Claudias praktischer Ratgeber zum Abenteuer Sprache

Abenteuer Sprache

Emojis als Ersatz für Worte
Wie gut drücken Emojis unsere Gefühle aus?

Unter Sprache versteht man laut Wikipedia die Menge, die als Elemente alle komplexen Systeme der Kommunikation beinhaltet. Die Sprache dient als Mittel der Verständigung und Kommunikation. Linguisten sind Wissenschaftler, die die menschliche Sprache untersuchen. Beim Versuch herauszufinden, wie viele Sprachen es gibt, erhält man unterschiedliche Angaben von ca. 2.500 - 3.500, 6.500, 7000 oder 6.000 - 8000. Wenn wir uns die portugiesische und brasilianische Sprache oder britisches und amerikanisches Englisch anschauen, gibt es viele Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede. Das belgische Niederländisch wird auch Flämisch genannt. Es hat auch lange gedauert, bis katalanisch, das sich aus dem Vulgärlatein entwickelt hat und kein spanischer Dialekt ist, als eigene Sprache anerkannt wurde. In den meisten afrikanischen Ländern gibt es mehr als eine Sprache. In der Südsee gibt es Inseln von deren Sprachen wir nur wenig wissen. In Papua-Neuguinea, dem drittgrößten Inselstaat der Welt, gibt es über 800 Sprachen. Die Anzahl der Sprachen zu zählen ist auch deshalb so schwer, weil Sprachwissenschaftler sich oft nicht einig sind. Ist es die Anzahl der Sprecher einer Sprache, ob sie noch aktiv gesprochen wird, eigene Grammatik, Rechtschreibung, Satzbau, usw.? Wenn ich an Denglisch, eine Vermischung der deutschen Sprache mit Anglizismen und Scheinanglizismen, denke, fallen mir sofort die Sprachpuristen, auch Sprachreiniger genannt, ein, die Fremd- und Lehnwörter in einer Sprache entfernen durch Bildung von neuen Wörtern aus der eigenen Sprache. In Europa ist es einfach, ein Land und eine Sprache gehören zusammen, in Deutschland wird deutsch gesprochen, in Italien italienisch, usw., während es auf anderen Kontinenten eine Sprachenvielfalt gibt. Es ist sehr interessant, wie sich aus einer Sprache eine neue entwickeln kann, wie sich jemand schon im nächsten Dorf nicht mehr in seiner Muttersprache verständigen kann, wie viele Sprachen noch nicht entdeckt wurden. Aber schauen wir uns doch verschiedene Sprachen und Möglichkeiten zur Kommunikation und Verständigung an:

  • Als Muttersprache wird die Sprache bezeichnet, die wir schon als Kind, meistens von der Mutter, lernen.
  • Ein Dialekt oder eine Mundart ist eine lokale oder regionale Sprachvarietät.
  • Dahingegen bezieht sich der Akzent nur auf die phonologischen Charakteristiken der Aussprache.
  • Die Lautsprache wird z. B. mit Kehlkopf, Mund oder Zunge erzeugt und gibt akustisch Informationen weiter. 
  • Die Körpersprache kommuniziert nonverbal über Gestik, Mimik und Habitus und gibt optisch Informationen weiter.
  • Es gibt die Gebärdensprache für Menschen, die nicht oder nur schwer hören und deshalb über Gestik, Mimik und die Körperhaltung kommunizieren.
  • Die Zeichensprache ist eine nonverbale Kommunikation, z. B. Zeichen, die sich Taucher unter Wasser geben, trommeln, um Nachrichten über Distanz zu übermitteln, Signalsprachen, z. B. Flaggen oder Lichtzeichen in der Schifffahrt oder im Flugverkehr.
  • Die Schriftsprache, die geschriebene Sprache, ist eine schriftliche sprachliche Äußerung.
  • Die Literatursprache, die nicht der Kommunikation dient, sondern als Sprache der Literatur vor allem ästhetisch sein muss und eine dichterische Freiheit einräumt.
  • Die Programmiersprache gibt Anweisungen, die von einem Computer ausgeführt werden.
  • Die Tiersprache ist eine Kommunikation unter Tieren durch akustische (z. B. das Zwitschern von Vögeln), chemische (z. B. Duftspuren von Ameisen zwischen Nest und Zielgebiet) oder visuelle (z. B. das Fletschen der Zähne eines Wolfes) Signale.
  • Welthilfssprachen wie z. B. Esperanto oder Volapük wurden künstlich geschaffen, sollen einfach erlernbar sein und die Kommunikation zwischen Menschen, die unterschiedliche Sprachen sprechen, erleichtern.
  • Und jeder Yoda-Fan sollte die Yoda-Sprache kennen, eine sogenannte OSV-Sprache (Objekt, Subjekt, Verb), wo das Objekt vor dem Subjekt kommt.

