Claudias praktischer Ratgeber zur Zuverlässigkeit

Die Bedeutung von Zuverlässigkeit

Wem reichen Sie die Hand?
Sich die Hände reichen, ein Zeichen von Vertrauen

Dieses Mal geht es beim Webmaster Friday um das Thema Verlässlichkeit und unzuverlässige Menschen.

 

Beim Wort Verlässlichkeit denke ich an Menschen und auch Geräte.

 

Von einem zuverlässigen Menschen erwarte ich, dass

  1. er/sie sich an Zusagen und Absprachen hält.
  2. ich bei einem Problem Unterstützung erhalte.
  3. er/sie ehrlich ist
  4. er/sie vertrauenswürdig ist.
  5. er/sie pünktlich ist.

Von einem zuverlässigen Gerät erwarte ich, dass

  • es funktioniert, wenn ich es einschalte.
  • es einwandfrei arbeitet.
  • ich kleinere Probleme selbst beheben kann.
  • es keine Schwierigkeiten betreffend Ersatzteilen gibt.

Hier meine Antworten auf die Fragen von Martin Mißfeldt:

 

Wie wichtig ist Verlässlichkeit? Der Webmasterfriday lag nun viele Wochen länger als geplant brach. Nervt Euch so was?

Verlässlichkeit ist für mich ein sehr wichtiger Punkt. Dass es beim Webmasterfriday eine längere Pause gab, finde ich nicht schlimm oder nervig, da alles auf freiwilliger Basis ist und es deshalb auch keinen Grund für einen Vorwurf der Unzuverlässigkeit gibt.


Gibt es andere Beispiele der Unzuverlässigkeit, die Euch negativ in Erinnerung geblieben sind?

1. Zuverlässigkeit heißt für mich in erster Linie, dass sich jemand an Zusagen und Absprachen hält. Wenn mir jemand zugesagt hat, etwas zu reparieren, bei etwas zu helfen, etc. und es wird nicht gemacht, finde ich das nicht in Ordnung, weil ich dann meist sehr kurzfristig anderweitig planen muss.

 

2. Bei einem Menschen, auf den ich mich verlassen kann, weiß ich, dass ich gefragt und ungefragt Unterstützung erhalte, wenn es ein Problem gibt. Es gibt ein italienisches Sprichwort "Freunde sind wie Regenschirme, wenn es regnet findet man sie nie.", das nicht auf zuverlässige Freunde sondern auf unzuverlässige Menschen zutrifft.

 

3. Ehrlichkeit gehört für mich auch zur Verlässlichkeit. Ich lege Wert darauf, mich darauf verlassen zu können, eine ehrliche Meinung zu hören. Unehrlichkeit setze ich mit Unzuverlässigkeit gleich.

 

4. Verlässlichkeit und Vertrauen gehören für mich zusammen. Ich vertraue Menschen, auf die ich mich verlassen kann, und ich verlasse mich auf Menschen, denen ich vertrauen kann.

 

5. Pünktlichkeit gehört ebenso zur Verlässlichkeit dazu. Man sollte sich schon bemühen, zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort zu sein. Wenn es später wird, ist eine kurze Info angebracht. Da fast jeder ein Smartphone besitzt, ist ein kurzer Anruf oder eine SMS im Normalfall kein Problem. Verspätungen bis zu ca. 30 Minuten sind für mich (auch ohne kurze Info) akzeptabel, es kann immer mal etwas dazwischen kommen. Wenn ich zu Hause auf jemanden warte, sehe ich das lockerer, da ich immer irgendwie beschäftigt bin. Wenn ich irgendwo stehe wie bestellt und nicht abgeholt, ist eine große Unpünktlichkeit, die keinen guten Grund hat, ärgerlich. Letztendlich ist Pünktlichkeit nur eine Sache der Planung. Es ist keine gute Entschuldigung, wenn jemand wegen dem üblichen Berufsverkehr am Morgen oder Abend zu spät kommt. Dann wurde einfach nicht genügend Zeit eingeplant. Bei Verabredungen muss einfach eine für beide Seiten passende Uhrzeit ausgemacht werden, damit jeder pünktlich kommen kann.

Bei Menschen, die immer zu spät kommen, plane ich die Verspätung ein, so dass es mich nicht mehr stört. Dumm ist nur, wenn ich absichtlich zu spät komme und dann kommt die andere Seite ausnahmsweise pünktlich.


Gibt es Dinge, wo Unzuverlässigkeit gar nicht geht – und andere, wo es dann nicht so schlimm ist?

