Claudias Blog

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Claudias praktischer Ratgeber zur Markentreue

Was ist Markentreue?

Die verschiedenen Faktoren für Markentreue
Markenvertrauen + Markenbewusstsein = Markentreue

Laut Wikipedia ist Markentreue das Verhalten von Menschen, die sich in ihren Kauf- oder Nutzungsaktivitäten im Wesentlichen von Produkten einer Marke leiten lassen, und dabei Erfahrungen, Wertungen und Eigenschaften von einem ganz konkreten Produkt auf andere Produkte der Marke übertragen. D. h. Markentreue als Folge von Markenvertrauen und Markenbewusstsein.

 

Durch das Internet sind die Menschen heutzutage in der Regel bestens informiert. Vor dem Kauf wird recherchiert, welches Produkt, welche Dienstleistung  in Frage kommt und die Erwartungen treffen könnte. Über Preissuchmaschinen wird gesucht, wo das Produkt am Günstigsten zu kaufen ist. Nach dem Kauf äußert sich der eine oder andere positiv oder negativ in den sozialen Netzwerken oder auf Bewertungsportalen. Qualität und Quantität des Produkts oder der Dienstleistung werden geprüft, bevor eine Kaufentscheidung fällt. Unter Umständen entscheidet der Preis und es werden Abstriche bei der Qualität gemacht. Bekannte Marken mit positiven Erfahrungen werden bevorzugt.

 

SurveyMonkey misst die Markentreue anhand der folgenden fünf Metriken:

  1. Kundenzufriedenheit (Art des Umgangs mit dem Unternehmen bzw. dessen Kundenservice, Produktqualität, Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung),
  2. Vertrauen (erwerben und aufrecht erhalten),
  3. Anerkennung (positive Gefühle gegenüber der Marke wie z. B. Respekt und Wohlwollen),
  4. Subjektive Qualität (die subjektive Einschätzung, wie gut das Produkt oder die Dienstleistung den Erwartungen entspricht),
  5. Subjektiver Wert (wie wertvoll das Produkt oder die Marke ist, wie wahrscheinlich ein Wechsel zu einer anderen Marke ist).

Für mich heißt Markentreue, dass ich ein Produkt oder eine Serviceleistung gerne immer wieder von derselben Marke beziehe, wenn Qualität, Kundenservice und Preis stimmen.

 

Zwei Beispiele zur Veranschaulichung. Vor Jahren habe ich fast alle meine Schuhe von derselben Marke gekauft, weil die Schuhe bequem, lange haltbar und preislich erschwinglich waren. Als dann zum dritten Mal ein Schuh denselben Mangel aufwies, schrieb ich an die Firma und schilderte meine jahrelange Zufriedenheit und die negativen Erfahrungen in letzter Zeit. Daraufhin erhielt ich zur Antwort, dass das nicht sein könne, man habe eine strenge Qualitätskontrolle. Mit dieser lapidaren, nichtssagenden Antwort hat es diese Marke geschafft, meine Markentreue mit einem Schlag zu zerstören und mich als Kunden verloren. Ein Gegenbeispiel. Nach einem Spaziergang mit einem neuen Paar Outdoorschuhe hatte ich total aufgeschürfte Fersen. Diese Erfahrung hatte ich bisher nur mit einem Paar Billigschuhe gemacht, die nach längerem Einlaufen dann doch noch bequem waren, aber nicht mit einem Markenschuh, der mit seinem guten Sitz und Bequemlichkeit warb. Daraufhin kontaktierte ich den Online-Shop, wo ich die Schuhe bestellt hatte. Ich wurde gebeten, die Schuhe mit einer Beschreibung des Problems zurückzuschicken. Man würde den Hersteller kontaktieren, es könne etwas dauern. Nach ein paar Wochen erhielt ich vom Online-Shop die Antwort, dass es sich um einen Konstruktionsfehler im Schuh handelte, der zu der Verletzung an der Ferse geführt hatte, und ich erhielt eine Gutschrift. In diesem Fall bin ich sowohl dem Online-Shop als auch der Schuhmarke treu geblieben. Das heißt, so lange meine Erwartungen an Qualität, Preis und Kundenservice erfüllt werden, bleibe ich der Marke treu. Wenn das nicht mehr der Fall ist, bin ich ganz schnell bei einer anderen Marke. Mittlerweile gibt es eine andere Schuhmarke, die meinen Ansprüchen genügt, und bei der es bisher noch nie einen Grund gab, den Kundenservice zu kontaktieren. Ein gutes Zeichen für die Qualität der Schuhe.

 

Ganz egal, ob ein Produkt oder eine Serviceleistung nun viel oder wenig kosten, im Fall einer Reklamation muss einfach der Kundenservice stimmen. Und ich rede hier natürlich nicht von Billigprodukten, von denen man nicht erwarten kann, dass sie eine hohe Qualität bieten. Aber wie entsteht denn nun Markentreue? Wir brauchen oder möchten etwas, erkundigen uns bei Freunden und Bekannten, recherchieren im Internet, vergleichen und entscheiden uns. Nach dem Kauf machen wir eine positive oder negative Erfahrung. Eine negative Erfahrung führt dazu, dass wir das Produkt nicht mehr kaufen, nicht weiterempfehlen und das negative Bild unter Umständen auf den Hersteller/die Marke und alle anderen Produkte übertragen. Bei einer positiven Erfahrung ist es umgekehrt, wir würden das Produkt weiterempfehlen, wieder kaufen, eventuell auch andere Produkte des Herstellers/der Marke kaufen, weil wir Vertrauen zum Produkt bzw. zur Marke gefasst haben, also Markenvertrauen und Markenbewusstsein entstanden sind, die Komponenten der Markentreue. So lange der Kunde/Konsument ausschließlich positive Erfahrungen mit der Marke macht, bleibt die Markentreue in der Regel erhalten. Vielleicht probiert der Kunde auch mal ein günstigeres Produkt aus, das vermeintlich den Erwartungen entspricht, kehrt aber schnell wieder zu seiner "Hausmarke" zurück, wenn er enttäuscht wird. Im Fall einer Reklamation wendet er sich vertrauensvoll an seine Marke. Die beiden Beispiele mit den Schuhen zeigen deutlich, wie Markentreue erhalten bzw. zerstört werden kann, je nachdem, ob die Reklamation ernst genommen und zur Zufriedenheit des Kunden abgewickelt wird oder eben nicht. 

 

Durch den ständigen Preiskampf auf dem Markt versuchen viele Hersteller/Marken, Einsparungen vorzunehmen beim Personal (weniger oder weniger qualifiziert), durch Auslagerung von Arbeitsbereichen zu günstigeren Drittfirmen oder Auslagerung der Produktion oder Buchhaltung ins Ausland, oft auf Kosten der Qualität, was wiederum zu mehr Reklamationen führt, die dann unter Umständen wegen zu wenig oder nicht qualifiziertem Personal nicht optimal bearbeitet werden. Es ist nicht immer einfach, guten Kundenservice zu bieten. Grundregel Nummer eins im Gespräch mit einem Kunden ist, erst mal richtig zuhören und versuchen zu verstehen, worum es dem Kunden geht. Im zweiten Schritt Lösungsvorschläge unterbreiten. Oft ist ein Gespräch nicht ausreichend, Geduld und Fingerspitzengefühl sind gefragt, um dem Kunden zu vermitteln, dass sein Anliegen ernst genommen wird. Idealerweise gibt es zum Schluss eine Lösung mit der beide Seiten zufrieden sind. Ein Treueprogramm für Stammkunden fördert ebenfalls die Markentreue, denn es zeigt die Wertschätzung des Unternehmens, dass der Kunde treu ist und drückt die Hoffnung aus, dass er auch in Zukunft der Marke treu bleibt.

 

Es gibt noch einen wichtigen Punkt im Zusammenhang mit der Markentreue. Wenn z. B. bekannt wird, dass das Unternehmen im Inland oder die Produktionsstätten im Ausland schlechte Arbeitsbedingungen oder ungenügende Sicherheitsvorkehrungen vorweisen, bekommt die Markentreue ganz schnell Risse oder wird zerstört. Zur Markentreue gehört auch die Online-Reputation, die gepflegt werden muss, um die Markentreue zu erhalten.

Aktuelles Beispiel ist der Vorwurf der Kinderarbeit in Rumänien bei der Befüllung der Überraschungseier von Ferrero. Wie auf solche Vorwürfe reagiert wird, nicht vertuschen oder leugnen, bis es nicht mehr möglich ist, für Aufklärung sorgen, sich den Fragen in den Medien stellen (z. B. in den sozialen Netzwerken), ehrlich Stellung nehmen, notwendige Maßnahmen ergreifen und kommunizieren, ist von zentraler Bedeutung für die Markentreue, um das Vertrauen in die Marke nicht zu verlieren.

 

Fazit

Neben dem Preis und der Qualität und dem guten Ruf spielt der Kundenservice eine zentrale Rolle bei der Markentreue. Durch Messenger wird es den Unternehmen heute einfach gemacht, mit den Kunden zu kommunizieren und Fragen und Reklamationen zeitnah zu beantworten. Christoph A. Dassler bringt es in seinem Artikel Service ist das neue Marketing – So geht digitaler Kundenservice heute auf den Punkt: "Nichts katapultiert eine Marke erfolgreicher ins Herz des Kunden als schnelle, unkomplizierte Hilfe, wenn es klemmt. 80 Prozent derer, die ein positives Erlebnis mit dem Kundenservice hatten, geben nicht nur erwiesenermaßen mehr Geld für die Marke aus sondern empfehlen am Ende auch die Produkte weiter." Dem kann ich nur zustimmen. 

 

Sind Sie einer Marke treu?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Selbstachtung

Selbstachtung, Wertschätzung und Anerkennung

Die Bedeutung von Wertschätzung für die Selbstachtung
Was ist Selbstachtung und wie entsteht sie?

Eine liebevolle Kindheit, Geborgenheit und Sicherheit sind für alle Menschen wichtig. Nur so kann aus einem Kind ein Erwachsener mit Selbstachtung werden, der sich selbst respektiert und akzeptiert. Denn aus der Selbstachtung entstehen ein Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.

 

Laut dem Diplom-Psychologen Dr. Rolf Merkle sind die Ursachen einer geringen Selbstachtung wie folgt:

  • Erfahrungen im Elternhaus: Kinder versuchen emotionale Ablehnung ihrer Eltern zu vermeiden durch Anpassung ihres Verhaltens, in dem sie sich an Regeln und Verbote halten.
  • Der Gedanke, das zu sein, was man getan hat, z.B. dumm, wenn man etwas Dummes getan hat.
  • Oder nur dann gut zu sein, wenn man etwas Gutes tut, und im Umkehrschluss schlecht zu sein, wenn man etwas Schlechtes tut.
  • Bestimmte Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Gefühle sollen schlecht sein, wir fühlen uns deshalb unvollkommen und minderwertig.
  • Kinder wollen nicht wie ihre Eltern sein, haben aber gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, wenn sie es anders machen. 
  • Die Liebe der Eltern wird von der Erfüllung von Forderungen abhängig gemacht.

Daraus haben Kinder zwei Dinge gelernt:

  1. dass Liebe und Zuwendung verdient werden muss.
  2. dass sie nur unter bestimmten Bedingungen liebenswert sind.

Minderwertigkeitsgefühle bzw. Selbstablehnung drücken sich laut Dr. Rolf Merkle wie folgt aus:

  • Sie glauben es nicht, wenn andere sagen, dass sie sie mögen.
  • Sie werden rot bei Komplimenten oder wenn sie im Mittelpunkt stehen.
  • Sie nehmen Lob nicht positiv auf und verweisen auf ihre Schwächen.
  • Sie setzten sich hohe und unerreichbare Ziele und fühlen sich minderwertig bei Nichterreichung.
  • Sie sind Perfektionisten, freuen sich nicht über ein erreichtes Ziel, sondern denken sofort an das nächste Ziel.
  • Erfolge werden mit Zufall und Glück begründet. Misserfolge mit dem Gedanken, ein Versager zu sein.
  • Sie sind leicht kränkbar und verletzbar.
  • Sie beziehen negatives Verhalten auf sich und ziehen den Schluss, der andere hat etwas gegen sie.

Niemand wird mit einer gesunden Selbstachtung geboren. Diese muss sich erst entwickeln. Das heißt aber auch, wir sind von Anfang an von anderen abhängig. Hört diese Abhängigkeit irgendwann auf? Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen und die Frage stellt sich, ob eine gute Selbstachtung ausreicht oder Wertschätzung und Anerkennung von Dritten notwendig ist, um die Selbstachtung zu bestätigen bzw. zu erhalten.

 

Aber schauen wir uns erst die Definition bzw. den Unterschied zwischen Wertschätzung und Anerkennung an.

Wertschätzung ist laut Wikipedia die positive Bewertung eines anderen Menschen, die auf auf eine innere allgemeine Haltung anderen gegenüber gründet. Sie betrifft einen Menschen als Ganzes und ist eher unabhängig von Taten oder Leistung, auch wenn solche die subjektive Einschätzung einer Person und damit die Wertschätzung beeinflussen.

Anerkennung bedeutet laut Wikipedia die Erlaubnis einer Person oder einer Gruppe gegenüber einer anderen Person, Gruppe oder Institution, sich mit ihren derzeitigen spezifischen Eigenschaften an der Kommunikation, an Entscheidungsprozessen oder anderen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, und wird auch als Synonym für Akzeptanz, Lob oder Respekt verwendet. Gegenseitige Anerkennung gilt als notwendig für jede Art von beruflichem und privaten Zusammenleben. Bei fehlender Anerkennung wird jemand leicht zum Außenseiter.

 

D. h. die Selbstachtung kommt von innen, während die Wertschätzung und die Anerkennung von außen kommen.

 

Schauen wir uns zur Veranschaulichung ein paar Beispiele an.

 

Wer meistens im Vordergrund steht:

  • In der Musik der Interpret oder die Band, während Texter und Komponist oft unbekannt sind.
  • Bei Filmen die Schauspieler, während Regisseur, Produzent, Maskenbildner, Kameraleute, etc. zwar im Abspann erwähnt werden aber meist nicht bekannt sind.
  • Bei Abteilungen, Projekten, Teams, etc. der Leiter, während die Arbeit aller übrigen Beteiligten oft nicht richtig wahrgenommen, erwähnt oder anerkannt wird.

Ist es nicht frustrierend, bei der Produktion eines Hits oder Filmklassikers mitzuwirken, in einem Team zu arbeiten und ein anderer steht im Rampenlicht?

 

Menschen, die sich privat engagieren:

  • Viele Frauen kümmern sich um Haushalt und Kinder, eventuell die Pflege von Angehörigen, sind berufstätig und halten dem Partner den Rücken frei, damit er Karriere machen kann. Die Redewendung "Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau.", deren Ursprung unbekannt ist und die als feministischer Slogan übernommen wurde, drückt sehr gut aus, dass die Frau dahinter, eine große Bedeutung hat. Frauen, die ihren Beruf komplett aufgeben und sich ausschließlich um Haushalt und Familie kümmern, werden oft belächelt und sind in der Situation, sich rechtfertigen zu müssen, dass sie nicht arbeiten gehen. Umgekehrt werden Mütter, die recht schnell nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten auch als "Rabenmütter" bezeichnet. Dabei kann man nicht pauschal sagen, was für Kinder besser ist, wichtig ist, dass es der Mutter auch gut geht. Hier fehlt oft die Anerkennung und Wertschätzung von außen, oder auch das Verständnis, eine andere Lebenseinstellung zu akzeptieren und respektieren.
  • Aber im Zuge der Gleichberechtigung gibt es auch genügend Beispiele, wo die Rollenverteilung umgekehrt ist. Männer sind Hausmann, kümmern sich um die Kinder, weil die Frau mehr verdient. Sie gehen in Elternzeit. Hier haben oft die Männer das Problem, dass sie belächelt, nicht für voll genommen werden und ihre Arbeit zu Hause von der Gesellschaft nicht geschätzt wird. Männer und Frauen, die für ihre Kinder pausieren oder die Arbeitszeit kürzen, erleben oft einen Karriereknick, weil ein familiärer Einsatz nicht immer geschätzt wird, obwohl eine ausgewogene Work-Life-Balance für ein erfolgreiches Berufsleben wichtig ist.
  • Einige gehen ehrenamtlichen Tätigkeiten nach wie Elternsprecher in Kindergarten oder Schule, Engagement im Förderverein in Schulen, Tätigkeiten in Vereinen, Betreuung von Kindern oder alten Menschen über gemeinnützige Organisationen.

Gerade im privaten und sozialen Bereich gibt es zahlreiche Menschen, die im Hintergrund sehr viel leisten, damit es einfach läuft. Es gibt viele undankbare Aufgaben, die viel Arbeit machen und nicht immer mit Wertschätzung belohnt werden. 

 

Die Arbeitswelt:

  • Wie ist es für Menschen, die quasi im dunklen Keller arbeiten, nicht richtig wahrgenommen werden, während andere im Mittelpunkt stehen? Wie ist es zu wissen, eine gute Arbeit geleistet zu haben, wenn ein anderer dafür die Lorbeeren kassiert?
  • Reicht es, dass die Arbeit Spaß macht oder die finanzielle Seite passt oder der Chef die Arbeit schätzt? Was ist, wenn die Arbeit zwar Freude bereitet oder die Anerkennung des Vorgesetzten vorhanden ist, aber das Geld nie reicht? Kompensiert ein hohes Gehalt einen Chef, der ständig kritisiert und nie zufrieden ist?

Es reicht nicht, selbst zu wissen, dass man gut arbeitet. Nur finanzielle oder nur menschliche Wertschätzung reichen ebenso wenig. Gerade in der Arbeitswelt denke ich, dass es ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren ist, ob Arbeitnehmer zufrieden sind oder nicht und da ist Wertschätzung und Anerkennung von den Vorgesetzten äußerst wichtig.

 

Hier noch eine eindrucksvolle Geschichte, die zu denken gibt:

Ein Professor händigte seinen Studenten in den ersten Wochen an der US-Hochschule einen Fragebogen aus, der eine Art Quiz war über ihre Motivation dort zu studieren. Dabei gab es gemischte Fragen, u. a. auch zur Uni selbst. Aber die letzte Frage fiel aus dem Rahmen: "Wie heißt die Frau mit Vornamen, die regelmäßig diesen Hörsaal reinigt?"

Nach Abgabe des Fragebogens stellte einer der Studenten dem Professor diese Frage dazu: "Wird diese Frage Einfluss auf die Gesamtnote am Ende des Semesters haben?" Der Professor antwortete: "Absolut. In Ihrer Karriere werden Sie einen Haufen Leute kennen lernen. Und alle werden sehr wichtig sein. Und ich meine wirklich ALLE. Jeder einzelne davon verdient Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Zuwendung – zumindest aber ein Lächeln." 

Der Student vergaß diese Lektion nie und auch den Namen der Putzfrau nicht, nach dem er sich danach bei ihr erkundigte. Sie hieß Dorothy.

 

Diese Geschichte beschreibt sehr gut, wie wichtig es ist, seine Mitmenschen wahrzunehmen, zu respektieren und zu schätzen. Eine Frage zum Thema: Kennt jemand den Menschen, der früh morgens die Zeitung bringt?

 

Fazit

Wir können nicht alle dieselbe Vorstellung von unserem Leben haben, es wird immer unterschiedliche Betrachtungsweisen geben, die es zu akzeptieren gilt. Ein freundliches Miteinander statt ein feindliches Gegeneinander bringt uns allen viel mehr. Je mehr Selbstachtung jemand besitzt, desto weniger ist er/sie auf Wertschätzung und Anerkennung von Dritten angewiesen. Es gibt Menschen, die sich nicht gut selbst "verkaufen" können und oft eine höhere Leistung erbringen als jemand, der sich gut "verkaufen" kann. Aber unsere Selbstachtung kann auch ins Wanken geraten durch Dritte und wir zweifeln an uns, hoffentlich nur zeitweise, bis wir uns wieder fangen. Ideal wäre es, wenn jeder Selbstachtung besitzt und zusätzlich Wertschätzung und Anerkennung erhält.

 

Welche Rolle spielen für Sie Wertschätzung und Anerkennung für die Selbstachtung? 

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Claudias praktischer Ratgeber zur digitalen Transformation

Die digitale Transformation

Die digitale Transformation ist ein ständiger Veränderungsprozess
Was bringt die digitale Transformation?

Es ist faszinierend anzuschauen, was sich in den letzten Jahrzehnten im Internet getan hat:

  • 1969: Die erste Vernetzung
  • 1971: Die erste Mail
  • 1981: Der erste Personal Computer
  • 1983: Der ersten Computervirus
  • 1985: Registrierung der ersten Domain
  • 1993: Der erste Browser Mosaic
  • 1994: Gründung von Amazon
  • 1998: Gründung von Google
  • 2001: Start von Wikipedia
  • 2004: Start von Facebook
  • 2005: Prägung des Begriffs Web 2.0
  • 2007: Apples Ipad kommt raus

Aber nicht nur die Geschichte des Internets, sondern auch die Digitalisierung hat eine interessante Entwicklung hinter und vor sich. Und es wird kontrovers diskutiert, ab wann Kinder mit dem Internet und der Digitalisierung in Berührung kommen sollen, wie man an den folgenden beiden Artikeln sieht:

Das Fach Medienbildung gibt es ab dem Schuljahr 2016/2017 in den Bildungsplänen von Baden-Württemberg. Ich bin gespannt auf Berichte darüber. Es ist schon ein Unterschied, ob jemand so wie ich ohne Computer, Smartphone und Internet aufwächst oder ob Kinder schon im Elternhaus den Umgang mit digitaler Technik gewohnt sind, in der Schule ihre Kenntnisse ausbauen, um sie beruflich später noch weiter zu vertiefen. Fest steht, dass sich wohl kaum jemand digitalen Produkten komplett verschließen kann, wenn man von Eingeborenen im Urwald absieht. Und ob es solche Völker noch im nächsten Jahrhundert geben wird oder diese auch noch von der Zivilisation und der Digitalisierung eingeholt werden, bleibt abzuwarten. Welche Lebensweise sinnvoller ist, wäre eine weitere spannende Frage.

 

Aber auch Erwachsene und Unternehmen sind sich oft nicht sicher, ob und welchen digitalen Entwicklungen gefolgt werden soll. Ein Beispiel ist die Frage, ob es Sinn macht, Profile in sozialen Netzwerken oder einen Corporate Blog zu erstellen oder nicht, wo gerade KMUs Bedenken haben. Mittlerweile ist die digitale Transformation, die laut Wikipedia einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess bezeichnet, der die gesamte Gesellschaft und insbesondere Unternehmen betrifft, zum Schlagwort geworden. Die Basis dafür sind digitale Technologien, die immer schneller entwickelt werden und dadurch den Weg für wieder neue digitale Technologien ebnen.

 

Das Upload Magazin hat sich in den folgenden Artikeln mit dem Thema digitale Transformation genauer beschäftigt. Aus den Artikeln möchte ich ein paar Kernpunkte zitieren:

  • Digital Leadership Excellence statt Chef aus der Hölle
    Dieser Satz aus dem Artikel bringt es auf den Punkt: "So langsam beginnen Unternehmenslenker zu verstehen, dass die digitale Transformation mehr von ihnen erfordert, als innovative Produkte, agile Produktionsprozesse oder kundenorientierte IT-Dienstleistungen zu entwickeln. Dass es nicht ausreicht, sich mit dem Konzept des „Internets der Dinge“, Robotern als Arbeitskräften oder der „Augmented Reality“, der computergestützt erweiterten Wahrnehmung der Realität, auseinanderzusetzen."
  • Digital Leadership: Fünf Denkanstöße für eine moderne Führungskultur
    Das sind die Denkanstöße aus dem Artikel:
    1. Sei disruptiv.
    2. Sei innovativ.
    3. Sei mutig in der Führung, flexibel und zeige Haltung.
    4. Sei sozial kompetent.
    5. Sei entschlossen.
    Dieser Satz beschreibt sehr gut, was ein digitaler Leiter ist: "Digital Leader sind offline und online Influencer, die ihren Ruf und den des Unternehmens stärken."
  • Schlagwort unter der Lupe: Was bedeutet „Arbeiten 4.0“?
    Hier die Übersicht der industriellen Revolution aus dem Artikel:
    - Erste Industrielle Revolution: Einführung mechanischer Produktionsanlagen mit Hilfe von Wasser- und -Dampfkraft.
    - Zweite Industrielle Revolution: Einführung arbeitsteiliger Massenproduktion mit Hilfe von elektrischer Energie.
    - Dritte Industrielle Revolution: Einsatz von Robotik und IT zur weiteren Automatisierung der Produktion.
    - Vierte Industrielle Revolution: Einsatz von cyber-physischen Systemen.
    Dieser Satz fasst die generelle Entwicklung sehr gut zusammen "Einen wesentlichen Unterschied sieht die Studie darin, dass Maschinen den Menschen bislang bei der Arbeit unterstützt haben, während sie ihn nun zunehmend ersetzen werden." Und in diesem Satz wird das Zusammenspiel von Mensch und Maschine gut beschrieben "Menschen und Maschinen entwickeln derweil neue Formen der Zusammenarbeit – Menschen als Überwacher der Maschinen, Maschinen als Kollegen, Maschinen als Nachfolger des Menschen am Arbeitsplatz.".
  • Warum IT-Projekte ohne Changemanagement scheitern
    Bei der digitalen Transformation geht es um einen Veränderungsprozess. Der Artikel fasst IT-Projekte wie folgt zusammen:
    - Jedes (IT-) Projekt bedeutet Veränderungen.
    - Die damit zusammenhängende Vision ist für die Menschen nötig.
    - 66 % des Projekterfolgs hängt von Betroffenen & Beteiligten ab.
    - Frühe und umfängliche Kommunikation ist ein Schlüsselfaktor.
    - Lernen ist ein wichtiges Element für den Erfolg.
    - „Alle erreichen“ bedeutet nicht „bei Allen etwas bewirken“.
    - Changemanagement macht man nicht „nebenbei“.
  • Ein Social Intranet ist kein Technologieprojekt, sondern eine andere Art zu arbeiten
    Der Blick nach vorn aus dem Artikel: "Generell sehen wir, dass die Trends, die sich im Internet für drei bis fünf Jahre etabliert haben und dort stabil bleiben, dann in die Intranetwelt einfließen. Was die Nutzer auf ihren Smartphones mit den Apps gewohnt sind, das erwarten sie irgendwann auch in der Unternehmenswelt. Insofern: Mobil wird in den nächsten Jahren wichtig sein, also ein Intranet in Apps. Das kann eine People-App sein, um Kollegen zu finden. Oder man will den internen Feed als App auf dem Smartphone. Das wird sich definitiv durchsetzen."

Fassen wir kurz zusammen. Durch die digitale Transformation gab es in der Arbeitswelt und im Privatleben folgende Änderungen:

  • Manche Arbeiten werden jetzt komplett durch Maschinen statt Menschen ausgeführt, die Maschine als Ersatz für den Menschen.
  • Manche Arbeiten werden durch den Einsatz von Maschinen erleichtert, eine Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.
  • Manche Arbeiten werden werden durch Maschinen ausgeführt, aber von Menschen programmiert und überwacht.
  • Maschinen werden immer mehr können, wissen und verstehen. Digitale Assistenten werden dadurch dem Menschen immer ähnlicher durch Verbesserung der Spracherkennung, Sammlung und Speicherung von Informationen und Dazulernen.
  • Die Kommunikation findet immer weniger direkt zwischen Menschen, sondern immer mehr über technische Hilfsmittel statt.
    - Kommunikation von Mensch zu Mensch über z. B. Smartphone, Skype, Google Hangout.
    - Kommunikation von Mensch zu Mensch/Unternehmen über z. B. soziale Netzwerke, E-Mail, Messenger.
    - Kommunikation zwischen Mitarbeitern eines Unternehmens über das Intranet.
    - Online-Meetings von Mitarbeitern vor Ort, im Homeoffice oder von anderen Standorten.
    - Kommunikation von Menschen mit digitalen Assistenten.

Das Internet der Dinge (Kurzform IdD, englisch Internet of Things, Kurzform IoT) spielt eine große Rolle dabei. Es ist laut Wikipedia eine Beschreibung dafür, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird. Das Internet der Dinge soll den Menschen durch immer kleinere eingebettete Computer (Wearable Computers = tragbare Computer, kurz Wearables) bei seinen Aktivitäten unterstützen ohne aufzufallen. Ein paar Beispiele für Wearables:

  • Hörgerät, um Menschen mit Hördefiziten die Kommunikation mit anderen zu erleichtern. Je kleiner und unauffälliger, desto angenehmer ist es für den Betroffenen.
  • Activity Tracker (wörtlich Aktivitäts-Auffinder), ein Gesundheits-Armband, das für die Fitness und Gesundheit relevante Daten beim Sport aufzeichnet. 
  • Smartwatch (wörtlich schlaue Uhr), die durch eine zusätzliche Computerfunktionalität neben der Uhrzeit weitere Informationen liefern kann. Mit Apps können mehr Funktionen ergänzt werden.
  • Brillen, z. B. Google Glass, ein am Kopf getragener kleiner Computer mit Mikrofon, Digitalkamera, Lautsprecher und Verbindung zum Internet.

Wenn man bedenkt wie groß und schwer der erste Computer war, so groß wie ein Wohnzimmerschrank mit einem Gewicht von mehr als einer Tonne, oder das erste Mobiltelefon (knapp 800 Gramm und 25 Zentimeter hoch ohne Antenne, deshalb nicht für die Hosentasche geeignet), und wie beide immer kleiner, leichter und mit immer neuen Funktionen ausgestattet wurden, dann ist diese Entwicklung schon sehr beeindruckend.

 

Vieles wird heute nicht mehr manuell gemacht. Temperaturregler, Rollläden, Türen und Garagentore können per Knopfdruck betätigt werden. Straßenbeleuchtung wird durch Dämmerungssensoren mit Zeitverzögerung aktiviert, Licht im Eingangsbereich durch Bewegungsmelder. Digitale Helfer gibt es im Berufs- und Privatleben z. B. beim Auto, im Haus, im Büro. Sie werden gerne in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit eingesetzt. Sie erleichtern uns Handgriffe, überwachen, nehmen uns Arbeit und auch das Denken ab, wenn sie einmal richtig eingestellt sind.

 

Mittlerweile spricht man auch von disruptiver (= unterbrechender) Technologie laut Wikipedia eine Innovation, die etwas, das bereits besteht, eine Technologie, ein Produkt oder eine Dienstleistung, möglicherweise vollständig verdrängt. 

 

Beispiele für disruptive Technologien aus dem Artikel von Graham Horton bei zephram:

  • Vergangenheit: Dampfmaschine, Glühlampen, Webstuhl und Fließband.
  • Gegenwart: Internet, LCD, GPS, Smartphone und LED.
  • Zukunft: 3D-Drucker, mobiles Internet, autonome Fahrzeuge und Cloud Computing.

Oder schauen wir uns an, wie die Zukunft des Online-Shoppings laut ShopSmart ausschauen könnte:

  • Bezahlung über Messenger gibt es bereits in der Beta-Version, vorläufig nur in den USA.
  • Auslieferung der Pakete durch Dronen.
  • Vollautomatische Lagerhäuser, wo kein Mensch mehr die Waren für Pakete raussucht.
  • LKWs, die ohne Fahrer fahren und Ware zustellen. Gar nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass bereits an selbstfahrenden Kraftfahrzeugen gearbeitet wird.
  • Jeder wird zu Hause einen 3D-Drucker haben, der nach Kauf der entsprechenden Software Produkte, die wir zerlegt erhalten, für uns zusammenbaut. Äußerst praktisch, wenn ich an schlecht übersetzte und umständliche, schwer zu verstehende Gebrauchsanleitungen denke.

Ob nun digitale Transformation oder digitale Disruption, Dr. Jens-Uwe Meyer, MBA, fragt in seinem Artikel zu Recht Wann wird Alexa Ihren Job ersetzen? Wenn eine digitale Technologie wie Deep Blue oder Watson von IBM, Alexa von Amazon, Siri  von Apple oder Cortana von Microsoft gegen den amtierenden Schachweltmeister oder bei der Ratesendung Jeopardy gewinnt, stellt sich die Frage, wer intelligenter ist: Mensch oder Maschine.

 

Fest steht, wir sind bereits sehr digital und werden es noch mehr.  Das bedeutet aber auch, wir sind von digitalen Technologien abhängig. Wenn die Technik versagt, sind wir aufgeschmissen, das Auto lässt sich nicht öffnen, das Garagentor bleibt zu, Rollläden können nicht bedient werden. Wenn es Serverprobleme im Büro gibt, Maschinen in der Fabrik stillstehen, ist das Arbeiten oft unmöglich, weil es offline weniger Arbeit gibt und für fast alles ein Computer mit Internetverbindung benötigt wird. Geraten wir in Panik, wenn WLAN nicht funktioniert oder genießen wir eine Auszeit offline, weil wir uns schon Gedanken gemacht haben über Digital Detox? Die Artikel von Menschen, die sich im Urlaub bewusst eine Auszeit ohne Technik nehmen, und darüber schreiben, wie es ihnen ergangen ist, lassen darauf schließen, dass vielen klar ist, dass die Digitalisierung Vor- und Nachteile hat.

 

Fazit

Die Menschen haben Maschinen erschaffen, die Informationen, Know-how, Denk-, Handlungs- und Arbeitsweisen speichern, Arbeiten ausführen, Prozesse überwachen, Fragen beantworten und entsprechend reagieren können. Diese Maschinen müssen angelernt und ständig geschult bzw. programmiert werden. Je mehr Informationen sie speichern, desto mehr lernen und desto intelligenter werden sie. Sie müssen die Sprache erkennen und interpretieren, auch komplexe Sachverhalte aus dem Kontext verstehen. Irgendwann werden Maschinen richtig miteinander kommunizieren, z. T. können sie das schon. Aber Maschinen werden hoffentlich nie über die Menschen bestimmen. Die digitale Transformation ist ein ständiger Veränderungsprozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist.