Eine Universalsprache, die alle Menschen verstehen, wird es wohl nie geben.

 

Aber durch den Computer und das Internet ist noch eine weitere Sprache entstanden, die ich Internetsprache nennen möchte, und zu einer neuen Form der Verständigung und Kommunikation geworden ist:

  • Da im Internet niemand viel Zeit hat und es auch oft nicht viel Platz zum Schreiben gibt (siehe die noch bestehende Beschränkung auf 140 Zeichen bei Tweets), sind Internet-Abkürzungen entstanden, wie z. B. "LOL" (Laugh out loud = lauthals lachen) oder "Thx" (Thanks = Danke). Diese Abkürzungen werden auch Web-Slang oder Netz-Jargon genannt.
  • Auch für den Chat gibt es gängige Abkürzungen wie z. B. "2F4U" (To fast for you = Zu schnell für dich) oder "Btw" (By the way = übrigens).
  • Neben der Netiquette, dem guten Ton im Netz, gibt es auch eine Chatiquette, den guten Ton im Chat. Abkürzungen wie z. B. "*g*" für  "*grins*" (grinsen) oder "*momtel*" (Moment, ich telefoniere gerade) sollen das Chatten erleichtern, weil damit schneller kommuniziert werden kann.
  • Der Amerikaner Harvey Ball hat das Smiley (2 Punkte und ein gebogener Strich in einem gelben Kreis), das für Anstecknadeln zur Besserung des Betriebsklimas für eine Versicherungsgesellschaft verwendet wurde, erfunden. Mit einem Smiley soll grafisch ein Gesichtsausdruck dargestellt werden.
  • Das Emoticon, ein Kofferwort aus "emotion" (Gefühl) und "icon" (Bildzeichen), dagegen basiert auf Schriftzeichen, beide Begriffe werden oft als Synonyme verwendet. Scott Elliot Fahlman gilt als sein Erfinder. 
    Das bekannteste Emoticon ist das Smiley (Doppelpunkt, Gedankenstrich und geschlossene Klammer). Bei einigen Programmen wird nach der Texteingabe die entsprechende Grafik erzeugt.
  • Die Erfindung des Emojis wird Shigetaka Kurita zugeschrieben. Hier handelt es sich um ein Ideogramm (Begriffszeichen), das gerne in Chats und SMS-Nachrichten verwendet wird, um Begriffe zu ersetzen. Und es gibt sogar ein Twitter-Tool, um herauszufinden, welches Emoji in Social Media am häufigsten genutzt wird und mit welchem es mehr Interaktionen gibt. Für Emojis gibt es mittlerweile viele Einsatzbereiche, neben Social Media auch in Newslettern, in der Werbung, zum Branding oder generell in der digitalen Kommunikation. Eine komplette Liste mit Emojis und Beschreibungen gibt es hier.
  • Wer kennt ihn nicht den berühmten Daumen von Facebook, um eine Gefällt-mir-Angabe zu machen. Im Februar hat Facebook Alternativen ergänzt, um ein Gefühl differenzierter auszudrücken (Love, Haha, Wow, Traurig und Wütend).

