Claudias praktischer Ratgeber zum Online-Marketing

Tipps fürs Online-Marketing

Die Vielfalt beim Online-Marketing
Tipps fürs Online-Marketing

Die Gelben Seiten kennt sicher jeder, aber reicht das heute noch, um gefunden zu werden und auf sich aufmerksam zu machen? Sicher nicht. Wenn jemand ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen möchte, muss er im Internet präsent sein. Um es gleich vorweg zu nehmen, ein paar gute Brancheneinträge reichen auch schon aus, aber eine eigene Website ist natürlich noch besser. Die Medien, die jemand benutzt, um seine Kunden zu erreichen, werden in earned, paid und owned Media (verdiente, bezahlte und eigene Medien) unterteilt.

Ein paar Beispiele:

  • Bezahlte Medien: Werbung/Anzeigen in Fernsehen, Radio, Magazinen, Kino- oder Außenwerbung, Banner, SEM/bezahlte Anzeigen wie z. B. Google AdWords.
  • Eigene Medien: Broschüren, Website, Corporate Blog, Facebook-Fanseite, Twitterkanal, Mobile Apps.
  • Verdiente Medien: Mund-zu-Mund-Propaganda, was die Nutzer der Marke empfehlen und verbreiten. Das tun die Nutzer/Kunden zwar kostenlos, aber die Marke muss es sich durch entsprechende Leistung verdienen. Es gibt Media-, Blogger- und Influencer-Beziehungen durch die Empfehlungen entstehen können.

Zum allgemeinen Verständnis, Suchmaschinen crawlen (durchforsten) das Web, kategorisieren und indexieren. Ein Crawler (auch Bot oder Spider genannt) ist ein Computerprogramm, das von Seite zu Seite springt, indem es Links folgt. Daraus ergibt sich das Ranking, um bei jeder Suchanfrage möglichst relevante Ergebnisse zu zeigen.

Aber schauen wir uns das genauer an, was man tun kann, um im Internet gefunden zu werden. Als ersten Schritt empfehle ich, nach sich selbst zu googeln, um zu prüfen, wie und wo man gefunden wird. Oft ist schon ein Eintrag bei Google Maps vorhanden, ohne dass es der Betreffende weiß. Im zweiten Schritt wird die Konkurrenz gegoogelt, um sich ein Bild zu machen, was die tun, um gefunden zu werden. Das gibt nützliche Informationen, was man selbst für seine digitale Präsenz tun kann.

 

Online-Branchenverzeichnisse

Durch das Googeln nach sich selbst und seiner Konkurrenz, erhält man eine Idee, welche Verzeichnisse nützlich sein könnten. Hier ist eine Liste aktueller Branchenverzeichnisse.

Allgemeine Daten wie Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Website (wenn vorhanden) und Logo sollten bei allen Einträgen identisch sein. Bei den Bildern kann variiert werden. Ich empfehle, die Texte für jeden Brancheneintrag wegen „duplicate content“ (doppeltem Inhalt) individuell zu formulieren. Folgende Punkte sind für den Eintrag auch wichtig:

  • die Öffnungszeiten,
  • eine Wegbeschreibung mit Karte oder Stadtplan,
  • schnelles Finden der Infos für eine Kontaktaufnahme.

Außerdem empfehle ich, eine Tabelle zu erstellen mit allen Einträgen, damit bei Änderungen (z. B. Umfirmierung, Umzug) klar ist, wo überall geändert werden muss.

 

Google My Business

Jedem lokalen Geschäft empfehle ich einen Google My Business Eintrag. Schließlich müssen gerade die potentiellen Kunden vor Ort wissen, wen es in der Nähe gibt. Bing Places for business und Yahoo Local sind die Entsprechungen in diesen beiden Suchmaschinen. Google ist zwar in Europa die Suchmaschine Nummer 1, aber 2 weitere Einträge, noch dazu kostenlos, schaden nicht.

 

Bewertungsportale

Eigenlob oder falsche Bewertungen bringen nichts, sie schaden nur. Vertrauen wird  nur durch echte Bewertungen von Kunden geschaffen. Die gelben Sterne auf Google sind bei den Suchergebnissen ein Eyecatcher, der aufmerksam macht. Hier ist eine Liste der wichtigsten Bewertungsportale.