 

Was meinen Sie, was uns die digitale Transformation noch bringt?

 

Ergänzung am 15.11.16:

Hier sind die 2 interessanten Links aus dem Kommentar von Benjamin Brückner:

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Claudias praktischer Ratgeber zu Cliffhangern

Was bringen Cliffhanger?

Cliffhanger spannend und frustrierend zugleich
Erhöhen Cliffhanger die Spannung?

Ende letzten Jahres erhielt ich das Buch Das Vermächtnis des Vaters zur Rezension. Es ist der 2. Band der 7-teiligen Chronik "Die Clifton Saga" von Jeffrey Archer. Das Buch begann mit einer Verhaftung (dem Ende des 1. Bands) und endete mit einer Gerichtsverhandlung. Das 1. Buch mit Cliffhanger, das ich gelesen habe. Obwohl ich Band 1 nicht gelesen hatte, war es trotz der fehlenden Vorgeschichte kein Problem, den Inhalt zu verstehen. Eine Hilfe war auch der Stammbaum der Familie Clifton vorn im Buch, was ich sehr schätze, wenn es in einem Buch viele Charaktere gibt, um den Überblick zu behalten.

 

Da Jeffrey Archer einer meiner Lieblingsautoren ist, habe ich im Anschluss auch den 1. Band gelesen. Und mittlerweile auch Band 3 - 6. Band 7, der letzte, erscheint im November 2016: 

  1. Only time will tell (Spiel der Zeit)
  2. The sins of the father (Das Vermächtnis des Vaters)
  3. Best kept secret  (Erbe und Schicksal)
  4. Be careful what you wish for (Im Schatten unserer Wünsche)
  5. Mightier than the sword (Die Wege der Macht)
  6. Cometh the hour (Möge die Stunde kommen)
  7. This Was a Man (Winter eines Lebens)

Alle Bände enden offen im spannendsten Moment mit einem Cliffhanger (einer Verhaftung, Gerichtsverhandlung, einem Autounfall, der Explosion einer Bombe, einem Schuss). Und wer schon mal ein Buch von Jeffrey Archer gelesen hat, weiß, dass er ein Meister des Spannungsaufbaus ist. Zum Schluss kann man das Buch kaum weglegen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht, um dann am Ende noch nicht mal von seiner Spannung erlöst zu werden. Ein Cliffhanger (englisch = Klippenhänger) wird laut Wikipedia hauptsächlich mit Fernsehserien, Seifenopern oder auch fortgesetzten Kinofilmen assoziiert und steht für den offenen Ausgang einer Episode auf ihrem Höhepunkt, mit Antwort in der nächsten Episode. Seinen Ursprung hat der Begriff in dem Roman "A Pair of Blue Eyes" von Thomas Hardy aus dem Jahr 1873, der als monatliche Serie in einer Zeitschrift erschien, und einer Szene in den Steilhängen am Bristol Channel, wo sich Henry Knight nur noch an einem Büschel Gras festhalten kann, um nicht in den sicheren Tod zu stürzen. Durch die Cliffhanger-Szene wurde der Leser an den Fortsetzungsroman gebunden, weil die Auflösung der Spannung erst in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift/Zeitung zu erfahren war, eine Methode der Kundenbindung, die viele Nachahmungen fand. Bekannte Filme mit Cliffhanger sind "Der Herr der Ringe", "Harry Potter", "Star Wars" oder "Zurück in die Zukunft".

 

Ein weiteres Beispiel mit Cliffhanger ist die "Emma Harte Saga" von Barbara Taylor Bradford:

  1. A woman of substance (Des Lebens bittere Süße)
  2. Hold the dream (Bewahrt den Traum)
  3. To be the best (Und greifen nach den Sternen)
  4. Emma's secret (Emmas Geheimnis)
  5. Unexpected blessings (Ein Geschenk des Schicksals)
  6. Just rewards (Am Ende wartet die Liebe)
  7. Breaking the rules (Breaking the rules = Die Regeln brechen)

Der erste Band erschien 1979 und beschrieb die Geschichte der 14-jährigen Emma Harte ab 1904, die ihrer Zeit weit voraus und ein beeindruckender Mensch war. 1984 gab es eine Miniserie. Emma Harte spielte auch nach ihrem Tod in allen Bänden eine wichtige Rolle durch ihr Erbe und die Werte, für die sie stand. Es ging es um Familiengeheimnisse, -streitereien und -intrigen. Der sechste Band endete vollkommen überraschend für mich mit einem Cliffhanger, als sich am Ende herausstellte, dass der Erzfeind der Familie doch nicht tödlich verunglückt ist und der Leser ahnen konnte, dass er weiter sein Unwesen treiben wird, um der Familie zu schaden. In 2009 gab es dann den bisher letzten Band, der meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllte. Manche Themen sind irgendwann ausgereizt und die Geschichte erzählt. Da hilft auch ein Cliffhanger nichts, wenn der Spannungseffekt nicht das hält, was er verspricht.

 

Das Phänomen des Cliffhangers wurde auch schon untersucht und nach einer Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Bluma Zeigarnik Zeigarnik-Effekt genannt, bei der mit Experimenten nachgewiesen wurde, dass man sich unter bestimmten Voraussetzungen an unterbrochene Handlungen besser erinnert als an vollendete. Allerdings konnte der Effekt nicht repliziert werden, weshalb das Phänomen als umstritten gilt.  Und trotzdem scheint der Cliffhanger eine große Wirkung zu haben, wird bei Büchern, Filmen und Fernsehserien immer wieder eingesetzt. Gegen Ende des Buchs oder Films ist die Spannung am größten und wird erst in der nächsten Folge aufgelöst, um dann wieder mit einem Spannungseffekt zu enden. Wenn man sich anschaut, wie viele tausend Folgen manche Daily Soap schon hinter sich hat, scheinen die Zuschauer genau wegen dieser Taktik jede neue Folge über Monate oder Jahre anzuschauen. Aber es gibt auch Serien, die irgendwann abgesetzt wurden, weil nichts Neues mehr geboten wurde und die Zuschauerzahlen nicht mehr den Erwartungen entsprachen (z. B. die US-amerikanischen Fernsehserien "Dallas" oder "Der Denver-Clan"). Ein Erfolgsgarant ist der Cliffhanger deshalb nicht.

 

Aber ist es wirklich nur die Spannung zum Schluss, die uns veranlasst, die Fortsetzung zu lesen oder anzuschauen?

 

Wer kennt sie nicht die Sissi-Trilogie? Nach dem Erfolg des ersten Films in 1955, gab es zwei weitere in 1956 und 1957 mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm. Wahrscheinlich wäre auch ein vierter Teil zum Kassenschlager geworden, wenn Romy sich nicht geweigert hätte. Und die Filme endeten nicht mit Cliffhangern, Sissi bzw. die Geschichte der österreichischen Kaiserin Elisabeth sprachen einfach die Herzen der Menschen an.

Oder nehmen wir den Kinofilm "Pretty Woman" mit Julia Roberts und Richard Gere. Der Film endete mit Happy End und es gab viele Menschen, die sich eine Fortsetzung wünschten.  Das neue Traumpaar drehte zwar nochmal zusammen "Die Braut, die sich nicht traut", aber es war keine Fortsetzung von "Pretty Woman". Auch ein guter Film, aber bei weitem nicht so ein Kultfilm wie der erste. Aber die Alltagsprobleme, die Edward Lewis und Vivian Ward nach der Hochzeit gehabt hätten, wären vielleicht weniger romantisch gewesen. Nicht nur Spannung, sondern auch Romantik und Gefühle regen uns zum Träumen an und sprechen uns an.

 

Oder nehmen wir die weltbekannten 7 Bände Harry Potter der englischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling, die seine Geschichte von elf Jahren bis er fast erwachsen ist, erzählen, und auch mit großem Erfolg verfilmt wurden. Eine Fantasy-Roman-Reihe, die Jung und Alt im wahrsten Sinne des Wortes magisch begeistert hat. Zauberei, Magie oder Parallelwelten üben eine Faszination auf uns aus und sprechen uns genauso an.

 

Aber auch Abenteuer von Piraten (z. B. "Fluch der Karibik") oder im Weltraum (z. B. "Star Wars") fesseln uns in Filmen und Büchern. Wir wollen wissen, was noch alles passiert, wenn wir mit den Helden spannende Abenteuer erlebt haben, und eine Fortsetzung im Kino/Fernsehen oder als Buch herauskommt.

 

Oder schauen wir uns noch ein paar der zahlreichen Fernsehkrimi-Serien an:

  • "Tatort", wo seit 1970 mit verschiedenen Ermittlern (meistens Duos) in diversen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermittelt wird. 
  • "Derrick", die meistverkaufte deutsche Serie der Fernsehgeschichte, die weltweit in über 100 Ländern ausgestrahlt wurde, und von 1974 bis 1998 lief.
  • "Der Alte", der 1977 startete und bis 2016 bisher vier  Hauptkommissare hatte.
  • Die Sonderkommissionen "SOKO", die in München, Köln, Wismar, Stuttgart, Kitzbühel, Wien und Leipzig seit 1978 ermitteln.
  • "Ein Fall für zwei" von 1981 - 2013, wo es immer nur den einen Privatdetektiv Matula gab, aber nacheinander vier verschiedene Anwälte. 2014 wurde eine Neuauflage gestartet.

Bei Krimis ist der Spannungseffekt am Anfang. Es geschieht ein Verbrechen (meistens ein Mord), das aufgeklärt wird und mit einer Festnahme endet. Was macht den Erfolg solcher Serien aus, die jahrelang laufen? Interessante und spannende Ermittlungen, aber auch die Persönlichkeit der Ermittler spielen eine Rolle, wenn oft bis zum Schluss unklar ist, wer der Täter ist. Sobald die Zuschauerzahlen sinken, weil sich die Fälle wiederholen, alles vorhersehbar wird, unternimmt der Sender noch Versuche mit Austauschen der Schauspieler (oft eine radikale kontraproduktive Verjüngungskur), um die Serie wieder zum Erfolg zu führen. Wenn das scheitert, wird sie eingestellt.

 

Es gibt sowohl Bücher als auch Filme, die auch ohne Cliffhanger sehr viele Menschen erreichen. Bestes Beispiel sind die Filme von Rosamunde Pilcher und Inga Lindström im Sonntag Abendprogramm, die, sofern es kein Mehrteiler ist, der natürlich auch immer im spannendsten Moment endet, immer einen glücklichen Ausgang haben (beim Mehrteiler dann eben erst nach 2 - 4 Teilen). Nach den üblichen Eifersuchtsszenen, Missverständnissen und Intrigen findet sich das Pärchen garantiert zum Schluss. Hier gibt es keine Spannung sondern Entspannung zum Schluss.

 

Spannung, Gefühle, Magie und Abenteuer fesseln uns, regen unsere Fantasie an und machen uns neugierig, wie es wohl weitergeht. Aber wenn wir im Film oder Buch in eine andere Welt eintauchen, ein Bild in uns entsteht, kann ein Spannungseffekt zum Schluss auch frustrierend sein. Wenn der Held am Abhang hängt und wir nicht wissen, ob er überlebt, warten wir ungeduldig auf die Fortsetzung, haben eine hohe Erwartung, die unter Umständen in der Fortsetzung nicht erfüllt wird, und sind maßlos enttäuscht. Bei Daily Soaps wird die Spannung meist recht schnell aufgelöst, um uns zum Schluss wieder mit einem neuen Spannungsmoment zum Weiterschauen zu animieren. Bei Büchern müssen wir oft länger auf die Fortsetzung warten, da ist ein Cliffhanger wie z. B. eine Verhandlung, die vertagt wird, weil die Geschworenen sich nicht einig sind, äußerst unbefriedigend.

 

Wenn sich das Warten dann nicht gelohnt hat, ist es ähnlich wie beim Clickbaiting (englisch = Klickköder), laut Wikipedia eine  reißerische Überschrift, die eine sogenannte Neugierlücke (englisch = curiosity gap) lässt. Der Leser erhält gerade genügend Informationen, um seine Neugierde zu wecken, aber nicht ausreichend, um sie zu befriedigen. Sowohl das Clickbaiting als auch der Cliffhanger haben den Zweck, (mehr) Menschen zu erreichen. Sie können beide Neugier und hohe Erwartungen wecken und nicht immer halten, was sie an Spannung versprechen.

 

Fazit

Fest steht, dass es durch ein Überangebot an allem immer schwieriger wird, Aufmerksamkeit zu wecken und zu halten. Was sich bewährt, wird gerne kopiert, oft so lange, bis es keine Wirkung mehr zeigt. Erledigte Dinge sind für mich vollendet und abgehakt und deshalb auch irgendwann "vergessen". Während mir unerledigte Dinge bis zur Erledigung im Gedächtnis bleiben, da ich noch etwas tun muss. Ein offenes Ende beschäftigt mich, da ein Buch oder Film für mich eine Geschichte mit Anfang und Ende ist bzw. sein sollte. Ich ziehe einen "richtigen Schluss" vor, habe aber nichts gegen eine Fortsetzung, wenn mir die Charaktere und die Handlung gefallen haben. Schließlich geht es nach dem "Happy End" (z. B. einer Hochzeit) noch weiter und bietet Stoff für weitere Folgen. Ein offenes Ende ohne Fortsetzung mag ich überhaupt nicht.

 

Mir hat es bei der Clifton Saga überhaupt nicht gefallen, dass jedes Buch mit einem Cliffhanger endete. Ich habe auch überlegt, mir die weiteren Bände deshalb nicht zu kaufen. Aber da Jeffrey Archer wie erwähnt einer meiner Lieblingsautoren ist und mich bisher noch nie enttäuscht hat, habe ich mir doch nach und nach alle erhältlichen Bände gekauft. Im November 2016 ist die Veröffentlichung des siebten und letzten Bands (hoffentlich mit richtigem Ende).

 

Und was halten Sie von Cliffhangern?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zu Twitter

Warum ich so gern auf Twitter bin

Warum mir Twitter so gut gefällt
Meine Gründe, auf Twitter aktiv zu sein

Tina Gallinaro von  extrawerbung hat zu einer Blogparade "Nenn mir einen Grund, warum du so gerne bei Twitter bist" eingeladen. Als Twitter-Fan beantworte ich diese Frage auch sehr gern.

 

Mein erstes Profil in einem sozialen Netzwerk war auf Google+. Es folgten ein YouTube-Kanal, Profile auf LinkedIn und XING. Dann erst kam im März 2013 ein Profil auf Twitter dazu. Lange Zeit waren Google+ und LinkedIn meine Lieblingsnetzwerke. Mittlerweile sind es Twitter und LinkedIn. Obwohl ich aus nostalgischen Gründen immer noch sehr an Google+ hänge, da ich dort sehr viele nette Menschen kennengelernt habe und mir die Sammlungen so gut gefallen.

 

Was mir an Twitter besonders gut gefällt:

  • Das Profil auf Twitter ist sehr übersichtlich. Mit einem Blick sehe ich die Anzahl der Tweets, Folge ich, Follower, Gefällt mir, Listen und neuerdings Moments. Links das Profilbild und die Kurzbiographie. Die Zeichenbeschränkung bei der Biographie finde ich sehr gut, da sich dadurch jeder Mühe geben muss, eine möglichst kurze und präzise Beschreibung zu machen. Für ausführlichere Infos kann auf eine Website, einen Blog oder ein anderes Profil verlinkt werden. Ich verlinke z. B. auf mein about.me- Profil, da ich auch viele englischsprachige Follower habe.
  • Auf Twitter habe ich die besten Erfahrungen mit Hashtags gemacht. Sowohl bei meinen Artikeln als auch bei fremden, die ich teile, versuche ich immer, wenigstens einen Hashtag zu ergänzen. Ein Hashtag eignet sich auch gut, Informationen zu einem bestimmten Thema zu finden. Eine besonders gute Idee ist es, für eine Blogparade einen eigenen Hashtag zu erstellen. Dann kann man schnell und einfach alle Beiträge dazu finden, wenn die Teilnehmer den Hashtag verwenden.
  • Auf Twitter habe ich die meisten Follower, weil es ein Netzwerk ist, wo man sehr einfach und schnell neue Kontakte findet, wenn man aktiv folgt, favorisiert, teilt und kommentiert.
  • Mir gefallen die Listen sehr gut, um seine Follower ähnlich wie die Kreise auf Google+ in Kategorien einzuteilen. Es ist auch sehr interessant zu sehen, in welchen Listen man selbst ist, weil es Aufschluss darüber gibt, wie man thematisch wahrgenommen wird.
  • Twitter ist eine Plattform, wo es sehr einfach ist, durch den Benutzernamen Erwähnungen zu machen, andere direkt anzusprechen, um sich zu bedanken, eine Frage zu stellen oder eine Diskussion in Gang zu bringen.
  • Auf Twitter finde ich immer interessante Artikel, erfahre Neuigkeiten und kann auf dem Laufenden bleiben über die Themen, die mich interessieren. Besonders, wenn es einen Hashtag zum Thema gibt.
  • Die Zeichenbeschränkung von 140 Zeichen hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, da es für mich immer eine sportliche Herausforderung war und ist, in wenigen Worten etwas zu beschreiben. Momentan werden bei einem Link noch 23 Zeichen abgezogen, Bilder zählen nicht mehr mit. Eine Erweiterung auf 10.000 Zeichen bei den Tweets, wie das bei den Direktnachrichten bereits seit Juli 2015 möglich ist, würde mir nicht gefallen. Dazu ist das Alleinstellungsmerkmal in meinen Augen einfach zu wichtig. Twitter als Nachrichtenkurzdienst sollte in der Timeline einfach kurz und treffend sein. Wobei es für den Kundenservice günstig ist, dass bei den Direktnachrichten längere Nachrichten möglich sind.
  • Mir gefällt das neue Feature Moments sehr gut, das es jetzt auch in Deutschland gibt. Mein erstes Moments habe ich Anfang Oktober 2016 erstellt. Ich finde die Idee sehr gut, Tweets zu einem bestimmten Thema zu sammeln. Erinnert mich an die Sammlungen von Google+. Denn das ist ein Punkt, der mich auf Twitter stört, dass in der Timeline schnell alles untergeht. Moments sind eine gute Möglichkeit für themenspezifische Sammlungen.
  • Twitter ist meiner Meinung nach das soziale Netzwerk, dass sich am besten für Wachstum bzw. Growth Hacking eignet, um sich zu vernetzen, Inhalte zu teilen und Neues zu erfahren.

Dafür sind folgende Tools sehr nützlich:

  • Twitters erweiterte Suche für die Suche nach Wörtern oder Personen in einem bestimmten Zeitraum.
  • Click to Tweet (klicken, um zu tweeten und etwas zu teilen).
  • Pay With A Tweet (mit einem Tweet zahlen, um etwas zu erhalten, = Empfehlungsmarketing).
  • TweetChat (regelmäßige Chats zu einem bestimmten Thema mit einem Hashtag).
  • Twitter Analytics zur Analyse betreffend Impressionen, Profilbesuchen und Erwähnungen.
  • tweepsmap zur Analyse der Follower, wer neu/nicht mehr folgt/nicht zurückfolgt, inaktiv ist.
  • Buffer, um interessante Tweets zu sammeln und nach Schedule zu veröffentlichen. Der Vorteil von Buffer ist auch, dass ich automatisch Bilder aus dem Artikel zum Ergänzen beim Tweet erhalte. Das ist etwas, dass ich mir auch beim manuellen Erstellen eines Tweets wünschen würde nach Eingabe des Links, so wie das auf Google+ oder Facebook der Fall ist. Ein Verbesserungsvorschlag bzw. Wunsch von mir bei Twitter.

Fazit

Ich denke, dass das genügend Gründe sind, auf Twitter aktiv zu sein und dass es ausreichend Tools zur Unterstützung der Aktivitäten gibt. Wie erfolgreich man auf einem sozialen Netzwerk ist, hängt immer vom persönlichen Einsatz und den Aktivitäten ab. Von einer kompletten Automatisierung rate ich ab. Der persönliche Kontakt durch Interaktionen in Echtzeit bringt mehr Erfolg. Für die Entscheidung, welches soziale Netzwerk passt, empfehle ich, zu prüfen, wo sich die gewünschte Zielgruppe (Freunde, Bekannte, Leser, Kunden, Unternehmen, Konkurrenten, usw.) aufhält. Twitter kann ich auf alle Fälle empfehlen.

 

Sind Sie auch gern auf Twitter?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Online-Reputation

Unsere Online-Reputation

Die Online-Reputation muss gepflegt werden
Die Bedeutung unserer Online-Reputation

Jeder von uns hat einen Ruf, der durch das, was wir sagen und tun, die Art wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen und kommunizieren, entsteht. Mittlerweile hat sich durch die Digitalisierung unsere Kommunikation zum größten Teil ins Internet verlagert. Deshalb haben wir auch eine Online-Reputation, ob wir wollen oder nicht.

 

Laut der Bedürfnispyramide des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow gehören soziale Beziehungen wie Freundeskreis, Partnerschaft und Kommunikation zu den Grundbedürfnissen des Menschen.

 

Kein Wunder, dass durch die Digitalisierung soziale Netzwerke entstanden sind, um soziale Beziehungen zu pflegen und zu kommunizieren. Vor fast 20 Jahren ging das erste soziale Netzwerk Six Degrees online. Es folgten Friendster, MySpace und Facebook.

 

Die Beweggründe für Profile in sozialen Netzwerken sind z. B.:

  • Bestehende Kontakte zu pflegen bzw. neue zu knüpfen.
  • Online auf dem Laufenden zu bleiben, sich selbst und andere zu informieren.
  • Erzählen, was uns interessiert.
  • Unsere Meinung über etwas mitzuteilen, um etwas zu empfehlen oder davon abzuraten.
  • Eine Selbstdefinition, um zu zeigen, was und wer wir sind, um z. B. einen Expertenstatus aufzubauen.
  • Uns über Dinge zu äußern, die uns wichtig sind, oder Marken zu unterstützen, an denen uns etwas liegt.

Kontaktanfragen werden geschickt und bestätigt, es wird gefolgt und entfolgt. Bilder der Familie, Freunde, vom Urlaub, von Essen, usw. werden gepostet. Artikel werden gelesen (oder auch nur gescannt), kommentiert und geteilt. Es wird bewertet und rezensiert.

 

Und eins kann nicht verhindert werden beim Teilen von Inhalten im Internet, man erhält einen positiven oder auch negativen Ruf. Die Follower, Fans oder Leser beurteilen nach den Inhalten und bilden sich eine Meinung wie z. B.:

  • Der teilt originelle Bilder.
  • Da finde ich gute Witze oder Zitate.
  • Hier erhalte ich nützliche Tipps und Informationen.
  • Dort kann ich spannende Inhalte lesen.
  • Eine gute Quelle, um auf dem Laufenden zu bleiben.
  • Es gibt immer Aktuelles und Neuigkeiten.

Und nach diesen Inhalten entscheiden sie auch, ob sie uns folgen oder nicht. Es lohnt sich deshalb, sich Gedanken zu machen, was geteilt wird, welche Zielgruppe und welches Ziel man erreichen möchte, und dafür eine Strategie und einen Plan zu erstellen.

 

Dass man beim Teilen nicht übertreiben sollte, weil es Neid hervorrufen kann, hat Benjamin Brückner in Schau mal! Oversharing im Social Web und die Folgen … anschaulich beschrieben.

 

In der Regel werden die oben genannten Tätigkeiten nicht aus kommerziellen Beweggründen, sondern aus persönlichem Interesse gemacht, um das Grundbedürfnis der sozialen Beziehungen und der Kommunikation zu befriedigen. Anders sieht es bei Unternehmen aus, die natürlich verkaufen wollen. Eine Aneinanderreihung von Superlativen und die direkte oder indirekte Aufforderung „kauf mich“ sind nicht besonders ansprechend.

 

Aber wann bekommen diese Aktivitäten bei Privatpersonen einen faden Beigeschmack, einen werblichen Charakter? Immer dann, wenn ein Produkt oder Service ausführlicher beschrieben und direkt empfohlen wird, kommt der eine oder andere auf den Gedanken, dass es für die positive Bewertung eine Gegenleistung oder Bezahlung gab und stellt Objektivität, Neutralität und Integrität in Frage und damit auch den guten Ruf. Aber wie kommt es überhaupt dazu, dass jemand sich die Mühe macht, eine detaillierte Empfehlung auszusprechen. Ein paar Beispiele:

  • Buchrezensenten erhalten regelmäßig kostenlos neue Bücher, über die sie nach dem Lesen eine Rezension veröffentlichen.
  • Produkttester erhalten Produkte, die sie in der Regel nach dem Testen und Bewerten behalten dürfen.
  • Influencer erhalten Produkte von Marken, für die sie Werbung machen. Die Produkte erscheinen auf Fotos, die im Netz veröffentlicht werden, und so die Bekanntheit der Marke und den Verkauf fördern. Influencer können nicht nur Prominente sondern auch einflussreiche Blogger sein, die über die Produkte schreiben.
  • Die Frage Was macht einen guten Influencer aus? hat Trajan Tosev so beantwortet: "Sie haben echte Follower, regen Diskussionen an und bewegen zum Handeln."
  • Für die Bewertung von Serviceleistungen, Arbeitgebern, Programmen und Tools gibt es diverse Plattformen. Bei Programmen und Tools wird oft eine kostenlose Testphase angeboten, die die Kaufentscheidung erleichtern soll.

Es ist ein Nehmen (z. B. kostenlose Trials, Geschenke) und Geben (Informationen und Bewertungen). Da stellt sich die Frage, wie erhält man als Verkäufer Bewertungen bzw. was veranlasst Menschen, eine Bewertung abzugeben?

  1. Der erste Grund ist unser Grundbedürfnis der Kommunikation, uns mitzuteilen. Wenn uns etwas total begeistert, wollen wir andere daran teilhaben lassen und empfehlen etwas. Umgekehrt ebenso, wenn uns etwas total enttäuscht hat, wollen wir unseren Ärger loswerden und andere warnen.
  2. Der zweite Grund ist das Gefühl der Reziprozität (Gegenseitigkeit), wenn wir etwas erhalten, wollen wir auch etwas zurückgeben. Ist es verwerflich, wenn Verkäufer das ausnutzen, uns mit kostenlosen Proben oder Geschenken dazu verleiten wollen, etwas zu testen, zu empfehlen oder zu kaufen? Oder andersrum gefragt, ist es verwerflich, etwas zu nehmen?

Was kann einem Unternehmen Besseres passieren als User Generated Content? Denn ein Lob von Dritten ist glaubwürdiger als Eigenlob. textbest beschreibt im Artikel User Generated Content: Interaktionen für Branding und Unternehmenskommunikation nutzen, wie Unternehmen positive Inhalte über ihre Marke generieren können

 

Wenn ein Produkttester offen und ehrlich erwähnt, dass ihm z. B. ein Produkt zur Verfügung gestellt oder eine kostenlose Testphase eingeräumt wurde, um über das Produkt, Tool, etc. zu schreiben, kann es in dieser Hinsicht keine Missverständnisse geben. Im Gegenteil, es erhöht seine Vertrauens- und Glaubwürdigkeit.

 

Egal, was bewertet wird, Objektivität und Neutralität sind dabei die wichtigsten Punkte. Das Produkt oder die Serviceleistung müssen sachlich so beschrieben werden, dass ein Außenstehender eine Entscheidung treffen kann, ob das Produkt oder der Service in Frage kommt oder eben nicht. Ob der Bewertende etwas dafür bekommt oder nicht, ist mir egal, wenn mir die Bewertung oder Rezension eine Hilfe ist, und ich darauf vertrauen kann, dass sie ehrlich ist. Wenn ich häufiger von derselben Person wertvolle Informationen erhalte, gewinnt er/sie einen guten Ruf und mein Vertrauen.

 

Die Stiftung Warentest z. B. ist eine unabhängige Testplattform. Genau das macht sie glaubwürdig. Denn bei einem Unternehmen, das eine Studie oder einen Test in Auftrag gibt und finanziert, wird bei einer positiven Bewertung in Frage gestellt, ob sie echt oder gekauft ist.

 

Aber gehen wir noch einen Schritt weiter. Was veranlasst Menschen dazu, unwahre, falsche Bewertungen abzugeben? Ein falsches Verständnis von Freundschaft, die Angst, keine Geschenke mehr zu erhalten oder Geld? Was hat ein Autor davon, wenn Freunde super Bewertungen machen, bei denen offensichtlich ist, dass es eben nur ein Freundschaftsdienst ist? Was hat ein Prominenter von Werbung für etwas, das sich als nicht empfehlenswert herausstellt? Ein prominentes Beispiel ist Manfred Krug, der offen zugegeben hat Werbung für T-Aktie war größter Fehler. Was haben Verkäufer davon, selbst falsche Bewertungen zu schreiben, die zum Kauf verleiten, um dann von enttäuschten Kunden negative Bewertungen zu erhalten? Die Antwort ist einfach: Nichts! Im Gegenteil, der Ruf wird geschädigt und im Internet verbreiten sich Informationen sehr schnell.

 

Das bringt mich zu zwei weiteren wichtigen Punkten bei der Online-Reputation und Bewertungen: Authentizität und Ethik, sowohl auf der Seite der Verkäufer als auch der Käufer.

  1. Authentisch sein heißt für mich, Transparenz, Ehrlichkeit und Offenheit, das heißt, ich weiß genau, woran ich bin. Wenn das Unternehmen, das Produkt oder die Serviceleistung, der Kunde und die Bewertungen authentisch sind, ist das eine runde Sache. Dritte können einfach und schnell entscheiden, ob sie etwas kaufen wollen oder nicht. So bringt die Authentizität Vertrauens- und Glaubwürdigkeit. Wenn ich falsch/unehrlich bewerte, verliere ich beides und die Bewertung hat keinen Wert. Ich verliere u. U. meinen guten Ruf.
  2. Die Integrität ist ein weiterer wichtiger Punkt bei der Online-Reputation. Laut Wikipedia bedeutet Integrität Reinheit, sie ist ein Ziel der Informationssicherheit, eine Verhinderung unautorisierter Modifikation von Information und die Korrektheit von Daten und der korrekten Funktionsweise von Systemen.

Man kann unwahre/falsche Behauptungen und Bewertungen als unethisch bezeichnen, da sie nicht ehrlich sind und negative Konsequenzen haben können, weil sie z. B. dem Ruf eines Dritten schaden oder zum Kauf eines Produkts führen, das nicht den Erwartungen entspricht. Und wir schaden damit unserem Ruf.

 

Die Kommunikation ist nicht nur ein Grundbedürfnis sondern ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, bei dem es zwei Seiten gibt, den Sender und den Empfänger. Nicht immer kommt alles so an, wie es gesagt oder geschrieben und gemeint wurde. Auch für die Online-Reputation spielt die Kommunikation eine große Rolle. Es ist ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren, die ein Bild von uns ergeben. Die Art und Weise wie wir kommunizieren (z. B. sachlich oder emotional), welchen Kommunikationskanal wir wählen und die Erfahrungen des Gegenübers, die u. U. ungewollt negative Assoziationen auslösen, spielen eine Rolle, wie etwas ankommt und wie wir dadurch wahrgenommen werden. 

 

Fazit

Wir haben alle offline und online einen Ruf und können maßgeblich dazu beitragen, ob dieser positiv oder negativ ist. Aber wir haben auch einen Einfluss auf den Ruf von anderen, von Produkten und Unternehmen und deshalb eine Verantwortung und Sorgfaltspflicht gegenüber uns selbst und Dritten. Deshalb ist es wichtig, uns Gedanken zu machen, was wir wie und wo kommunizieren, um nicht unserem eigenen Ruf oder dem eines anderen zu schaden. Unsere Reputation online und offline bedarf der ständigen Pflege, da der Wiederaufbau eines ruinierten Rufs sehr viel mehr Arbeit und Zeit benötigt.

 

Wie pflegen Sie Ihre Online-Reputation?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Schreiben

Ideen und Inspiration für Blogartikel

Ideen und Inspiration für Blogartikel
Woher kommen die Ideen für meine Blogartikel?

Elke Schwan-Köhr vom Blog Federführend Media hat zu einer Blogparade Worüber soll ich nur schreiben? – Ideen finden für grandiose Blog-Artikel eingeladen. Eine Frage, die sich wohl jeder, der schreibt, schon mal gestellt hat. Ursprünglich bin ich durch das Bücher schreiben auf das Bloggen gekommen. Ich habe auch schon länger eine Blogpause geplant, aber irgendwie bin ich immer wieder inspiriert worden und habe doch wieder einen Artikel geschrieben. Und wodurch ich immer wieder Ideen für neue Blogartikel erhalte beschreibe ich nachfolgend.

 

Wie kommst du auf die Themen für deine Blogartikel? Wie findest du Ideen für neue Blogartikel?

 

Da gibt es mehrere Inspirationsquellen:

  • Blogparaden. Das ist mein 268. Artikel und meine 124. Teilnahme an einer Blogparade. Mit 8 Artikeln habe ich sogar an zwei verschiedenen Blogparaden teilgenommen, weil es ein ähnliches Thema war. D. h. rund die Hälfte meiner Artikel sind durch Blogparaden inspiriert. Interessante Blogparaden finde ich in den sozialen Netzwerken. Mittlerweile kommt es auch häufiger vor, dass ich per E-Mail zu einer Blogparade eingeladen werde, was mich immer sehr freut, da es oft Blogparaden sind, über die ich sonst nichts gewusst hätte.

  • Es gibt viele Worte, für die es verschiedene Definitionen und Interpretationen gibt. Gerade bei Blogparaden ist es immer wieder interessant, die unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu Begriffen wie Zuverlässigkeit, Ruhe, Rücksichtnahme, Nachhaltigkeit, Ritualen, Emotionen, Stolz, Dankbarkeit, Freiheit, Glück, Zuhören, Leichtigkeit und Kreativität zu lesen. Es ist sehr interessant, einen Begriff von verschiedenen Seiten zu betrachten und eigene Erfahrungen mit einfließen zu lassen.
  • Manchmal finde ich ein Thema spannend oder ich habe einen Follower, der sich zu einem speziellen Thema gut auskennt. Dann kommt mir die Idee, ein Interview zu machen.  Wenn ich zuerst das Thema habe, überlege ich, wer für die Antworten in Frage käme, dann mache ich eine Anfrage, ob derjenige bereit wäre, meine Fragen zu beantworten. Es macht sehr viel Spaß, sich auf diese Art mit einem Thema auseinander zu setzen. Denn vorab muss gut recherchiert werden für gute Fragen.

