Claudias praktischer Ratgeber zur Digitalisierung unseres Lebens

Die Digitalisierung unseres Lebens

Wie digital sind Sie?
Überall Technik im Alltag und Büro

Lust auf eine kleine Zeitreise, als wir noch nicht digital waren?
In Höhleneingängen wurden Zeichen an die Wand gemalt für andere Höhlenbesucher, um diese zu informieren oder auch zu warnen, ob die Höhle als Unterkunft geeignet ist. Bei den Indianerstämmen Nordamerikas gab es Rauchzeichen, eine einfache Form der Fernkommunikation. Durch Morsezeichen konnten Nachrichten übermittelt werden. Es gab Telegramme zur Übermittlung von Nachrichten. Die Erfindung des Telefons war eine große Errungenschaft, heute besitzt fast jeder ein Smartphone und ist damit mobil und immer erreichbar. Radio und Fernseher wurden erfunden. Von der Schreibmaschine zum IBM, Personal Computer bis hin zum Laptop, Notebook, Tablet gab es eine rasante technische Entwicklung. Die erste E-Mail war eine Sensation. Unsere Welt hat sich durch technische Erfindungen sehr verändert.

Was machen wir heute alles digital?

Gespräche
Den klassischen Festnetzanschluss wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Neben dem Smartphone unterhalten wir uns z. B. über Skype oder Google Hangout.

Nachrichten
Nachrichten werden u. a. per E-Mail, SMS, Facebook- oder Google-Chat, WhatsApp versendet. Während die Länge bei der E-Mail variieren kann, wird man sich bei den anderen Möglichkeiten wohl eher kurz fassen, vor allem wenn nur eine kleine Tastatur zum Schreiben vorhanden ist.

Bilder
Bilder wurden früher mit einer Kamera gemacht. Mit Erfindung des Selbstauslösers konnte der Fotograf auch mit aufs Bild. Heute besitzt jedes Handy oder Smartphone die Möglichkeit Bilder zu machen. Selfies (Selbstportraits) werden einfach gemacht, indem der Arm weit ausgestreckt wird, um sich selbst oder eine Gruppe zu fotografieren und das Bild im Anschluss auf Facebook, Snapchat oder Instagram zu teilen.

Videos
Viele Kameras oder Smartphones haben die Möglichkeit, Filme aufzunehmen.
Mit Livestreaming-Apps wie Meerkat oder Periscope können in Echtzeit Aufnahmen gemacht, kommentiert und an Zuschauer übertragen werden.

Lernen
Früher drückte man die Schulbank, später lernte man in der Berufs-, Fachhochschule, anderen weiterführenden Schulen, Universitäten, etc. Zur Fortbildung besuchte man Kurse und Seminare. Heute gibt es Fernstudien, Online-Kurse, Webinare, die bequem von zu Hause aus besucht werden können. Webinare sind auch für Verkaufsaktivitäten beliebt.

Arbeitswelt
Auch hier hat die Digitalisierung nicht halt gemacht. Bewerbungen sind einfach und schnell digital möglich und ersetzen die mühsame Papierform. Wir sind durch die Technik jederzeit erreichbar, Berufs- und Privatleben lassen sich dadurch oft schwer trennen, was dazu führen kann, dass Menschen nicht richtig abschalten und sich erholen.

Statt lange Autofahrten in Kauf  zu nehmen, wird vermehrt im Homeoffice gearbeitet. Erreichbarkeit über Skype, E-Mail oder Online-Konferenzen (z. B. mit GoToMeeting). Dabei wird immer wieder diskutiert, ob Menschen mit Homeoffice mehr oder weniger arbeiten als im Büro, mehr oder weniger motiviert und mit der Firma verbunden sind. Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Oft gibt es auch Mischformen von Homeoffice und Arbeit im Büro. Sich auch persönlich zu kennen ist von Vorteil.