 

Lokales Marketing

Wo wir gerade beim Thema lokales Geschäft sind, sprechen wir doch gleich über lokales Marketing. Drei Punkte haben wir schon. Einträge in Online-Branchenverzeichnissen sind wichtig, besonders wenn keine Website vorhanden ist. Die bekanntesten Suchmaschinen sind Google, Yahoo und Bing, deshalb ist es von Vorteil, dort mit dem Unternehmen gelistet zu sein. Der 3. Punkt sind Bewertungsportale. Hier noch ein paar Beispiele:

  • Yelp für Geschäfte in der Umgebung.
  • OpenTable, um online in Restaurants zu reservieren und vorab Bewertungen zu lesen.
  • TripAdvisor für Bewertungen von Hotels, Flügen, Ferienwohnungen, etc., neuerdings auch zum Buchen von Hotels.
  • Kennst Du Einen? für Dienstleistungen in der Nähe.
  • Wer liefert was für B2B, um nach Anbietern und Produkten zu suchen.  
  • W & V Wer Wo Was, um Dienstleister zu suchen.

Es gibt für fast jede Branche ein passendes Portal, wahrscheinlich war hier schon mindestens eins dabei, das beruflich oder privat nützlich sein könnte.

Ein weiterer Punkt sind Profile in sozialen Netzwerken wie z. B. Facebook, Twitter, Google+, XING, LinkedIn. Achtung, in manchen Netzwerken wird nach Privat- oder Unternehmenskonto (z. B. Google+ und Facebook) unterschieden. Ich gehe später nochmal auf die sozialen Netzwerke ein.

 

Die Website

Das hat wahrscheinlich jeder schon mal erlebt, dass beim Lesen eines Satzes der Eindruck entsteht, da fehlt doch etwas, verstehe ich nicht, beim nochmaligen Lesen wird aber festgestellt, dass der Text nicht ganz schlüssig ist. Entweder hat sich der Schreiber nicht viel Mühe gegeben oder für die Suchmaschine geschrieben, was für den Websitebesucher meist schwerer zu lesen ist. Das macht natürlich keinen Sinn. Verständlich zu schreiben, ist das A und O. Auch Google legt Wert auf guten Inhalt. Die wichtigsten SEO-Punkte, damit eine Website organisch, vorzugsweise auf der 1. Seite, gefunden wird, sind:

  • ein treffender Domainname,
  • passende Überschrift für jede Seite,
  • sprechende URL für jede Seite,
  • einfache Navigation,
  • übersichtliche Struktur,
  • schnelle Ladezeit.

Betreffend Ladezeit habe ich mich mal bei einem Online-Shop „beschwert“ und diese ehrliche Antwort erhalten: „Bitte entschuldigen Sie diese Unannehmlichkeit. Wir wissen um die Server Engpässe und suchen noch nach Lösungen. Aktuell sollte der Webshop ohne Einschränkung funktionieren.“ Diese Offenheit hat mich so beeindruckt, dass ich dort auch weiterhin bestelle. Mit Google PageSpeed Insights gibt es nützliche Infos, wie schnell die Website auf Mobilgeräten und dem Desktop ist und was zur Optimierung getan werden kann. 

Noch ein Tipp: Die Google Search Console gibt wichtige Informationen, wie die Website bei den Suchergebnissen abschneidet, über das Ranking und eine Einschätzung durch Google. 

Sinnvolle Links zur Website von guten Websites werden als Empfehlungen gewertet. Der Title Tag (Seitentitel), die Meta Description (Meta Beschreibung)  passende Bildnamen und  Alt-Tags (Alternativtexte) zu den Bildern und sprechende URLs sind bei der Suche wichtig, damit die Website gefunden wird.   