  • Da ich gerne Programme teste, erkläre und darüber schreibe, bin ich auch schon mehr als einmal auf die Idee gekommen, ein Tutorial zu schreiben. Wenn möglich, mache ich auch ein Erklärvideo dazu.
  • Wenn ich in den sozialen Netzwerken unterwegs bin, finde ich oft interessante Artikel, die ich mittlerweile immer als Google Lesezeichen speichere. Durch die verschiedenen Label (Kategorien) sind die Lesezeichen thematisch übersichtlich sortiert und ich habe für einen neuen Artikel zu einem bestimmten Thema ausreichend Material zum Einlesen und auch zum Verlinken.
  • Ich bin ein großer Fan von Zitaten, die ich auch gerne in meinen Artikeln verwende. Oft stoße ich beim Suchen nach einem passenden Zitat auf weitere, die mich auf neue Ideen bringen.
  • Generell bringen mich Dinge, die ich lese oder erlebe oft auf den Gedanken, darüber könnte ich mal schreiben. Solche Ideen werden notiert, manchmal wieder verworfen, manchmal in die Tat umgesetzt.
  • Ich erstelle die Grafiken für meine Blogartikel selbst bzw. verwende Fotos (meistens eigene), die ich bearbeite. Manchmal ist zuerst die Artikelidee da und beim Überlegen, was für ein Bild dazu passen könnte, fallen mir Aspekte ein, die ich im Artikel verwende. Oft fällt mir das Schreiben leichter, wenn das Bild zum Artikel bereits vorhanden ist. Manchmal mache ich auch Fotos, weil ich denke, könnte ich mal für einen Blogartikel brauchen, und oft inspiriert mich das Bild dann auch und wird verwendet.
  • Generell kommen mir die besten Ideen spontan, wenn ich nicht krampfhaft überlege, worüber ich schreiben könnte, sondern mit etwas ganz anderem beschäftigt bin.

Welches sind deine größten Hürden bei der Themenfindung?

Es gibt keine Hürden. Da ich mittlerweile Slow Blogging praktiziere, d. h. lieber weniger Artikel veröffentliche und dafür mehr fremde Artikel teile, mein Blog nur privat ist, gibt es keinen Druck, etwas schreiben zu müssen. Das ist die optimale Voraussetzung für einen freien Gedankenfluss und Inspiration.

 

Hast du einen Redaktionsplan? Und wenn ja, wie sieht der aus? Nutzt du dafür ein Tool und wenn ja, welches?

Mein Redaktionsplan ist eine Word-Datei, in der die verschiedenen Bereiche durch Überschriften unterteilt sind zwischen denen ich bequem springen kann. Dort sind alle Blogartikel chronologisch aufgeführt, Ideen werden notiert, und wenn ich noch kurzfristig bei einer Blogparade teilnehme, die Veröffentlichungsdaten geändert und die Artikel mit "copy and paste" verschoben. Ich habe mir auch schon OneNote und Trello angeschaut, aber so lange ich so sehr gut zurechtkomme, besteht für mich kein Grund zur Änderung eines laufenden funktionierenden Systems.

 

Wo findest du die meiste/beste Inspiration?

Der Löwenanteil sind Blogparaden wie bei der Beantwortung der ersten Frage erwähnt. In meinem ABC der Inspiration habe ich diese Frage so beantwortet "Wie man sieht besteht meine Inspiration hauptsächlich aus Büchern, Essen und Sport (BES)." D. h. das Lesen von Büchern, gutes Essen (vor allem Schokolade) und Sport bringen mich sonst noch auf die besten Ideen.

 

Was machst du, wenn du gar keine Ideen hast?

Ist bisher noch nicht vorgekommen, es gibt immer eine Idee in der "Schublade".  Aber manchmal dauert es, bis die Idee ausgereift und der Artikel geschrieben ist. Ich teile dann Artikel von Dritten und mache eine Schreibpause.

Meine Leseempfehlung bei Schreibblockaden ist die Auswertung der Blogparade gegen die Schreibblockade von Dr. Kerstin Hoffmann.

 

Abschlusstipp

Nie auf Biegen und Brechen einen Artikel schreiben, nur um etwas veröffentlichen zu können. Und nie über ein Thema, das einem überhaupt nicht liegt, schreiben. Man kann sich durch sorgfältige Recherchen in viele Themen einarbeiten, aber es sollten ein Interesse am Thema und nach Möglichkeit eigene Erfahrungswerte vorhanden sein. Wenn ich nicht mit Begeisterung und Leidenschaft schreiben kann, wird der Artikel auch nichts.

 

Und woher kommen Ihre Ideen und Inspiration?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Konflikten

Konflikte meistern

Meine Tipps für das Meistern von Konflikten
Wie kann man Konflikte meistern?

Christina Wenz  hat zu einer Blogparade Wie werde ich zum Konfliktmeister? eingeladen. Ein spannendes Thema, da jeder Mensch Konflikte hat oder hatte und es viele Menschen gibt, die beruflich z. B. als Mediator, Psychologe, Therapeut oder Coach versuchen, bei der Lösung von Konflikten zu helfen. Und nach der Blogparade Konflikte als Chance von Christina Wenz und dem Interview Konflikte und Mediation, das wir zusammen gemacht haben, setze ich mich gerne ein weiteres Mal mit dem Thema Konflikte auseinander.

 

Nachfolgend die Punkte, die ich zum Meistern oder Lösen von Konflikten wichtig finde:

 

Aufmerksamkeit

Das größte Geschenk, das man seinen Mitmenschen machen kann, ist Aufmerksamkeit, sich voll auf sein Gegenüber zu konzentrieren und auf ihn/sie einzugehen. Leider mangelt es heute oft an Aufmerksamkeit. Die Menschen laufen oder fahren von einem Ort zum anderen, unterhalten sich und schauen dabei auf ihr Smartphone. Wenn ich nicht erkenne, dass ein Konflikt besteht, weil ich unaufmerksam, mit den Gedanken woanders bin, kann ich auch nicht versuchen, ihn zu lösen. 

 

Zuhören

Wenn wir jemandem unsere volle Aufmerksamkeit schenken, hören wir auch richtig zu. Dieses Zitat "Unser größtes Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören, um zu verstehen, sondern um zu antworten." aus dem Artikel 7 Tipps, wie gutes Zuhören besser gelingt von Christina Wenz trifft es auf den Punkt. Wir müssen erst richtig zuhören, dann können wir verstehen und auch richtig antworten.

 

Einfühlungsvermögen

Bei jedem Konflikt gibt es 2 Seiten und unterschiedliche Emotionen. Was wir sagen und meinen und wie es ankommt, ist oft unterschiedlich. Jeder hat Erfahrungen gemacht, die in bestimmten Situationen negative Assoziationen hervorrufen, die das Gegenüber nicht nachvollziehen kann. Deshalb ist es wichtig, zu versuchen, sich in den anderen hinein zu versetzen. Ein indianisches Sprichwort sagt "Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bin."

 

Empathie

Empathie ist laut Wikipedia die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Wenn wir aufmerksam sind und zuhören, können wir anhand von Mimik, Gestik, Körpersprache und sonstigen Reaktionen und Äußerungen erkennen, wenn wir jemandem zu nahe getreten sind, ihn verletzt oder beleidigt haben. In den sozialen Netzwerken fällt der "optische Teil" weg und wir müssen aufmerksam lesen, auch zwischen den Zeilen, da es auch schriftlich Möglichkeiten gibt, Emotionen auszudrücken (z. B. mit Emojis).

 

Geduld

Leider lässt sich ein Konflikt nicht immer lösen, nur weil man ihn erkannt und offen zur Sprache gebracht hat. Oft erfordert es sehr viel Geduld, mehrere Gespräche und Kompromissbereitschaft, bis ein Konflikt gelöst werden kann. Manchmal kann er auch gar nicht gelöst werden, wenn nur eine Seite an einer Lösung interessiert ist.

 

Ehrlichkeit

Ein Konflikt kann nicht gelöst werden, wenn wir nicht ehrlich zu uns selbst und unserem Gegenüber sind. Beschönigen, leugnen, lügen, usw. helfen nicht weiter bei der Lösung. Der Konflikt ist nur kurzfristig und scheinbar gelöst, tritt aber beim nächsten Vorfall wieder auf. Laotse hat es treffend formuliert "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr."

 

Lächeln

Damit meine ich natürlich nicht, dass man sein Gegenüber auslacht oder sich lustig macht über ihn. Aber eine positive Grundeinstellung, den Konflikt lösen zu wollen und zu können, und ein Signal, dass man es gut meint mit dem anderen, kann die Situation schon entspannen. Dazu ein passendes Zitat von Werner Fink, Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller: "Lächeln ist die eleganteste Art, seinem Gegner die Zähne zu zeigen." Bitte nicht wörtlich nehmen.

 

Komfortzone

Manchmal muss man zur Lösung eines Konflikts auch seine Komfortzone verlassen. Denn ein Konfliktgespräch ist meist kein netter Kaffeeplausch, sondern kann auch ungemütlich werden, da man offen und ehrlich darüber sprechen sollte, was einen geärgert, verletzt, etc. hat. Ben Paul beschreibt in Wie dich deine Komfortzone ständig austrickst (und 7 einfache Methoden, die dir helfen) amüsant, wie man seine Komfortzone verlassen kann.

 

Schuldzuweisungen

Das Schlimmste, was man bei einem Konfliktgespräch tun kann, sind Schuldzuweisungen und Vorwürfe. Es bringt überhaupt nichts, die Schuldfrage klären zu wollen. Ganz im Gegenteil. Manche Menschen geben dem Gegenüber die komplette Schuld und machen sich deshalb überhaupt keine Gedanken, welchen Anteil sie selbst zur Entstehung des Konflikts hatten. So kann natürlich kein Konflikt gelöst werden, weil die andere Seite praktisch gegen eine Wand läuft.

 

Angst

Konflikte bzw. deren Lösung haben auch viel mit Angst zu tun. Die Angst, etwas oder jemanden zu verlieren, vor Änderungen, etwas zuzugeben. Angst kann deshalb auch lähmen, sich mit einem Konflikt auseinander zu setzen. Aber genau diese Überwindung ist notwendig, um einen Konflikt zu lösen. Zum Thema Angst und wie sie lähmen kann gefällt mir der Artikel Angst lähmt: Pro Infirmis macht mit kleinstem Budget das Unfassbare sichtbar sehr gut.

 

Resilienz

Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit ist laut Wikipedia die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Ein sehr wichtiger Punkt auch beim Meistern eines Konflikts, vor allem, wenn er nicht gelöst werden konnte, daraus zu lernen, sicher weiter zu entwickeln und nicht unterkriegen zu lassen.

 

Hilfe annehmen

Es gibt immer wieder Konflikte, die trotz aller Bemühungen nicht gelöst werden können. Da sollte man sich nicht scheuen, Hilfe von dritter Seite in Anspruch zu nehmen. Das kann jemand aus dem engeren Umfeld, ein Freund oder Bekannter sein, aber auch professionelle Hilfe wie z. B. ein Mediator.

 

Tabus

Bei Konflikten sollte es keine Tabuthemen geben. Wenn klar ist, dass die Ursache des Konflikts ein Thema ist, über das normalerweise nicht oder nur ungern gesprochen wird, sollte trotzdem darüber gesprochen werden, sonst ist eine Lösung unmöglich.

 

Burnout

Ein ganz spezieller Konflikt ist der Burnout. Fabienne Riener beschreibt im Blog Edition F in Ein Burnout beginnt anders, als die meisten denken sehr anschaulich die einzelnen Phasen eines Burnouts durch eine neue Situation:

  • Vorfreude (Energie, Hoffnung und Tatendrang).
  • Frühling (am Anfang ist alles in Ordnung, aber der Energieverbrauch wird unterschätzt).
  • Realitätscheck (nach dem ersten Low wird das High nicht mehr erreicht, Beginn des Konflikts zwischen eigenen Bedürfnissen und solchen von außen).
  • Verleugnung (kein Handeln bei aufkommendem Stress und Verbrauch der Energiereserven).
  • Rückzug (Fokus auf das Negative und Gleichgültigkeit).
  • Zusammenbruch (Höhepunkt der Sinn- und Identitätskrise).

Nur besteht der Konflikt hier in erster Linie mit sich selbst, muss aber erst gar nicht entstehen, wenn man auch sich selbst gegenüber aufmerksam ist, auf die Signale seines Körpers hört und entsprechend handelt.

 

Fazit

Es gibt viele Punkte, die für das Meistern eines Konflikts wichtig sind. Aber es gibt keine Garantie, dass ein Konflikt gelöst werden kann, wenn nicht alle Beteiligten das wirklich wollen. Der  US-amerikanische Schriftsteller Eldridge Cleaver bringt es auf den Punkt "Wenn Du nicht ein Teil der Lösung bist, dann bist Du ein Teil des Problems." Und mit dem Zitat von Siddhartha Gautama „Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“ möchte ich abschließen.

 

Und wie meistern Sie Konflikte?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zu Messengern

Messenger und Kommunikation

Messenger, Bots, die künstliche Intelligenz
Die Zukunft von und mit Messengern (Suche und Kommunikation)

Susanne Maier hat zu einer Blogparade Messenger & Co. – wie kommunizieren Unternehmen in Zukunft mit Kunden und Followern? #SoMeParade eingeladen. Ein spannendes Thema, da sich die Kommunikation in den letzten Jahren drastisch verändert hat und noch weiter verändern wird. Immer mehr verlagert sich ins Internet und die Technik macht rasante Fortschritte. Mittlerweile gibt es wahrscheinlich kaum noch jemanden, der komplett offline lebt und nicht in irgendeiner Form digital kommuniziert. Die Digitalisierung hat einige Änderungen und Verschiebungen von offline zu online mit sich gebracht wie z. B.:

  • Gespräche, die nicht mehr nur persönlich oder per Telefon oder Smartphone, sondern auch immer mehr digital über z. B. Skype, Google Hangout oder in den sozialen Netzwerken stattfinden.
  • Nachrichten, die nicht mehr nur per Brief, E-Mail oder SMS, sondern immer mehr in den sozialen Netzwerken oder über Messenger mitgeteilt werden.
  • Lernen, das heute bequem von zu Hause aus stattfinden kann durch Webinare, Online-Seminare und Fernstudien.
  • Arbeit, die von zu Hause mit Homeoffice erledigt werden kann mit digitaler mündlicher und schriftlicher Kommunikation mit den Kollegen und Online-Meetings.
  • Einkaufen, mit ein paar Klicks sind sogar Lebensmittel online bestellt und werden nach Hause geliefert.
  • Werbung, die nicht mehr nur im Fernsehen, Radio, auf Plakaten, etc. sondern auch sehr stark im Internet gemacht wird, z. B. über eine Website, einen Blog, Profile in sozialen Netzwerken oder durch bezahlte Anzeigen auf Google oder in sozialen Netzwerken. Die Anzeigen bei Retargeting begegnen uns auch häufig, wenn wir im Internet auf Websites oder in den sozialen Netzwerken unterwegs sind.
  • Kundenkontakt, der nicht mehr nur über Telefon oder E-Mail, sondern immer mehr über soziale Netzwerke und vor allem Messenger wie z. B. der Facebook Messenger oder WhatsApp stattfindet.

Die Menschen suchen, kommunizieren und informieren sich in den sozialen Netzwerken. Social Media ist ein fester Bestandteil in unserem Alltag geworden. Die sozialen Netzwerke versuchen, ihre Nutzer möglichst lang auf ihren Seiten zu halten mit Buy-Buttons und immer neuen Funktionen wie z. B. Videos oder Artikel zu veröffentlichen. Die Frage, die sich viele stellen, die eine Website, einen Online-Shop oder Blog haben, ist die, wie sie die Menschen dorthin lotsen. Die Kommunikation ist definitiv im Wandel. Blogger kennen das Problem, dass mehr in den sozialen Netzwerken kommentiert wird als im Blog. Hinzu kommt, dass viele soziale Netzwerke eine Nachrichten- oder Chat-Funktion anbieten. Und dann gibt es noch die verschiedenen Messenger-Apps wie WhatsApp und andere Alternativen über die täglich Milliarden von Kurznachrichten versendet werden.

Mittlerweile spricht man deshalb von "Dark Social", laut Wikipedia ein geheimes soziales Netzwerk, auch "Dark Traffic“ genannt (geheimer Datenverkehr), der den von nicht verfolgbaren, nicht messbaren Quellen ausgehenden Datenverkehr auf Webseiten bezeichnet (klassische E-Mails oder Instant Messenger). Und der Anteil an Nachrichten unter dem Radar wächst stetig. Mittlerweile sind künstliche Intelligenz oder digitale Assistenten ein großes Thema beim Online-Marketing und damit komme ich zu den Fragen von Susanne:

 

Wie verändert sich das Kommunikationsverhalten der Zielgruppen in Social Media und wie sollten Unternehmen darauf reagieren?

Den (potentiellen) Kunden muss es so einfach wie möglich gemacht werden, das Unternehmen zu kontaktieren. D. h. die Kontaktdaten und Kommunikationsmöglichkeiten (Adresse, E-Mail, Telefon, Profile in sozialen Netzwerken, Chat, Messenger usw.) müssen auf der Website einfach zu finden sein. Grundsätzlich würde ich jedem Unternehmen empfehlen, zu recherchieren, wo sich die Zielgruppe oder die Konkurrenz aufhält und genau dort präsent zu sein, d. h. Profile auf diesen sozialen Netzwerken anzulegen. Statt einer E-Mail oder einem Anruf mit meist langer Warteschleife werden es immer mehr Menschen vorziehen, in den sozialen Netzwerken oder über einen Messenger dem Unternehmen eine Nachricht zu schreiben.

 

Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen angesichts dieser Entwicklungen?

Egal über welchen Kanal eine Anfrage, Beschwerde oder Reklamation eingeht, der Kunde erwartet eine zeitnahe Antwort. Ungefähr die Hälfte der Kunden erwartet sogar eine Reaktion in ca. 1 Stunde. D. h. es muss intern für eine möglichst schnelle Beantwortung von eingehenden Nachrichten gesorgt werden. Es ist eine Herausforderung, einen reibungslosen Ablauf zu organisieren.

 

Welche Chancen und Risiken ergeben sich für die professionelle Kundenkommunikation?

Durch die technischen Möglichkeiten ist eine schnelle Kommunikation in beide Richtungen möglich, was definitiv ein Vorteil ist für einen guten Kundenkontakt und -service. Aber ich sehe (noch) ein Problem darin, diese Informationen, die im Dark Social über Messenger laufen, zu speichern, verarbeiten und auszuwerten. Fragen, die beantwortet werden, Absprachen, die getroffen werden, Probleme, die gelöst werden, sind Informationen, die oft für andere Abteilungen, das Unternehmen wichtig sind, um das Produkt oder den Service oder den Kundenservice zu verbessern. Stichwort "Big Data". Ich denke, dass ein riesiges Datenvolumen vorliegt, aber oft nicht richtig genutzt wird.

 

Welche Themen werden Social Media Helden in Zukunft beschäftigen?

Ich stelle in den sozialen Netzwerken eine große Bewegung fest mit ständigen Neuheiten wie z. B.:

  • Business Account bei Instagram.
  • Memories bei Snapchat.
  • Stories bei Snapchat und Instagram.
  • Moments bei Twitter für Storytelling.

Mit neuen interessanten Funktionen versuchen die sozialen Netzwerke, ihre Nutzer dort zu halten und neue zu gewinnen. Storytelling ist derzeit ein großes Thema. Die große Frage ist, wie das Produkt oder Unternehmen in eine interessante Geschichte verpackt werden kann, die informiert, unterhält und auch für Verkäufe sorgt. Meiner Meinung nach werden Videos verstärkt im Online-Marketing genutzt werden. Ein Social Media Manager oder Held ist viel in den sozialen Netzwerken unterwegs, informiert sich laufend, agiert und interagiert. Flexibilität, Fingerspitzengefühl, Kreativität, Wissbegierde und Neugier sind gefragt bei der Auseinandersetzung mit Themen wie z. B.:

  • Mobile Commerce, da immer mehr mobil gesucht und eingekauft wird,
  • Chat-Funktion im Online-Shop, um dem Kunden schnell Fragen zu beantworten,
  • Personalisierung, damit der Kunde genau das Angebot erhält, was er möchte,
  • Datenschutz, um die bestehenden Vorschriften einzuhalten,
  • Augmented Reality, um Käufern visuell eine bessere Vorstellung des Produkts zu geben,
  • Programmatic Advertising, um den Nutzern individualisierte Werbung anzuzeigen,
  • digitale Plattformen, um einfach Preis und Leistung von Produkten oder Serviceleistungen zu vergleichen.

Welches sind die Kanäle und Plattformen, die Unternehmen künftig für ihre Kommunikation nutzen sollten?

Wie bereits erwähnt ist eine Recherche notwendig, wo sich die Zielgruppe und die Konkurrenz aufhalten. Das kann je nach Branche sehr unterschiedlich sein. Vor allem kann sich das sehr schnell ändern und wird es auch durch die technischen Weiterentwicklungen. Deshalb muss nach der Recherche und Umsetzung auch ein Monitoring, eine Auswertung und ggf. eine Anpassung und Neuausrichtung der Strategie stattfinden. Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat sind momentan angesagt. Ich denke, dass die o. e. digitalen Plattformen und der Einsatz von Messengern für die Kommunikation weiter zunehmen werden.

 

Welche Arten von Content benötigen wir künftig?

Content muss den (potentiellen) Kunden sachlich informieren, eine Hilfe sein oder die Lösung eines Problems beschreiben. Das passende Content-Format hängt vom Produkt bzw. der Serviceleistung ab. Da kann man sich von der Content-Formate-Reihe von textbest inspirieren lassen.

 

Welche Prozesse und Ressourcen müssen auf Unternehmens- und Agenturseite vorhanden sein, um Anfragen schnell und professionell zu beantworten?

Zuerst muss geklärt werden, über welchen Kanal die Anfragen kommen (Telefon, Kontaktformular, E-Mail, soziale Netzwerke, Messenger, etc.). Für eine einfache Bearbeitung wäre ein Kanal praktisch, ist aber meist nicht möglich. Im nächsten Schritt muss geklärt werden, wer die Anfragen beantwortet. Idealerweise ist genügend Personal vorhanden, um alle Anfragen zeitnah zu beantworten, einen Zwischenbescheid zu geben oder für Abklärungen Kontakt aufzunehmen. Vorlagen für Angebote sollten vorhanden sein, die individuell auf die Anfrage angepasst werden können und müssen.

 

Welche Best Practice-Beispiele und Learnings aus der Praxis gibt es?

Caroline Langer hat in ihrem Artikel Messenger for Business: 5 Tipps für den Einsatz im E-Commerce gut beschrieben, wie Messenger in der Kommunikation im E-Commerce eingesetzt werden können:

  1. Das Potential des Messengers für das Unternehmen identifizieren.
  2. Den Messenger für Kundenservice-Anfragen anbieten.
  3. Den Messenger für transaktionsbasierte Kommunikation nutzen (Informationen und Updates per E-Mail oder Messenger?).
  4. Den Messenger mit intelligentem Targeting einsetzen (z. B. Einladung zum Chat per Messenger).
  5. Kundenkommunikation bündeln (Kontaktkanäle und Kundenanfragen auf einer Plattform).

Ein Beispiel aus der Praxis ist die Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines, die auf ihrer Website den Besucher einfach fragt "Sie brauchen Hilfe? Einfach fragen!!"und auf die Facebook-Seite verweist. Dort wird zeitnah auf Fragen betreffend verlorenem Gepäck, Turbulenzen während des Flugs, Ticketpreisen, etc. geantwortet hat. Der Kundenservice, der hier gezeigt wird, hat auf mich einen guten Eindruck gemacht.

 

Inwiefern kann Software dabei helfen, die Social Media Kommunikation in Zukunft zu verbessern und zu professionalisieren, und was müssen solche Tools können?

Folgende Tools können die Arbeit und die Kommunikation erleichtern:

Tools können die Arbeit erleichtern, aber man darf nie vergessen, dass ein Kunde ein Mensch ist, der mit einem anderen Menschen des Unternehmens kommunizieren möchte und nicht mit einem Roboter. Deshalb ist es wichtig, nur einfache Transaktionen wie z. B. eine Eingangsbestätigung für eine Anfrage oder Bestellung zu automatisieren, aber jede Anfrage zu personalisieren und individuell zu beantworten. Die Technik kann einen Menschen (noch?) nicht zu 100 % ersetzen, aber es wird fleißig daran gearbeitet, dass Bots immer bessere Antworten geben und auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz dazulernen.

 

Fazit

Ich denke, die Kommunikation über Messenger wird noch weiter zunehmen und es wird immer mehr Bots geben. Die Einsatzbereiche sind groß z. B. Entertainment-Bots, kommerzielle Bots, News-Bots und Kundenservice-Bots. Beim Kundenservice können Messenger und Bots sinnvoll eingesetzt werden, für eine schnelle und einfache Kommunikation und um Fragen zu beantworten.

 

Wie ist Ihre Meinung zur Kommunikation mit Messengern?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Monitoring

Monitoring mit Mentionlytics

Monitoring Tool für Web und Social Mentions
Mit Mentionlytics Web und Social Mentions überwachen

Wer heute im Internet unterwegs ist, macht sich in der Regel Gedanken über Branding, Markenbildung und seine Online-Reputation. Nach sich selbst zu googeln ist sowieso etwas, das ich jedem empfehle, um seine Suchergebnisse zu überprüfen. Aktives Netzwerken hilft, um entweder selbst zu entdecken oder darüber informiert zu werden, wie über die Person oder das Unternehmen gesprochen bzw. geschrieben wird. Aber es gibt auch Tools für das Monitoring und die Überwachung von Mentions (Erwähnungen) in den sozialen Netzwerken und im Web. Für meinen Artikel Growth Hacking – Tipps und Tools für Wachstum mit (möglichst) geringen Mitteln habe ich die 7-tägige kostenlose Testphase von Mentionlytics genutzt, eine Kampagne für Zielbar eingerichtet und das Monitoring Tool in meinem Artikel erwähnt. Nach Veröffentlichung des Artikels hat Mentionlytics sich für die Erwähnung bedankt und mich gefragt, ob ich einen Artikel über das Tool schreiben würde und mir im Gegenzug eine Verlängerung der kostenlosen Testphase angeboten. Da ich sehr gerne Programme teste und erkläre, habe ich zugesagt und das ist das Ergebnis. Nachfolgend nun eine Beschreibung von Mentionlytics für Web und Social Media Monitoring mit Erklärvideo zum Schluss.

Vorab ein paar Bilder aus dem Tool:

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Claudias praktischer Ratgeber zu Kommunkation und Social Media

Social Media – Die Kommunikation im Wandel

Die Kommunikation verlagert sich immer mehr ins Internet
Die Kommunikation und die Rolle von Social Media

Social Media und die sozialen Netzwerke sind aus unserem Alltag nicht mehr fortzudenken, um miteinander zu kommunizieren. Mit Trommeln in Afrika hat mal alles angefangen. Die Ägypter hatten bereits einen Kurierdienst. Das Postsystem stammt ursprünglich aus Persien. China kommunizierte mit Rauchzeichen über die Mauer. Über Zeitungen auf Tafeln und Brieftauben ging es zur Telegrafie und zum Mobiltelefon weiter zur E-Mail und SMS bis zu Facebook, Twitter und vielen weiteren sozialen Netzwerken. Hier ist eine deutsche Infografik mit der Geschichte der Kommunikation. Es gibt regelmäßig neue soziale Netzwerke, andere sind nicht mehr aktiv, Nutzer verlagern ihre Aktivitäten oder setzen den Fokus neu, je nachdem wo sie mehr Erfolg haben. Das Buch How to Create A Social Media Strategy von CoSchedule  hat mich inspiriert über die gängigen sozialen Netzwerke zu schreiben. Grundsätzlich empfehle ich jedem, regelmäßig nach sich selbst, seinem Unternehmen, seiner Konkurrenz zu googeln, um herauszufinden, wie die eigenen Suchergebnisse sind und wo sich die Konkurrenz und die Zielgruppe aufhalten. Nachfolgend diverse Punkte, um eine erfolgreiche Social-Media-Strategy zu erstellen.

 

Die Auswahl des passenden sozialen Netzwerks

In diesem Artikel von Hubspot gibt es 6 Tipps für die Auswahl des passenden sozialen Netzwerks:

  1. Seine Kunden befragen.
  2. Wenn die Kunden nicht befragt werden können, eine anonyme Umfrage durchführen mit z. B. mit SurveyMonkey oder Google Forms. Google+ und Twitter bieten übrigens auch eine einfache Möglichkeit, Abstimmungen oder Umfragen durchzuführen.
  3. Wer einen Blog hat, schaut sich an, auf welchen sozialen Netzwerken es die meisten Shares gibt.
  4. Mit einem Tool wie z. B. BuzzSumo herausfinden, auf welchen sozialen Netzwerken die Artikel der Konkurrenz geteilt werden.
  5. Ebenfalls mit BuzzSumo nach Keywords suchen, um zu sehen, auf welchen sozialen Netzwerken Artikel darüber geteilt werden.
  6. Mit einem Tool wie z. B. Socialbakers prüfen, welche Branche auf welchen sozialen Netzwerken aktiv ist.

Die nachfolgenden 2 Punkte sind mit freundlicher Genehmigung inhaltlich aus dem o. g. Buch von CoSchedule entnommen.

 

Was es beim Schreiben für unterschiedliche soziale Netzwerke zu beachten gibt

Jedes soziale Netzwerk hat seine Besonderheiten und deshalb sollte der Inhalt immer an das jeweilige Netzwerk angepasst werden:

 

Twitter

  • Kurz und einfach formulieren.
  • Auf den Punkt kommen und die Aufmerksamkeit erregen.
  • Link zum Artikel für mehr Informationen.
  • Hashtags verwenden (nicht mehr als 2) für weiterführende Infos zum selben Thema.

Facebook

  • Eine persönliche Note geben, die Menschen wollen sehen, dass ein richtiger Mensch dahinter steckt, und sich als Teil einer Gruppe fühlen.
  • Eine Geschichte erzählen.
  • Fragen stellen und Antworten erhalten.
  • Videos laufen besser als Bilder.
  • Einen Link ergänzen mit einem Bild, das Emotionen hervorruft.

Pinterest

  • Ein Netzwerk, um Stress abzubauen mit einfachem und elegantem Design.
  • Interaktionen durch das Entdecken neuer Pinnwände, Pinnen und Repinnen.
  • Qualitativ hochwertige Bilder veröffentlichen.
  • Kreativ sein.
  • Daran denken, dass die Mehrheit auf Pinterest Frauen sind.

Anmerkung von mir

Ich entdecke immer mehr Firmen, die auf Pinterest aktiv sind, um dort Bilder aus ihrem Online-Shop zu veröffentlichen oder ihre Produkte oder Dienstleistungen vorzustellen. 

Außerdem gibt es sehr viele Agenturen im Bereich Online-Marketing, die Pinnwände zu Social Media, LinkedIn, Twitter, Facebook, Google+ und anderen sozialen Netzwerken, Content-Marketing, Digital-Marketing, Influencer-Marketing, Mobile-Marketing, Infografiken oder SEO, usw. haben. Meine Pinnwand Infografiken hat ca. dreimal so viele Follower wie die anderen Pinnwände. Da man mit Klick auf das Bild zum Artikel gelangt, der die Infografik enthält, ist das eine zusätzliche Trafficquelle.

 

LinkedIn

  • Ein berufliches Netzwerk, um Jobs zu finden, zu lernen oder Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.
  • Engagement ist hier das Schlüsselwort, Fragen stellen, Diskussionen starten oder daran teilnehmen.
  • Zeigen über welches Thema man sich auskennt.

Google+

  • Einfache Vernetzungsmöglichkeit mit Menschen, die dieselben Interessen teilen.
  • Gespräche führen wie auf Facebook, Bilder teilen wie auf Instagram, sich mit Menschen, die dieselben Interessen teilen, vernetzen wie auf LinkedIn, Video Chat wie Skype.
  • Seine Niche hervorheben.
  • Hashtags wie auf Twitter benutzen.

Anmerkung von mir

Die Tatsache, dass ein am 05.06.16 in den USA veröffentlichtes Buch Google+ mit aufführt, während es in Deutschland immer mal wieder Posts gibt, wo sich jemand auf Google+ verabschiedet, wie z. B. Trajan Tosev, war ein guter Grund, nach aktuellen Nutzerzahlen zu suchen. Hier gibt es eine Infografik mit Nutzerzahlen verschiedener sozialer Netzwerke in 2016. Das Projekt von Zielbar hat übrigens seinen Ursprung auf Google+ und ist dort gewachsen.

 

Zusammenfassung

Jeder Inhalt sollte an das jeweilige soziale Netzwerk angepasst und entsprechend kuratiert werden. Es ist klar, dass der geteilte Inhalt je nach Netzwerk unterschiedliche Ergebnisse hat. Die eigenen Artikel werden in der Regel auf allen Kanälen geteilt, um sie zu promoten, aber beim Teilen fremder Beiträge macht es Sinn, jeweils das passende soziale Netzwerk auszusuchen.

Hier gibt es noch eine deutsche Infografik zum perfekten Post im Social Media Web.

 

Die besten Zeiten zum Veröffentlichen

Nachfolgend die besten Zeiten für die Veröffentlichung laut CoSchedule und Tools zum Messen der Ergebnisse für entsprechende Anpassungen.