Wenn man überlegt, dass die Tasten von Smartphones früher sehr klein waren, wofür es Eingabestifte gab, im Internet alles sehr schnell gehen muss, ist leicht verständlich, warum Menschen lieber Abkürzungen verwenden oder ein kleines Bild aussuchen statt mehrere Worte zu schreiben. Aber sind diese Bilder wirklich aussagekräftig? Schauen wir uns den neuen Facebook-Button "traurig" an. Ich kann sagen, dass ich traurig, bedrückt, bekümmert, tief betrübt bin, mir zum Heulen zumute ist, ich todunglücklich bin. In Worten kann ich Traurigkeit vielseitig ausdrücken und sehr viel feiner differenzieren. Das bekannte Sprichwort "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" kennt wohl jeder. Und es stimmt auch, dass ein komplexer Sachverhalt einfacher mit Bildern oder einem Video vermittelt werden kann als nur mit Text. Im Internet und in der Werbung sind reine Texte weniger ansprechend, visuelle Ergänzungen wie Bilder, Infografiken, Animationen, Videos, etc. erzeugen mehr Interesse. Aber wie verändern Abkürzungen, Emojis und visuelle Möglichkeiten, Text zu verkürzen oder zu ersetzen unsere Kommunikation? Überträgt sich das auch auf die Verständigung offline? Wenn man bedenkt, dass in der Werbung oft englische Slogans verwendet werden, die niemand versteht, scheint der Text an Bedeutung zu verlieren. Können Emojis, Bilder, etc. Text tatsächlich ersetzen? Sie können sicher Gefühle ausdrücken oder erzeugen, aber nicht immer in der gewünschten Form, da jeder Mensch andere Erfahrungen gesammelt und deshalb andere Assoziationen hat. Sie können in der Kommunikation nur begrenzt dieselben differenzierten Möglichkeiten bieten wie die Sprache, haben aber einen schnelleren Wiedererkennungseffekt als ein Text und können schneller "gelesen" werden. Aber kommen wir zur ursprünglichen Sprache zurück.

 

Beim Vier-Seiten-Modell von  Friedemann Schulz von Thun gibt es 4 Ebenen in der Kommunikation:

  1. Sachinhalt (was beschrieben wird bzw. worüber informiert wird). Der Zuhörer prüft, ob die Information wahr, relevant und ausreichend ist oder diese 3 Kriterien nicht erfüllt werden. 
  2. Selbstoffenbarung (was jemand über das Gesprochene über sich preisgibt). Der Sprecher stellt sich bewusst und unbewusst selbst dar und der Zuhörer deutet.
  3. Beziehung (was das Gesprochene über die Beziehung zwischen Sprecher und Zuhörer aussagt). Der Sprecher kann durch die Art und Weise wie er etwas sagt Wertschätzung und Respekt zeigen oder eben nicht. Der Zuhörer fühlt sich entweder akzeptiert oder nicht.
  4. Appell (wozu der Zuhörer veranlasst werden soll). Der Sprecher möchte offen oder versteckt oder auch durch Manipulation etwas erreichen. Der Zuhörer fragt sich, was erwartet wird, wie er reagieren soll.

Diese Seiten in der Kommunikation kommen nur im gesprochenen Dialog richtig zum Tragen. Mündlich kann auf Mimik, Gestik und die Körpersprache geachtet werden, die manchmal im Widerspruch zum Gesprochenen steht. Es kann sofort reagiert werden, wenn das Gespräch in die falsche Richtung läuft. Im schriftlichen Dialog z. B. bei E-Mails oder Kommentaren in Blogs, ist es nur begrenzt möglich, zwischen den Zeilen zu lesen und zu erahnen, wie etwas gemeint ist. Generell gibt es oft Missverständnisse, vor allem, wenn Ironie oder Sarkasmus verwendet werden. Fest steht, wir reagieren mehr auf Visuelles als nur auf Text. Das Beifügen von Fotos, Grafiken, Infografiken, Videos, usw. zu Texten, Artikeln und Werbung ergibt sich dadurch zwangsläufig im Internet, um beachtet zu werden.

 

Es gibt eine Vielfalt an Sprachen. Sich mit ihnen zu beschäftigen ist ein faszinierendes und spannendes Abenteuer. Ob nun Fremdsprachen, Dialekte, die gesprochene Sprache, Prosa, Reime, Literatur- oder Zeichensprache, sie alle dienen der Kommunikation und bieten unterschiedliche Möglichkeiten, sich auszudrücken und etwas mitzuteilen.