Noch mehr Tipps gibt es von Fabian Auler in 101 SEO-Tricks, die deine Website nach vorne bringen

Abschließend noch ein paar allgemeine Tipps für die Website:

  • Es ist üblich, dass der Websitebesucher mit Klick auf das Logo zurück zur Startseite kommt. Das Logo sollte überall einheitlich sein.
  • Relevante, ansprechende und verständliche Alltagssprache, keine Hightech-Begriffe und unverständlichen Fachbegriffe verwenden.
  • Wenn vorhanden, Bewertungen und Referenzen integrieren.
  • Bildoptimierung oder Thumbnails verwenden (für schnellere Ladezeiten). 
  • Installation eines Suchfelds.
  • Responsive Webdesign, weil die Nutzung von Smartphones immer mehr zunimmt.
  • Klarer Call-to-action (Handlungsaufforderung), damit der Besucher nicht einfach so die Website verlässt.
  • Icons der sozialen Netzwerke, wo Profile oder Seiten vorhanden sind.

Web Analytics

Den Einsatz von z. B. Google Analytics empfehle ich für jede Website oder Blog. Jeder Bericht in Analytics besteht aus Dimensionen und Messwerten. Mit Dimensionen werden Eigenschaften der Nutzer sowie deren Sitzungen und Aktionen beschrieben, wie z. B. Gerätetyp, Browser, Standort, Sprache, Betriebssystem, Zugriffsquelle. Messwerte sind messbare Werte wie z. B. die Anzahl der Nutzer, aufgerufenen Seiten oder Verweildauer.

Durch Analytics erhält man auch nützliche Informationen wie z. B.:

  • auf welchen Geräten die Website aufgerufen wird, wenn das hauptsächlich auf dem Smartphone ist, muss die Website mobilfreundlich sein,
  • an welchen Wochentagen, zu welchen Uhrzeiten es mehr oder weniger Besucher gibt, besonders wichtig bei der Schaltung von Anzeigen,
  • Alter, Geschlecht und demographische Daten der Besucher,
  • welche Seiten häufig oder selten aufgerufen werden, wie die Verweildauer und wo die Absprungrate besonders hoch ist als Hinweis, auf welchen Seiten optimiert werden sollte.

Durch diese Daten kann die Website und Strategie entsprechend angepasst werden.

 

E-Commerce

Eventuell macht es Sinn, nicht nur lokal, sondern auch im Internet zu verkaufen mit Lieferung nach Hause oder ins Geschäft zur Abholung. Für die Einrichtung eines Online-Shops und die Produktseiten braucht es:

  • brillante Fotos,
  • detaillierte Produktbeschreibungen,
  • Videos,
  • positive Kundenbewertungen,
  • Info zum Lagerbestand bzw. zur Verfügbarkeit.

Die Produkte werden zur besseren Übersicht meist in Kategorien und ggf. Unterkategorien unterteilt.

Ein Suchfeld, eventuell eine erweiterte Produktsuche, helfen dem Websitebesucher, das passende Produkt zu suchen und zu finden und erhöhen  die Kaufbereitschaft. Die Anzeige von:

  • kürzlich angesehenen Produkten,
  • passenden ergänzenden Produkten wie z. B. Batterien (Cross-Selling),
  • Listen mit ausgewählten Produkten,
  • speziellen Produktangeboten,
  • Empfehlungen,
  • ähnlichen Produkten

und anderen zusätzlichen Informationen zum Produkt können zu weiteren Einkäufen führen. 

Nach der hoffentlich erfolgreichen Suche fehlen „nur“ noch der „Einkaufswagen“ und ein Online-Bezahlsystem. Die Zahlungsabwicklung kann über einen externen Anbieter wie z. B. PayPal abgewickelt werden, wo auf eine externe Website weitergeleitet wird. Oder es gibt eine eigene Zahlungsabwicklung mit verschiedenen Zahlungsoptionen wie z. B. Vorauskasse, Kreditkarte oder Nachnahme.

Ein Backend-System für die Kontoerstellung für personenbezogene Daten, Lieferanschrift, verschiedene Zahlungsoptionen, evtl. Gutscheincodes, das Verwalten von Bestellungen, Verfolgen des Versands, Integration eines Finanz- und Buchhaltungssystems sind notwendig. Die Struktur der Website muss gut durchdacht sein und ein intelligentes Check-out mit Kundenkonto besitzen.

Idealerweise hat der Kunde auf allen Geräten ein perfektes Kauferlebnis.

Hier ein paar nützliche Links für die Erstellung eines Onlineshops:

Rabattaktionen, Google AdWords (s. u. Bezahlte Anzeigen) oder Criteo sind Möglichkeiten, auf den Onlineshop aufmerksam zu machen. 