 

Facebook

  • Samstag und Sonntag zwischen 12.00 und 13.00.
  • Mittwoch um 15.00.
  • Donnerstag und Freitag zwischen 13.00 und 16.00.
  • Nutzung mobil und am Desktop, bei der Arbeit und zu Hause.
  • Die Ergebnisse sind am Montag, Dienstag und Mittwoch schlechter als am Freitag. Der Grund lässt sich leicht erahnen, freitags sind die Menschen in Wochenendlaune.
  • Laut Neil Patel gibt es um 13.00 mehr Shares und um 15.00 mehr Klicks.

Analyse-Tools

Twitter

  • Montag bis Freitag: 12.00 – 15.00 und 17.00.
  • Mittwoch: 17.00 – 18.00.
  • In der Regel bessere Ergebnisse werktags als am Wochenende, abhängig von der Branche.
  • Wird oft auf dem Weg zu oder von der Arbeit genutzt oder in Pausen.

Analyse-Tools

LinkedIn

  • Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 7.30 – 8.30, 12.00 und 17.00 – 18.00.
  • Dienstag 10.00 – 11.00. Ein besonders guter Tag laut Quick Sprout.
  • Montag ist ein schlechter Tag, weil es der erste Arbeitstag in der Woche ist.
  • Nutzung in der Regel während der Arbeitszeit.

Google+

  • Werktags 9.00 – 11.00.
  • Mittwoch um 9.00 ist ein besonders guter Tag.
  • Schlechte Zeiten sind frühmorgens und abends.
  • Nutzer hauptsächlich technisch orientiert und morgens am Aktivsten.

Analyse-Tool: Google Analytics

 

Instagram

  • Montag und Donnerstag jede Zeit außer 15.00 – 16.00.
  • Videos jeden Tag 21.00 – 8.00.
  • Mit 14.00, 17.00 und Mittwoch 19.00 experimentieren.
  • Die meisten Nutzer sind mobil und deshalb jederzeit online.

Zusammenfassung

Es hängt sehr stark von der Branche und der Zielgruppe ab, wann die beste Zeit ist.

Deshalb unterschiedliche Inhalte an verschiedenen Wochentagen und zu verschiedenen Zeiten veröffentlichen, analysieren und sehen, wann es mehr Shares, Klicks, Likes, etc. gibt und entsprechend die Veröffentlichungszeiten anpassen.

Hier gibt es noch eine deutsche Infografik mit den besten Zeiten fürs Posten auf Social Media.

 

Einblicke zur Nutzung der sozialen Netzwerke

Trajan Tosev, Thomas Schuster von top design werbeagentur, Carsten Weißmann von textbest Textagentur und Ben Harmanus von Unbounce haben sich bereiterklärt, ein paar Fragen zu ihren Aktivitäten und Erfahrungen in den sozialen Netzwerken zu beantworten. Die folgenden Fragen wurden gestellt:

  1. Auf welchen sozialen Netzwerken bist Du aktiv?
  2. Welche Inhalte veröffentlichst Du, dieselben oder unterschiedliche je nach Netzwerk?
  3. Wann postest Du und welche Empfehlungen kannst Du geben zu den besten Wochentagen und der besten Zeit dafür?
  4. Welche Erfahrungen hast Du in Bezug auf Gefällt-Mir-Angaben, Teilen und Kommentieren gemacht und welche Tipps kannst Du geben?
  5. Wie siehst Du die Zukunft der sozialen Netzwerke, welche werden eine Rolle spielen?

Die Antworten von Trajan

  1. Profile habe ich fast überall, doch richtig aktiv bin ich momentan bei Instagram, Snapchat und Facebook (in dieser Reihenfolge).
  2. Meistens sind es tatsächlich unterschiedliche Inhalte. Bei Instagram bin ich beispielsweise sowohl privat, als auch beruflich aktiv, mit zwei unterschiedlichen Accounts. Bei Snapchat kann man sowieso keine „vorproduzierten“ Inhalte veröffentlichen - insofern muss der Inhalt originell sein. Und bei Facebook ist es immer unterschiedlich, teilweise poste ich dort tatsächlich Bilder, die ich für Instagram gemacht habe, aber ich teile auch gerne lesenswerte Artikel aus meiner Branche (Online-Marketing).
    Was die Inhalte angeht, gehöre ich eher zu den Menschen, die an den Mehrwert denken. Mein Thema ist Online-Marketing und darum geht es - mehr oder weniger - auf allen meinen Profilen. Mir folgen mittlerweile so viele Menschen und Unternehmen in diversen Social Networks, dass ich einfach ein schlechtes Gewissen habe, mein Mittagessen zu posten. Ich empfinde es außerdem selbst als Zeitverschwendung, wenn ich mir solche Postings von anderen Leuten anschaue (die ich teilweise gar nicht persönlich kenne). Deshalb gehe ich mit meinem "alltäglichen Kram" eher sparsam um. Ich lasse dennoch hin und wieder einige persönliche Einblicke zu. Auf die richtige Mischung kommt es an, und das muss jeder Mensch und jedes Unternehmen für sich herausfinden.
  3. Auf meiner beruflichen Instagram-Seite (@ig4business.de) poste ich täglich, bei Snapchat kommt ungefähr alle zwei Tage ein Marketing-Thema vor. Für Facebook habe ich keinen festen Zeitplan. Klare Empfehlungen hinsichtlich der besten Wochentage und Zeiten kann ich leider nicht geben, denn jede Zielgruppe tickt anders. Zum Glück gibt es jede Menge Tools, die uns Online-Marketern helfen können, die optimalen Zeiten für unsere Postings zu finden.
    Viel wichtiger ist, meiner Meinung nach, die Regelmäßigkeit. Wer nur sporadisch von sich hören lässt, kann keine aktive Community aufbauen.
  4. Es ist natürlich eine schöne Bestätigung für den Absender, wenn die Community auf den Beitrag reagiert. Die Interaktionen sind im Grunde genommen das Herzstück von Social Media. Doch von nichts kommt nichts. Relevante Inhalte veröffentlichen, aber auch selbst liken, kommentieren und teilen gehören einfach zum langfristigen Erfolg in Social Media dazu. Außerdem setzen die meisten Social Networks Algorithmen ein, die im Großen und Ganzen Beiträge bevorzugen, die eine hohe Interaktionsrate haben. Mein Tipp deshalb: Immer versuchen, eine Diskussion anzuregen. Manchmal bin ich selbst erstaunt, wie mitteilungsbedürftig wir Menschen sind, wie dieses Beispiel zeigt.
  5. Die sozialen Netzwerke werden uns in der einen oder anderen Form noch lange begleiten. Es ist ein menschliches Bedürfnis, sich auszutauschen und Feedback von seinem Umfeld zu bekommen und Social Media bietet das perfekte Umfeld dafür. Ob das in Zukunft Facebook, Instagram, Snapchat oder etwas ganz Neues sein wird, ist schwer abzusehen. Viel spannender finde ich die neuen technischen Möglichkeiten, die uns heute und in der Zukunft zur Verfügung stehen. Live-Streaming, wie wir es aktuell von Snapchat, Periscope und neuerdings Facebook Live kennen, ist dabei erst der Anfang. Mark Zuckerberg sagte, wir werden uns in der Zukunft in virtuellen Räumen treffen und ich finde diese Vorhersage gar nicht so gewagt. Die ersten 360-Grad Kameras und Virtual Reality-Brillen sind schon im Handel und Facebook experimentiert bereits mit solchen Inhalten. Ich glaube, eine ganz neue Generation Social Media kommt auf uns zu.

Die Antworten von Thomas

  1. Twitter, Facebook, Google+, Instagram, Pinterest, LinkedIn, XING, Flipboard, Vine, SlideShare und Whatsapp.
  2. Auf Twitter, Facebook, Google+ und Linkedin fast immer dieselben Inhalte. Pinterest und Instagram ist eine separate Welt für uns/mich.
  3. Instagram am besten ab 17.00 Uhr, Twitter, Facebook und Google+ meist am späten Vormittag.
  4. Es wird eher zögerlich geteilt und gelikt. Ich selbst teile gerne und viel. Was gut ist, wird von mir auch gerne gelikt. Empfehlung: Man muss sich auch persönliche Kontakte aufbauen, dann wird es mit dem Teilen auch besser. Wer anonym unterwegs ist und selbst nicht teilt, ist außen vor.
  5. Social Media wird uns in gesunder Dosierung als Kommunikationsbaustein im Marketing erhalten bleiben. Es ist meine Überzeugung, dass es aber Branchen gibt, die dort wirklich kaum bis überhaupt nicht funktionieren.  Bloggen hilft nach meiner Erfahrung allen Branchen, die Website zu puschen. Scheitert aber oft an den Ressourcen  (wie bei mir selbst auch manchmal).   Twitter halte ich für B2B sehr geeignet. Aber leider verstehen viele Menschen Twitter nicht. Habe fast ein wenig Sorge um den Zwitscherdienst. Facebook ist für Consumer-Anbieter ein wichtiges Element. Google+ braucht eigentlich kein Mensch. Snapchat halten wir für KMU untauglich, Vine ist auch nur ein Spielzeug, der Aufwand ist für so kurzlebigen Content zu groß. Pinterest ist stark unterschätzt, weil ein supergeiles Medium - aber da ist die Zeit in Deutschland noch nicht reif. Instagram ist auch prima, aber der Evergreen-Content von Pinterest plus die Links auf die Quelle ist ein wunderbarer Chancenpool. Vielleicht müssten die Betreiber von Pinterest in Deutschland mehr tun.

Die Antworten von Carsten

  1. Beruflich: Auf Twitter und Google Plus sehr bemüht, die Netzwerke zu verstehen. Auf LinkedIn und XING weil es dazu gehört, aber weniger strategisch. Privat: Snapchat, Facebook.
  2. Was unsere Inhalte betrifft, sind es immer dieselben Inhalte, an das jeweilige Netzwerk angepasst. Vor allem Facebook, Twitter und Google Plus. Ich bin gerade dran, das Content-Controlling von unseren und meinen Social Media Inhalten zu präzisieren, damit wir Tests laufen lassen können, um gezieltere Inhalte ausspielen zu können.
  3. Also für branchenspezifische Inhalte haben sich bei uns Dienstag und Donnerstag zwischen 10.00 – 12.00 Uhr für die Erstveröffentlichung als beste Tage und Zeitpunkte gezeigt. Um das rauszufinden haben wir ein wenig probiert und dann über Google Analytics ausgewertet. Für geteilte Links oder persönliche Inhalte hat sich kein besonderer Tag und keine bestimmte Uhrzeit gezeigt.
  4. Mein 2 Tipps wären:
    - Investiere Zeit in hochwertige Inhalte. Der Anreiz im Netzwerk etwas zu liken, zu kommentieren oder zu teilen wird dadurch deutlich erhöht.
    - Pflege deine Kontakte. Ein dynamisches Social Media Umfeld bringt Reichweite und regen Austausch. Es liefert auch Inspiration. Das Liken, Kommentieren und Teilen von "Fremdinhalten" sollte jedoch nicht spammig sein, sondern wirklich aus dem Interesse entstehen, aktiv und leidenschaftlich in Sachen Social Media dabei zu sein.
  5. Es gibt ja das Buzzword "Social Business". Die Entwicklung geht hin zu komplexen Kundenbeziehungen, bei denen die Website und die Social Media-Kanäle zu einem wesentlichen, ganz zentralen Aspekt der Unternehmensstrategie werden. Und ich denke, da ist etwas dran. Ich denke, dass das Potenzial für Unternehmen - vor allem ohne Millionenbudgets - noch lange nicht erreicht ist. Auch mit Blick auf meinen Background im Content-Marketing bin ich überzeugt, dass der Erfolg vieler Unternehmen immer enger an die Social Media-Präsenzen gekoppelt werden wird.

Die Antworten von Ben

  1. Mein bevorzugtes berufliches Netzwerk ist Twitter. Es ist eine schöne Möglichkeit, sich mit B2B-Kontakten zu verknüpfen, Partnerschaften anzustoßen und sogar neue Freunde zu finden. Weitere intensiv genutzte Netzwerke sind LinkedIn, XING und Facebook. Instagram ist bei mir in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen - und in Snapchat will ich zukünftig mehr reinschauen. Google+ befindet sich bei mir in einer Abschuss-Phase, wahrscheinlich werde ich es bald nicht mehr in meine wöchentliche Routine einbinden. Schade, in den Gruppen war mal richtig was los.
  2. Auf Twitter haue ich wirklich alles raus. Eigene Blog Posts, Gastartikel, spannende Inhalte, die ich kuratiere, Eindrücke von Events - da gibt es keine Grenzen. Auf LinkedIn, XING und Facebook gehe ich selektiver vor, um mein Netzwerk nicht zu nerven. Hier teile ich in der Regel meistens Posts aus dem Unbounce Blog oder Gastartikel, die ich verfasst habe. Natürlich weise ich auch darauf hin, wenn ich auf einem Event anzutreffen bin, egal, ob als Speaker oder Besucher. 
  3. Neue Artikel haue ich gerne am Montag raus. Dann kann der Post eine ganze Arbeitswoche über Social Media Feuer fangen und seine Dynamik entwickeln. Kurz vor dem Wochenende sind neue Posts nicht so vorteilhaft, weil man dann auch selbst nicht so aktiv reingehen kann, wenn es ums Sharen oder Kommentieren geht. Das ist aber natürlich auch eine Frage der Strategie und Kapazitäten. Manchmal lohnt es sich eben auch, wenn man dann postet, wenn wenig Konkurrenz postet. Daher hat man eine geringere Audience, aber diese muss die Aufmerksamkeit mit weniger anderen Angeboten teilen. Deswegen tweete ich ab 7 Uhr morgens bis Mitternacht. Wenn man ein internationales Netzwerk hat, kann man auch 24 Stunden am Tag tweeten.
  4. Es ist auf jeden Fall so, dass unsere Promos für E-Books und Webinare geringere Interaktions-Raten haben als Tweets zu Blog Posts. Nützliche Artikel kommen weniger aufdringlich rüber als "Events", obwohl wir mit diesen einen großen Mehrwert bieten. Auf Twitter kommen Videos gut an, vor allem von Events. Videos werden immer noch wenig eingesetzt und sind deswegen sofort ein Highlight. Zu Gefällt-Mir-Angaben muss ich sagen, dass sie mich nicht interessieren. Das sind schöne Vanity Metrics für B2C-Unternehmen, so eine Art Social Proof, dass ein Brand etwas Cooles gepostet hat. Mich interessieren Klicks und Shares (die wiederum Klicks bringen). Ich nutze soziale Netzwerke, damit sie auf meinen Blog und letztendlich Interaktionen in Form von Blog-Kommentaren oder eine Anmeldung zum Newsletter einzahlen. Was bringt Klicks? Ich würde sagen, dass es Content sein muss, der herausragt. Daher müssen auch manchmal polarisierende Headlines her wie die zu meinem Artikel im Zielbar-Blog Homepage adé: Wieso Landing Pages besser verkaufen. Sogar Karl Kratz hat sich eingemischt, da er den Begriff Landing Page als schwammig empfand - was natürlich eine Absicht meinerseits war und im Artikel eindeutiger herausgearbeitet wurde.
  5. Der Kampf zwischen XING und LinkedIn bleibt spannend. Ich sehe da kein Netzwerk wirklich vorne und nutze beide gerne. Mir gefallen die Diskussionen, die inzwischen auf beiden Plattformen stattfinden - starker Content! Facebook wird zunehmend als Business-Netzwerk wichtig. Kein Wunder, wer möchte schon mit Mama, Papa und Oma in einem Netzwerk sein. Daher wird hier der Altersschnitt weiter steigen. Zuwächse bei jungen Leuten sind sicherlich nur in Ländern möglich, die Facebook noch erobern muss. Daher müssen Brands Instagram, WhatsApp, Snapchat stärker evaluieren und für den Dialog mit der Zielgruppe einsetzen. Wir haben Snapchat mit Erfolg während unserer CTA Conference im Juni eingesetzt. Snapchat sei also nur etwas für Teenager ist eine Aussage, die man in Deutschland öfter hört - aber wir pennen hier eben lange, bis wir merken, dass sich da gerade etwas Großes auftut.
    Wenn ein Unternehmen große Kapazitäten hat, dann empfehle ich, dass neue soziale Netzwerke zu Beginn auf den möglichen Dialog mit Kunden gescannt werden. Klar, da kann man auch mal scheitern, aber der Erste zu sein, der etwas für sich nutzt, kann eben auch zu einer hippen Positionierung führen - ein Wettbewerbsvorteil!

Ich bedanke mich für die interessanten Einblicke. Abschließend möchte ich noch auf eine heikle Frage betreffend Inhalte, die veröffentlicht werden, eingehen.

 

Was ist angemessener und unangemessener Inhalt?

Kürzlich bin ich auf LinkedIn auf einen interessanten Artikel gestoßen, in dem es darum ging, was auf LinkedIn angemessener Inhalt ist und was nicht. 

Stein des Anstoßes war ein Post von Candice Galex, Inhaberin von Bikini Luxe, einem Online-Shop für Luxus-Bademode, Kleidung und Accessoires, mit einem Bild eines Models im Bikini und der Frage „Ist das angemessen für LinkedIn?“, woraufhin es nicht nur positive, sondern auch negative Kommentare hagelte. Auf der einen Seite gab es Empörung und die Meinung, dass dieser Inhalt auf Facebook oder Instagram gehört und für LinkedIn unpassend ist, auf der anderen Seite erhielt Candice Komplimente für ihre Marketing-Strategie. Denn eines war unbestreitbar, sie erhielt mit diesem Post sehr viel Aufmerksamkeit.

LinkedIn ist ein professionelles Netzwerk für Menschen, die beruflich weiterkommen wollen, und für Unternehmen, die sich präsentieren wollen, aber es gibt Branchen wie z. B. wie Bademode, Dessous, Bestattungsinstitute, die kontroverse Gefühle hervorrufen und polarisieren. In letzter Zeit gibt es auch vermehrt Posts auf LinkedIn über Krankheit und Tod. Dass Emotionen im Verkauf eine große Rolle spielen ist hinlänglich bekannt. Aber auch in den sozialen Netzwerken tun sie das.

Im Buch von CoSchedule gibt es auch ein Kapitel, wie man emotional mit Social Media seine Zielgruppe erreicht. Die meisten Entscheidungen werden emotional getroffen. Mit positiven Emotionen wie Glück, Hoffnung oder Heiterkeit werden in der Regel bessere Ergebnisse erzielt als mit negativen Emotionen wie Wut, Empathie oder Traurigkeit. Kunden, die ihrer Marke auf den sozialen Netzwerken folgen, sind mehr mit diesen verbunden als solche, die Social Media nicht nutzen. Aber wie das Beispiel von Candice Galex zeigt, ist es eine Gratwanderung, Emotionen und Gedanken direkt herauszufordern und kann auch negative Publicity bringen.

 

Fazit

Fest steht, dass sich die Kommunikation immer mehr ins Internet verlagern wird. Nicht nur die Kommunikation selbst, sondern auch die sozialen Netzwerke sind einem stetigen Wandel unterworfen. Was man am besten wo, wann und wie postet, lässt sich nicht pauschal sagen, und muss ausprobiert werden, um für sich selbst die beste Lösung zu finden. Wer Erfolg haben möchte mit Social Media, braucht eine Recherche, Strategie, Analyse-Tools, Kreativität, Fingerspitzengefühl und Flexibilität.

 

Welche Erfahrungen haben Sie in den sozialen Netzwerken gemacht?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Konflikten

Konflikte und Mediation

Wie Konflikte entstehen und gelöst werden können
Konflikte lösen oder davonlaufen/davonfliegen

Es gibt wohl keinen Menschen, der nicht irgendwann beruflich oder privat einen Konflikt hatte oder hat. Das können Uneinigkeiten mit dem Partner, Freunden, Bekannten, Kollegen, Nachbarn oder Vorgesetzten sein. Manchmal findet man selbst eine Lösung, manchmal muss man sich helfen lassen. Durch die Blogparade "Konflikte als Chance" habe ich Christina Wenz kennengelernt. Sie ist Volljuristin und Mediatorin und hat sich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zum Thema Konflikte zu beantworten.

 

Du hast in der Schule schon gerne Streits geschlichtet. Was war als Kind Dein Berufswunsch?

Ich habe vor einiger Zeit einen Aufsatz aus der Grundschule gefunden. Damals war mein Berufswunsch Pferdezüchterin, da ist mein Berufsweg doch in eine andere Richtung gelaufen ;-). Meine Begeisterung für Tiere ist aber über die Jahre hinweg geblieben. Daher ist auch - neben Mediation und Konfliktcoaching bei Streit in der Familie und am Arbeitsplatz - eines meiner Spezialgebiete die Mediation bei Streit rund ums Tier. 

 

Kannst Du etwas erzählen über Deine Arbeit als Geschäftsführerin Finanzen an der Universität Mainz, Leiterin der Rechtsabteilung und Datenschutzbeauftragte an der Universität Speyer und juristische Mitarbeiterin in einem Notariat?

Alle drei Tätigkeiten waren sehr unterschiedlich und alle haben mir Spaß gemacht! Vor allem die Arbeit im Notariat gefiel mir gut, weil ich dort - wie auch heute als Mediatorin - eine neutrale Beraterin war, die sich nicht auf die Seite einer Partei geschlagen hat. Rückblickend muss ich aber sagen, dass ich die Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit als Selbständige doch sehr genieße und auch die Tätigkeit als Mediatorin nicht mehr missen möchte. 

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, eine Weiterbildung zur Mediatorin zu machen?

Das war irgendwie eine Entwicklung, die sich über Jahre hinzog. Zwischenmenschliche und psychologische Themen haben mich schon immer sehr interessiert. Wenn ich etwas über Mediation hörte, hat mich das immer sehr gefesselt. In meiner Zeit als Angestellte war ich häufig mit Konflikten Dritter konfrontiert und fand es frustrierend, keine Methoden an der Hand zu haben, wirklich gut helfen zu können. Als ich dann an der Uni Mainz am Entwicklungsprogramm für Führungskräfte teilnehmen durfte und dort auch Seminare im Konfliktmanagement besuchte, wurde mein Wunsch, das Thema zu vertiefen, immer größer. Ja und schon nach dem ersten Mediationsseminar war ich völlig entflammt für die Methode und wusste ganz schnell, dass es das ist, was ich künftig machen möchte.  

 

Was ist Deine Definition für einen Konflikt?

Ich muss sagen, mit solchen Definitionen tue ich mir immer schwer ;-). Wenn man den Begriff googelt, kommen ja sehr viele unterschiedliche Definitionen, eine ganz persönliche habe ich eigentlich nicht. Ich finde immer, dass solche abstrakten Definitionen nicht weiterhelfen. Wichtiger finde ich das individuelle Gefühl des Einzelnen, also z. B. die Frage, ab wann empfinde ich eine Situation bzw. einen Streit als belastend? Oder auch die Frage, was kann ich tun, um mich aus der Situation zu befreien – Was man tun kann, um wieder entspannt zu sein, wieder miteinander gut umgehen zu können, nachts wieder schlafen zu können usw. Das ist mein Ziel - Ich möchte den Menschen helfen, sich selbst aus belastenden Streitsituationen zu befreien und so wieder zu mehr Wohlbefinden zu gelangen. 

 

Wie kann man einen Konflikt rechtzeitig erkennen und gegensteuern?

Das ist oft gar nicht so einfach: Manchmal geht es ganz schnell: Eben war noch alles gut und ehe man sich versieht, ist der Streit da, manchmal entwickelt sich ein Konflikt aber auch ganz langsam. Ich denke, einen Konflikt zu erkennen, ist nicht schwer, das Problem ist eher das Gegensteuern. Helfen kann hier z. B., dass man sich frühzeitig wirklich mal Zeit nimmt, miteinander zu sprechen und dem anderen auch wirklich zuzuhören. Signalisieren Sie dem Anderen Ihre Aufmerksamkeit am besten z. B. durch Blickkontakt, zugewandte Körperhaltung und auch interessiertes Nachfragen. Hilfreich sind hierbei Fragen wie etwa „Warum genau ist Dir das denn so wichtig, warum hängt Dein Herz so sehr daran?“. So lässt sich erfahren, was wirklich hinter der festgefahrenen Position des anderen steckt. Wichtig ist andererseits auch, dem Anderen zu erklären, warum mir meine Sicht der Dinge so am Herzen liegt. Oft lassen sich schnell gute Lösungen finden, wenn ich weiß, warum dem Anderen sein Standpunkt so wichtig ist.

 

Kannst Du beschreiben, was eine Mediation ist und wie sie abläuft?

Eine Mediation ist ein Verfahren, bei dem der Mediator den Beteiligten hilft, für einen Streit eine gute und friedliche Lösung zu finden. Der Mediator unterstützt die Streitenden, herauszufinden, was ihnen in Bezug auf das strittige Thema wichtig ist, also welche Aspekte eine Lösung erfüllen muss, damit die Beteiligten gut damit leben können. Im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren entscheidet kein Dritter den Streit, sondern der Mediator hilft Schritt für Schritt dabei, eine individuelle Lösung zu finden, die optimal zur Situation und den Beteiligten passt. 

 

Was ist die Elder Mediation?

Die Elder Mediation hilft dabei, Konflikte zu lösen, die mit dem Älterwerden zusammenhängen. Beispiele hierfür sind der Streit rund ums Erbe oder auch Konflikte zwischen Ehepartnern, die in der neuen Lebenssituation nach der Pensionierung entstehen können. Es kommen mittlerweile z. B. auch viele (erwachsene) Kinder zu mir in die Praxis, die über die Pflege der Eltern miteinander in Streit geraten sind. Ich merke hier einen richtigen Trend.  

 

Mediation wird von vielen belächelt, wie gehst Du damit um?

Hm, ich persönlich empfinde es gar nicht so, dass Mediation belächelt wird. Wenn ich den Leuten erzähle, was ich beruflich mache, finden viele das Thema sehr spannend und sagen: „Oh, das ist aber eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe!“. Das Problem, mit dem wir Mediatoren kämpfen, ist eher, dass viele Menschen sich nicht wirklich etwas unter dem Begriff „Mediation“ vorstellen können und dass noch nicht Jedermann die Mediation als gute Alternative zu Gerichtsverfahren im Bewusstsein hat.

 

Ist es von Vorteil oder Nachteil Juristin und Mediatorin zu sein?

Also ich persönlich empfinde es als sehr großen Vorteil, da es ja auch meistens um juristisch strittige Themen geht. Als Jurist weiß man dann einfach, welche Fallstricke es zu beachten gibt, wo z. B. die notarielle Beurkundung des Vertrages erforderlich ist, auf welche Rechte man von Gesetzes wegen nicht verzichten darf usw. Ich finde, juristische Kenntnisse geben in diesem Zusammenhang sehr große Sicherheit. Aber natürlich kann auch ein Psychologe oder jemand aus einer anderen Berufsgruppe ein sehr guter Mediator sein! Oft ergänzen sich Mediatoren aus verschiedenen Berufsgruppen auch sehr gut!

 

Welche Vorteile bietet eine Mediation gegenüber einem Streit vor Gericht?

Viele Mediatoren stellen gerne die Vorteile von Mediation gegenüber Gerichtsverfahren dar: Hier kann man z. B. nennen, dass Gerichtsverfahren meistens viel länger und teurer als Mediationsverfahren sind. Ich finde jedoch, dass beide Verfahren ihre Berechtigung haben und beide sinnvoll sein können – Es kommt immer auf die individuelle Situation an! Man sollte sich immer nach den eigenen Beweggründen fragen: Will ich, dass jemand für mich entscheidet (Richter), glaube ich, im Recht zu sein und will ich das unbedingt durchsetzen, egal wie das Verhältnis zum Anderen anschließend ausschaut, so sollte ich vor Gericht ziehen! Möchte ich das Verhältnis zum Anderen retten oder erhalten und möchte ich lieber selbst mit dem Gegenüber eine Lösung suchen, die optimal zu der Situation passt, so ist ein Mediationsverfahren der richtige Weg! 

 

Was kann man tun, wenn die „andere Seite“ nicht zu einem Gespräch bereit ist, um einen Konflikt zu lösen?

Ich erlebe das sehr oft: Jemand ruft bei mir an, da ihn ein Konflikt sehr belastet. Ich frage dann immer, ob das Gegenüber denn wohl mit zu einer Mediationssitzung kommen würde. Leider ist dies oft nicht der Fall, sodass ein Mediationsverfahren nicht in Frage kommt. Es gibt dann aber noch die Möglichkeit eines Konfliktcoachings. Hier schaue ich dann mit dem Einzelnen, was man tun kann, um die Situation zu verbessern. Ein Konfliktcoaching kann auch sehr gut telefonisch durchgeführt werden.

 

Die Grundvoraussetzung zur Lösung eines Konflikts ist das Zuhören, welche Tipps hast Du dazu?

Ein Tipp hierzu wäre z. B., dem Anderen die volle Aufmerksamkeit zu schenken - also Handy, TV usw. ausschalten - und durch zugewandte Körperhaltung, Blickkontakt und Nachfragen auch zu zeigen, dass ich den Worten wirklich folge. Das hört sich jetzt so selbstverständlich an, aber oft genug hören wir ja doch nur mit halbem Ohr zu.  

 

Viele wünschen sich, negative Gefühle wie Wut, Verletztheit oder Zorn unterdrücken zu können. Wie wichtig ist es, diese Gefühle zuzulassen?

Oft wollen wir die „negativen“ Gefühle nicht fühlen und uns am liebsten von ihnen befreien. 

Ich halte allerdings nicht viel davon, die Gefühle zu unterdrücken. Ich sehe sie vielmehr als hilfreiche Wegweiser, auf die wir schauen und oft auch hören sollten. Wenn wir die Gefühle unterdrücken, werden wir nur irgendwann noch heftiger damit konfrontiert.

 

Was ist der beste Weg für eine friedliche Scheidung? Wann empfiehlst Du eine Mediation? Vorab oder begleitend? Oder liegt Dir die Mediation so im Blut, dass Du in einer Scheidungssache sowieso vermittelst, um zu einer friedlichen Einigung zu kommen?

Ich empfehle im Rahmen einer Scheidung immer dann eine Mediation, wenn man bereit ist, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und eine friedliche Einigung zu finden. Insbesondere wenn Kinder mit betroffen sind, würde ich immer empfehlen, eine Mediation in Betracht zu ziehen. Eine Mediation ist auf jeden Fall vorab, also vor dem Gang zum Anwalt, sinnvoll. Wenn die wichtigsten Punkte in einer verbindlichen Mediationsvereinbarung geregelt sind, ist die Scheidung an sich dann nur noch eine reine Formsache.

 

Was sagst Du als Mediatorin zu den Feindseligkeiten im anonymen Internet?

Ich muss sagen, dass ich über solche Hasstiraden im Internet immer sehr erstaunt bin. Wie kommt es dazu, dass man auf einen Menschen, den man gar nicht kennt, einen solchen Hass aufbaut? Ich finde, man darf nie vergessen, dass hinter dem Account einer Privatperson, eines Promis oder eines Politikers, über den man sich äußert, ein Mensch steckt, der in jedem Fall einen respektvollen Umgang verdient hat. 

 

Möchtest Du noch etwas ergänzen?

Ich möchte mich von Herzen bei Dir für das Interview bedanken. Es hat mir viel Spaß gemacht! Ich freue mich immer über Gelegenheiten, meinen Beruf den Menschen näher bringen zu können!

 

Vielen Dank Christina für Deine Antworten.

 

Ich denke, dass mit mehr Dankbarkeit für das, was wir haben, einige Konflikte ihre Bedeutung verlieren würden. Es lohnt sich auf alle Fälle, sich Gedanken darüber zu machen, wie Konflikte entstehen, welche schon bestehen und was wir tun können, um sie zu lösen.

 

Abschließend noch ein Zitat von Joachim Panten, das mir zum Thema Konflikte sehr gut gefällt "Ein Weg, einen Konflikt zu lösen, ist, ihn zusammen zu überwinden. Dann kann man ihn immer noch aus dem Weg räumen." 

 

Wie lösen Sie Konflikte?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Growth Hacking

Tipps und Tools für Growth Hacking

Growth Hacking mit Twitter
Growth Hacker Tipps für Twitter & Co.

Growth Hacking ist in aller Munde. In meinem neuen Artikel bei Zielbar "Growth Hacking – Tipps und Tools für Wachstum mit (möglichst) geringen Mitteln" gibt es eine Definition und Kniffe fürs Wachstum:

  • Ziele festsetzen und planen,
  • Inhalte und Influencer finden,
  • BuzzSumo,
  • erweiterte Suche von Twitter,
  • Click to Tweet,
  • Pay With A Tweet,
  • Twilighter,
  • TweetChat,
  • Twitter Analytics,
  • Echtzeitmarketing und Newsjacking,
  • Monitoring.

Sie wollen ein Growth Hacker werden? Hier geht es zum kompletten Artikel.

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Claudias praktischer Ratgeber zu digitalen Assistenten

Digitale Assistenten

Wie werden wir durch digitale Assistenten beeinflusst?
Was uns der digitale Assistent alles abnimmt

Ein Gespräch mit Michael Kohlfürst, Gründer und CEO der Firma PromoMasters Online Marketing Ges.m.b.H. in Salzburg, hat mich auf die Idee gebracht, mich mit dem Thema digitale Assistenten zu beschäftigen. Herr Kohlfürst ist der Meinung, dass der Trend im Online-Marketing in Richtung digitale Assistenten gehen wird.

 

Ein persönlicher digitaler Assistent (PDA = Personal Digital Assistant) ist laut Wikipedia ein kompakter, tragbarer Computer, der besonders für die Kalender-, Adress- und Aufgabenverwaltung genutzt wird. Ein Smartphone mit Touchscreen und diversen Apps kann genauso als persönlicher digitaler Assistent dienen.