Resümieren wir mal:

•    Weniger persönliche Gespräche, mehr mit technischen Hilfsmitteln.
•    Statt zum Telefonhörer zu greifen wird einfach eine Nachricht verschickt.
•    Bilder werden fast nur noch digital gespeichert und nicht mehr in Fotoalben.
•    Filme können jederzeit gemacht und ins Internet gestellt werden.
•    Wir lernen und arbeiten mit digitalen Hilfsmitteln.

Und wenn keine regelmäßige Datensicherung gemacht wird, ist das Geschrei bei Datenverlust groß, ob es nun privat um Familienfotos oder beruflich um wichtige Dateien geht.

Was bedeutet die Digitalisierung nun für den Beziehungsaufbau und die Pflege?

Früher haben wir uns beruflich und privat persönlich kennen gelernt, mal mehr, mal weniger. Verabredungen und berufliche Termine wurden persönlich, telefonisch oder per E-Mail ausgemacht.

 

Heute ist der (erste) Kontakt häufig im Internet über soziale Netzwerke (z. B. Facebook oder Twitter) oder Plattformen zum Kennenlernen (z. B. badoo), Arbeit finden (z. B. kununu), Klassenfreunde wiederfinden (z. B. StayFriends), etc. Es gibt für fast alle Hobbys und Interessen eine entsprechende Plattform, um Gleichgesinnte zu finden.

 

Viele haben es privat verlernt, sich richtig zu verabreden. Lieber spontan sein und einfach anrufen, wenn man Zeit hat. Beruflich geht das natürlich nicht. Da ist Zuverlässigkeit gefragt. Und privat kommt Unzuverlässigkeit in der Regel auch nicht gut an.


Während es für Jugendliche fast schon selbstverständlich ist, mit dem Smartphone in der Hand gleichzeitig online und offline zu kommunizieren, fühlen sich ältere Generationen dadurch oft gestört.


Einige sind online manchmal offener, mutiger oder auch übermütiger als im richtigen Leben, vor allem, wenn es anonym ist.

Es ist online meist einfacher, einen Kontakt zu knüpfen als offline. Aber manchmal wird auch absichtlich oder unabsichtlich ein falsches Bild vermittelt. Die Pflege des Profils ist das A und O dabei. In Nachhaltiger Beziehungsaufbau über Social Media erklärt Jutta Beyer die Voraussetzungen für den Beziehungsaufbau und gibt Tipps für effektives Netzwerken.

Menschen, die sich im Internet kennen gelernt haben, treffen sich auf Messen (z. B. der dmexco), Events, Bloggertreffen und anderen Veranstaltungen.

Die digitalen Kommunikationskanäle haben unser Leben verändert. Ob das nun positiv oder negativ ist, lässt sich nicht generell sagen. Es hat wie alles im Leben Vor- und Nachteile. Jeder muss für sich entscheiden, wie digital er/sie sein möchte, was genutzt wird und was nicht. Wichtig finde ich, auch mal offline zu sein, deshalb besitze ich kein Smartphone.
 

Menschen und Firmen stehen durch das Internet und die sozialen Netzwerke in der Öffentlichkeit. Jeder muss für sich entscheiden, welche Informationen er/sie über sich preisgibt. Ein guter Ruf muss online und offline aufgebaut und gepflegt werden. Manch einer wundert sich über Absagen bei Bewerbungen trotz guter Unterlagen und denkt nicht daran, dass viele Personaler den Kandidaten googeln und aussortieren, wenn kompromittierende Bilder oder Kommentare gefunden werden.

 

Unsere Gesellschaft, Anschauungsweise, Tugenden haben durch die Digitalisierung einen Wandel erfahren. Kindern werden nicht mehr dieselben Werte wie früher vermittelt. Alles ist schnelllebig, ist ebenso schnell  modern wie nicht mehr modern.

 

Infos über mein digitales Leben gibt es hier.