Wer z. B. Google Analytics nutzt, erhält wichtige Daten, an welcher Stelle der Kauf abgebrochen wurde und kann entsprechend optimieren. Gründe für Verlassen des Warenkorbs können z. B. unerwartete Kosten, ein zu langer Bestellvorgang, bessere Preise bei der Konkurrenz, Bedenken wegen der Sicherheit der Daten oder umständliche Navigation auf der Website sein.

Mit Retargeting bzw. Remarketing können dem Beinahe-Kunden die Produkte seines Einkaufswagens auf einer anderen Website nochmal angezeigt werden in der Hoffnung, dass er den Kauf doch noch tätigt.

Dynamisches Retargeting geht noch einen Schritt weiter und personalisiert die Kaufempfehlungen, zeigt nicht nur das Produkt an, das nicht gekauft wurde, sondern bietet Alternativen und Ergänzungen, die zum Nutzerprofil passen.

 

Internationale Website

Durch die Nutzung von z. B. Google Analytics könnte z. B. auch entdeckt werden, dass es viele Besucher aus England auf der Website gibt. Dann kann nach einer Marktrecherche überlegt werden, ob eine englische Website sinnvoll wäre. Für die Übersetzung sollte nie ein Übersetzungsprogramm, sondern immer ein Muttersprachler gewählt werden. Der Inhalt muss lokalisiert werden. Neben der Sprache, müssen vielleicht auch Maße, Währung, kulturelle und sprachliche Gepflogenheiten, regionale Gegebenheiten berücksichtigt und Anpassungen gemacht werden. Kundenservice, Support, Rücksendungen, Rückerstattungen, Umtausch, Zahlungsmethoden (z. B. PayPal oder WorldPay), Steuern und Zölle, Zoll- und Exportvorschriften, grenzüberschreitende Bestimmungen,  Suchverhalten, Wettbewerb, Preisgestaltung, Verpackung, Umsatzsteuer, rechtliche und behördliche Hürden sind wichtige Punkte, die überdacht und geregelt werden müssen.

Hier sind 2 nützliche Links für den internationalen Verkauf:

E-Mail-Marketing

Bei E-Mail-Marketing und Newsletter denkt wahrscheinlich jeder 2. an Spam.

Tatsache ist, dass viele ohne Rückfrage in einen Verteiler aufgenommen werden und es oft nicht einfach gemacht wird, das Abo wieder abzubestellen. Dabei ist ein Double-Opt-In-Verfahren für die Anmeldung und eine einfache Abmeldemöglichkeit am Ende der Mail in Deutschland vorgeschrieben.

Wer eine Website hat, kann kostenlos z. B. eine PDF-Datei, ein E-Book, eine Infografik, ein Webinar oder einen Newsletter anbieten, um E-Mail-Adressen zu erhalten. Wichtig ist, die E-Mail zu personalisieren und lokalisieren: 

  • Name und Absender müssen klar erkennbar sein.
  • Die Betreffzeile muss aussagekräftig sein.
  • Manchmal empfiehlt es sich, individuelle Newsletter für jede Zielgruppe zu erstellen.
  • Der Inhalt muss für das Öffnen auf verschiedenen Geräten geeignet sein.
  • Weiterführende Links sind nützlich, wenn die Zielseite relevant ist.
  • Mit dem Inhalt auf den Punkt kommen.
  • Ein überzeugender und ansprechender CTA.
  • Möglichkeit der Abmeldung. Beim Abmelden wird mittlerweile gerne nach den Gründen gefragt (z. B. zu häufig, kein Interesse) oder Alternativen angeboten, den Newsletter z. B. nur noch wöchentlich oder monatlich zu erhalten.
  • Keine langweiligen Standard-E-Mails, sondern originelle und ansprechende E-Mails senden. Tipps dazu gibt es hier.

Hier sind 3 der bekanntesten Anbieter für den Newsletter-Versand:

Weitere Informationen gibt es im Artikel E-Mail-Marketing für Einsteiger: Die wichtigsten Grundlagen und Tipps vom UPLOAD Magazin.