 

Schauen wir uns kurz an, wofür ein Smartphone benutzt wird:

  • Es ersetzt den Wecker und wir können einstellen, mit was für einem Klingelton wir geweckt werden wollen.
  • Wir schauen nach Datum und Uhrzeit auf dem Smartphone.
  • Das Smartphone kann zum Fotografieren genutzt werden.
  • Termine können mit Erinnerung gespeichert werden.
  • Unsere Kontakte werden ebenso gespeichert.
  • Es gibt nützliche Apps als Ersatz für den Taschenrechner, für die Navigation, um QR-Codes zu lesen, den GPS-Standort zu bestimmen oder auch Spiele zum Spaß. Besonders originell finde ich die App, mit der das Smartphone als Wasserwaage genutzt werden kann.

Aber die Möglichkeiten mit einem digitalen Assistenten, auch Sprachassistent oder künstliche Intelligenz genannt, gehen noch viel weiter. Er wird hauptsächlich für Terminverwaltung, Kontaktmanagement, Internetsuche und Navigation verwendet. Basis ist die Spracherkennung. Der digitale Assistent muss das, war wir ihm sagen, verstehen, die gewünschte Information suchen, finden und uns eine Antwort geben. Wer sich schon mal mit der Vielfalt der Sprachen beschäftigt hat, weiß, dass es technisch eine Herausforderung war und ist, einem Computer beizubringen, gesprochene Worte zu "verstehen". Außerdem ist ein großer Datenbestand bzw. Informationspool notwendig. Die digitalen Assistenten greifen auf Informationen aus firmeneigenen Datenbanken zu. Es werden z. B. Informationen von Googles Knowledge Graph, Wikipedia oder Yelp abgerufen.

 

Bei Verarbeitung der Fragen in der Cloud kann der Service mit entsprechender digitaler Ausrüstung auch auf der Smartwatch oder im Auto erbracht werden. 

 

Zu den bekanntesten digitalen Assistenten gehören:

Die Grundfunktionen sind die Terminierung von Meetings, Verabredungen, usw., Online-Einkäufe, Reservationen in Restaurants, Hotels, Kino, etc., Reiseplanungen und -buchungen.

 

Aber schauen wir uns an, wie ein Tag mit einem digitalen Assistenten aussehen könnte:

  • Der Wecker wurde auf 6.00 Uhr gestellt, aber weil unser Assistent weiß, dass es wegen eines Unfalls einen Stau gibt, weckt er uns schon um 5.30 Uhr.
  • Beim Frühstück macht der Assistent uns darauf aufmerksam, dass der Kaffee bald alle ist und neuer besorgt werden muss. Selbstverständlich werden wir auch gleich informiert, wo unsere Lieblingsmarke gerade im Angebot ist.
  • Im Auto werden wir daran erinnert, noch Blumen für die Kollegin zu besorgen, die heute Geburtstag hat.
  • Im Büro sagt uns unser Assistent, welche Besprechungen wir heute mit wem und wann haben, und schickt uns rechtzeitig los, damit wir pünktlich sind.
  • Da wir nächste Woche eine Geschäftsreise nach Berlin machen müssen, sucht unser Assistent die passenden Zugverbindungen für Hin- und Rückreise raus. Denn er weiß, dass wir nicht gerne Auto fahren.
  • Weil in Berlin eine ehemalige Kollegin von uns wohnt, schlägt unser Assistent einen Besuch bei ihr vor.
  • Statt wie gewohnt um 18.00 das Büro zu verlassen, schickt uns unser Assistent um 17.15 los, weil ein heftiges Gewitter angesagt ist.
  • Im Auto erinnert uns unser Assistent, dass wir noch einkaufen gehen müssen, u. a. Kaffee.
  • Zu Hause werden wir von unserem Assistenten aufgefordert, aufzuräumen und sauber zu machen, da in 2 Tagen unsere Mutter zu Besuch kommt und unser Assistent genau weiß, wie kritisch sie bei diesen beiden Punkten ist.
  • Danach zählt unser Assistent auf, was wir bis zur Geschäftsreise noch erledigen müssen und erinnert uns daran, der Nachbarin den Schlüssel zu geben für das Blumen gießen und Briefkasten leeren.
  • Da wir unseren Jahresurlaub noch nicht genommen haben und unser Assistent weiß, wohin wir gerne reisen würden, macht er uns diverse Vorschläge und weist uns auf die Einreisebedingungen, wie z. B. notwendige Impfungen, hin.
  • Abends schickt uns unser Assistent bereits um 22.30 statt 23.00 zu Bett, weil er uns früher geweckt hatte. 

In der Basis-Version macht uns der digitale Assistent nur Vorschläge, wir können/müssen selbst entscheiden, was wir tun möchten. In der Premium-Version, wenn der Assistent uns schon sehr gut kennt, entscheidet er, bucht und plant für uns.

 

Nicht erschrecken, das habe ich mir jetzt alles ausgedacht, aber teilweise ist es schon möglich und ich denke, die digitalen Assistenten werden weiter entwickelt und optimiert, so dass sie immer mehr in der Lage sein werden, für ihre Nutzer Entscheidungen zu treffen und Ratschläge zu geben.

 

Selbstverständlich wird auch Werbung bei den digitalen Assistenten ein großes Thema sein. In meinem Artikel Wie finanziert sich das Internet? habe ich bereits erörtert, dass es auf die Dauer nicht alles kostenlos im Internet geben kann und entweder durch Werbung finanziert oder kostenpflichtig angeboten werden muss. Wenn wir uns das obige Szenario noch einmal anschauen, wird klar, wo uns Werbung gezielt das liefern kann, was wir gerade benötigen. Letztendlich dreht sich alles darum, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit anzubieten:

  • Sonderangebote, wenn wir einkaufen gehen müssen.
  • Angebote für Bus, Bahn und Flüge, wenn wir von A nach B reisen wollen.
  • Vorschläge und Angebote für Geschenke zu Geburtstagen, Festen, Jubiläen und anderen Gelegenheiten.
  • Angebote von Dingen, die unseren Interessen entsprechen (Musik, Theater, Kino, Sport, Literatur, usw.).

Thomas Schuster hat es in seinem Artikel Zielgruppen und Targeting – das Netz kennt jeden! auf den Punkt gebracht. User hinterlassen immer Spuren, wodurch ein Benutzerprofil erstellt werden und die Werbung mit Targeting den Nutzer gezielt ansprechen kann. Wenn wir einen digitalen Assistenten ausgiebig nutzen, kennt uns dieser sehr genau, denn er sammelt und speichert Informationen über uns. Gedanken zu Privatsphäre, IT-Sicherheit und Datenschutz liegen da nahe. Letztendlich liegt es im Ermessen und der Verantwortung von jedem Einzelnen zu entscheiden, wie die technischen Möglichkeiten genutzt und welche Spuren dadurch hinterlassen werden.

 

Ich möchte noch kurz auf den Unterschied zwischen Chatbots und Künstlicher Intelligenz eingehen. Chatbots sind laut Wikipedia textbasierte Dialogsysteme und bestehen aus einer Textein- und -ausgabemaske für die Kommunikation. Sie arbeiten nach einfachen wenn-dann-Regeln und können nur die Fragen beantworten, die beim jeweiligen Chatbot programmiert wurden. Es gibt z. B. Bots für Unterhaltung, kommerzielle Zwecke, News oder Kundenservice. Der digitale Assistent hingegen lernt dazu je mehr wir ihn nutzen und interagiert entsprechend unseren Interessen mit uns. Interessant wird es, wenn die Chatbots und digitalen Assistenten sich irgendwann mal (wahrscheinlich in gar nicht so ferner Zukunft) miteinander unterhalten. Vielleicht wird dann auch über uns geklatscht?

 

Derzeit haben die digitalen Assistenten noch Probleme, Informationen aus einem Kontext zu ermitteln, zu entscheiden, was relevant ist und was nicht, oder Ironie oder Sarkasmus zu verstehen. Es kann falsche oder auch lustige Antworten geben. Irgendwann wird es auch dafür eine Lösung geben.

 

Der digitale Assistent ist zum jetzigen Zeitpunkt für viele faszinierend aber auch unheimlich, er muss erst das Vertrauen der Nutzer gewinnen, aber es ist nur eine Frage der Zeit, da die Digitalisierung weiter fortschreiten wird. Vielleicht wird die Generation Alpha schon ohne Bedenken gewohnt sein, den privaten und beruflichen Alltag mit einem digitalem Assistenten zu planen.

 

Wahrscheinlich wird die Verwendung von Captchas irgendwann überflüssig, weil immer mehr digitale Assistenten statt einem Menschen im Internet kommentieren, kaufen, buchen, etc. Die Frage wird dann sein, wie man sich vor digitalen Assistenten, die spammen, schützen kann.

 

Ich stelle mir mittlerweile  die Frage, ob die Menschen nicht das Denken, Planen und Organisieren verlernen, wenn es immer mehr digitale Lösungen gibt.

 

Fazit

Die Spracherkennung wird immer weiter optimiert werden. Es wird für immer mehr Sprachen digitale Assistenten geben und technisch eine Lösung gefunden werden, wenn jemand eine Sprechstörung hat oder einen starken Dialekt spricht. Da die meisten Menschen, um Zeit zu sparen, lieber sprechen als tippen, wird die Sprachsuche in Zukunft immer mehr statt der Textsuche genutzt werden. Interessant wird sein, zu sehen, was für eine Auswirkung das auf die klassischen Suchmaschinen Google, Bing oder Yahoo haben wird.

 

Wenn man bedenkt, dass es alltäglich und selbstverständlich ist, in aller Öffentlichkeit zu telefonieren, so wird es wohl auch irgendwann selbstverständlich sein, sich in aller Öffentlichkeit mit seinem digitalen Assistenten zu unterhalten, um Termine abzustimmen. 

 

Ich bin gespannt, was uns die digitale Zukunft bringt, und bedanke mich bei Herrn Kohlfürst für die Inspiration, mich mit diesem spannenden Thema auseinanderzusetzen.

 

Wie sehen Sie die Zukunft von und mit digitalen Assistenten?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Finanzierung des Internets

Wie finanziert sich das Internet?

Wer ist bereit, im Internet für etwas zu zahlen?
Wie finanziert sich das Internet?

Wohl jeder von uns ist fast täglich mehrmals im Internet unterwegs. Durch das Smartphone wird es uns einfach gemacht, immer online und erreichbar zu sein. Wir nutzen das Internet, um beruflich und/oder privat Kontakte zu pflegen, einzukaufen oder zu verkaufen.

 

Im Internet gibt es 2 vorherrschende Meinungen:

  • Alles ist kostenlos.
  • Werbung ist nervig.

Bei der Suche nach einer Antwort, wie sich das Internet finanziert findet man nicht viel:

Halten wir fest, die Firmen, die Webserver aufstellen, verdienen durch die monatlichen Gebühren, die die Nutzer zahlen. Bei Schülern, Studenten, Arbeitnehmern zahlt die Schule, Universität, der Arbeitgeber den Internetzugang, für diese ist das Surfen deshalb kostenlos.

 

Woher kommt dann die Meinung, dass es kostenlos ist? Wenn wir uns im Internet anmelden, denken wir nicht an die monatlichen Gebühren, wir surfen vermeintlich kostenlos

  • suchen in Google,
  • shoppen online,
  • machen Online-Banking,
  • laden E-Books, Bilder, Videos, Tools, usw. herunter,
  • legen Profile in sozialen Netzwerken an,
  • erstellen Einträge in Online-Branchenverzeichnissen,
  • erstellen eine Website oder einen Blog.

Manche „vergessen“ bei Bildern und Videos gerne mal das Urheberrecht und verwenden sie einfach für eigene Zwecke.

 

Bei Profilen in sozialen Netzwerken, Website, Blog oder Tools gibt es oft eine kostenlose Basisversion und eine kostenpflichtige Premiumversion mit mehr Funktionen. Mit der kostenlosen Version wird man erst mal an Bord geholt in der Hoffnung, dass die vorhandenen Funktionen irgendwann nicht mehr reichen und ein kostenpflichtiges Upgrade gemacht wird.

 

Aber selbst wenn jemand die Kosten für die Nutzung des Internets für uns zahlt, sind wir trotzdem nicht wirklich kostenlos unterwegs. Denn immer, wenn wir etwas downloaden wollen, wird zumindest nach unserer E-Mail-Adresse gefragt, oft auch nach unserem Namen, manchmal wird sogar nach unserem Arbeitgeber, unserer Position und der Anzahl der Mitarbeiter gefragt. Wenn wir online einkaufen, müssen wir unsere komplette Adresse, unser Geburtsdatum und Bankdaten für die Bezahlung angeben. Wir zahlen virtuell mit unseren Daten. Der Preis dafür ist, dass wir unter Umständen ungewollt einen Newsletter und Werbung erhalten. Je mehr wir im Internet unterwegs sind, desto mehr Daten bzw. Spuren hinterlassen wir, mit denen ein Nutzerprofil erstellt werden kann. Das Internet weiß ganz genau, wo unsere Interessen liegen und kann uns so ganz gezielt Werbung anzeigen, die unseren Vorlieben entspricht.

 

Menschen, die ihre Privatsphäre und Daten schützen wollen, sind deshalb dazu übergegangen, alternative Suchmaschinen zu Google zu verwenden.

 

Aber zurück zum Thema Werbung. Überall im Internet stoßen wir auf Werbung. Oft werden wir sofort nach dem Öffnen einer Website oder eines Blogs regelrecht von ihr überfallen. Der Blogartikel kann noch nicht mal zu Ende gelesen werden und schon sollen wir uns zu einem Newsletter oder Webinar anmelden oder etwas kaufen. Das hat dazu geführt, dass viele einen Adblocker installieren. Aber was passiert dann? Viele Seiten finanzieren sich über Werbung. Entweder müssen sie dichtmachen, weil die Kosten der Website nicht mehr über die Werbung gedeckt werden, oder sie gehen wie diverse Zeitungen den Weg, die Seite kostenpflichtig zu machen, wenn jemand den Adblocker nicht abschaltet. Hier ein Bericht zum Thema.

 

Spätestens, wenn man sich die Dokumentation im ZDF Weltmacht Google angeschaut hat, weiß man wie mächtig Google ist und wie viele Daten über uns gesammelt werden durch die zahlreichen Produkte und Dienste, die Google anbietet. Wer ein oder mehrere Google-Produkte nutzt, kann einfach mal einen Versuch machen, ein- und ausgeloggt nach etwas zu suchen und die unterschiedlichen Suchergebnisse vergleichen.

 

Wie passt das zusammen?

  • Wir wollen alles kostenlos.
  • Wir wollen keine Werbung.
  • Wir wollen möglichst wenige Daten von uns weitergeben.

Bricht das System nicht zusammen, wenn alle nur kostenlose Angebote, Adblocker und alternative Suchmaschinen zu Google verwenden?

 

Vor Jahren habe ich mal eine Geschichte gehört, die sinngemäß ungefähr so ging. Ein reicher Mann schenkte einem Bettler einen Mantel. Nach ein paar Jahren traf er ihn wieder und fragte nach dem Mantel. Der Bettler antwortete, er habe ihn wegwerfen müssen, weil er kaputt gegangen sei. Daraufhin verkaufte der reiche Mann dem Bettler einen Mantel für einen symbolischen Wert von 1,00 USD. Nach ein paar Jahren traf der reiche Mann den Bettler wieder, der den verkauften Mantel immer noch trug. Was will uns die Geschichte sagen? Haben wir keine Wertschätzung für etwas, das kostenlos war? Achten wir nur auf Dinge, die wir bezahlt haben?

 

Fest steht, dass es auf die Dauer nicht alles kostenlos geben kann. Wenn man dieser Umfrage glauben darf, sind die Nutzer bereit, für hochwertigen Inhalt zu zahlen.

 

Das von Katharina Lewald erwähnte Beispiel Ein unverschämtes Angebot, oder: Warum gute Texte Geld kosten müssen ist nur eins von vielen, das die dreiste Erwartungshaltung beim Einholen eines Angebots und die Geringschätzung für die Arbeit anderer zeigt.

 

Machen wir einen kurzen Exkurs zum Online-Shopping. Wir sind es mittlerweile gewohnt, dass wir als Neukunden heftig umworben werden. Für die Anmeldung zum Newsletter gibt es einen Rabatt bei der ersten Bestellung. Vom Newsletter abmelden und neu anmelden bringt mittlerweile gar nichts mehr, um erneut in den Genuss eines Rabatts zu gelangen. Wird vom System erkannt, dass wir kein neuer Abonnent sind. Bei der ersten Bestellung erhalten wir ein Gratisgeschenk oder einen Gutschein für die nächste Bestellung. Stammkunden werden viel zu oft vernachlässigt, anstatt sich ein Treueprogramm für sie auszudenken, um sie für ihre Loyalität zu belohnen. Wen wundert es da, dass Markentreue keine Selbstverständlichkeit mehr ist auf der Jagd nach dem günstigsten Angebot. Es gibt Gutscheinportale, wo viele vor der Bestellung nachschauen, ob sie das Gewünschte günstiger erhalten. Manch einer bestellt ohne Gutschein gar nichts mehr. Der Slogan von Saturn „Geiz ist geil“ spiegelt treffend die Mentalität im Internet wieder.

 

Kostenlose Angebote und Gutscheine haben definitiv einen großen Einfluss auf uns. Sie verändern unser Kaufverhalten und unsere Bereitschaft, für etwas zu zahlen. 

 

Geht es uns so schlecht, dass wir möglichst viel kostenlos oder so günstig wie möglich haben möchten? Oder geht es uns so gut, dass wir keine Wertschätzung mehr dafür haben, dass bei allem, was wir kostenlos oder günstig erhalten, ein Mensch Arbeit und Zeit investiert hat?

 

Resümieren wir mal:

  • Wir laden Musik im Internet herunter statt uns ein Album zu kaufen.
  • Wir laden ein E-Book im Internet runter statt uns ein Buch zu kaufen.
  • Wir lesen und informieren uns online statt Zeitungen und Bücher zu kaufen.
  • Wir besuchen online Kurse statt an eine Schule, Universität, usw. zu gehen.
  • Wir shoppen mehr online statt lokal einzukaufen.

Immer mehr Aktivitäten verschieben sich ins Internet und es gibt bei fast allem kostenlose oder sehr günstige Angebote.

 

Aber macht das nicht auch unsere Preise kaputt? Gibt es noch ein gesundes wirtschaftliches Verhältnis zwischen dem Wert eines Produkts oder einer Dienstleistung und dem Preis? Kann es auf Dauer auch weiterhin kostenlose oder spottbillige Inhalte im Internet geben?

 

Kürzlich habe ich das Tool ResponseSource getestet.

  • Journalisten und Blogger können auf dieser Plattform eine Anfrage zu einem bestimmten Thema mit der passenden Kategorie stellen.
  • Die Anfrage wird an einen Pool von Kommunikationsverantwortlichen, den Antwortgebern, weitergeleitet.
  • Das Tool vermittelt den Kontakt und gibt Journalisten oder Bloggern die Möglichkeit, Pressemitteilungen, Statistiken, Bilder, Audio- und Videomaterial zu erhalten, oder einen Partner für ein Interview zu finden.
  • Die Kommunikationsverantwortlichen können ihre Sichtbarkeit im Internet optimieren, ihre Positionierung verbessern, Kontakte aufbauen und Trends verfolgen.
  • ResponseSource ist für Kommunikationsverantwortliche während der Einführungsphase kostenlos.

Ich war beeindruckt von den vielfältigen Antworten, die ich nach meiner Anfrage erhalten habe, und den Kontakten, die sich daraus ergeben haben (und das alles kostenlos).

 

Hier noch weitere Beispiele mit Plattformen:

Meiner Meinung nach wird der Trend dahin gehen, im Internet immer mehr Plattformen zu bieten, die bestimmte Serviceleistungen in der Einführungsphase kostenlos anbieten, und wenn es gut angenommen wird, zu kommerzialisieren. Die Vergütung der Leistung kann z. B. durch eine prozentuale Abgabe erfolgen. Dasselbe gilt auch für Apps, wo es kostenlose und kostenpflichtige gibt. Ein Beispiel ist die App Offtime mit der die Kommunikation gefiltert werden kann, um gezielt Auszeiten zu nehmen.

 

Fazit

Fest steht für mich, dass es langfristig nicht alles kostenlos oder günstig geben kann. Hier findet auch durch die Diskussion über Adblocker ein Umdenken statt. Eine gewisse Bereitschaft, für Inhalte zu zahlen, ist vorhanden. Die große Frage ist, wie das im Detail funktionieren soll.

  • Wer legt die Preise fest?
  • Wie können Inhalte bezahlt werden?
  • Wie kann der Nutzer entscheiden, ob es sich lohnt, für den Inhalt zu zahlen?

Ein kostenloses oder günstiges Angebot zum Kennenlernen eines Produkts oder einer Dienstleistung macht sicher Sinn, aber der Anbieter muss auch die Möglichkeit haben, mit seinem Angebot Geld zu verdienen, anstatt seine Kosten wenigstens teilweise durch die Schaltung von Anzeigen auf der Website zu decken.

 

Sind Sie bereit, im Internet für etwas zu zahlen?

 

Ergänzung am 30.05.16:

Die von Stefan erwähnte Blogparade von Robert Weller ist zwar aus 2014, aber thematisch immer noch aktuell. Hier ist die Auswertung Für Web-Content Geld bezahlen? Nur wenn die Qualität (und der Preis) stimmt!

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Zeit für

Zeit für ...

Zeit für die Dinge, die wichtig sind
Wie nutze ich meine Zeit?

Ulrike vom Blog Lieferando.de hat zu einer Blogparade "Zeit für…" #ZeitFürEineBlogparade eingeladen.

 

Die Zeit ist schon immer ein beliebtes Thema gewesen. Überall kann man nachlesen, wie Zeit gespart werden kann, man effizienter mit ihr umgeht, sie besser nutzen kann. Auch ich habe schon diverse mal über die Zeit gebloggt:

Nachfolgend meine Antworten zu Ulrikes Fragen zum Thema:

 

1. Wofür vergeudest Du gerne mal Deine Zeit?

Eigentlich für gar nichts, da ich immer versuche, meine Zeit sinnvoll zu nutzen und dabei meine Prioritäten zu setzen. Allerdings halte ich mich oft zu lang am Computer auf und sollte mich mehr entspannen. Könnte man Zeit vergeuden nennen, aber so lange es mir Spaß macht, sehe ich das nicht so eng. Bettwäsche zu bügeln wäre für mich reine Zeitverschwendung, deshalb wird sie bei mir auch nur ordentlich zusammengelegt und im Stapel ganz unten einsortiert. Manchmal merkt man hinterher, dass Zeit vergeudet wurde. Aber da die Zeit dann schon verwendet wurde, bringt es nichts, sich darüber aufzuregen. Aber vielleicht kann man für das nächste Mal daraus lernen.

 

2. Für das Erledigen welcher unangenehmen Dinge geht Dir am meisten Zeit verloren?

Richtig unangenehme Dinge gibt es bei mir nicht. Die notwendigen Dinge (Arbeit und Haushalt) werden einfach gemacht. Da bin ich gut organisiert. Mit einer guten Planung verliert man weniger Zeit. Sich negative Gedanken zu machen, dass etwas unangenehm ist, finde ich Zeitvergeudung.

 

3. Was wäre Dir eine Stunde mehr Freizeit wert?

Eine Stunde mehr Freizeit hätte ich, wenn ich weniger Zeit am Computer verbringen würde. Aber da ich das freiwillig mache, ist es müssig darüber nachzudenken. Wenn ich mehr Freizeit möchte, muss ich einfach meine Prioritäten anders setzen.

 

4. Wie viel Zeit am Tag verbringst Du, um Dich weiter zu entwickeln (geistig, körperlich)?

Lässt sich schwer messen. Sport und Weiterbildung sind mir wichtig. Als aktiver Mensch bin ich immer körperlich und geistig in Bewegung. Beim Sport kommen mir die besten Ideen für meine Blogartikel. Im Internet und den sozialen Netzwerken informiere ich mich über Themen, die mich interessieren. Außerdem lese ich sehr viel online und offline.

 

5. Wenn Du an einer Stelle in der Vergangenheit mehr Zeit haben könntest, welche wäre es?

Meine Grundeinstellung ist, dass alles im Leben seinen Sinn hat, deshalb würde ich alles so belassen wie es war. Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, sich Gedanken zu machen in dem Stil "Warum habe ich nicht ... getan?" oder "Ach hätte ich doch ...".

 

6. Was würdest Du mit einer Stunde mehr Zeit pro Tag anstellen?

Dann würde ich mehr lesen und mehr Sport machen. Wie bei Punkt 3 erwähnt, hätte ich eine Stunde mehr Zeit, wenn ich weniger am Computer sitzen würde.

 

7. Was würdest Du machen, wenn das nächste Wochenende vier Tage hätte?

Hatten wir ja kürzlich an Ostern. Länger schlafen, mehr lesen, mehr Sport, versuchen, mal nichts zu tun.

 

8. Dein Lieblingszitat zum Thema Zeit.

Mein Lieblingszitat ist "Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen." von Lucius Annaeus Seneca, einem römischen Philosophen und Politiker. Dieses Zitat spiegelt genau meine Einstellung zur Zeit wider. Jeder Tag hat für jeden Menschen 24 Stunden und jeder muss selbst entscheiden, wie er diese Zeit nutzt. "Keine Zeit" ist einfach nur eine beliebte Ausrede, wenn jemand nicht will. Wenn ich etwas will, nehme ich mir die Zeit dafür.

 

Heute wird in Zusammenhang mit der Zeit auch oft über Entschleunigung gesprochen. Hier kann ich den Artikel meines Bloggerkollegens Hans Reuter Entschleunigung – sachtes Tempo gegen Stress und Hektik empfehlen.

 

Wenn man bedenkt, wie die Menschen früher ihre Zeit verbracht haben, sehr viel, vor allem körperlich, gearbeitet haben, sich wohl kaum jemand über Freizeit Gedanken gemacht hat, weil es einfach nur ums Überleben ging. Wie die Arbeitszeit immer weiter gekürzt wurde, die Freizeit immer mehr Raum und Bedeutung erhielt. Bis zur Digitalisierung durch die sich die Arbeitszeit und Freizeit immer mehr vermischt haben. Wie viel Zeit wir dadurch verlieren bzw. nicht richtig nutzen, weil wir meinen, ständig online und erreichbar sein zu müssen. Für jeden ist Freizeit und eine Zeit offline wichtig zum Entspannen und Kräfte tanken. Zweimal im Jahr wird uns durch die Sommerzeit eine Stunde genommen bzw. eine Stunde geschenkt. Ich denke nicht, dass sich viel ändern würde, wenn wir jeden Tag statt 24 plötzlich 25 Stunden hätten. Man sollte jeden Tag so leben, als ob es der letzte sein könnte, sich über jede Kleinigkeit freuen und dankbar dafür sein, die Zeit sinnvoll nutzen und genießen.

 

Da heute frei ist, werde ich mir nachher Zeit für mein spannendes Buch nehmen. 

 

Wofür nehmen Sie sich gerne Zeit?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Online-Marketing

Tipps fürs Online-Marketing

Die Vielfalt beim Online-Marketing
Tipps fürs Online-Marketing

Die Gelben Seiten kennt sicher jeder, aber reicht das heute noch, um gefunden zu werden und auf sich aufmerksam zu machen? Sicher nicht. Wenn jemand ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen möchte, muss er im Internet präsent sein. Um es gleich vorweg zu nehmen, ein paar gute Brancheneinträge reichen auch schon aus, aber eine eigene Website ist natürlich noch besser. Die Medien, die jemand benutzt, um seine Kunden zu erreichen, werden in earned, paid und owned Media (verdiente, bezahlte und eigene Medien) unterteilt.

Ein paar Beispiele:

  • Bezahlte Medien: Werbung/Anzeigen in Fernsehen, Radio, Magazinen, Kino- oder Außenwerbung, Banner, SEM/bezahlte Anzeigen wie z. B. Google AdWords.
  • Eigene Medien: Broschüren, Website, Corporate Blog, Facebook-Fanseite, Twitterkanal, Mobile Apps.
  • Verdiente Medien: Mund-zu-Mund-Propaganda, was die Nutzer der Marke empfehlen und verbreiten. Das tun die Nutzer/Kunden zwar kostenlos, aber die Marke muss es sich durch entsprechende Leistung verdienen. Es gibt Media-, Blogger- und Influencer-Beziehungen durch die Empfehlungen entstehen können.

Zum allgemeinen Verständnis, Suchmaschinen crawlen (durchforsten) das Web, kategorisieren und indexieren. Ein Crawler (auch Bot oder Spider genannt) ist ein Computerprogramm, das von Seite zu Seite springt, indem es Links folgt. Daraus ergibt sich das Ranking, um bei jeder Suchanfrage möglichst relevante Ergebnisse zu zeigen.

Aber schauen wir uns das genauer an, was man tun kann, um im Internet gefunden zu werden. Als ersten Schritt empfehle ich, nach sich selbst zu googeln, um zu prüfen, wie und wo man gefunden wird. Oft ist schon ein Eintrag bei Google Maps vorhanden, ohne dass es der Betreffende weiß. Im zweiten Schritt wird die Konkurrenz gegoogelt, um sich ein Bild zu machen, was die tun, um gefunden zu werden. Das gibt nützliche Informationen, was man selbst für seine digitale Präsenz tun kann.

 

Online-Branchenverzeichnisse

Durch das Googeln nach sich selbst und seiner Konkurrenz, erhält man eine Idee, welche Verzeichnisse nützlich sein könnten. Hier ist eine Liste aktueller Branchenverzeichnisse.

Allgemeine Daten wie Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Website (wenn vorhanden) und Logo sollten bei allen Einträgen identisch sein. Bei den Bildern kann variiert werden. Ich empfehle, die Texte für jeden Brancheneintrag wegen „duplicate content“ (doppeltem Inhalt) individuell zu formulieren. Folgende Punkte sind für den Eintrag auch wichtig:

  • die Öffnungszeiten,
  • eine Wegbeschreibung mit Karte oder Stadtplan,
  • schnelles Finden der Infos für eine Kontaktaufnahme.

Außerdem empfehle ich, eine Tabelle zu erstellen mit allen Einträgen, damit bei Änderungen (z. B. Umfirmierung, Umzug) klar ist, wo überall geändert werden muss.

 

Google My Business

Jedem lokalen Geschäft empfehle ich einen Google My Business Eintrag. Schließlich müssen gerade die potentiellen Kunden vor Ort wissen, wen es in der Nähe gibt. Bing Places for business und Yahoo Local sind die Entsprechungen in diesen beiden Suchmaschinen. Google ist zwar in Europa die Suchmaschine Nummer 1, aber 2 weitere Einträge, noch dazu kostenlos, schaden nicht.

 

Bewertungsportale

Eigenlob oder falsche Bewertungen bringen nichts, sie schaden nur. Vertrauen wird  nur durch echte Bewertungen von Kunden geschaffen. Die gelben Sterne auf Google sind bei den Suchergebnissen ein Eyecatcher, der aufmerksam macht. Hier ist eine Liste der wichtigsten Bewertungsportale.

 

Lokales Marketing

Wo wir gerade beim Thema lokales Geschäft sind, sprechen wir doch gleich über lokales Marketing. Drei Punkte haben wir schon. Einträge in Online-Branchenverzeichnissen sind wichtig, besonders wenn keine Website vorhanden ist. Die bekanntesten Suchmaschinen sind Google, Yahoo und Bing, deshalb ist es von Vorteil, dort mit dem Unternehmen gelistet zu sein. Der 3. Punkt sind Bewertungsportale. Hier noch ein paar Beispiele:

  • Yelp für Geschäfte in der Umgebung.
  • OpenTable, um online in Restaurants zu reservieren und vorab Bewertungen zu lesen.
  • TripAdvisor für Bewertungen von Hotels, Flügen, Ferienwohnungen, etc., neuerdings auch zum Buchen von Hotels.
  • Kennst Du Einen? für Dienstleistungen in der Nähe.
  • Wer liefert was für B2B, um nach Anbietern und Produkten zu suchen.  
  • W & V Wer Wo Was, um Dienstleister zu suchen.

Es gibt für fast jede Branche ein passendes Portal, wahrscheinlich war hier schon mindestens eins dabei, das beruflich oder privat nützlich sein könnte.

Ein weiterer Punkt sind Profile in sozialen Netzwerken wie z. B. Facebook, Twitter, Google+, XING, LinkedIn. Achtung, in manchen Netzwerken wird nach Privat- oder Unternehmenskonto (z. B. Google+ und Facebook) unterschieden. Ich gehe später nochmal auf die sozialen Netzwerke ein.

 

Die Website

Das hat wahrscheinlich jeder schon mal erlebt, dass beim Lesen eines Satzes der Eindruck entsteht, da fehlt doch etwas, verstehe ich nicht, beim nochmaligen Lesen wird aber festgestellt, dass der Text nicht ganz schlüssig ist. Entweder hat sich der Schreiber nicht viel Mühe gegeben oder für die Suchmaschine geschrieben, was für den Websitebesucher meist schwerer zu lesen ist. Das macht natürlich keinen Sinn. Verständlich zu schreiben, ist das A und O. Auch Google legt Wert auf guten Inhalt. Die wichtigsten SEO-Punkte, damit eine Website organisch, vorzugsweise auf der 1. Seite, gefunden wird, sind:

  • ein treffender Domainname,
  • passende Überschrift für jede Seite,
  • sprechende URL für jede Seite,
  • einfache Navigation,
  • übersichtliche Struktur,
  • schnelle Ladezeit.

Betreffend Ladezeit habe ich mich mal bei einem Online-Shop „beschwert“ und diese ehrliche Antwort erhalten: „Bitte entschuldigen Sie diese Unannehmlichkeit. Wir wissen um die Server Engpässe und suchen noch nach Lösungen. Aktuell sollte der Webshop ohne Einschränkung funktionieren.“ Diese Offenheit hat mich so beeindruckt, dass ich dort auch weiterhin bestelle. Mit Google PageSpeed Insights gibt es nützliche Infos, wie schnell die Website auf Mobilgeräten und dem Desktop ist und was zur Optimierung getan werden kann. 

Noch ein Tipp: Die Google Search Console gibt wichtige Informationen, wie die Website bei den Suchergebnissen abschneidet, über das Ranking und eine Einschätzung durch Google. 

