und vor allem, wenn es thematisch überhaupt nicht zum Blog passt, bin ich ganz schnell wieder weg.

 

Fragen an Blogger/Website-Betreiber:

Schaltest du Werbung? Wenn ja, wie viel?
Nein, ich habe mich dagegen entschieden, weil ich meine Leser nicht mit Werbung behelligen möchte.

Wurdest du von deinen Lesern schon mal auf deine Werbung angesprochen?
Nein, da ich keine schalte. Aber ich wurde schon gefragt, warum ich keine Werbung schalte. Es gibt ja auch genügend Blogartikel, wie man mit seinem Blog Geld verdienen kann.

Wie findest du die Balance zwischen Gewinn und UX?
Hier kann ich nur aus der Sicht eines Website-/Blogbesuchers sprechen. Ideal ist, wenn der Gewinn aus der Werbung die Kosten für den Blog oder die Website deckt ohne die Nutzererfahrung des Besuchers zu stören.

Wie viel Werbung empfindest du als “verträglich”?
Wie bereits bei der obigen Frage erwähnt, sollte Werbung nicht die Nutzererfahrung stören und beim Besuch nerven. Es kommt wie bei fast allem auf das Maß an. Der eigentliche Inhalt der Website oder des Blogs sollte im Vordergrund stehen, die Werbung thematisch passen und nicht zu viel und zu auffällig sein.

Fazit
Gute Werbung nervt mich nicht.

 

Werden Sie durch Werbung genervt?

 

Ergänzung am 10.02.17

Ann-Bettina Schmitz vom Blog ABS-Lese-Ecke hat zu einer Blogparade "Was hältst du von Werbung auf dem Blog?" eingeladen. Da das nach wie vor ein sehr aktuelles Thema ist, beschäftige ich mich gerne nochmal damit und beantworte Ann-Bettinas Fragen wie folgt:

 

1. Stört dich Werbung generell, ist sie dir egal oder findest du sie interessant?

Ich interessiere mich sehr für Werbung, sowohl online als auch offline. Für mich dient Werbung in erster Linie dazu, etwas zu verkaufen. Aber Werbung ist auch ein Mittel, Geld zu verdienen, um z. B. eine Website oder einen Blog zu finanzieren. Werbung lässt sich in gut oder schlecht gemacht (Bilder, Text, Gesamteindruck), ansprechend oder nicht (z. B. optisch oder emotional) und verständlich oder miss-/unverständlich (z. B. Slogans, die missverstanden oder gar nicht verstanden werden) unterteilen. Auf einer Website oder in einem Blog bewerte ich auch, ob die Werbung inhaltlich passt.

 

2. Gibt es bestimmte Formen der Werbung, die du besonders nervig findest?

Ja, mich stört aufdringliche Werbung, die mich ziemlich schnell beim Aufrufen der Seite "überfällt" und daran hindert, eine Website genauer anzuschauen, einen Blogartikel zu lesen oder einfach zu sehr vom eigentlichen Inhalt ablenkt. Z. B. ein riesiges Pop-up-Fenster, das womöglich nicht sofort zu schließen geht. Es ist bisher nur einmal vorgekommen, dass ich einen Blog sofort wieder verlassen habe, weil er total überfrachtet war mit Werbung.

 

3. Hat dich Werbung auf einem Blog oder einer Webseite schon einmal dazu gebracht, etwas zu kaufen? Wenn ja, warum? War die Werbung so gut oder brauchtest du das Produkt gerade sowieso?

Nein, ich habe zwar schon oft Werbung auf Websites oder in Blogs gesehen, aber das hat mich bisher nicht zum Kaufen animiert. Allerdings habe ich schon häufiger auf Websites oder in sozialen Netzwerken Produkte angeboten bekommen, nach denen ich speziell gesucht hatte, da schaue ich dann doch ab und zu nochmal im entsprechenden Online-Shop nach. 

 

4. Sollte Werbung zum Blogthema passen oder ist dir das egal?

Ich finde, dass Werbung zum Blogthema passen sollte. Allerdings würde mich Werbung, die nicht passt, nicht daran hindern, den Artikel trotzdem zu lesen, wenn ich ihn interessant finde.

 

5. Findest du es gut, dass Google demnächst manche Werbung abstraft?

Die anhaltende Diskussion darüber, was guter Inhalt ist, und der Einsatz von Adblockern hat dazu beigetragen, dass man sich mehr Gedanken macht bei der Erstellung von Inhalten und Werbung. Die Maßnahme von Google wird sicher auch eine positive Auswirkung haben, weshalb ich die geplante Abstrafung positiv sehe.

 

Hier sind noch ein paar Fragen für die Blogbesitzer.

 

6. Hast du auf deinem Blog Werbung geschaltet?

Nein, ich habe keine Werbung in meinem Blog geschaltet.

 

7. Wenn ja: Wie hast du sie ausgewählt? Lohnt sich das? Wenn nein: warum nicht?

Da mich Werbung interessiert und ich mir schon Gedanken darüber gemacht habe, wie sich das Internet finanziert, stört mich Werbung auf Websites oder in Blogs nicht, und ich habe Verständnis dafür, dass es Blogbesitzer gibt, die Werbung schalten, um den Blog zu finanzieren oder etwas Geld zu verdienen.