 

Video-Marketing

Früher gab es häufig lange Ladezeiten und technische Probleme beim Öffnen eines Videos, das ist technisch heute in der Regel bei den meisten Geräten kein Problem mehr.

Videos sind lebendige Botschaften einer Marke und sollten unterhaltsam, bildend oder informativ sein.

Für die Aufnahme eines Videos reicht oft schon ein Smartphone, aber für professionelle Videos sind eine entsprechende Ausrüstung und ein Experte aus Qualitätsgründen oft besser geeignet.

  • Vor der Aufnahme sollte ein Storyboard (Szenenbuch) erstellt werden, in dem Szene für Szene der Ablauf einschließlich Handlung und Dialog geplant werden.
  • Ein externes Mikrofon ist für die gute Tonqualität wichtig.
  • Der Raum sollte gut beleuchtet sein.
  • Eine ruhige Kameraführung, die Tonqualität und Beleuchtung sind die 3 wichtigsten Punkte bei der Aufnahme.

Für die Bearbeitung des Videos gibt es z. B. folgende Videobearbeitungstools:

Ein Video-Editor-Tool bietet in der Regel die folgenden Funktionen:

  • zusammenstellen eines neuen Videos aus hochgeladenen Videos und Bildern,
  • zuschneiden der Clips auf die passende Länge,
  • hinzufügen von Musik zum Video aus einer Bibliothek genehmigter Titel,
  • anpassen der Clips mit speziellen Tools und Effekten.

Die Veröffentlichung kann z. B. auf YouTube oder Vimeo sein. Dabei sind relevante Keywords, ein aussagekräftiger Titel, eine ausführliche Beschreibung, ein CTA und Hashtags beim Teilen wichtig.

Wer einen Newsletter versendet, kann z. B. einen Link zur Website mit dem Video ergänzen.

Die Betrachtungszeit, Likes, Teilen und Kommentare sind wichtige Daten für die Messung des Erfolgs.

 

Mobile Marketing

1973 fand das erste mobile Telefongespräch statt. 1983 gab es das erste kommerzielle Mobiltelefon von Motorola. Es ist unglaublich, was sich bei der Entwicklung der Mobiltelefone in dieser relativ kurzen Zeit getan hat. Sie wurden immer kleiner und leistungsstarker.

Da immer mehr mit dem Smartphone gesucht wird, ist wie bereits erwähnt Responsive Webdesign ein Muss für jede Website, zumal es auch beim Ranking eine Rolle spielt, ob die Website mobilfreundlich ist oder nicht.

Schnelle Ladezeiten sind ein weiterer wichtiger Punkt.

Gerade für Mobilgeräte sind die Größe der Schrift  (gute Lesbarkeit), Bilder und Daten, leicht erkennbare Schaltflächen, große Buttons, eine einfache und klare Navigation, möglichst wenig Tipparbeit immens wichtig für ein einfaches Zurechtfinden und eine positive Nutzererfahrung. 

Für Smartphones gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Mobile App (App herunterladen und auf Mobilgerät installieren, kein Zugriff auf einen Browser) oder
  2. eine mobile Website (einfache Version der Hauptwebsite).

Eine App bietet Funktionen, die sich im Webbrowser nicht so einfach umsetzen lassen, oft mit Kamera oder GPS verknüpft (Smartphonefunktionen), Push-Benachrichtigungen sind möglich. Mobile Apps können für Verkaufsaktionen, Terminvereinbarungen, Onlinebestellungen, Veranstaltungen, kostenlose Aktionen, etc. verwendet werden.

Hier sind zwei Mögichkeiten, selbst eine App zu entwickeln:

Mobile Werbung wird gerne mit “Click to call” gemacht. Wichtig sind:

  • eine präzise Botschaft, 
  • Anruf-, Standort-, Sitelinkerweiterungen, 
  • kurzer und prägnanter Anzeigentext,
  • kurze und einfache Begriffe,
  • klarer Call-to-action (Handlungsaufforderung).

Der Google AdWords Keyword-Planer oder die Bing Schlüsselwort-Recherche sind nützliche Tools.

Es ist ein Unterschied, ob eine Anzeige auf dem Desktop oder einem Mobilgerät angezeigt werden soll, deshalb gibt es auch viele mobile Werbenetzwerke.