Sinnvolle Links zur Website von guten Websites werden als Empfehlungen gewertet. Der Title Tag (Seitentitel), die Meta Description (Meta Beschreibung)  passende Bildnamen und  Alt-Tags (Alternativtexte) zu den Bildern und sprechende URLs sind bei der Suche wichtig, damit die Website gefunden wird.   

Noch mehr Tipps gibt es von Fabian Auler in 101 SEO-Tricks, die deine Website nach vorne bringen

Abschließend noch ein paar allgemeine Tipps für die Website:

  • Es ist üblich, dass der Websitebesucher mit Klick auf das Logo zurück zur Startseite kommt. Das Logo sollte überall einheitlich sein.
  • Relevante, ansprechende und verständliche Alltagssprache, keine Hightech-Begriffe und unverständlichen Fachbegriffe verwenden.
  • Wenn vorhanden, Bewertungen und Referenzen integrieren.
  • Bildoptimierung oder Thumbnails verwenden (für schnellere Ladezeiten). 
  • Installation eines Suchfelds.
  • Responsive Webdesign, weil die Nutzung von Smartphones immer mehr zunimmt.
  • Klarer Call-to-action (Handlungsaufforderung), damit der Besucher nicht einfach so die Website verlässt.
  • Icons der sozialen Netzwerke, wo Profile oder Seiten vorhanden sind.

Web Analytics

Den Einsatz von z. B. Google Analytics empfehle ich für jede Website oder Blog. Jeder Bericht in Analytics besteht aus Dimensionen und Messwerten. Mit Dimensionen werden Eigenschaften der Nutzer sowie deren Sitzungen und Aktionen beschrieben, wie z. B. Gerätetyp, Browser, Standort, Sprache, Betriebssystem, Zugriffsquelle. Messwerte sind messbare Werte wie z. B. die Anzahl der Nutzer, aufgerufenen Seiten oder Verweildauer.

Durch Analytics erhält man auch nützliche Informationen wie z. B.:

  • auf welchen Geräten die Website aufgerufen wird, wenn das hauptsächlich auf dem Smartphone ist, muss die Website mobilfreundlich sein,
  • an welchen Wochentagen, zu welchen Uhrzeiten es mehr oder weniger Besucher gibt, besonders wichtig bei der Schaltung von Anzeigen,
  • Alter, Geschlecht und demographische Daten der Besucher,
  • welche Seiten häufig oder selten aufgerufen werden, wie die Verweildauer und wo die Absprungrate besonders hoch ist als Hinweis, auf welchen Seiten optimiert werden sollte.

Durch diese Daten kann die Website und Strategie entsprechend angepasst werden.

 

E-Commerce

Eventuell macht es Sinn, nicht nur lokal, sondern auch im Internet zu verkaufen mit Lieferung nach Hause oder ins Geschäft zur Abholung. Für die Einrichtung eines Online-Shops und die Produktseiten braucht es:

  • brillante Fotos,
  • detaillierte Produktbeschreibungen,
  • Videos,
  • positive Kundenbewertungen,
  • Info zum Lagerbestand bzw. zur Verfügbarkeit.

Die Produkte werden zur besseren Übersicht meist in Kategorien und ggf. Unterkategorien unterteilt.

Ein Suchfeld, eventuell eine erweiterte Produktsuche, helfen dem Websitebesucher, das passende Produkt zu suchen und zu finden und erhöhen  die Kaufbereitschaft. Die Anzeige von:

  • kürzlich angesehenen Produkten,
  • passenden ergänzenden Produkten wie z. B. Batterien (Cross-Selling),
  • Listen mit ausgewählten Produkten,
  • speziellen Produktangeboten,
  • Empfehlungen,
  • ähnlichen Produkten

und anderen zusätzlichen Informationen zum Produkt können zu weiteren Einkäufen führen. 

Nach der hoffentlich erfolgreichen Suche fehlen „nur“ noch der „Einkaufswagen“ und ein Online-Bezahlsystem. Die Zahlungsabwicklung kann über einen externen Anbieter wie z. B. PayPal abgewickelt werden, wo auf eine externe Website weitergeleitet wird. Oder es gibt eine eigene Zahlungsabwicklung mit verschiedenen Zahlungsoptionen wie z. B. Vorauskasse, Kreditkarte oder Nachnahme.

Ein Backend-System für die Kontoerstellung für personenbezogene Daten, Lieferanschrift, verschiedene Zahlungsoptionen, evtl. Gutscheincodes, das Verwalten von Bestellungen, Verfolgen des Versands, Integration eines Finanz- und Buchhaltungssystems sind notwendig. Die Struktur der Website muss gut durchdacht sein und ein intelligentes Check-out mit Kundenkonto besitzen.

Idealerweise hat der Kunde auf allen Geräten ein perfektes Kauferlebnis.

Hier ein paar nützliche Links für die Erstellung eines Onlineshops:

Rabattaktionen, Google AdWords (s. u. Bezahlte Anzeigen) oder Criteo sind Möglichkeiten, auf den Onlineshop aufmerksam zu machen. 

Wer z. B. Google Analytics nutzt, erhält wichtige Daten, an welcher Stelle der Kauf abgebrochen wurde und kann entsprechend optimieren. Gründe für Verlassen des Warenkorbs können z. B. unerwartete Kosten, ein zu langer Bestellvorgang, bessere Preise bei der Konkurrenz, Bedenken wegen der Sicherheit der Daten oder umständliche Navigation auf der Website sein.

Mit Retargeting bzw. Remarketing können dem Beinahe-Kunden die Produkte seines Einkaufswagens auf einer anderen Website nochmal angezeigt werden in der Hoffnung, dass er den Kauf doch noch tätigt.

Dynamisches Retargeting geht noch einen Schritt weiter und personalisiert die Kaufempfehlungen, zeigt nicht nur das Produkt an, das nicht gekauft wurde, sondern bietet Alternativen und Ergänzungen, die zum Nutzerprofil passen.

 

Internationale Website

Durch die Nutzung von z. B. Google Analytics könnte z. B. auch entdeckt werden, dass es viele Besucher aus England auf der Website gibt. Dann kann nach einer Marktrecherche überlegt werden, ob eine englische Website sinnvoll wäre. Für die Übersetzung sollte nie ein Übersetzungsprogramm, sondern immer ein Muttersprachler gewählt werden. Der Inhalt muss lokalisiert werden. Neben der Sprache, müssen vielleicht auch Maße, Währung, kulturelle und sprachliche Gepflogenheiten, regionale Gegebenheiten berücksichtigt und Anpassungen gemacht werden. Kundenservice, Support, Rücksendungen, Rückerstattungen, Umtausch, Zahlungsmethoden (z. B. PayPal oder WorldPay), Steuern und Zölle, Zoll- und Exportvorschriften, grenzüberschreitende Bestimmungen,  Suchverhalten, Wettbewerb, Preisgestaltung, Verpackung, Umsatzsteuer, rechtliche und behördliche Hürden sind wichtige Punkte, die überdacht und geregelt werden müssen.

Hier sind 2 nützliche Links für den internationalen Verkauf:

E-Mail-Marketing

Bei E-Mail-Marketing und Newsletter denkt wahrscheinlich jeder 2. an Spam.

Tatsache ist, dass viele ohne Rückfrage in einen Verteiler aufgenommen werden und es oft nicht einfach gemacht wird, das Abo wieder abzubestellen. Dabei ist ein Double-Opt-In-Verfahren für die Anmeldung und eine einfache Abmeldemöglichkeit am Ende der Mail in Deutschland vorgeschrieben.

Wer eine Website hat, kann kostenlos z. B. eine PDF-Datei, ein E-Book, eine Infografik, ein Webinar oder einen Newsletter anbieten, um E-Mail-Adressen zu erhalten. Wichtig ist, die E-Mail zu personalisieren und lokalisieren: 

  • Name und Absender müssen klar erkennbar sein.
  • Die Betreffzeile muss aussagekräftig sein.
  • Manchmal empfiehlt es sich, individuelle Newsletter für jede Zielgruppe zu erstellen.
  • Der Inhalt muss für das Öffnen auf verschiedenen Geräten geeignet sein.
  • Weiterführende Links sind nützlich, wenn die Zielseite relevant ist.
  • Mit dem Inhalt auf den Punkt kommen.
  • Ein überzeugender und ansprechender CTA.
  • Möglichkeit der Abmeldung. Beim Abmelden wird mittlerweile gerne nach den Gründen gefragt (z. B. zu häufig, kein Interesse) oder Alternativen angeboten, den Newsletter z. B. nur noch wöchentlich oder monatlich zu erhalten.
  • Keine langweiligen Standard-E-Mails, sondern originelle und ansprechende E-Mails senden. Tipps dazu gibt es hier.

Hier sind 3 der bekanntesten Anbieter für den Newsletter-Versand:

Weitere Informationen gibt es im Artikel E-Mail-Marketing für Einsteiger: Die wichtigsten Grundlagen und Tipps vom UPLOAD Magazin.

 

Video-Marketing

Früher gab es häufig lange Ladezeiten und technische Probleme beim Öffnen eines Videos, das ist technisch heute in der Regel bei den meisten Geräten kein Problem mehr.

Videos sind lebendige Botschaften einer Marke und sollten unterhaltsam, bildend oder informativ sein.

Für die Aufnahme eines Videos reicht oft schon ein Smartphone, aber für professionelle Videos sind eine entsprechende Ausrüstung und ein Experte aus Qualitätsgründen oft besser geeignet.

  • Vor der Aufnahme sollte ein Storyboard (Szenenbuch) erstellt werden, in dem Szene für Szene der Ablauf einschließlich Handlung und Dialog geplant werden.
  • Ein externes Mikrofon ist für die gute Tonqualität wichtig.
  • Der Raum sollte gut beleuchtet sein.
  • Eine ruhige Kameraführung, die Tonqualität und Beleuchtung sind die 3 wichtigsten Punkte bei der Aufnahme.

Für die Bearbeitung des Videos gibt es z. B. folgende Videobearbeitungstools:

Ein Video-Editor-Tool bietet in der Regel die folgenden Funktionen:

  • zusammenstellen eines neuen Videos aus hochgeladenen Videos und Bildern,
  • zuschneiden der Clips auf die passende Länge,
  • hinzufügen von Musik zum Video aus einer Bibliothek genehmigter Titel,
  • anpassen der Clips mit speziellen Tools und Effekten.

Die Veröffentlichung kann z. B. auf YouTube oder Vimeo sein. Dabei sind relevante Keywords, ein aussagekräftiger Titel, eine ausführliche Beschreibung, ein CTA und Hashtags beim Teilen wichtig.

Wer einen Newsletter versendet, kann z. B. einen Link zur Website mit dem Video ergänzen.

Die Betrachtungszeit, Likes, Teilen und Kommentare sind wichtige Daten für die Messung des Erfolgs.

 

Mobile Marketing

1973 fand das erste mobile Telefongespräch statt. 1983 gab es das erste kommerzielle Mobiltelefon von Motorola. Es ist unglaublich, was sich bei der Entwicklung der Mobiltelefone in dieser relativ kurzen Zeit getan hat. Sie wurden immer kleiner und leistungsstarker.

Da immer mehr mit dem Smartphone gesucht wird, ist wie bereits erwähnt Responsive Webdesign ein Muss für jede Website, zumal es auch beim Ranking eine Rolle spielt, ob die Website mobilfreundlich ist oder nicht.

Schnelle Ladezeiten sind ein weiterer wichtiger Punkt.

Gerade für Mobilgeräte sind die Größe der Schrift  (gute Lesbarkeit), Bilder und Daten, leicht erkennbare Schaltflächen, große Buttons, eine einfache und klare Navigation, möglichst wenig Tipparbeit immens wichtig für ein einfaches Zurechtfinden und eine positive Nutzererfahrung. 

Für Smartphones gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Mobile App (App herunterladen und auf Mobilgerät installieren, kein Zugriff auf einen Browser) oder
  2. eine mobile Website (einfache Version der Hauptwebsite).

Eine App bietet Funktionen, die sich im Webbrowser nicht so einfach umsetzen lassen, oft mit Kamera oder GPS verknüpft (Smartphonefunktionen), Push-Benachrichtigungen sind möglich. Mobile Apps können für Verkaufsaktionen, Terminvereinbarungen, Onlinebestellungen, Veranstaltungen, kostenlose Aktionen, etc. verwendet werden.

Hier sind zwei Mögichkeiten, selbst eine App zu entwickeln:

Mobile Werbung wird gerne mit “Click to call” gemacht. Wichtig sind:

  • eine präzise Botschaft, 
  • Anruf-, Standort-, Sitelinkerweiterungen, 
  • kurzer und prägnanter Anzeigentext,
  • kurze und einfache Begriffe,
  • klarer Call-to-action (Handlungsaufforderung).

Der Google AdWords Keyword-Planer oder die Bing Schlüsselwort-Recherche sind nützliche Tools.

Es ist ein Unterschied, ob eine Anzeige auf dem Desktop oder einem Mobilgerät angezeigt werden soll, deshalb gibt es auch viele mobile Werbenetzwerke.

Hier ein paar Beispiele: 

Video-Marketing war für Smartphones früher ungeeignet, da es lange Ladezeiten und technische Probleme gab. Heute ist das in der Regel kein Problem mehr. Bei allen Anzeigen spielen Interessen und Aktivitäten der Zielgruppe eine große Rolle.

 

Soziale Netzwerke

Wie bereits beim lokalen Marketing erwähnt, gehören Profile in sozialen Netzwerken auch zum Marketing. Auch hier empfehle ich, zu googeln und recherchieren, wo sich die Zielgruppe und Konkurrenz aufhält, und sich für ein paar passende Netzwerke zu entscheiden. Die meisten Profile sind zwar kostenlos oder es gibt eine kostenlose Basis- und kostenpflichtige Premiumversion wie bei XING oder LinkedIn, aber die Zeit, die für die Erstellung und Pflege benötigt wird, kostet letztendlich auch Geld. Wichtig ist beim Posten eine gute Mischung aus eigenem und fremden Inhalt, nicht zutexten, sondern kommunizieren und interagieren. Regelmäßig posten, aber nicht ausschließlich eigene Werbung. Ritter Sport ist ein gutes Beispiel wie mit Gewinnspielen, Plakatvoting und anderen Aktionen mit den Kunden/Fans interagiert werden kann. Wer in den sozialen Netzwerken erfolgreich sein möchte, braucht einen Social Media Plan/eine Strategie, Tools für das Veröffentlichen wie z. B. Hootsuite, Buffereverypost und für das Monitoring.

Tina Gallinaro hat es in Keine Zeit für Social Media? Dann lasst es lieber bleiben! treffend auf den Punkt gebracht.

 

Der Blog

Der Nachteil in den sozialen Netzwerken ist, dass alles sehr vergänglich ist, weil jeden Tag neu gepostet wird und die Infos von gestern sehr schnell in der Timeline verschwinden. Unternehmen, die in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, und feststellen, dass immer wieder dieselben Fragen gestellt werden, können überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, die Fragen in einem Corporate Blog zu beantworten. So kann bei erneuter Frage bequem der Link zum Artikel mit einem kurzen Kommentar gepostet werden. Ein Corporate Blog ist ideal als Ratgeber- oder Infoseite. In jeder Firma passieren Dinge, die sich gut in einen Artikel verpacken lassen, wie z. B. Produktänderungen, neue Produkte, Events, Besuch von Messen. In der Auswertung der Blogparade Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog? von Meike Leopold findet bestimmt jeder eine Anregung, wie der eigene Blog gestartet werden kann oder wie es auch ohne geht.

 

Bezahlte Anzeigen

Wenn ein Budget für Anzeigen vorhanden ist, gibt es folgende Möglichkeiten: 

  • Google AdWords. Hier sind Tipps von Robert Klimossek zur Erstellung einer Kampagne. 
  • Facebook Ads. Nützliche Informationen rund um Facebook Ads gibt es im Blog von Thomas Hutter. 
  • Promoted Pins bei Pinterest. Wie das funktioniert kann im Artikel von Tina Bauer auf Online Marketing nachgelesen werden.
  • Twitter Werbung. Auch in diesem Netzwerk können Anzeigen geschaltet werden. Torsten Materna beschreibt auf Social Media Talk wie das funktioniert.

Retargeting für Beinahe-Kunden habe ich bereits im Abschnitt E-Commerce erwähnt.

Es gibt natürlich noch weitere soziale Netzwerke für die Schaltung von Anzeigen.

Für alle Anzeigen sind die Keywords wichtig (Gebotshöhe,  Qualitätsfaktor, Relevanz, CPC (cost per click = Preis pro Klick), Traffic und Mitbewerber).

Wie bereits beim Mobile Marketing erwähnt sind der Google AdWords Keyword-Planer oder die Bing Schlüsselwort-Recherche nützliche Tools.

Bei den Anzeigen ist ein guter CTA (Call-to-action = Handlungsaufforderung) wichtig. Tipps dazu gibt Ben Harmanus bei unbounce in Was ist eine Call To Action (und wie optimierst du sie für Conversions)? 

Ich empfehle generell, vorab eine Recherche zu machen, wo sich die Zielgruppe/Kunden aufhalten und zu schauen, was die Konkurrenz macht.

Wichtig ist, die Anzeigen zu analysieren, welche Keywords, Texte, Zielseiten, usw. mehr Conversions bringen.

 

Wer noch weitere nützliche Tools sucht, dem empfehle ich die Auswertung der Toolparade Die Top-Online-Tools der Zielbar-Gemeinde #toolparade von Dani Schenker.

 

Im Online-Marketing gibt es eine Vielfalt an Möglichkeiten, eine vollständige Liste im Detail zu erörtern hätte den Rahmen des ohnehin schon langen Artikels gesprengt.  Wie bereits erwähnt empfehle ich jedem, in Google nach sich und der Konkurrenz zu suchen. Es gibt keine Universal-Strategie für jedes Unternehmen. Ein Online-Marketing-Plan muss immer individuell für die Firma erstellt und eine Entscheidung getroffen werden, was intern und was extern gemacht werden kann und sollte. Viel hängt dabei auch vom Budget ab. Bevor sich jemand für die Zusammenarbeit mit einer Agentur oder einen Billiganbieter entscheidet, empfehle ich die Lektüre dieser beiden Artikel:

Wie Werbung polarisieren kann, zeigt die Radiowerbung von Willi Pfannenschwarz, der Stimme für das Seitenbacher Müsli.

 

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, online gefunden zu werden, sowohl mit als auch ohne Kosten. Die große Frage dabei ist immer, was man selbst machen kann, was extern an eine Agentur abgegeben werden sollte und was durch entsprechende Schulung erlernt werden kann (Hilfe zur Selbsthilfe). Der Vorteil einer Agentur ist das Fachwissen, der Vorteil von Mitarbeitern im Haus ist die bessere Kenntnis der Produkte und Dienstleistungen. Ideal ist eine transparente Zusammenarbeit, bei der beide Seiten die notwendigen Informationen erhalten, um gut arbeiten zu können und das Ziel zu erreichen. Wer an der falschen Stelle spart, den billigsten Anbieter wählt, darf sich nicht wundern, wenn das Ergebnis eine Blamage für das Unternehmen ist.

 

Welche Online-Marketing-Aktivitäten können Sie empfehlen und warum?

 

Nachfolgend eine Kurzversion als Präsentation.

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zu Autorenlesungen

Fragen und Antworten zu Autorenlesungen

Ann-Bettina Schmitz von der ABS-Lese-Ecke hat zu einer Blogparade "Was haltet ihr von Autorenlesungen?" eingeladen. Obwohl ich 4 Bücher geschrieben habe, muss ich ehrlich zugeben, dass ich mir nie richtig Gedanken gemacht habe über Autorenlesungen. Aber diese Blogparade nehme ich gerne zum Anlass, das nachzuholen.

 

Nachfolgend meine Antworten zu Ann-Bettinas Fragen:

 

1. Ich mag Lesungen weil …

Ehrlich gesagt lese ich lieber selbst. Beim Lesen hat jeder sein eigenes Tempo, ich blättere auch gerne mal zurück oder lese einen Absatz nochmal, mache eine Pause, um mir Gedanken zu machen über das Gelesene. Das geht nur, wenn man selbst liest. Nebenbei bemerkt lese ich immer noch lieber in Papierform.

 

2. Ich war schon auf Lesungen von …

Ich war noch nie auf einer Lesung.

 

3. Warst du schon einmal auf einer Lesung, die dich besonders beeindruckt hat? Wenn ja, warum?

Nein, wie bereits erwähnt war ich noch nie auf einer Lesung. Ich habe aber mal ein Event besucht, wo eine Autorin einen Vortrag gehalten hat. Daraufhin habe ich mir ein Buch von ihr gekauft, das mich zu einem Blogartikel inspiriert hat.

 

4. Ich war noch nie auf einer Lesung, weil …

Es gibt keinen speziellen Grund, warum ich noch nie auf einer Lesung war. Ich habe ein paar Lieblingsautoren und kaufe mir deren Neuerscheinungen, wenn sie als Taschenbuch verfügbar sind. Da die meisten meiner Lieblingsautoren aus Amerika oder England sind, werden sie sich wohl nicht in meine Gegend verirren, um eine Lesung zu halten.

 

5. Ich mag keine Autorenlesungen, weil …

Dass ich noch keine Autorenlesungen besucht habe, liegt nicht daran, weil ich sie nicht mag. Aber bei der 1. Frage habe ich bereit erzählt, dass ich lieber selbst lese als zuzuhören. In der Grundschule meiner Kinder gab es mal eine Autorenlesung von einer Kinderbuchautorin, die gut angekommen ist. Sie hat von ihren Büchern erzählt und es gab Autogrammkarten. Allerdings war der 2. Grund für die positive Resonanz, dass dadurch Unterricht ausgefallen ist. Ich finde trotzdem alle Aktionen gut, die Kindern Bücher und das Lesen näher bringen. Dazu zählt natürlich auch, Kindern regelmäßig vor zu lesen bis sie selbst lesen können.

 

6. Gehst du nur zu kostenlosen Lesungen oder bist du auch bereit dafür zu bezahlen?

Da ich noch keine Lesungen besucht habe, möchte ich das mal mit Events und Webinaren vergleichen, wo ich schon kostenpflichtige und kostenlose besucht habe. Es ist natürlich klar, dass ich mich schneller zu einem kostenlosen Ereignis anmelde. Wenn etwas interessant für mich ist, bin ich aber auch bereit, dafür zu bezahlen. Nur ärgere ich mich dann natürlich mehr, wenn es doch nicht so interessant war, und ich Geld investiert habe.

 

7. Wie erfährst du von Lesungen in deiner Nähe?

Ich habe schon Aushänge gesehen bei Buchläden oder Schulen. Bei Interesse an einer Lesung würde ich in Google entsprechend suchen.

 

8. Sollte eine Lesung ein Event, eventuell mit Musik oder einem anderen Rahmenprogramm sein, oder bevorzugst du reine Lesungen?

Das kommt auf das Buch und das Thema an. Mit einem gutem Rahmenprogramm wäre eine Lesung meiner Meinung nach ansprechender und man könnte den Autor/die Autorin besser und in lockerer Atmosphäre kennen lernen.

 

9. Fährst du für eine Lesung auch in einen benachbarten Ort?

Nein, da ich kein Auto habe, kommen für mich nur Lesungen und Events in Frage, die ich mit dem Fahrrad erreichen kann. Aber da es heute viele Angebote online gibt, muss man auch nicht mehr das Haus verlassen.

 

10. Ist der Ort, an dem die Lesung stattfindet, wichtig für deine Entscheidung dorthin zu gehen?

Wenn eine Lesung an einem Ort stattfinden würde, der mir nicht gefällt, würde ich eher nicht hingehen.

 

11. Hast du dir schon einmal eine Online-Lesung angehört?

Nein, bisher noch nicht. Da ich aber viel und gerne im Internet unterwegs bin, habe ich mal in Google geschaut und diese interessante Seite mit online Autorenlesungen gefunden und reingehört.

 

12. Wie gefällt dir die Idee der Online-Lesung?

Wenn man bedenkt, was wir durch die Digitalisierung mittlerweile alles online machen, war es absehbar, dass es irgendwann auch Autorenlesungen online gibt. Mir gefällt die Idee sehr gut.

 

Für meine Bücher  habe ich bisher immer gedacht, dass eine Autorenlesung nicht in Frage kommt, weil das bei Ratgebern wohl eher langweilig ist. Für Romane und Krimis finde ich Lesungen sehr viel spannender. Aber da ich in 2014 selbst einen Vortrag gehalten habe und mittlerweile viele Vorträge, Events, Webinare, etc. online und offline besucht habe, denke ich jetzt, nachdem ich die Fragen von Ann-Bettina beantwortet und mir nochmal Gedanken gemacht habe, dass es auch bei Sachbüchern möglich ist, eine interessante Autorenlesung zu machen, aber statt einen Ausschnitt vor zu lesen würde ich Tipps und Tricks aus den Büchern erwähnen und eine Fragerunde zum Thema anschließen. Um die eventuell jetzt auftauchende Frage gleich zu beantworten, da ich mittlerweile lieber blogge als Bücher zu schreiben, wird es voraussichtlich auch in Zukunft keine Autorenlesung mit mir geben. Aber man soll niemals "nie" sagen.

 

Fazit

Für mich ist klar, dass jeder, der ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen möchte, sich mit Online-Marketing beschäftigen muss. Das betrifft natürlich auch das Autorenmarketing. Es reicht nicht, ein Buch online und offline einfach anzubieten. Der Autor muss darauf aufmerksam machen, ganz besonders dann, wenn er nicht bei einem renommierten Verlag ist, der sich um die Werbung kümmert. Um Leser zu erreichen, sind eine eigene Website, ein Blog, Profile in sozialen Netzwerken und u. a. eben auch Autorenlesungen nützlich.

 

Was halten Sie von Autorenlesungen?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Netzwerken

Die Grenze zwischen netzwerken und spammen

Die Grenze zwischen nettem Netzwerken und nervigem Spammen wird manchmal schnell überschritten. In meinem neuen Artikel bei Zielbar "Networking im Social Web: Du sollst nicht spammen!" gibt es Beispiele, was als Spam ankommen könnte wie z. B.:

  • Facebook-Seite liken,
  • Massenposts,
  • Gruppeneinladungen,
  • Follower-Empfehlungen,

und wie es besser geht. Hier geht es zum kompletten Artikel.

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Claudias praktischer Ratgeber zum Abenteuer Sprache

Abenteuer Sprache

Emojis als Ersatz für Worte
Wie gut drücken Emojis unsere Gefühle aus?

Unter Sprache versteht man laut Wikipedia die Menge, die als Elemente alle komplexen Systeme der Kommunikation beinhaltet. Die Sprache dient als Mittel der Verständigung und Kommunikation. Linguisten sind Wissenschaftler, die die menschliche Sprache untersuchen. Beim Versuch herauszufinden, wie viele Sprachen es gibt, erhält man unterschiedliche Angaben von ca. 2.500 - 3.500, 6.500, 7000 oder 6.000 - 8000. Wenn wir uns die portugiesische und brasilianische Sprache oder britisches und amerikanisches Englisch anschauen, gibt es viele Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede. Das belgische Niederländisch wird auch Flämisch genannt. Es hat auch lange gedauert, bis katalanisch, das sich aus dem Vulgärlatein entwickelt hat und kein spanischer Dialekt ist, als eigene Sprache anerkannt wurde. In den meisten afrikanischen Ländern gibt es mehr als eine Sprache. In der Südsee gibt es Inseln von deren Sprachen wir nur wenig wissen. In Papua-Neuguinea, dem drittgrößten Inselstaat der Welt, gibt es über 800 Sprachen. Die Anzahl der Sprachen zu zählen ist auch deshalb so schwer, weil Sprachwissenschaftler sich oft nicht einig sind. Ist es die Anzahl der Sprecher einer Sprache, ob sie noch aktiv gesprochen wird, eigene Grammatik, Rechtschreibung, Satzbau, usw.? Wenn ich an Denglisch, eine Vermischung der deutschen Sprache mit Anglizismen und Scheinanglizismen, denke, fallen mir sofort die Sprachpuristen, auch Sprachreiniger genannt, ein, die Fremd- und Lehnwörter in einer Sprache entfernen durch Bildung von neuen Wörtern aus der eigenen Sprache. In Europa ist es einfach, ein Land und eine Sprache gehören zusammen, in Deutschland wird deutsch gesprochen, in Italien italienisch, usw., während es auf anderen Kontinenten eine Sprachenvielfalt gibt. Es ist sehr interessant, wie sich aus einer Sprache eine neue entwickeln kann, wie sich jemand schon im nächsten Dorf nicht mehr in seiner Muttersprache verständigen kann, wie viele Sprachen noch nicht entdeckt wurden. Aber schauen wir uns doch verschiedene Sprachen und Möglichkeiten zur Kommunikation und Verständigung an:

  • Als Muttersprache wird die Sprache bezeichnet, die wir schon als Kind, meistens von der Mutter, lernen.
  • Ein Dialekt oder eine Mundart ist eine lokale oder regionale Sprachvarietät.
  • Dahingegen bezieht sich der Akzent nur auf die phonologischen Charakteristiken der Aussprache.
  • Die Lautsprache wird z. B. mit Kehlkopf, Mund oder Zunge erzeugt und gibt akustisch Informationen weiter. 
  • Die Körpersprache kommuniziert nonverbal über Gestik, Mimik und Habitus und gibt optisch Informationen weiter.
  • Es gibt die Gebärdensprache für Menschen, die nicht oder nur schwer hören und deshalb über Gestik, Mimik und die Körperhaltung kommunizieren.
  • Die Zeichensprache ist eine nonverbale Kommunikation, z. B. Zeichen, die sich Taucher unter Wasser geben, trommeln, um Nachrichten über Distanz zu übermitteln, Signalsprachen, z. B. Flaggen oder Lichtzeichen in der Schifffahrt oder im Flugverkehr.
  • Die Schriftsprache, die geschriebene Sprache, ist eine schriftliche sprachliche Äußerung.
  • Die Literatursprache, die nicht der Kommunikation dient, sondern als Sprache der Literatur vor allem ästhetisch sein muss und eine dichterische Freiheit einräumt.
  • Die Programmiersprache gibt Anweisungen, die von einem Computer ausgeführt werden.
  • Die Tiersprache ist eine Kommunikation unter Tieren durch akustische (z. B. das Zwitschern von Vögeln), chemische (z. B. Duftspuren von Ameisen zwischen Nest und Zielgebiet) oder visuelle (z. B. das Fletschen der Zähne eines Wolfes) Signale.
  • Welthilfssprachen wie z. B. Esperanto oder Volapük wurden künstlich geschaffen, sollen einfach erlernbar sein und die Kommunikation zwischen Menschen, die unterschiedliche Sprachen sprechen, erleichtern.
  • Und jeder Yoda-Fan sollte die Yoda-Sprache kennen, eine sogenannte OSV-Sprache (Objekt, Subjekt, Verb), wo das Objekt vor dem Subjekt kommt.

Eine Universalsprache, die alle Menschen verstehen, wird es wohl nie geben.

 

Aber durch den Computer und das Internet ist noch eine weitere Sprache entstanden, die ich Internetsprache nennen möchte, und zu einer neuen Form der Verständigung und Kommunikation geworden ist:

  • Da im Internet niemand viel Zeit hat und es auch oft nicht viel Platz zum Schreiben gibt (siehe die noch bestehende Beschränkung auf 140 Zeichen bei Tweets), sind Internet-Abkürzungen entstanden, wie z. B. "LOL" (Laugh out loud = lauthals lachen) oder "Thx" (Thanks = Danke). Diese Abkürzungen werden auch Web-Slang oder Netz-Jargon genannt.
  • Auch für den Chat gibt es gängige Abkürzungen wie z. B. "2F4U" (To fast for you = Zu schnell für dich) oder "Btw" (By the way = übrigens).
  • Neben der Netiquette, dem guten Ton im Netz, gibt es auch eine Chatiquette, den guten Ton im Chat. Abkürzungen wie z. B. "*g*" für  "*grins*" (grinsen) oder "*momtel*" (Moment, ich telefoniere gerade) sollen das Chatten erleichtern, weil damit schneller kommuniziert werden kann.
  • Der Amerikaner Harvey Ball hat das Smiley (2 Punkte und ein gebogener Strich in einem gelben Kreis), das für Anstecknadeln zur Besserung des Betriebsklimas für eine Versicherungsgesellschaft verwendet wurde, erfunden. Mit einem Smiley soll grafisch ein Gesichtsausdruck dargestellt werden.
  • Das Emoticon, ein Kofferwort aus "emotion" (Gefühl) und "icon" (Bildzeichen), dagegen basiert auf Schriftzeichen, beide Begriffe werden oft als Synonyme verwendet. Scott Elliot Fahlman gilt als sein Erfinder. 
    Das bekannteste Emoticon ist das Smiley (Doppelpunkt, Gedankenstrich und geschlossene Klammer). Bei einigen Programmen wird nach der Texteingabe die entsprechende Grafik erzeugt.
  • Die Erfindung des Emojis wird Shigetaka Kurita zugeschrieben. Hier handelt es sich um ein Ideogramm (Begriffszeichen), das gerne in Chats und SMS-Nachrichten verwendet wird, um Begriffe zu ersetzen. Und es gibt sogar ein Twitter-Tool, um herauszufinden, welches Emoji in Social Media am häufigsten genutzt wird und mit welchem es mehr Interaktionen gibt. Für Emojis gibt es mittlerweile viele Einsatzbereiche, neben Social Media auch in Newslettern, in der Werbung, zum Branding oder generell in der digitalen Kommunikation. Eine komplette Liste mit Emojis und Beschreibungen gibt es hier.
  • Wer kennt ihn nicht den berühmten Daumen von Facebook, um eine Gefällt-mir-Angabe zu machen. Im Februar hat Facebook Alternativen ergänzt, um ein Gefühl differenzierter auszudrücken (Love, Haha, Wow, Traurig und Wütend).