Aber dadurch dass es im Internet ein Überangebot an Inhalten und sehr viel Werbung gibt, ist es auch schwieriger geworden, Aufmerksamkeit zu erhalten und Menschen sind schneller genervt.

In meinem Blog habe ich mich gegen Werbung entschieden, weil mein Blog ein privates Hobby ist, und ich möchte, dass Besucher meiner Website oder meines Blogs in Ruhe ohne eventuell als störend empfundene Werbung schauen und lesen können.

 

Fazit

Werbung an sich ist keine Zumutung, aber die Qualität und das Maß spielen eine sehr große Rolle. Deshalb muss sehr gut überlegt werden, ob, wo und wie Werbung geschaltet wird, um positiv aufgenommen zu werden.

Kommentare: 8 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Hans (Montag, 18 Mai 2015 08:22)


    Hallo Claudia,
    seltsamerweise stört mich Werbung in Zeitschriften nicht sonderlich. Wenn es bei privaten Sendern mal einen längeren Film gibt, dann bekomme ich die Krise, wenn gefühlt alle 10 Minuten erst mal ein Werbeblock kommt. Klar muss das finanziert werden. Nervig ist es aber dennoch.
    Wünsche dir eine gute Woche

    Lieben Gruß Hans

  • #2

    Claudia (Montag, 18 Mai 2015 08:27)

    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. In Zeitschriften blättere ich dann einfach weiter, aber ich finde schon, dass das Verhältnis immer stimmen muss, egal wo man Werbung begegnet.
    Viele Grüße und Dir auch eine gute Woche
    Claudia

  • #3

    Ann-Bettina (Montag, 18 Mai 2015 10:03)

    Hallo Claudia,
    in Zeitschriften nervt mich Werbung nicht sonderlich, ich nehme sie kaum wahr und blättere einfach weiter. Im Internet stören mich vor allem Videos, die von selber starten und nicht zu stoppen sind, Werbefilme vor Youtube-Beiträgen und Pop-Up-Fenster, die sich über den Text legen. Mit so etwas kann man mich ganz schnell von einer Seite vertreiben.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

  • #4

    Claudia (Montag, 18 Mai 2015 12:25)

    Hallo Ann-Bettina,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. In der Zeitschrift weiterblättern ist einfacher als im Internet eine Werbung zu stoppen (Videos, Pop-ups, etc.). Da bin ich dann meist auch ganz schnell weg.
    Viele Grüße
    Claudia


  • #5

    Nicole Meurer (Montag, 18 Mai 2015 13:03)

    Bestimmte Werbung nervt!

    Insbesondere wenn plötzlich mitten auf dem Bildschirm eine Einblendung erscheint für eine mögliche Registrierung, oder ein Abo für einen Newsletter.

    Und so richtig abturnend finde ich es, wenn ich dann die Möglichkeit zum Schliessen des Werbefensters erst noch suchen muss, um den mich interessierenden Artiekl weiterlesen zu können. Spätestens dann ist mein Interesse von Ärger überschattet, und ich besuche den Blog nicht wieder.

    Den Lesefluss störende Werbung ist mindestens aufdringlich, wenn nicht sogar respektlos. Wir stellen uns auch nicht vor die Wohnungstür eines Umzugswilligen nach dem Motto: Wir geben Deine Tür erst frei, wenn Du bei uns Deinen Umzug buchst ...

    Ich persönlich empfinde diese Handhabung als genauso eine Frechheit wie unerwünschte Werbeanrufe.

    Gegen Werbung allgemein ist allerdings nichts zu sagen. Ein Button zum abonnieren des Newsletters an der Seite ist völlig ok.

    Grüsse aus Oberhausen
    Nicole Meurer

  • #6

    Claudia (Montag, 18 Mai 2015 13:12)

    Hallo Nicole,
    vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Das nervt mich auch, wenn ich schon kurz nach dem Öffnen der Seite von Werbung überfallen werde und das Kreuz zum Schließen rechts oben fehlt. Es gibt auch unaufdringlichere Arten, ein Abo für einen Newsletter, eine Anmeldung für ein Webinar, etc. anzubieten. Da ist bei mir dann auch ganz schnell die komplette Website weggeklickt.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #7

    Kurbelursel (Donnerstag, 02 Juli 2015 22:57)

    Hallo Claudia,

    eine interessante Einleitung, mit der ich so erst mal gar nicht gerechnet habe. Werbung interessiert Dich. Doch wie passt dann dazu, dass Du Deinen Usern Werbung nicht zumuten möchtest? Als sei Werbung per se eine Zumutung?

    Einen lieben Gruß
    Kurbelursel

  • #8

    Claudia (Freitag, 03 Juli 2015 06:45)

    Hallo Kurbelursel,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich finde nicht, dass sich das widerspricht, wenn ich mich selbst für Werbung sehr interessiere, aber Verständnis dafür habe, dass andere das vielleicht nicht tun. Heutzutage erhält jeder jeden Tag so viele Werbebotschaften. Werbung an sich ist bestimmt keine Zumutung, aber es kommt auch auf das Maß an und die Interessen, ob die Werbung als angenehm oder störend empfunden wird.
    Viele Grüße
    Claudia