Hier ein paar Beispiele: 

Video-Marketing war für Smartphones früher ungeeignet, da es lange Ladezeiten und technische Probleme gab. Heute ist das in der Regel kein Problem mehr. Bei allen Anzeigen spielen Interessen und Aktivitäten der Zielgruppe eine große Rolle.

 

Soziale Netzwerke

Wie bereits beim lokalen Marketing erwähnt, gehören Profile in sozialen Netzwerken auch zum Marketing. Auch hier empfehle ich, zu googeln und recherchieren, wo sich die Zielgruppe und Konkurrenz aufhält, und sich für ein paar passende Netzwerke zu entscheiden. Die meisten Profile sind zwar kostenlos oder es gibt eine kostenlose Basis- und kostenpflichtige Premiumversion wie bei XING oder LinkedIn, aber die Zeit, die für die Erstellung und Pflege benötigt wird, kostet letztendlich auch Geld. Wichtig ist beim Posten eine gute Mischung aus eigenem und fremden Inhalt, nicht zutexten, sondern kommunizieren und interagieren. Regelmäßig posten, aber nicht ausschließlich eigene Werbung. Ritter Sport ist ein gutes Beispiel wie mit Gewinnspielen, Plakatvoting und anderen Aktionen mit den Kunden/Fans interagiert werden kann. Wer in den sozialen Netzwerken erfolgreich sein möchte, braucht einen Social Media Plan/eine Strategie, Tools für das Veröffentlichen wie z. B. Hootsuite, Buffereverypost und für das Monitoring.

Tina Gallinaro hat es in Keine Zeit für Social Media? Dann lasst es lieber bleiben! treffend auf den Punkt gebracht.

 

Der Blog

Der Nachteil in den sozialen Netzwerken ist, dass alles sehr vergänglich ist, weil jeden Tag neu gepostet wird und die Infos von gestern sehr schnell in der Timeline verschwinden. Unternehmen, die in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, und feststellen, dass immer wieder dieselben Fragen gestellt werden, können überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, die Fragen in einem Corporate Blog zu beantworten. So kann bei erneuter Frage bequem der Link zum Artikel mit einem kurzen Kommentar gepostet werden. Ein Corporate Blog ist ideal als Ratgeber- oder Infoseite. In jeder Firma passieren Dinge, die sich gut in einen Artikel verpacken lassen, wie z. B. Produktänderungen, neue Produkte, Events, Besuch von Messen. In der Auswertung der Blogparade Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog? von Meike Leopold findet bestimmt jeder eine Anregung, wie der eigene Blog gestartet werden kann oder wie es auch ohne geht.

 

Bezahlte Anzeigen

Wenn ein Budget für Anzeigen vorhanden ist, gibt es folgende Möglichkeiten: 

  • Google AdWords. Hier sind Tipps von Robert Klimossek zur Erstellung einer Kampagne. 
  • Facebook Ads. Nützliche Informationen rund um Facebook Ads gibt es im Blog von Thomas Hutter. 
  • Promoted Pins bei Pinterest. Wie das funktioniert kann im Artikel von Tina Bauer auf Online Marketing nachgelesen werden.
  • Twitter Werbung. Auch in diesem Netzwerk können Anzeigen geschaltet werden. Torsten Materna beschreibt auf Social Media Talk wie das funktioniert.

Retargeting für Beinahe-Kunden habe ich bereits im Abschnitt E-Commerce erwähnt.

Es gibt natürlich noch weitere soziale Netzwerke für die Schaltung von Anzeigen.

Für alle Anzeigen sind die Keywords wichtig (Gebotshöhe,  Qualitätsfaktor, Relevanz, CPC (cost per click = Preis pro Klick), Traffic und Mitbewerber).

Wie bereits beim Mobile Marketing erwähnt sind der Google AdWords Keyword-Planer oder die Bing Schlüsselwort-Recherche nützliche Tools.

Bei den Anzeigen ist ein guter CTA (Call-to-action = Handlungsaufforderung) wichtig. Tipps dazu gibt Ben Harmanus bei unbounce in Was ist eine Call To Action (und wie optimierst du sie für Conversions)? 

Ich empfehle generell, vorab eine Recherche zu machen, wo sich die Zielgruppe/Kunden aufhalten und zu schauen, was die Konkurrenz macht.