 

Im Interview von Benjamin Brückner mit Dr. Philipp Götting gibt es ein schönes Beispiel, wie online Kontakte geknüpft werden können und offline ein persönliches Kennenlernen stattfindet. Da wird die Digitalisierung zum Vorteil genutzt und die Menschen bleiben nicht auf der Strecke.

 

Fazit

Wertschätzung ist online und offline der wichtigste Punkt, sich respektieren, ehrlich, höflich und zuverlässig zu sein. Je digitaler wir werden, desto mehr muss darauf geachtet werden, dass Menschlichkeit und Wertvorstellungen nicht verloren gehen. Digital aber trotzdem Mensch sein.

 

Wie hat sich Ihr Leben durch den technischen Fortschritt und die Digitalisierung verändert?

Kommentare: 10 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Peter Ehrlich (Montag, 05 Oktober 2015 07:48)

    Hallo Claudia,
    ein guter und nachdenkenswerter Beitrag darüber, was wichtig ist in Leben. Schnelles online ist eine feine Sache. Wir dürfen den Menschen, der dahinter steckt nicht vergessen. Viele reden mit Waths App über Gott und die Welt, merken aber nicht dass sie vereinsamen ohne die Bekanntschaften im realen Leben.
    Ich nehme mir die Freiheit, „nicht erreichbar zu sein“. Das heißt, ich habe nur meine Festnetz-Telefonnummern und ein 10-Jahre altes Handy, deren Nummer nur wenigen bekannt ist. Das heißt, wer mich erreichen will, findet mich und wer mich erreichen muss, erreicht mich auch! Waths App ist, wie ein modernes Worki Torki ohne reden. Das ist permanent online, was ich persönlich für ungesund halte.
    Ein ganz wichtiger Punkt ist es Online-Bekanntschaften offline kennenzulernen. Gerade als Online Reisebüro ist das eine Herausforderung. Meine Neukunden bekomme ich fast ausschließlich über Online-Anfagen via E-Mail. Nur mit einem zwanglosen Kennenlerngespräch via Telefon und einem Bild auf der Webseite bekommt man offline einen Charakter.
    Viele Grüße
    Peter

  • #2

    Hans (Montag, 05 Oktober 2015 08:51)


    Hallo Claudia,
    Ich sehe die "Gefahren", die eine Digitalisierung mit sich bringt, nutze aber auch die Vorteile. Man hat sich über WhatsApp schnell mal ein Hallo geschickt, wo man sicher nicht mal eben telefonieren würde. Unsere Familie bsp. ist verstreut in DE und so ist man wenigstens ein- zweimal wöchentlich in Kontakt. Eigentlich mag ich die Tipperei auf dem Smarti nicht, aber in dem Fall ist es OK.

    Ich muss auch nicht ständig erreichbar sein, rufe aber täglich meine E-Mails ab. Und falls ich flach liege, oder keine Lust habe, dann fällt auch mal ein Tag "abrufen" aus.
    Ich weiß die technischen Errungenschaften zu schätzen, wenngleich ich mir als Newb vorkomme, wenn ich die Neffen und Nichten so sehe, die digital aufgewachsen sind.

    Ich weiß auch, dass es eine gute Kindheit war, da draußen in den Bolzplätzen und Wäldern. Ich weiß noch, dass das Spiel miteinander an der frischen Luft Spaß gemacht hat. Auch ohne PC und Online-Games. Ich weiß, die Zeiten ändern sich. Eine gute, neue Woche.
    HG Hans

  • #3

    Benjamin (Montag, 05 Oktober 2015 08:59)

    Liebe Claudia,

    vielen herzlichen Dank für die Erwähnung! Eine gute Zusammenfassung, die zeigt, wohin die (digitale) Reise gehen kann. Online-Vernetzung allein reicht nicht, das stimmt. Es gehört auch eine Kultur der Kommunikation dazu, die sich nicht nur aufs blinde Sammeln von Kontakten beschränkt.