Wenn man überlegt, dass die Tasten von Smartphones früher sehr klein waren, wofür es Eingabestifte gab, im Internet alles sehr schnell gehen muss, ist leicht verständlich, warum Menschen lieber Abkürzungen verwenden oder ein kleines Bild aussuchen statt mehrere Worte zu schreiben. Aber sind diese Bilder wirklich aussagekräftig? Schauen wir uns den neuen Facebook-Button "traurig" an. Ich kann sagen, dass ich traurig, bedrückt, bekümmert, tief betrübt bin, mir zum Heulen zumute ist, ich todunglücklich bin. In Worten kann ich Traurigkeit vielseitig ausdrücken und sehr viel feiner differenzieren. Das bekannte Sprichwort "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" kennt wohl jeder. Und es stimmt auch, dass ein komplexer Sachverhalt einfacher mit Bildern oder einem Video vermittelt werden kann als nur mit Text. Im Internet und in der Werbung sind reine Texte weniger ansprechend, visuelle Ergänzungen wie Bilder, Infografiken, Animationen, Videos, etc. erzeugen mehr Interesse. Aber wie verändern Abkürzungen, Emojis und visuelle Möglichkeiten, Text zu verkürzen oder zu ersetzen unsere Kommunikation? Überträgt sich das auch auf die Verständigung offline? Wenn man bedenkt, dass in der Werbung oft englische Slogans verwendet werden, die niemand versteht, scheint der Text an Bedeutung zu verlieren. Können Emojis, Bilder, etc. Text tatsächlich ersetzen? Sie können sicher Gefühle ausdrücken oder erzeugen, aber nicht immer in der gewünschten Form, da jeder Mensch andere Erfahrungen gesammelt und deshalb andere Assoziationen hat. Sie können in der Kommunikation nur begrenzt dieselben differenzierten Möglichkeiten bieten wie die Sprache, haben aber einen schnelleren Wiedererkennungseffekt als ein Text und können schneller "gelesen" werden. Aber kommen wir zur ursprünglichen Sprache zurück.

 

Beim Vier-Seiten-Modell von  Friedemann Schulz von Thun gibt es 4 Ebenen in der Kommunikation:

  1. Sachinhalt (was beschrieben wird bzw. worüber informiert wird). Der Zuhörer prüft, ob die Information wahr, relevant und ausreichend ist oder diese 3 Kriterien nicht erfüllt werden. 
  2. Selbstoffenbarung (was jemand über das Gesprochene über sich preisgibt). Der Sprecher stellt sich bewusst und unbewusst selbst dar und der Zuhörer deutet.
  3. Beziehung (was das Gesprochene über die Beziehung zwischen Sprecher und Zuhörer aussagt). Der Sprecher kann durch die Art und Weise wie er etwas sagt Wertschätzung und Respekt zeigen oder eben nicht. Der Zuhörer fühlt sich entweder akzeptiert oder nicht.
  4. Appell (wozu der Zuhörer veranlasst werden soll). Der Sprecher möchte offen oder versteckt oder auch durch Manipulation etwas erreichen. Der Zuhörer fragt sich, was erwartet wird, wie er reagieren soll.

Diese Seiten in der Kommunikation kommen nur im gesprochenen Dialog richtig zum Tragen. Mündlich kann auf Mimik, Gestik und die Körpersprache geachtet werden, die manchmal im Widerspruch zum Gesprochenen steht. Es kann sofort reagiert werden, wenn das Gespräch in die falsche Richtung läuft. Im schriftlichen Dialog z. B. bei E-Mails oder Kommentaren in Blogs, ist es nur begrenzt möglich, zwischen den Zeilen zu lesen und zu erahnen, wie etwas gemeint ist. Generell gibt es oft Missverständnisse, vor allem, wenn Ironie oder Sarkasmus verwendet werden. Fest steht, wir reagieren mehr auf Visuelles als nur auf Text. Das Beifügen von Fotos, Grafiken, Infografiken, Videos, usw. zu Texten, Artikeln und Werbung ergibt sich dadurch zwangsläufig im Internet, um beachtet zu werden.

 

Es gibt eine Vielfalt an Sprachen. Sich mit ihnen zu beschäftigen ist ein faszinierendes und spannendes Abenteuer. Ob nun Fremdsprachen, Dialekte, die gesprochene Sprache, Prosa, Reime, Literatur- oder Zeichensprache, sie alle dienen der Kommunikation und bieten unterschiedliche Möglichkeiten, sich auszudrücken und etwas mitzuteilen.

 

Fazit

Die Kommunikation und damit auch die Sprache verlagert sich immer mehr in das Internet. Dadurch wird mehr schriftlich als mündlich kommuniziert. Um Zeit zu sparen und weniger tippen zu müssen, werden Sätze gekürzt, Abkürzungen oder Bilder verwendet. Egal ob nun schriftlich oder mündlich kommuniziert wird, Sorgfalt mit der Wortwahl und Formulierung ist notwendig. Die Redensart "Der Ton macht die Musik" gilt für die mündliche und schriftliche Kommunikation, um seinem Dialogpartner Respekt und Wertschätzung zu zeigen. Und es gibt immer Situationen, wo ein Face-to-Face-Gespräch der Schriftform vorzuziehen ist.

 

Welches ist Ihre Lieblingssprache?

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Claudias praktischer Ratgeber Interview mit mir

Interview mit mir im Blog El Instante

Interview im Blog El Instante
Lisa-Alexa Kopka hat mich interviewt

Lisa-Alexa Kopka vom Blog El Instante hat mich interviewt und Fragen gestellt über

  • Content,
  • Content Marketing,
  • Bloggen,
  • Zukunftsvisionen,
  • Persönliches,
  • Berufliches.

Hier geht es zum kompletten Interview. Viel Spaß beim Lesen.

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Claudias praktischer Ratgeber zur Zeit offline 

Wie viel Zeit bleibt offline?

Uns rennt die Zeit davon
Die Zeit läuft wie in einer Sanduhr

Manche sind wahre Meister der Prokrastination oder Delegation, verschieben alles auf morgen oder delegieren einfach, verschaffen sich so Freiraum und Zeit. Andere haben das Gefühl, dass ihnen die Zeit zwischen den Fingern verrinnt ähnlich wie der Sand in einer Sanduhr, der Tag einfach nicht genügend Stunden hat. Alle haben eins gemeinsam, nämlich einen Tag mit 24 Stunden. Wie beruflich und privat die Prioritäten gesetzt werden, wofür wie viel  Zeit eingeplant wird oder nicht, ist eine sehr individuelle Angelegenheit.

Und wer in Rente geht, hat ein ganz anderes Problem, was er plötzlich mit seiner Zeit anfangen soll.

 

Schauen wir kurz zurück, wie es früher war:

  • Während in der Anfangszeit des Telefons nur selten und in wichtigen Fällen telefoniert wurde, ist man heute mit Smartphone rund um die Uhr 24 Stunden erreichbar.
  • Während ein Brief früher je nach Absender- und Empfängerland tage- oder sogar wochenlang unterwegs war, wird eine E-Mail heute in sekundenschnelle zugestellt.
  • Während es früher nur zu bestimmten Zeiten Fernsehprogramm gab, der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an das Testbild, gibt es heute fast pausenlos irgendwo Programm. Kinder können schon vor 6.00 morgens Sendungen anschauen bis zum Abend.
  • Während man früher telefonisch oder persönlich Kontakt aufnehmen musste, um zu wissen, wie es jemandem geht und was er so macht, genügt heute oft ein Blick in die sozialen Netzwerke, um zu erfahren, wo sich jemand aufhält und was er so treibt.

Fest steht, wir verbringen heute sehr viel mehr Zeit online als offline und das betrifft auch unsere Kinder.

Auf XING Klartext wird deshalb kontrovers darüber diskutiert, ob es ab der 1. Klasse das Fach Medienerziehung geben müsste oder Kinder bis zum 12. Lebensjahr von Computern ferngehalten werden sollten. Zum Thema Kinder und die Digitalisierung denke ich, dass Eltern für ihre Kinder verantwortlich sind, Vorbild sein müssen und Aufklärung notwendig ist über Wertschätzung, Privatsphäre, Datenschutz und Urheberrecht, um aufmerksam, vorsichtig und verantwortungsbewusst im Internet zu surfen.

 

Durch den technischen Fortschritt ist beruflich und privat vieles einfacher. Man denke nur an Wasch- oder Spülmaschine, Computer und Maschinen, durch die viele Arbeiten schneller und einfacher erledigt werden können. Es ist doch paradox, obwohl wir heute in der Regel weniger arbeiten als früher und mehr Freizeit haben, klagen wir über Zeitmangel und Stress. Ist die Digitalisierung unseres Lebens so weit fortgeschritten, dass die Zeitersparnis ins Negative umgeschlagen ist? Warum fühlen sich viele unter Druck gesetzt und überfordert? Ist die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben durch die ständige Erreichbarkeit per E-Mail, Smartphone und Co. so sehr verwischt, dass wir nicht mehr richtig abschalten und entspannen können?

 

Social Media im Alltag ist so allgegenwärtig, dass es für die meisten selbstverständlich ist, berufliche und private Kontakte über soziale Netzwerke zu pflegen. Während Werbung früher "greifbar" war in Zeitschriften, im Fernsehen, auf Plakaten, usw., begegnet sie uns heute digital überall im Internet, auch in den sozialen Netzwerken, und ist oft nicht als Werbung erkennbar. Wem die viele Werbung zu viel ist, verwendet einen Adblocker. Im Internet gibt es eine Flut an Informationen, die wir gar nicht aufnehmen können. In Sekundenschnelle werden Entscheidungen getroffen, auf welchen Link oder welche Anzeige wir klicken, um mehr zu erfahren. Wir werden konstant in irgendeiner Form berieselt.

 

Überall lesen wir, wie wir Zeit sparen können, erhalten Tipps zur Steigerung unserer Produktivität, für effektives Zeitmanagement oder Informationen über Tools zur Arbeitserleichterung.

 

Ivan Blatter ist Personal Trainer für Zeitmanagement und bietet regelmäßig Webinare an. In der Auswertung seiner Blogparade Welches sind Ihre drei wichtigsten und/oder liebsten Tools, um produktiver zu arbeiten? (der Link funktioniert leider nicht mehr) gibt es zahlreiche Tipps und Tools der Teilnehmer zur Steigerung der Produktivität bei der Arbeit. Hier ist mein Beitrag.

 

In der Auswertung der Blogparade Die Top-Online-Tools der Zielbar-Gemeinde #toolparade von Dani Schenker bei Zielbar sind zahlreiche Tipps und Tools gelistet, um online die Arbeit zu erleichtern.

 

Mittlerweile gibt es sogar Apps, um bewusst offline zu gehen. Es scheint so, als ob das Problem, das uns die Technik und Digitalisierung eingebrockt hat, mit einer neuen Technik ausgelöffelt bzw. gelöst werden soll. Warum lassen wir uns so leicht ablenken, lesen eingehende E-Mails, Nachrichten, Statusmeldungen, etc. immer sofort? Woher kommt die Angst, etwas zu verpassen und deshalb immer online zu sein? Sind wir nicht in der Lage, selbst zu entscheiden, wann und wie oft wir online und offline sind, um eine gesunde Balance zu finden? Sind wir schon so weit, dass Digital Detox (digitale Entgiftung) ein Thema bei uns ist? Ich finde, es sollte ein Thema sein, weil sich noch zu wenig Menschen Gedanken machen über die Folgen der Digitalisierung und ständigen Erreichbarkeit.

 

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, Geräte und Tools, online und offline Zeit zu sparen und seine Zeit effizient(er) zu nutzen. Fest steht, wir brauchen Zeiten, in denen wir komplett offline sind, um abzuschalten und zu entspannen. Eine gesunde Work-Life-Balance besteht nicht nur aus einem Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben, sondern auch aus einem Gleichgewicht zwischen der Online- und der Offline-Zeit. Jeder muss für sich definieren, wie seine eigene Work-Life-Balance in Einklang gebracht werden kann mit einem gesunden Leben.

 

Wie wichtig ist Zeit offline für Sie? 

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Claudias praktischer Ratgeber zur sozialen Arbeitswelt

Was ist sozial und fair?

Sozial und fair produzieren und handeln
Wie definieren Sie sozial und fair?

Fair for Life Social & Fair Trade Zertifizierungsprogramme bieten Produzenten und Händlern weltweit die Möglichkeit, sich auditieren und zertifizieren zu lassen zum Nachweis, dass die Produkte fair hergestellt und gehandelt werden, und ihre soziale Verantwortung zu zeigen.

 

Dabei werden Aspekte wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Gesundheit und Sicherheit, Löhne, Soziale Sicherheit und Leistungen, Arbeitsstunden und bezahlter Urlaub, regelmäßige Beschäftigung, soziale Verantwortung und Beziehungen zur Gemeinde, Umweltaspekte, Abfallmanagement, Gewässerschutz, Luftverschmutzung, Tierschutz geprüft.

 

Da es viele Länder gibt, wo Kinder mitarbeiten müssen, um die Familie zu ernähren, Arbeitsstunden nicht geregelt sind, es keine sozialen Leistungen z. B. bei Krankheit gibt, ist ein Unternehmen, das sich sozial engagiert ein großer Vorteil für die Menschen, die dort Arbeit finden.

 

Es liegt auf der Hand, dass fair hergestellte und gehandelte Produkte teurer sind. Aber es gibt immer mehr Menschen, die Wert darauf legen, zu wissen, wie das, was sie konsumieren, hergestellt und gehandelt wird und auch bereit sind, dafür zu zahlen, sofern sie es sich leisten können. Nachhaltigkeit ist ein großes Thema heutzutage.

 

In den industrialisierten Ländern sind die Arbeitsbedingungen und was damit zusammenhängt geregelt. 

 

Arbeitsschutz

In Deutschland ist der Arbeitsschutz gesetzlich geregelt, um Arbeitsunfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen.

 

Mutterschutz

Der Mutterschutz in Deutschland soll Mütter vor und nach der Geburt schützen. In der Schweiz sind die Bedingungen für Mütter bei weitem nicht so gut wie bei uns.

 

Kinderbetreuung

Dänemark, Frankreich und die Niederlande bieten deutlich bessere Angebote bei der Kinderbetreuung (der Link des Artikels funktioniert leider nicht mehr) an als Deutschland.

 

Familienfreundlichkeit

Hier liegen laut einem Bericht aus 2015 Österreich, Finnland und Schweden auf den ersten drei Plätzen, wenn eine Familie mit Kindern vorhat auszuwandern.

 

Betriebsrat

In größeren Firmen gibt es häufig einen Betriebsrat, der die Arbeitnehmer vertritt. Oder es gibt anstatt dessen einen Ombudsmann, der Ansprechpartner bei Problemen ist.

 

Bei uns gibt es andere Probleme als in Ländern, wo die erste Priorität die Ernährung der Familie und ein regelmäßiges Einkommen ist. Es geht mehr um die Work-Life-Balance, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen und motiviert sind.

 

Mobbing und Bossing

Beim Mobbing werden Mitarbeiter am Arbeitsplatz regelmäßig und wiederholt schikaniert und seelisch fertig gemacht. Geht das Mobbing vom Chef aus, spricht man von Bossing.

 

Innere Kündigung

Im Gegensatz zur äußeren Kündigung, wo der Arbeitnehmer tatsächlich kündigt, hat er bei der inneren Kündigung nur gedanklich gekündigt, weil er unzufrieden ist mit seiner Arbeit. Der Mitarbeiter ist demotiviert und zeigt nur wenig Einsatzbereitschaft.

 

Arbeiten 4.0

Durch die Industrialisierung und Digitalisierung hat sich unsere Arbeitswelt radikal verändert und eine interessante Entwicklung durchgemacht:

  • Arbeiten 1.0: Erste industrielle Revolution mit Entwicklung zur Massenproduktion durch Maschinen mit Wasser- und Dampfkraft.
  • Arbeiten 2.0: Zweite Industrielle Revolution durch die Einführung der Elektrizität.
  • Arbeiten 3.0: Dritte industrielle Revolution mit Automatisierung durch Elektronik und IT.
  • Arbeiten 4.0: Vierte industrielle Revolution mit zunehmender Digitalisierung.

Arbeitsprozesse konnten vereinfacht werden. Menschen wurden teilweise überflüssig, weil eine Maschine die Arbeit übernommen hat. Berufe sind weggefallen und neue entstanden. Fest steht, dass das Ende der Digitalisierung noch lange nicht erreicht ist. Man darf gespannt sein, ob es irgendwann ein Arbeiten 5.0 mit einer weiteren Errungenschaft geben wird.

 

Durch die Digitalisierung werden die Menschen auch in Generationen eingeteilt, denen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden:

  • Veteranen: Altersgruppe 1922 - 1945 (Interaktionen Face to Face).
  • Baby Boomer: Altersgruppe 1946 - 1964 (prägten den Begriff "Workaholic").
  • Generation X: Altersgruppe 1965 - 1980 (Arbeit zur Existenzsicherung).
  • Generation Y: Altersgruppe 1980 - 1999 (auch Millenials oder Digital Natives genannt, legen Wert auf Selbstverwirklichung und sind sehr gut vernetzt).
  • Generation Z: Altersgruppe 1999 - 2010 (Schwerpunkt auf Sicherheit und Stabilität).
  • Generation Alpha: Altersgruppe ab 2010 (streben nach wirtschaftlicher Sicherheit).

Die technischen Möglichkeiten haben in jeder Generation unterschiedliche Voraussetzungen geboten und dadurch auch die Arbeitswelt geprägt und die Vorstellung von Berufs- und Privatleben. Aber ob die zugesprochenen Eigenschaften immer passen,  bezweifele ich, da man Menschen nicht in Schubladen packen kann, dazu sind sie zu individuell, auch bei gleichen Voraussetzungen.

 

Arbeitssuche

Schauen wir uns an, worauf bei der Arbeitssuche geachtet wird. In XING wird im Menü Stellensuche folgende Frage gestellt "Was sollte Ihren nächsten Arbeitgeber auszeichnen?".

  • Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten
  • Familienfreundliche Bedingungen
  • Kompetenz im Umwelt- oder Sozialsektor

Es werden jeweils die Anzahl der angebotenen Stellen angezeigt und darunter beliebte Arbeitgeber mit Job am Standort des XING-Mitglieds aufgeführt.

 

Bewertungen der Arbeitgeber werden anonym auf Kununu gemacht und verschiedene Bereiche werden abgefragt, die man nach Wohlfühl- und Karrierefaktor sortieren kann:

  • Mitarbeitervorteile wie z. B. flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Kantine, Essenszulagen, Kinderbetreuung, betriebliche Altersversorgung, Barrierefreiheit, Firmenwagen, Mitarbeiterhandy. 
  • Arbeitgeber-Bewertung wie z. B. Vorgesetztenverhalten, Kollegenzusammenhalt, Arbeitsatmosphäre, interne Kommunikation, Gleichberechtigung, Karriere & Weiterbildung, Gehalt & Zulagen, Umgang mit Kollegen 45+, Umwelt- & soziales Bewusstsein.

Wenn zusätzlich zur Bewertung auch Erfahrungsberichte von Mitarbeitern vorhanden sind, kann sich jemand, der auf Stellensuche ist, gut vorab informieren, ob der potentielle Arbeitgeber empfehlenswert ist oder nicht.

 

Bewerbungen

Viele Firmen machen nach der Bewerbung, die heute meist digital erfolgt, einen schlechten Eindruck, wenn es noch nicht einmal eine automatische Bestätigung über den Eingang der Bewerbung gibt und der Bewerber keinerlei Information erhält, wenn ein anderer Kandidat ausgewählt wurde. Nicht besonders sozial und fair, Menschen, die durch ihre Bewerbung ein Interesse am Unternehmen gezeigt haben, so geringschätzig zu behandeln. Dabei gibt es technisch ausreichend Möglichkeiten, den Bewerbungsprozess zu optimieren.

 

Dass wir mittlerweile statt Personalabteilung den englischen Begriff Human Resource Management (HRM) verwenden, die Mitarbeiter als "menschlichen Rohstoff" betrachten, gibt zu denken. "Personal" klingt doch sehr viel persönlicher. Schließlich sind wir trotz der technischen Möglichkeiten immer noch Menschen und wollen auch wie ein Mensch als Individuum behandelt werden.

 

Was frustriert Mitarbeiter?

  • Die ständige Erreichbarkeit und Vermischung von Berufs- und Privatleben dadurch.
  • Unter- oder Überforderung bei der Arbeit.
  • Ständiger Leistungsdruck und fehlende Anerkennung.
  • Keine Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, fehlende Aufstiegschancen.
  • Ein schlechtes Arbeitsklima durch unzufriedene Mitarbeiter, Mobbing, Bossing.
  • Vorschlagswesen für Verbesserungsvorschläge. Die Ideen werden zwar prämiert aber nie umgesetzt, was äußerst demotivierend und frustrierend ist.

Was wünscht sich wohl jeder Arbeitnehmer?

  • Einen sicheren Arbeitsplatz im wörtlichen und übertragenen Sinn.
  • Ein angenehmes und gesundes Arbeitsklima, das nicht krank macht.
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf (flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, adäquate Kinderbetreuung).
  • Menschliche und finanzielle Wertschätzung. Da kann die Bezahlung noch so hoch sein, wenn der Job keinen Spaß macht, ist das frustrierend. Da kann der Job noch so viel Spaß machen, wenn die Bezahlung mies ist, frustriert das. Im Idealfall macht die Arbeit Spaß und das Gehalt ist auf die Arbeit abgestimmt.
  • Welche Eigenschaften eine brillante Führungskraft ausmachen wird hier sehr gut beschrieben.

Fazit

Ob ein Unternehmen sozial und fair produziert und handelt lässt sich zwar anhand einiger Faktoren beurteilen, aber ob ein Mitarbeiter sich dort auch wohlfühlt, hängt von individuellen und menschlichen Faktoren ab. Es ist ein Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren, die für Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit sorgen, da jeder Mensch seine beruflichen und privaten Prioritäten anders setzt.

 

Wie muss ein sozialer und fairer Arbeitgeber für Sie sein?

 

Ergänzung am 24.02.16

Interessante Dokumentation am 23.02.16 um 20.15 im ZDF „Wie gut sind unsere Chefs“.

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Claudias praktischer Ratgeber zu Vertrauen

Der Wert von Vertrauen

Vertrauen wird heute oft als Vermögenswert bezeichnet. Wie Vertrauen entsteht, wem man vertraut, wie es aufgebaut wird und welchen Wert es hat, ist das Thema in meinem neuen Artikel bei ZIELBAR. Dabei geht es um Vertrauen in

  • eine Website,
  • Soziale Netzwerke,
  • einen Blog,
  • ein Unternehmen,
  • und im Internet.

Hier geht es zum kompletten Artikel.

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Claudias praktischer Ratgeber zur Digitalisierung

Kinder und die Digitalisierung

Auch Kinder besitzen schon Smartphones
Die Technik im Vergleich früher und heute

Wenn ein Kind vom Kindergarten in die Schule wechselt, werden emotionale, soziale, motorische, sprachliche und kognitive Fähigkeiten erwartet.

 

In der Grundschule wird teilweise schon mit Antolin gearbeitet, einem Online-Portal zur Leseförderung von der 1. bis zur 10. Klasse.

 

Ab der 5. Klasse besitzen viele Schüler bereits ein Smartphone und WhatsApp wird verwendet, um Nachrichten zu senden. Lehrer teilen auf diese Weise mit, wenn eine Unterrichtsstunde ausfällt, Schüler fragen bei einem Mitschüler nach, welche Hausaufgaben zu erledigen sind, wenn vergessen wurde, was zu tun ist.

 

Welche Unterrichtsmethode die beste ist, wird immer wieder diskutiert. Nach der VARK-Theorie gibt es 5 Lerntypen:

  1. Visuelles lernen (visual),
  2. auditives lernen (auditory),
  3. lesen/schreiben (reading/writing),
  4. kinästhetisches lernen (kinesthetic),
  5. multimodal (eine Kombination der o. g. Typen).

Mittlerweile gibt es audiodigitale Lernsysteme, Lerncomputer für Kinder und E-Learning (electronic learning = elektronisch unterstütztes Lernen). Ob es elektronisch einfacher, schneller und besser ist, zu lernen, hängt von vielen Faktoren ab. Fest steht für mich, wenn es weniger Schüler pro Klasse gäbe, könnte besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler eingegangen werden.

 

Ich frage mich bei all der Technik, wann, wo und wie sollen Kinder lernen, sich etwas zu merken, sich ganz normal zu verabreden, zu informieren, zu kommunizieren, zu planen, zu organisieren? Es ist sicher sinnvoll, wenn Kinder schon früh den Umgang mit technischen Geräten lernen, mit einem Computer vertraut sind, da es kaum noch Berufe gibt, wo nicht irgendwann etwas digital gemacht werden muss. Aber ich sehe auch die negative Kehrseite der Digitalisierung, weil das Zwischenmenschliche oft zu kurz kommt.

 

Spezielle Seiten, wo Kinder im Internet sicher surfen können, sind nur eine Übergangslösung. Ein sicheres Internet ist wünschenswert, aber illusorisch, deshalb ist Aufklärung gerade bei Kindern notwendig.

 

Die Geschichte des trojanischen Pferds kennt wahrscheinlich jeder. 10 Jahre lang kämpften die Griechen im Trojanischen Krieg erfolglos um die Mauern von Troja bis man auf die Idee kam, das trojanische Pferd aus Holz zu bauen. Im Bauch versteckten sich griechische Soldaten und die Armee täuschte einen Abzug vor. Den Trojanern erklärte man, das Pferd sei ein Weihgeschenk an die Göttin Athene. Die Trojaner zogen das Pferd in die Stadt und stellten es vor den Tempel der Göttin Athene. In der Nacht stiegen die griechischen Soldaten aus dem Pferd, öffneten die Stadttore für ihre zurückgekehrten Soldaten und zerstörten die Stadt Troja.

 

Metaphorisch gesehen ist ein "trojanisches Pferd" etwas, das harmlos aussieht, aber eine Gefahr in sich birgt. In der EDV ist das Trojanische Pferd ein Begriff für eine Malware (Schadprogramm), ein Computerprogramm, das schädliche, nicht erwünschte Funktionen ausführt. Ein guter Virenschutz erkennt und blockt das.

 

Beim Runterladen von Programmen, Spielen, usw. passiert es häufig, dass unerwünscht z. B. eine neue Toolbar, neue Suchmaschine, die dann auch gleich die neue Startseite ist, mit installiert wird. Meistens ist es möglich, benutzerdefiniert runterzuladen, um selbst zu entscheiden, was installiert wird und was nicht. Virengeprüfte Downloadmöglichkeiten sind vorzuziehen.

 

Im Internet ist alles schön "verpackt", lädt zum Klicken ein. Laut einer britischen Studie kennt die Mehrheit der Teenager den Unterschied zwischen Werbung und Suchergebnissen nicht. Mit der Werbung verhält es sich ähnlich wie mit dem trojanischen Pferd. Sie wird oft als solche nicht erkannt, obwohl Werbung mittlerweile mit dem Begriff "Werbung" oder "Anzeige" versehen werden muss, weil es sich sonst um verbotene Schleichwerbung handelt. Ein Beispiel ist das Product Placement, bei dem Produkte in den Medien platziert werden

 

Aber das Internet hat nicht nur eine technische Seite, sondern auch eine menschliche und da gibt es 4 Punkte, die im Netz wichtig sind:

 

Wertschätzung

Online und offline ist gutes Benehmen wichtig. Im Internet nennt man das die Netiquette (ein Kofferwort aus englisch net = Netz und französisch étiquette = Etikette). Aber im richtigen und virtuellen Leben gibt es natürlich Störenfriede. Ein Troll ist ursprünglich ein nicht-menschliches Fabelwesen. Im Internet ist es ein Mensch, der die Kommunikation z. B. durch Provokationen stört. Wichtig ist, sein Gegenüber zu respektieren, höflich und freundlich zu sein, auch bei Kritik sachlich zu bleiben.

 

Privatsphäre

Die Privatsphäre ist ein nicht öffentlicher Bereich zur freien Entfaltung der Persönlichkeit. Das Recht auf Privatsphäre ist ein Menschenrecht. Einschränkungen gibt es bei öffentlichem Interesse an einer Person oder bei der Strafverfolgung. Es ist wichtig, seine eigene Privatsphäre zu schützen und die Privatsphäre anderer zu respektieren.

 

Datenschutz

Der Datenschutz ist der Schutz vor Missbrauch von Daten, des Persönlichkeitsrechts und der Privatsphäre bei der Datenverarbeitung. Zum Persönlichkeitsrecht gehört auch das Recht am eigenen Bild, d. h. dass jeder selbst bestimmen darf, ob Bilder über ihn veröffentlicht werden. Wer Bilder von Kindern im Internet veröffentlichen darf und ob das gut oder schlecht ist, wird immer wieder diskutiert. Es ist wichtig, die eigenen Daten zu schützen und mit fremden Daten sorgfältig umzugehen. Ein Beispiel: Mit einem Foto & Grafik Designer kann mit dem Effekt "verwischen" ein Gesicht auf einem Bild unkenntlich gemacht werden. Noch ein Beispiel: Über Snapchat können Bilder mit begrenzter Verfügbarkeit beim Empfänger versendet werden. Es ist jedoch möglich, versendete Dateien wiederzufinden und wiederherzustellen. Die einfachste Methode, ein Bild vor dem Verschwinden zu speichern ist, einen Screenshot zu machen. Deshalb ist es so wichtig, darauf zu achten, welche Daten man im Internet teilt, weil man nie weiß, wer diese speichert, so dass sie trotzdem noch vorhanden sind, auch wenn man sie selbst gelöscht hat. Und jeder, der Suchmaschinen und kostenlose Online-Dienste nutzt, muss sich darüber im klaren sein, dass immer mit den eigenen Daten bezahlt wird. Noch ein Tipp, für jeden Browser gibt es eigene Sicherheitseinstellungen, die man sich mal anschauen und einstellen sollte. Am 28.01. war übrigens der europäische Datenschutztag. Wer hat denn schon mal seinen Google Suchverlauf gelöscht?

 

Urheberrecht

Das Urheberrecht ist das Recht auf Schutz des geistigen Eigentums und regelt die Verwendung und Übertragung von geistigem Eigentum durch bzw. auf andere. Es gilt online und offline, den Urheber, Autor, Eigentümer, etc. von Bildern, Texten, Musik, etc. zu respektieren. Vor der Verwendung müssen die Urheberrechte überprüft und der Urheber muss genannt genannt werden. Bei Fotos hat er das Recht am Bild. Hier ist noch ein interessanter Rechtsfall betreffend Urheberrecht und einer Schule.

 

Fazit

Jeder ist selbst verantwortlich, seine Privatsphäre und seine Daten zu schützen und gegenüber Dritten dieselbe Sorgfalt anzuwenden. Bei Kindern sind die Eltern dafür verantwortlich. Wer heute nicht den Anschluss verpassen will, muss sich mit der Digitalisierung beschäftigen. Was sich technisch in nicht mal 2 Jahrhunderten getan hat, ist einfach beeindruckend. Wie sich die sozialen Netzwerke in nicht mal 2 Jahrzehnten entwickelt haben, ist bemerkenswert. Die technischen Möglichkeiten sind erstaunlich und noch lange nicht ausgeschöpft. Die Digitalisierung hat ihre Vor- und Nachteile. Im Internet ist es erforderlich, aufmerksam, vorsichtig und verantwortungsbewusst zu sein. Das Wichtigste, was man seinen Kindern geben kann, ist Zeit und Aufmerksamkeit, Vorbild zu sein für die Werte, die man vermitteln möchte. Für mich ist wichtig, dass der Mensch als Mensch dabei nicht verloren geht und Wert gelegt wird auf die emotionale und soziale Kompetenz.

 

Wie sehen Sie die Digitalisierung?

 

Hier 3 Leseempfehlungen zum Thema von Dr. Christoph Schmitt 

Nachfolgend eine Präsentation zum Thema.

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zum Bloggen

Bloggen mit oder ohne eigenen Blog?

Eigenen Blog oder andere Plattformen nutzen
Wo soll man Artikel veröffentlichen?

Meike Leopold hat zu einer Blogparade Erfolgreich bloggen ohne eigenes Blog? #bloggenohneblog eingeladen. Eine gute Frage, mit der ich mich auch gern auseinandersetzen möchte. Dazu ist erst mal wichtig zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt, Artikel zu veröffentlichen.

 

Variante 1

Ein eigener Blog kann recht schnell mit z. B. WordPress, Drupal, Joomla, Typo3, Google Blogger oder Tumblr erstellt werden.

 

Ein paar Beispiele zur Veranschaulichung:

  1. Reisen & Fotografie Thomas Jansen (WordPress)
  2. Online Reisebüro Peter Ehrlich (WordPress)
  3. Kinderbuchautorin & Illustratorin Sabine Hahn (Google Blogger)
  4. Handwerkernet Adi Barthenheier (Tumblr)
  5. PR & Content Marketing Andreas Quinkert (Medium)
  6. In der Liste mit Projekten von Alexander Liebrecht sind weitere CMS aufgeführt.

Variante 2

Wer keinen eigenen Blog erstellen möchte, hat z. B. folgende Möglichkeiten:

Der Vorteil eines eigenen Blogs liegt klar auf der Hand. Ich kann im Rahmen der technischen Möglichkeiten des jeweiligen Programms machen, was ich will. Auf der Plattform eines Anbieters muss ich mich an die dort geltenden Regeln für Veröffentlichungen halten und bin technisch und funktional eingeschränkt. Nachteil ist, dass ich mit eigenem Blog mehr Arbeit habe und u. U. auch Kosten, wenn die kostenlose Version nicht (mehr) die gewünschten Funktionen bietet.

 

Auf LinkedIn gibt es zwar einen Abschnitt mit Beiträgen (den veröffentlichten Artikeln) im Profil, aber nur chronologisch ohne Kategorien oder Suchfunktion. Auf XING Klartext werden chronologisch alle Artikel eines Autors aufgeführt oder es kann bei den Debatten (Artikeln) nach einem Stichwort gesucht werden. Hier ist noch ein Link mit weiteren Informationen über XING Klartext und ein Artikel von Lars Hahn zum Thema. Die Übersicht gefällt mir im Blog besser, da dort meist Kategorien, ein Archiv und eine Suchfunktion vorhanden sind. Aber für Blogger, die nur ab und zu schreiben und das ohne großen Aufwand tun möchten, ist XING Klartext oder LinkedIn Pulse eine Möglichkeit.