Ja, z. B. im Straßenverkehr, wo ich mich darauf verlassen können sollte, dass sich alle an die Regeln halten. Menschen, die z. B. mit überhöhter Geschwindigkeit, betrunken oder auf der falschen Seite Auto fahren, gefährden nicht nur sich, sondern auch andere. Beim Arzt oder im Krankenhaus muss ich mich als Patient darauf verlassen können, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen behandelt werde.

Generell kommt es darauf an, was die Konsequenz von Unzuverlässigkeit ist oder sein könnte. Wenn es um Leben und Tod geht, geht es gar nicht. Dagegen ist Unpünktlichkeit nicht so schlimm.

Je weniger Unannehmlichkeiten oder Umstände ich wegen der Unzuverlässigkeit eines anderen habe, desto lockerer sehe ich das auch. Umgekehrt bin ich natürlich umso mehr verärgert, wenn ich dadurch Schwierigkeiten habe.


Wie geht ihr mit den Unzuverlässigen um? Kritisiert ihr das auch offen – oder ärgert Ihr Euch im Stillen und merkt Euch das einfach für später?

Ich spreche offen darüber, da oft keine böse Absicht dahinter steckt. Es macht keinen Sinn, sich im Stillen zu ärgern, wenn das Gegenüber gar nicht weiß, warum man sich ärgert. Unzuverlässige Menschen versuche ich zu vermeiden, was beruflich und privat nicht immer möglich ist.


Oder drückt ihr auch mal ein Auge zu, nach dem Motto: Im Zweifel für den Angeklagten?
Beim ersten Mal drücke ich auf alle Fälle ein Auge zu und im Zweifel bin ich auch immer für den Angeklagten, weil ich die Hintergründe für (vermeintliche) Unzuverlässigkeit nicht immer kennen kann. Aber nach einem offenen Gespräch bin ich irgendwann nicht mehr bereit, immer die Augen zu schließen.

 

Fazit

Menschen geben sich zur Begrüßung, zum Abschied, zum Bedanken, zum Entschuldigen, zur Versöhnung und vielen anderen Gelegenheiten die Hand. Kleine Kinder gehen an der Hand der Eltern, weil sie sich darauf verlassen, von ihnen beschützt zu werden. Unzuverlässigen Menschen reiche ich nicht gerne die Hand.

 

Welche Bedeutung hat Zuverlässigkeit für Sie?

Kommentare: 5 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Hans (Montag, 07 September 2015 09:49)


    Hallo Claudia,
    es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man Menschen hat, die zuverlässig sind und denen man vertrauen kann. Ich selber bin auch gerne pünktlich, was von (jüngeren) Leuten schon mal als pingelig angesehen wird. Ich kann und will es aber nicht ändern. Ich bin in der "Generation: 5 Minuten vor der Zeit...". Ich kann sozusagen alles gut nachvollziehen, was du in diesem Beitrag verfasst hast. Eine gute neue Woche und einen lieben Gruß
    Hans

  • #2

    Claudia (Montag, 07 September 2015 13:29)

    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. In Bezug auf Pünktlichkeit bin ich auch "altmodisch". Das sehen die Jüngeren meist lockerer. Wünsche Dir auch eine gute neue Woche.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #3

    Frank Rockenfeller (Montag, 07 September 2015 18:55)

    Kommentar von Google+ kopiert https://plus.google.com/+tipptrick/posts/Y9pyiBUzM8C
    Zuverlässigkeit und Vertrauen sind das Wichtigste, um gemeinsam etwas zu tun oder aufzubauen. Um am Beispiel Regenschirm zu bleiben (im Text): Wer will schon gerne im Regen stehen gelassen zu werden?! :-)

  • #4

    Karin (Mittwoch, 09 September 2015 21:02)

    Tugenden wie Pünktlichkeit oder Verlässlichkeit sind wichtig und werden sicherlich nie aus der Mode kommen. Bevor man etwas zusagt sollte man sich immer auch überlegen, ob man es auch einhalten kann. Ein klares Nein ist oftmals einfach ehrlicher.
    lg

  • #5

    Claudia (Mittwoch, 09 September 2015 21:10)

    Hallo Karin,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Da stimme ich Dir zu, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind Tugenden, die immer wichtig waren, sind und sein werden oder sollten. Das ist ein guter Punkt, statt "ja" zu sagen, nicht einzuhalten, was man versprochen hat, und als unzuverlässig zu gelten, ist es besser und ehrlicher "nein" zu sagen.
    Viele Grüße
    Claudia