    Gleichzeitig beobachte ich eine Sehnsucht nach Entschleunigung. Ich denke, auch die Entwickler sind sich dessen bewusst und suchen Lösungen für dieses Bedürfnis (zum Beispiel mit der App "Offtime").

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • #4

    Claudia (Montag, 05 Oktober 2015 13:55)

    Hallo Peter,
    vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich stimme Dir zu, dass man bei allen Aktivitäten online und natürlich auch offline den Menschen dahinter nicht vergessen darf. So wie Du bin ich auch nicht immer erreichbar, kann aber doch erreicht werden. Ich denke, dass das bei Deinem Beruf ein wichtiger Faktor ist, dass Du online gefunden wirst und durch Dein Bild und Dein persönliches und professionelles Auftreten der Mensch und der Reisefachmann erkannt werden können.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #5

    Claudia (Montag, 05 Oktober 2015 13:58)

    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich bin ähnlich wie Du in der freien Natur aufgewachsen. Computer und Internet habe ich erst sehr viel später kennen gelernt. Ich sehe den Nutzen, aber auch die Gefahren. Die Zeiten haben sich definitiv geändert und es wird noch mehr Änderungen geben. Auch Dir eine gute Woche.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #6

    Claudia (Montag, 05 Oktober 2015 14:03)

    Hallo Benjamin,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Das Interview von Dir passt einfach prima zum Thema. Stimmt, die Kommunikation ist ein wichtiger Faktor und "Entschleunigung" ist zum Modewort geworden. Die Schnelllebigkeit und die ganzen Möglichkeiten machen wohl doch einigen zu schaffen.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #7

    Frank Rockenfeller (Montag, 05 Oktober 2015 16:39)

    Kommentar von Google+ kopiert https://plus.google.com/+tipptrick/posts/M3jetiy8zM9

    Ich finde den Artikel auch gut. Neben all´ den vermeintlichen Fortschritten gibt es auch etliche Nachteile der Digitalisierung.

    Dazu gehört z.B. auch der "Wert" der Musik und des Buches, insoweit beides digital erworben wird.

    Besuchte man früher jemanden zum ersten Mal, konnte man im Bücherregal oder der Plattensammlung doch viel von der Person erkennen. Heute? Natürlich gibt es das auch noch, selbstverständlich, aber es scheint weniger zu werden.
    Ist ja schließlich alles digital gespeichert.
    Gleiches gilt für die Handschrift, die doch einiges aussagen kann. Heute? ....

  • #8

    Claudia (Montag, 05 Oktober 2015 16:43)

    Da hat Frank Rockenfeller einen wichtigen Punkt angesprochen. Musik, Bücher und auch Unterschriften gibt es heute digital. Bei mir stehen richtige Bücher und CDs im Regal.
    Vielen Dank auch hier an Frank für den treffenden Kommentar.

  • #9

    Jutta Beyer (Dienstag, 06 Oktober 2015 10:32)

    Liebe Claudia,
    herzlichen Dank für diese Zeitreise, die ein wenig nachdenklich stimmt. Man darf wirklich nicht vergessen, in dieser schnelllebigen Zeit hin und wieder zur Ruhe zu kommen und sich auf die Werte, die wichtig sind zu besinnen. Deinen Fazit "Digital aber trotzdem Mensch sein" trifft es auf den Punkt!
    Danke auch für die Verlinkung meines Artikels :-)
    Lieben Gruß nach Konstanz,
    Jutta

  • #10

    Claudia (Dienstag, 06 Oktober 2015 14:46)

    Liebe Jutta,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Stimmt, die Digitalisierung ist ein Thema, das auch nachdenklich stimmen sollte, weil sie Vor- und Nachteile hat. Deinen Artikel habe ich gerne verlinkt, weil er gut zum Thema passt.
    Viele Grüße
    Claudia