 

Fazit

Die Kommunikation und damit auch die Sprache verlagert sich immer mehr in das Internet. Dadurch wird mehr schriftlich als mündlich kommuniziert. Um Zeit zu sparen und weniger tippen zu müssen, werden Sätze gekürzt, Abkürzungen oder Bilder verwendet. Egal ob nun schriftlich oder mündlich kommuniziert wird, Sorgfalt mit der Wortwahl und Formulierung ist notwendig. Die Redensart "Der Ton macht die Musik" gilt für die mündliche und schriftliche Kommunikation, um seinem Dialogpartner Respekt und Wertschätzung zu zeigen. Und es gibt immer Situationen, wo ein Face-to-Face-Gespräch der Schriftform vorzuziehen ist.

 

Welches ist Ihre Lieblingssprache?

Kommentare: 8 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Peter Ehrlich (Montag, 21 März 2016)

    Hallo Claudia,
    das ist wie immer ein sehr gut recherchierter Beitrag. Wie Du sagst, ändert sich die Sprachgewohnheit im Internet. Das kann jeder in den sozialen Medien nachvollziehen. Die verschiedenen Sprachgewohnheiten in den unterschiedlichen Bevölkerungsschichten zeigen aber auch soziale Abgrenzungen auf. Das erinnert mich an das Musical My fair Lady (https://youtu.be/Q8m9VZlcgZ0?list=PLED9880EBFDD383D8). Die Verwandlung eines Blumenmädchens mit ordinärer Aussprache in eine Lady mit wohlformulierter und kraftvoller Sprache. Mit anderen Worten, mit Sprache definiert man seine eigene soziale Stellung. Viele verwenden dafür Fremdwörter, mach mal auch sinnfrei. Und dann gibt es auch Menschen, die die Sprache beherrschen, wie beispielsweise Dr. Annika Lamer (http://www.annika-lamer.de/ostergruesse-neue-sprueche-zu-ostern/ ). Ihre Texte fesseln. Es macht Freude Sie zu lesen. Warum eigentlich?
    Für mich kommt in der Sprache vor allem Macht zum Ausdruck. Wicht ist dabei nur, wie diese Macht eingesetzt wird. Die Macht der Sprache war schon im antiken Griechenland bekannt. Viele der damaligen politischen Führer gingen damals aus Rhetorikschulen hervor. Sprache besteht für mich aus im Sinn hinterlegten Worten, wie gehen oder rennen. Die richtige Anwendung ist für mich Gabe und Kunst zugleich. Schlimmer ist es, wenn die Bedeutung der Worte missbraucht wird, wie bei: Nazi, Rechte, islamfeindlich oder Lügenpresse. Bei dem Wort Nazi kann man die Änderung des Sinnes, seit dem ursächlichen aus dem Hitlerfaschismus gut nachvollziehen.
    Abschließend, will ich nur noch sagen, ich finde die deutsche Sprache schön, wenn sie zum Wohl der Menschen und nicht Sinn entfremdend verwendet wird.
    Viele Grüße
    Peter

  • #2

    Thomas Schuster (Montag, 21 März 2016 10:02)

    Hallo Claudia,
    das ist eine echt tolle Arbeit. Dein Beitrag ist super recherchiert und wirklich eine Wissensquelle der Extraklasse. Artikel dieser Qualität sind der Grund, warum ich Flipboard nutze. Nur teilen ist zu wenig. Ich werde ihn mir im Flipboard "aufheben".
    Wünsche dir eine gute Woche.
    Viele Grüße
    Thomas

  • #3

    Claudia (Montag, 21 März 2016 14:20)

    Hallo Peter,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Die Recherchen haben auch viel Spaß gemacht, weil mich Sprachen schon als Kind sehr interessiert haben. Die Eliza aus My Fair Lady ist ein sehr gutes Beispiel wie die Sprache den sozialen Status definiert und schon beim Sprechen ein 1. Eindruck entsteht. Die Texte von Dr. Annika Lamer lese ich auch sehr gerne. Die Ostergrüße sind wirklich originell und gut formuliert. Ich finde die deutsche Sprache auch schön, muss aber zugeben, dass mich besonders die romanischen Sprachen begeistern.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #4