Wichtig ist, die Anzeigen zu analysieren, welche Keywords, Texte, Zielseiten, usw. mehr Conversions bringen.

 

Wer noch weitere nützliche Tools sucht, dem empfehle ich die Auswertung der Toolparade Die Top-Online-Tools der Zielbar-Gemeinde #toolparade von Dani Schenker.

 

Im Online-Marketing gibt es eine Vielfalt an Möglichkeiten, eine vollständige Liste im Detail zu erörtern hätte den Rahmen des ohnehin schon langen Artikels gesprengt.  Wie bereits erwähnt empfehle ich jedem, in Google nach sich und der Konkurrenz zu suchen. Es gibt keine Universal-Strategie für jedes Unternehmen. Ein Online-Marketing-Plan muss immer individuell für die Firma erstellt und eine Entscheidung getroffen werden, was intern und was extern gemacht werden kann und sollte. Viel hängt dabei auch vom Budget ab. Bevor sich jemand für die Zusammenarbeit mit einer Agentur oder einen Billiganbieter entscheidet, empfehle ich die Lektüre dieser beiden Artikel:

Wie Werbung polarisieren kann, zeigt die Radiowerbung von Willi Pfannenschwarz, der Stimme für das Seitenbacher Müsli.

 

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, online gefunden zu werden, sowohl mit als auch ohne Kosten. Die große Frage dabei ist immer, was man selbst machen kann, was extern an eine Agentur abgegeben werden sollte und was durch entsprechende Schulung erlernt werden kann (Hilfe zur Selbsthilfe). Der Vorteil einer Agentur ist das Fachwissen, der Vorteil von Mitarbeitern im Haus ist die bessere Kenntnis der Produkte und Dienstleistungen. Ideal ist eine transparente Zusammenarbeit, bei der beide Seiten die notwendigen Informationen erhalten, um gut arbeiten zu können und das Ziel zu erreichen. Wer an der falschen Stelle spart, den billigsten Anbieter wählt, darf sich nicht wundern, wenn das Ergebnis eine Blamage für das Unternehmen ist.

 

Welche Online-Marketing-Aktivitäten können Sie empfehlen und warum?

 

Nachfolgend eine Kurzversion als Präsentation.

Kommentare: 12 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Tina Gallinaro (Montag, 02 Mai 2016 08:19)

    Hallo Claudia, das ist eine stattliche Sammlung, die du da veröffentlicht hast, mein Respekt davor! Vielleicht fehlt noch die Ergänzung, dass man sein Branding exakt gleich durch alle Portale ziehen sollte, nicht das man sich beispielsweise bei Yelp Autohaus X nennt und dann bei Google Autohaus Xy und in den sozialen Netzwerken Autohaus XYZ.
    Vielen Dank überigens auch für die Erwähnung meines Beitrages: Keine Zeit für Social Media? Dann lasst es lieber bleiben!
    LG Tina

  • #2

    Dietmar Klöskes (Montag, 02 Mai 2016 09:06)

    Da kann ich Tina nur Recht geben. Vanity-URL's sind auch wichtig für das eigene Branding und die eigene Sichtbarkeit. ich verweise dazu mal auf meinen Artikel als Gastblogger: bei Tina's extrawerbung: http://www.socialmedia-betreuung.de/eitelkeit-erlaubt-vanity-url/

    LG Dietmar

  • #3

    Claudia (Montag, 02 Mai 2016 13:17)

    Hallo Tina,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Den Punkt gleiches Branding hatte ich bei den Online-Branchenverzeichnissen angesprochen "Allgemeine Daten wie Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Website (wenn vorhanden) und Logo sollten bei allen Einträgen identisch sein.", aber Du hast natürlich recht, das gilt für alle Aktivitäten auf allen Kanälen.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #4

    Claudia Dieterle (Montag, 02 Mai 2016 13:22)

    Hallo Dietmar,

    vielen Dank für den Kommentar. Das ist eine gute Ergänzung. Stimmt, Vanity-URLs sehen sehr viel besser aus und sind deshalb besser für das Branding geeignet.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #5

    Peter Ehrlich (Montag, 02 Mai 2016 20:29)

    Hallo Claudia,

    das ist ein sehr gut recherchierter Artikel. Man kann schon sagen es ist eine Anleitung für – wie kann ich mein Unternehmen online sichtbar machen. Gefallen hat mir besonders, die gut ausgewählten Untermauerungen Deiner Inhalte mit weiteren Blogartikeln. Um alles bewerten zu können, werde ich sicherlich noch ein paar Tage benötigen. Vielen Dank für diesen inhaltlich gelungenen Beitrag.

    Viele Grüße
    Peter

  • #6

    Claudia (Montag, 02 Mai 2016 20:51)

    Hallo Peter,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Das hast Du richtig erfasst, ich wollte einen Überblick geben, was man tun kann, um online gefunden zu werden, und die Links habe ich für weiterführende Infos ergänzt.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #7

    Stephan 黒 [portrait-foto-kunst.de] (Dienstag, 03 Mai 2016 14:22)

    Hallo Claudia,

    das ist wirklich eine sehr ausführlicher Artikel, mit vielen Quellen.
    Werde wohl etwas Zeit brauchen um alle durchzuarbeiten.
    Das mit dem im "Internet präsent sein" beinhaltet auch eine
    Stolperfalle. Manchmal will man "zu präsent sein" und sieht den
    Wald vor lauter Bäumen nicht.
    Da hilft deine Übersicht wirklich sehr gut!

    Viele Grüße
    Stephan

  • #8

    Claudia (Dienstag, 03 Mai 2016 14:34)

    Hallo Stephan,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Stimmt, zu präsent kann auch zu viel sein und in spammen ausarten. Freut mich, wenn die Übersicht nützlich ist für andere.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #9

    Hans (Dienstag, 03 Mai 2016 19:15)


    Hallo Claudia,

    ein - auf den ersten Blick - sehr interessanter und ausführlicher Beitrag. Ich bin sicher, dass er das auch auf dem zweiten und dritten ist, den man sich nehmen sollte, um die geballten Infos aufzunehmen. Gratuliere.

    Ich glaube, die Ladezeit ist ein Punkt, den der ein oder andere auch gerne mal unterschätzt.
    Wenn der Serverspeed stimmt, hat man mit Wordpress zum Beispiel manche Möglichkeit, noch etwas Zeit gut zu machen, um es dem Besucher und dann auch der SuMa kommoder zu machen. Erst recht, wenn jene SuMa einem noch Anhaltspunkte gibt, was es zu verbessern gilt.

    HG Hans

  • #10

    Claudia (Dienstag, 03 Mai 2016 19:19)

    Hallo Hans,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Stimmt, bei einer Website mit langer Ladezeit bin ich ganz schnell weg, und es gibt ja Tools, die Tipps zur Verbesserung der Ladezeit geben. Ist genauso wichtig wie die Mobilfreundlichkeit.

    Viele Grüße
    Claudia

  • #11

    Alex L (Montag, 09 Mai 2016 18:13)

    Hallo Claudia,
    vielen Dank für diese Infos hier. Also ich hoffe doch sehr, dass meine Blogs schnell laden, denn ich habe nicht den Billig-Webhoster gemietet, um Geld zu sparen. Alles muss zügig laden und funktionieren.

    Was ich für Online Marketing mache? Also ich gebe Feedback auf den Blogs und das mache ich schon seit vielen vielen Jahren. So finden auch zahlreiche Besucher durch Linkverweise zu Internetblogger.de, meinem Hauptblog.

    Geld in Werbung stecke ich nicht und ich verlasse mich auf mich selbst und das, was ich selbst ausrichten kann. Das sollte genügen wie ich finde. Zudem möchte ich meine Inhalte noch mehr promoten, wozu auch die Blogger-Foren gehören und immer gehören werden.

  • #12

    Claudia (Montag, 09 Mai 2016 18:23)

    Hallo Alex,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Lange Ladezeiten habe ich auf Deinen Blogs noch nie erlebt. Kommentare in Blogs sind ein wichtiger Punkt für Blogger beim Online-Marketing. Du machst ja regelmäßig Deine Kommentierrunden und sogar einen Blogartikel dazu, das finde ich gut. Promotion mache ich nur in sozialen Netzwerken.

    Viele Grüße
    Claudia