    Claudia (Montag, 21 März 2016 14:30)

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und das Kompliment. Flipboard habe ich bisher nicht genutzt. Wünsche Dir auch eine gute Woche.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #5

    Moritz (Freitag, 25 März 2016 18:11)

    Hallo Claudia,
    cooler Ratgeber. Ich interessiere mich sonst ehrlich gesagt nicht so für "Sprache" aber das war wirklich gut geschrieben. Kompliment dafür.
    Du schreibst ja, dass es keine Universalsprache für die ganze Welt geben wird, aber was denkst du zum Beispiel von einer Art "europäischen Sprache". Zwar haben wir unterschiedliche Buchstaben, Lateinisch & Griechisch, aber eine gemeinsame Sprache für Eurpoa wäre doch sicherlich praktisch.
    Was ist deine Meinung dazu?

  • #6

    Claudia (Freitag, 25 März 2016 19:21)

    Hallo Moritz,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und das Kompliment. Mit den erwähnten Welthilfssprachen Esperanto und Volapük wurde ja bereits versucht, eine Sprache zu erschaffen, die jeder leicht erlernen kann, aber ohne durchschlagenden Erfolg. Neben den unterschiedlichen Buchstaben lateinisch und griechisch gibt es ja auch noch die japanischen und chinesischen Schriftzeichen.
    Englisch würde ich als eine sehr wichtige Sprache bezeichnen, weil man sich an den meisten Orten mit ihr verständigen kann. Wenn man bedenkt, dass Chinesisch die Sprache ist, die von den meisten Menschen gesprochen wird, macht es vielleicht Sinn, diese zu erlernen.
    Selbst bei der Gebärdensprache gibt es ca. 200. Vielleicht wäre eine Sprache wie Gestuno (internationale Zeichensprache), die für internationale Tagungen geschaffen wurde, denkbar als Universalsprache.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #7

    Hans (Donnerstag, 31 März 2016 08:12)


    Hallo Claudia,

    *hmmm*, weiß gar nicht, warum mir der Artikel hier durchgegangen ist? Aber..

    Gratulation. Ein wirklich toller Beitrag.

    Ich finde, dass Sprache und das Thema Kommunikation ein sehr spannendes ist.
    Wie heißt es trefflich? "Man kann nicht nicht kommunizieren".
    Das Kommunikationsquadrat (Vier-Seiten-Modell), sprich also auch die "richtige" Entschlüsselung der Signale fand und finde ich sehr interessant. Habe mich da ja mal sehr intensiv mit auseinandergesetzt.

    "seinem Dialogpartner Respekt und Wertschätzung zu zeigen"

    ein sehr wichtiger Punkt auch im Internet. Deshalb bekomme ich schon mal die "Krise", wenn in einem Forum jemand ausschließlich klein schreibt. Ich weiß, dass das in vielen Fällen Bequemlichkeit- und nicht bewusst böse gemeint ist, aber ein wenig Mühe darf man sich meiner Meinung nach ruhig geben. Vielleicht bin ich aber auch schon zu alt, denn Asterisken mag ich auch nicht. Ironie und Sarkasmus im Netz ist auch ein "brisantes" Thema, mit dem ich mich mal im Zusammenhang mit Foren intensiver auseinander gesetzt habe.

    Ich mag die wertschätzende Unterhaltung. Sowohl schriftlich, als auch "face to face".

    Um es in der Sprache der Akronyme zu sagen: "hand" (have a nice day) ;--

    Lieben Gruß
    Hans





  • #8

    Claudia (Donnerstag, 31 März 2016 15:36)

    Hallo Hans,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Den Zusammenhang zwischen Sprache und Kommunikation finde ich auch sehr spannend, vor allem, weil sich viel geändert hat durch das Internet. Alles klein zu schreiben ist vielleicht ähnlich wie Abkürzungen oder Bilder zu verwenden, es spart etwas Zeit. Mir ist Wertschätzung bei Unterhaltungen online und offline, schriftlich oder mündlich auch sehr wichtig.

    Einen schönen Tag noch.

    Viele Grüße
    Claudia