 

Facebook Notes ist meiner Meinung nach eher für Snack-Content geeignet, kurze Informationen, die schnell konsumiert werden.

 

Wenn man noch keinen Artikel geschrieben und veröffentlicht hat, ist es schwierig(er), einen Blog für einen Gastartikel zu finden. Die Chance, mit einem Gastartikel neue/mehr Leser und eine höhere Reichweite zu erhalten, darf nicht unterschätzt werden.

 

Aber gehen wir doch die oben erwähnten Blogs durch.

  1. Thomas bloggt privat und veröffentlicht Artikel mit Reiseberichten, gibt Tipps zum Reisen und Fotografieren, veranstaltet Fotowettbewerbe und Blogparaden. Diese Aktivitäten und der Erfolg damit sind in einem eigenen Blog besser umsetzbar.
  2. Mit einem Online Reisebüro ist es für Peter unabdingbar, im Internet präsent zu sein. Sein Blog ist sinnvollerweise in der Website integriert. Er schreibt über verschiedene Reiseziele und gibt Tipps zum Buchen von Reisen, zu Mietwagen und Flügen. Auch hier ist klar, dass ein eigener Blog erfolgreicher ist.
  3. Wenn ich Buchrezensionen schreibe, recherchiere ich vorab über den Autor. Meistens finde ich eine eigene Website. Manche Autoren wie Sabine haben zusätzlich einen Blog. Eine gute Idee, um im Gespräch zu bleiben.
  4. Ich kenne niemanden, der so gut vernetzt und so aktiv ist wie Adi Barthenheier. Für sein Branchenverzeichnis Handwerker.net hat er sogar 2 Blogs auf Tumblr und Google Blogger. Für jemanden, der genau weiß, was er will, gut organisiert und technisch versiert ist, kommt meiner Meinung nach nur ein eigener Blog in Frage.
  5. Medium ist eine schnelle und einfache Variante, um einen eigenen Blog zu erstellen. Mich stört allerdings, dass ich beim Kommentieren und Abonnieren ein Medium-Account erstellen muss.

Einige Blogger besitzen mehrere Blogs, weil sie z. B. über unterschiedliche Themen schreiben.

Mischformen von Variante 1 und 2 gibt es auch. Manche haben einen eigenen Blog, veröffentlichen aber auch auf LinkedIn Pulse Artikel. Wegen Duplicate Content sollten natürlich nicht dieselben Artikel veröffentlicht werden.

Deshalb wird gerne auf LinkedIn Pulse ein kurzer Artikel mit einer Beschreibung eines Blogartikels veröffentlicht und zum kompletten Artikel im Blog verlinkt.

 

Wofür sich ein Blogger entscheidet hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wird privat oder beruflich gebloggt?
  • Wie häufig wird gebloggt?
  • Welches Ziel soll erreicht werden?
  • Wo hält sich die Zielgruppe auf?

Einem Unternehmen, das bloggen möchte, würde ich immer einen eigenen Corporate Blog empfehlen. Entweder in die Website integriert oder separat, wenn der Blog ein anderes Ziel verfolgt als die Website. Es bedarf in jedem Fall einer sehr guten Planung und Strategie für eine erfolgreiche Umsetzung.

 

Ein gutes Beispiel wie man auch ohne eigenen Blog erfolgreich sein kann ist Frau Dr. Cornelia Grüner.

Ob Blog, Website oder soziales Netzwerk, alle befinden sich optisch, technisch und funktionell in einem stetigen Wandel. Die sozialen Netzwerke versuchen, die Nutzer immer länger auf ihrer Seite zu halten, z. B. mit Buy-Buttons, die Online-Shops Konkurrenz machen, und ständigen Veränderungen und Neuerungen. Facebook bietet z. B. Publishern mit Instant Articles die Möglichkeit an, Artikel auf Facebook einzubinden. Deshalb glaube ich, dass die Blogfunktionen in den sozialen Netzwerken weiter optimiert werden. 

 

Fazit

Auch ohne eigenen Blog ist es möglich, erfolgreich zu sein. Die bloße Existenz eines eigenen Blogs ist kein Erfolgsgarant, da es vom Inhalt, der Qualität der Artikel, deren Promotion und der Persönlichkeit des Bloggers abhängt, ob das Bloggen erfolgreich ist oder nicht. Mit eigenem Blog sehe ich allerdings größeren Erfolg als ohne.

 

Was meinen Sie, ist es möglich, ohne eigenen Blog erfolgreich zu sein?

 

Ergänzung am 27.01.17

Frau Dr. Grüner hat mittlerweile auch einen eigenen Blog. Sie ist nach wie vor ein gutes Beispiel für diesen Artikel. Man kann ohne eigenen Blog auf anderen Plattformen starten und später immer noch selbst einen erstellen. Alles ist möglich beim Bloggen.

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Kommunikation 2016

Kommunikationsstrategien 2016

Nicolas Scheidtweiler hat zu einer Blogparade Erwartungen an das Kommunikations-Jahr 2016 eingeladen.

 

2015 waren das meine Kommunikationsstrategien. Eins ist für mich sicher, das klassische Telefon wird als Kommunikationsmittel immer weniger verwendet und es wird immer mehr digital kommuniziert werden. Aber auch digital ist die Kommunikation für mich immer ein Gespräch, ein Dialog oder eine Diskussion. Sie kann auch eine Marketing- oder Verkaufsstrategie sein, um potentielle Kunden anzusprechen und zum Kauf zu animieren. 

 

Gehen wir doch ein paar Möglichkeiten für die Kommunikation durch.

 

Soziale Netzwerke

Über seine Kontakte in den sozialen Netzwerken erfährt man, was anderen gefällt, was diese gut oder schlecht finden. Viele Firmen sind mittlerweile mit einem Profil vertreten. Die sozialen Netzwerke werden auch als Suchmaschinen verwendet. Die Kommunikation wird sich deshalb immer mehr in die sozialen Netzwerke verschieben. Social Selling wird populärer werden. Die Buy-Buttons zeigen deutlich in diese Richtung. Es wird schwieriger, die Nutzer auf die Website zu lotsen. Dasselbe Problem haben auch Blogger, da mehr in den sozialen Netzwerken kommentiert und kommuniziert wird als im Blog. Vor allem Facebook und Twitter sind geeignet, um mit Kontakten, Kunden, Geschäftspartnern, usw. zu kommunizieren. Die Chat-Möglichkeit bei Facebook oder die Direktnachrichten auf Twitter (mittlerweile bis 10.000 Zeichen möglich) machen es einfach, mit seinen Kontakten zu kommunizieren.

Seit November 2014 hat Google+ ein neues Design und legt den Schwerpunkt auf Sammlungen und Communities. Wie immer gibt es Nutzer, die das gut finden und solche, die das vorherige Design vorziehen.

Bei den Google+ Communities findet sich für fast alle Interessen eine passende Gruppe, um Informationen auszutauschen und mit Gleichgesinnten zu kommunizieren. Ebenso in Gruppen auf LinkedIn oder Facebook.

Welches soziale Netzwerk sich am besten für die Kommunikation eignet, lässt sich pauschal nicht beantworten. Sowohl beruflich als auch privat hängt das davon ab, wo Freunde, Bekannte, Kunden, Geschäftspartner, etc. aktiv sind und was man erreichen möchte. Dafür empfehle ich eine Recherche vorab und einfach mal ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln. Meine Empfehlungen für die berufliche Kommunikation sind LinkedIn, Twitter und Google+. Facebook ist für mich eine private Kommunikationsplattform, aber eben deshalb ist dieses Netzwerk auch für Firmen interessant, weil sich dort Kunden und Entscheider aufhalten.

 

Social Media Kampagnen

Fast jedes soziale Netzwerk bietet die Möglichkeit, Kampagnen zu starten, um die Follower zu einer Interaktion oder einem Dialog zu bewegen. Ob nun ein Gewinnspiel oder Quiz, eine Umfrage oder Schnitzeljagd, der Fantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Sehr originell finde ich, das Verschwinden der Bilder auf Snapchat zum Vorteil für die Kampagne zu nutzen.

 

Website und/oder Blog

Da man bei den sozialen Netzwerken von Dritten abhängig ist, nie weiß, wie lange und in welcher Form sie existieren werden (Beispiel Google+), ist für mich die eigene Website und/oder ein eigener Blog das Kommunikationsmittel, das jedes Unternehmen, das im Internet gefunden werden will, haben sollte, um frei zu entscheiden, was und wie mit der Zielgruppe kommuniziert werden soll. Dabei ist die Authentizität der Website bzw. des Blogs von großer Bedeutung. Der Besucher muss so angesprochen werden, dass er sich wohlfühlt und gerne verweilt und ein authentisches Bild erhält.

 

Videos

Laut einer Umfrage würden 51 % in 2016 gerne mehr mit YouTube experimentieren. Ein Video ist eine sehr visuelle Art der Kommunikation, um eine Firma, einen Menschen, eine Dienstleistung oder ein Produkt vorzustellen. Ein professionell gemachter Imagefilm löst Emotionen aus, schafft Vertrauen und kommuniziert direkt mit dem Betrachter, veranlasst uns, etwas zu kaufen.

 

Lifestreaming

Da ein professionelles Video recht aufwendig und teuer ist, wird Lifestreaming weiter an Bedeutung gewinnen. Mit Periscope oder Meerkat ist es recht einfach möglich, eine aktuelle Entwicklung, ein Event oder Ähnliches live zu übertragen. Die Livestreams können direkt mit den Followern auf Twitter geteilt und kommentiert werden. Bei Meerkat kann das Konto auch mit Facebook verknüpft werden. Eine Echtzeitübertragung kann geschickt genutzt werden, um direkt mit potentiellen Kunden zu kommunizieren. Deshalb denke ich, dass diese Kommunikationsform technisch erweitert und mehr genutzt werden wird.

 

Messenger

Statt zu telefonieren, E-Mails oder SMS zu senden wird vermehrt über Messenger kommuniziert werden. Ob nun über die Messenger-App von Facebook oder WhatsApp, 2014 von Facebook übernommen, mittlerweile wird lieber eine Nachricht geschrieben als gesprochen.

 

Life-Chat-Support

Auf Websites, besonders wenn etwas verkauft werden soll oder ein Online-Shop vorhanden ist, sieht man immer häufiger die Möglichkeit für einen Life-Chat-Support. Dabei erscheint auf der Website nach einer bestimmten Zeit, meistens unten rechts, ein Fenster mit der Frage, ob Hilfe benötigt wird. In der Regel müssen der Name, E-Mail oder Telefonnummer und die Frage eingegeben werden. Eine sehr gute Möglichkeit, einen Besucher auf der Website zu halten und direkt Fragen zu beantworten. Das entsprechende Unternehmen muss natürlich auch eine zeitnahe Beantwortung der Fragen sicherstellen. Der Life-Chat-Support ist eine moderne Form der Kommunikation, die meiner Meinung nach immer mehr genutzt werden wird. Über Google Hangout gibt es ebenso eine Chat-Funktion wie auf Facebook, die allerdings eher zum chatten als für Support genutzt wird.

 

Storytelling

Die Diskussionen um Adblocker haben es ganz klar gezeigt, die Menschen wollen nicht plump angesprochen werden "kauf mich, ich bin das Beste". Werbung muss gut verpackt sein. Mit Storytelling oder Storyscaping wird versucht, in Form einer ansprechenden Geschichte eine Verbindung zwischen dem Verbraucher und der Marke herzustellen, um eine Botschaft zu kommunizieren. Diese Marketing-Technik wird sicher weiter ausgefeilt werden.

 

Influencer-Marketing

Beim Influencer-Marketing kommuniziert ein Prominenter, Blogger oder Networker mit hohem Bekanntheitsgrad und hoher Reichweite eine Botschaft über eine Marke. Wenn wir diesem Influencer (Beeinflusser oder Meinungsmacher) vertrauen, überträgt sich das auf das Produkt oder die Dienstleistung. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Die Schwierigkeit besteht darin, den passenden Influencer zu finden. Ein weiteres Problem besteht darin, wenn das Produkt nicht das hält, was es bzw. der Influencer verspricht, überträgt sich das auch negativ auf den Influencer. Im weitesten Sinn sind auch Bewertungen Influencer, denn sie veranlassen uns, ein Produkt zu kaufen oder eben nicht zu kaufen. Generell ist es nicht immer einfach, eine Bewertung, egal ob sie von einem Familienangehörigen, Bekannten, Unbekannten oder einem Influencer gemacht wurde, zu bewerten und die richtige Kaufentscheidung zu treffen, da in der Kommunikation menschliche Faktoren, Assoziationen und Manipulationen zu unterschiedlichen Ergebnissen beim Empfänger/der Zielgruppe führen können. Simples Beispiel ist das Spiel Stille Post.

 

Echtzeit-Marketing

Beim Echtzeit-Marketing reagieren Marken auf aktuelle Ereignisse in Echtzeit, also zeitnah. Besonders bekannt sind dabei die Beißattacke des Fußballers Luis Suarez und die Reaktionen von Snickers oder Sixt und der Stromausfall beim Superbowl 2013 und die Reaktion von Oreo. Dabei werden aktuelle Ereignisse in neuer Form mit Bezug auf die Marke kommuniziert und erreichen eine sehr hohe Reichweite. Da im Internet Informationen sehr schnell gefunden und verbreitet werden können, wird diese Form der Kommunikation an Beliebtheit gewinnen.

 

Virtuelle Arbeitswelt

Auch in der Arbeitswelt hat sich die Kommunikation drastisch verändert und wird noch digitaler werden. Angefangen bei der Bewerbung, die mittlerweile meist digital übermittelt wird, dem 1. Gespräch, das oft nicht mehr persönlich sondern virtuell stattfindet, bis zur Arbeit mit Kollegen und Geschäftspartnern im Homeoffice oder Ausland. Gespräche oder Konferenzen finden z. B. über Skype oder Google Hangout statt. Für Events oder Meetings wird z. B. GoToMeeting oder edudip verwendet. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob virtuelle Teams  effizient arbeiten, welche technischen und menschlichen Anforderungen notwendig sind, um eine produktive Arbeit unter Menschen, die räumlich getrennt sind und sich nicht persönlich kennen, zu ermöglichen. Bei der ganzen Technik darf der Mensch nicht vergessen werden. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber (Unternehmen) müssen darauf achten, was sie im Internet kommunizieren, da beide Seiten sich im Internet bei der Stellensuche und der Stellenbesetzung informieren.

 

Hashtags

In der Kommunikation in den sozialen Netzwerken werden immer mehr Hashtags verwendet werden. Ein Beispiel ist das Hashtag #toolparade der aktuellen Blogparade von ZIELBAR. Ein Hashtag ist ideal geeignet, um Informationen oder Daten zu einem bestimmten Thema zu sammeln oder zu recherchieren und ist deshalb ein gutes Werkzeug für die Kommunikation.

 

Fazit

Wie eingangs erwähnt wird die Kommunikation in 2016 immer mehr von offline zu online gehen. Wenn man bedenkt, was alles für Daten über jeden Einzelnen von uns im Internet vorhanden sind durch die Nutzung von Suchmaschinen oder kostenloser Online-Dienste, wo immer mit den eigenen Daten bezahlt wird, dann wird klar, wie es durch die Analyse unseres Nutzerverhaltens möglich ist, ein Profil von uns zu erstellen, so dass die Werbung immer zielgenauer wird und genau das kommuniziert, was wir über uns preisgegeben haben.

 

Was erwarten Sie von der Kommunikation in 2016?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Social Media im Alltag

Social Media im Alltag

Seit mehr als 3 Jahren bin ich in diversen sozialen Netzwerken aktiv. 

Wertschätzung, ein nettes und höfliches Miteinander liegen mir dabei sehr am Herzen. Und seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken, welchen Einfluss Social Media auf unseren Alltag hat. Tatsache ist, dass das Internet und die Digitalisierung unser Leben radikal verändert haben und weiter verändern werden. Im Internet kommunizieren wir, kaufen ein, recherchieren und bilden uns eine Meinung. Immer mehr findet online statt offline statt wie z. B. Online-Shopping, Online-Banking, Webinare, online lesen. Welchen Einfluss hat das auf unser Leben? Ist die Digitalisierung positiv oder negativ, ein Vor- oder Nachteil?

 

Vorab möchte ich mal ein paar Bereiche durchgehen.

 

Die Kommunikation

Wer greift noch zum Telefonhörer? Wahrscheinlich die meisten eher zum Smartphone und dann nicht, um jemanden anzurufen, sondern zu prüfen, ob es neue Nachrichten oder sonstige Neuigkeiten gibt, eine Statusmeldung in einem sozialen Netzwerk zu posten, eine Chat-Nachricht zu senden oder über WhatsApp mit jemandem Kontakt aufzunehmen. Wenn ich unterwegs bin, sehe ich häufig geistig abwesende Menschen, die eifrig auf ihr Smartphone schauen und tippen. Das geschieht beim Laufen, Fahrrad fahren, an der Bushaltestelle, beim Arzt, im Supermarkt. Das Smartphone ist immer mit dabei und man ist immer erreichbar. Ich habe kein Smartphone und wenn ich wieder zu Hause und erreichbar bin, habe ich mir schon mehrfach anhören müssen, man habe vergeblich angerufen und mich nicht erreicht. Die Menschen sind es offenbar gewohnt, dass jeder immer erreichbar ist.

 

Das Einkaufen

Hand hoch, wer noch nie online eingekauft hat. Ich denke nicht, dass jemand gestreckt hat. Wir recherchieren gerne online, manchmal lassen wir uns auch lokal im Geschäft beraten und recherchieren dann im Internet, wo wir am günstigsten einkaufen können. Nicht ganz fair. Es ist einfach und bequem, mit  nur ein paar Klicks online zu kaufen. Allerdings fehlt vielen bei der Auswahl das haptische Erlebnis. Was muss ein lokales Geschäft bieten, um Kunden  zu gewinnen und zu halten? Zuerst muss es online gefunden werden mit einer eigenen Website, Brancheneinträgen und einem Google My Business Eintrag. Dann muss es sehr guten Kundenservice bieten, sonst bin ich als Kunde schnell lieber im Internet als in der Stadt unterwegs, um zu suchen, was ich will. Viele Geschäfte bieten auch "Click and collect“ an, im Internet bestellen, aber lokal abholen, um die Versandkosten zu sparen. Nur offline kann wohl kein Geschäft überleben. Die sogenannten Buy-Buttons (= Kaufbuttons) findet man bereits auf Pinterest, es wird auch auf Twitter und Facebook damit getestet. Während Online-Shops für die lokalen Geschäfte Konkurrenz sind, machen die sozialen Netzwerke mit den Buy-Buttons den Online-Shops Konkurrenz und versuchen damit, Nutzer länger auf ihrer Seite zu halten. Das bringt uns schon zum nächsten Thema.

 

Retargeting/Remarketing

Wer regelmäßig in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, sieht häufig Anzeigen mit Artikeln, die er/sie sich in Online-Shops angeschaut, aber nicht gekauft hat. Das nennt man Retargeting bzw. Remarketing. Damit sollen potentielle Käufer zurück in den Online-Shop gelotst werden, um vielleicht doch noch etwas zu kaufen. Womit wir gleich beim nächsten Thema sind.

 

Werbung

Egal wo man ist, an jeder Ecke gibt es offline und online Werbung, auf Litfaßsäulen und Plakaten, an Bushaltestellen, in der Zeitung und natürlich im Internet. Auf Websites oder in Blogs werden Anzeigen geschaltet, um die Seite zu finanzieren. Wenn das in dezenter und unauffälliger Weise geschieht, stört es meistens nicht. Aber leider wird auch oft übertrieben und es blitzt und blinkt, lästige Pop-up-Fenster können nicht sofort geschlossen werden. 

Und wenn es zu viel ist, nervt Werbung eben auch, was zur Erfindung von Adblockern geführt hat, wodurch wiederum die Finanzierungsmöglichkeit der Seitenbetreiber in Mitleidenschaft gezogen wird. Über einen Vorteil von Adblockern wird seit einiger Zeit gerne diskutiert. Sie haben nämlich zum Denken angeregt,  (wieder) Werbung mit mehr Inhalt und Mehrwert zu machen, damit sie eben nicht mehr geblockt wird.

 

Das Lesen

Bücher werden mehr und mehr als E-Book gelesen und nicht mehr in Papierform. Auch Zeitungen werden gerne online gelesen. Wir schlagen nicht im Lexikon oder Fachbuch nach, wenn wir etwas wissen wollen, sondern recherchieren in Google, Wikipedia und Co. Und natürlich erwarten wir, dass im Internet alles kostenlos ist, dürfen uns dann aber nicht wundern, wenn die Seiten sich mit Werbung und Anzeigen finanzieren. Und bei Verwendung eines Adblockers muss eventuell ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen werden, um weiterhin werbefrei lesen zu können.

 

Arbeitswelt

Wir stellen unseren Lebenslauf und beruflichen Werdegang z. B. auf XING und LinkedIn ein, gehen dort auf Stellensuche oder bieten Stellen an. Wir diskutieren in den sozialen Netzwerken, Blogs, Gruppen, Communities und Foren und können dort unser Fachwissen zeigen. Es wird mehr mit Homeoffice gearbeitet, Meetings finden häufiger virtuell statt. Personaler googeln nach uns, um sich ein Bild von uns zu machen. Auch unsere Arbeitswelt ist digital geworden.

 

Unsere Kinder

Unsere Kinder wachsen in einer digitalen Welt mit Computer, Internet, Mobiltelefon und MP3-Player auf und werden als Digital Natives bezeichnet. Es gibt wohl kaum noch Kinder, die wohlbehütet und von der Außenwelt abgeschirmt aufwachsen. Für Eltern ist es ein wichtiges Thema geworden, dass ihre Kinder sicher im Netz surfen. Nur jedes 3. Kind kennt den Unterschied zwischen Google-Werbung und Suchergebnissen. Hier ist noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten auf Seiten der Eltern, aber auch der Schule.

 

Die Meinungsbildung

Während wir uns früher in unserem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis unterhalten, diskutiert und eine Meinung gebildet haben, geschieht das heute meist im Internet. Wir verwenden nicht nur die Suchmaschine Google sondern auch die sozialen Netzwerke, in denen wir aktiv sind, um nach etwas zu suchen und uns über etwas zu informieren. Oder wir werden über unsere Freunde und Follower automatisch in unserer Timeline über aktuelle Geschehen informiert. Einige Firmen haben gemerkt, dass Blogger, die ein Produkt testen und darüber schreiben, oder ein Thema in einem Artikel verarbeiten, um es bekannter zu machen, durchaus Einfluss haben, vor allem, wenn sie bekannt sind und eine hohe Reichweite haben. Aber nicht nur Blogger sind Meinungsmacher, Beeinflusser oder Influencer, sondern auch Social Media Experten oder Prominente. Dem aktuellen James Bond Darsteller wurde scherzhaft der Name "James Brand" gegeben, weil er für einige Marken Werbung macht. Wenn wir bedenken, dass wir nur 20 % bewusst kommunizieren und 80 % unbewusst, dann lässt sich erahnen, dass wir sehr viel wahrnehmen und verarbeiten, ohne uns dessen bewusst zu sein. Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft werden auch im Verkauf eingesetzt. D. h., dass wir beeinfluss- und manipulierbar sind.

 

Datenschutz und Urheberrecht

Diese 2 Punkte möchte ich der Vollständigkeit halber noch erwähnen. Jeder muss seine Daten schützen und sich genau überlegen, was er über sich veröffentlicht und wem er seine Daten überlässt. In der Regel wird mit Daten und Informationen über sich "bezahlt", um einen Service kostenlos zu nutzen.

Seitenbetreiber müssen mit den Personendaten, die sie erhalten, sehr sorgfältig umgehen. Es ist nicht alles im Internet kostenlos und zur freien Verfügung verwendbar. Bei der Verwendung von Bildern, Texten, Videos, etc. sollte man sich genau erkundigen, was erlaubt ist und was nicht, um keine Abmahnung zu riskieren wegen Verletzung des Urheberrechts.

 

Fazit

Social Media ist allgegenwärtig in unserem Alltag und hat definitiv einen großen Einfluss auf uns. Es gibt Menschen, die sich kritisch damit auseinandersetzen wie z. B. Katrin Linzbach, die ein Experiment 30 Tage ohne Smartphone gemacht hat, oder Horst Schulte, der die radikale Entscheidung getroffen hat, seine Konten in den sozialen Netzwerken zu löschen. Der diesjährige Werbespot von EDEKA zu Weihnachten spricht ein aktuelles Problem der Digitalisierung an. Wir kommunizieren zu viel digital und zu wenig persönlich. Sitzen wir als Familie nur noch an traditionellen Familienfesten wie Hochzeit, Taufe, Kommunion, Konfirmation oder eben einer Beerdigung zusammen? Was ist unter dem Jahr, an Geburtstagen, Weihnachten und anderen Gelegenheiten? Nur eine digitale Meldung, kein persönlicher Kontakt? Die Idee der Deutschen Bahn, inspiriert durch den EDEKA-Spot, den Opa einfach in den Zug zu setzen, ist doch nicht schlecht oder?

Ich wünsche mir für unsere Kinder, dass sie möglichst lang ohne Technik aufwachsen und den Glauben an Zahnfee, Osterhase, Nikolaus und Weihnachtsmann nicht so schnell verlieren und für uns Erwachsene mehr persönlichen Kontakt, denn sonst bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke, wenn wir uns nicht aufeinander besinnen.

 

Wie beeinflusst Social Media Ihren Alltag?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Marketing

Vom Markt zum Marketing

Wo kaufen Sie gerne auf dem Markt, im Geschäft oder online?
Die Entwicklung vom Markt zum Marketing

Früher gingen die Menschen auf den Markt, um Dinge zu kaufen, verkaufen oder zu tauschen. Der Verkäufer, der am lautesten schrie, hatte die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden und Käufer. Auch heute gibt es an bestimmten Tagen in bestimmten Stadtteilen einen Markt, wo vor allem Lebensmittel aus der Region verkauft werden. Der eine oder andere kennt vielleicht den Hamburger Fischmarkt, der mit seinen Marktschreiern auch auf Tour geht in verschiedene Städte. Mittlerweile hat sich der Markt mehr in die Geschäfte und vor allem ins Internet verschoben. Produkte und Dienstleistungen werden vermarktet und das Marketing ist digital geworden. Es wird online und offline Werbung gemacht, die oft so laut wirkt wie ein Marktschreier (lästige Pop-ups, Banner, Animationen, automatisch abspielende Videos, blinkende Werbung).

 

Jutta Beyer von 2BS - Beyer Business Solutions UG (haftungsbeschränkt) hat sich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zum Thema Marketing zu beantworten.

 

Für alle, die jetzt keine Zeit zum Lesen haben, gibt es hier eine Audioversion zum Anhören.

 

Du hast an der University of Applied Sciences in Kempten Betriebswirtschaftslehre studiert und den Bachelor of Arts (BA) erworben. Kannst Du uns Näheres über Deine Abschlussarbeit im Bereich Unternehmensberatung/Marketing erzählen?

Meine Bachelorarbeit schrieb ich praxisnah in einem Unternehmen im Bereich Marketing im Rahmen meines Schwerpunktes Unternehmensentwicklung und –beratung. Sie hatte den Titel „Stärkung der Kundenbindung mit SRD – eine empirische Exploration für SycoTec“. SRD ist eine Abkürzung für Success Resource Deployment, eine Methode in der Unternehmensentwicklung. Es ging darum, herauszufinden, was es für kunden-/marktorientierte externe Erfolgsfaktoren gibt und welche internen Ressourcen nötig sind, damit diese Erfolgsfaktoren optimal beeinflusst werden können. Dann habe ich die Erfolgsfaktoren und Ressourcen analysiert (anhand von Datenauswertungen sowie Kundenbefragungen) und Maßnahmen zur Optimierung entwickelt.

 

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Ein Erfolgsfaktor könnte „Vertrauen“ sein. Eine dafür benötigte Ressource die Website, da hier viele vertrauensbildende Maßnahmen stattfinden können wie beispielsweise eine klare Kommunikation der Unternehmenswerte und Einblicke ins Unternehmen mit Fotos oder sogar Videos, Einbinden von Arbeitsproben und Kundenstimmen und so weiter. 

 

Du bist im Projektmanagement qualifiziert. Welche Tipps hast Du für Projekte?

Das stimmt, ich habe das Basis-Zertifikat der GPM (Gesellschaft für Projektmanagement) gemacht, ist allerdings schon ein paar Jahre her ;-). Tipps… Hm, sich genug Zeit nehmen, um im Vorfeld eine durchdachte und realistische Planung zu erstellen, überschaubare Arbeitspakete schnüren und regelmäßig den Stand der Dinge kontrollieren. 

 

Auch wichtig finde ich zu überlegen, wer die Stakeholder sind. Als Stakeholder werden alle Personen oder Gruppen bezeichnet, die in irgendeiner Weise vom Projekt betroffen sind oder ein Interesse daran haben. Das heißt, man sollte sich im Vorfeld überlegen, wer die Stakeholder sind, diese klassifizieren, überlegen, wie man diese Personen oder Gruppen miteinbeziehen (und ggf. besänftigen) kann und dann den Verlauf beobachten. Als Beispiel: Stakeholder sind oft Geschäftsleitung, Betriebsrat, Kunden etc. Beim Bau eines Freizeitparks in schönem und naturbelassenem Gelände könnten aber zum Beispiel auch Naturschützer Stakeholder sein, die versuchen, das Projekt zu verhindern. 

 

Du hast im Vertrieb und Marketing gearbeitet. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten siehst Du in diesen beiden Bereichen und wie können sie sich optimal ergänzen?

Oh, ein heikles Thema, das öfter für Diskussionen sorgt ;-) Das hängt natürlich sehr von der jeweiligen Unternehmensstruktur und –größe ab. Ich sehe gar nicht mehr so viele Unterschiede, sondern hauptsächlich Gemeinsamkeiten. Marketing ist für mich das große Rahmengerüst, dem Vertrieb alleinig zugeordnet sehe ich eigentlich nur die Aufgaben, die direkt im Zuge des Auftragsmanagements anfallen. Akquise- und After-Sales-Maßnahmen sehe ich bei beiden Bereichen. Das Bild von Akquise, wie ein Vertriebsmitarbeiter am Telefon hängt und händeringend nach Adressen sucht, ist veraltet (auch wenn es schon noch hier und da so praktiziert wird). Akquise kann genauso stattfinden über Website, Blog, Online-Marketing und Social-Media-Aktivitäten der Unternehmen. Genauso sehe ich den After-Sales-Bereich bei Marketing und Vertrieb, Kunden kommunizieren auch über die sozialen Medien, stellen Fragen, wünschen Support, bewerten, loben oder beschweren sich und so weiter. Auch Kundenbindung findet unter anderem online statt. Ich halte in einem Unternehmen mit getrennten Marketing- und Vertriebsabteilungen einerseits eine klare Zuordnung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten für wichtig und andererseits eben eine enge Zusammenarbeit.

 

Was war der Grund, Dich im März 2014 als Marketing- und Social-Media-Beraterin mit 2BS - Beyer Business Solutions UG (haftungsbeschränkt) selbständig zu machen?

Da gab es mehrere Gründe. Am Selbständig-Sein schätze ich vor allem die Unabhängigkeit und Flexibilität meiner Arbeitszeiten. Das ermöglicht mir, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Konkreter Auslöser war die Geburt meines Kleinsten im September 2013. Da meine anderen Kinder schon älter sind, brachte das kleine Nesthäkchen wieder eine größere Umstellung mit sich ;-) Mein Mann ist auch Gesellschafter unserer kleinen Firma. Er ist Informatiker und Fotograf, und wir haben festgestellt, dass das eine tolle Kombination ist. Doch auch ohne den kleinen Nachzügler hätte ich mich vermutlich früher oder später selbständig gemacht, da mir diese Art zu arbeiten liegt und ich das sehr gerne mache.

 

Du hast 2 YouTube-Kanäle und erstellst Tutorials. Mit welchem Programm erstellst Du diese und wie ist das Feedback dazu?

Ich habe angefangen, allerdings sind es noch nicht so viele. Bisher habe ich den kostenlosen Microsoft Expression Encoder verwendet. An diesem Programm gefällt mir, dass auch das Bild des Sprechenden eingeblendet werden kann. Allerdings stößt man hier bei schwierigeren Sachen leicht an die Grenzen, mir musste auch mein Mann schon öfter aushelfen. Mein Mann erstellt professionell Videos, aber die Profi-Programme waren mir zu komplex für den Anfang. Wobei es mit Sicherheit einige Funktionen des Programms gibt, die ich einfach noch nicht kenne. Für den Einstieg und für einfache Screencasts kann ich auf jeden Fall empfehlen, es auszuprobieren. Mittlerweile habe ich zu Camtasia gewechselt, eine kostenpflichtige Version, aber dafür mit mehr Funktionen. 

Hier noch die Links der Kanäle: 2BS - Beyer Business Solutions und Contentkiste.

 

Kannst Du uns etwas über Deinen im März 2015 neu erstellten Blog „Contentkiste“ (Marketing und Content für Websites) erzählen?

Ich hatte angefangen, einen Firmenblog für unsere 2bsolutions zu schreiben, aber ich wollte einen Blog „für mich alleine“, in dem ich persönlicher schreiben kann. Ich habe zu Beginn recht allgemein über Blogging, Content und Social Media geschrieben, aber mittlerweile habe ich mich auf Marketing für Websites spezialisiert. Ich schreibe für selbständige Dienstleister und Online-Unternehmer/innen darüber, wie sie sich und ihr Angebot klar und authentisch auf der Website präsentieren und die passenden Wunschkunden anziehen können. Das ist das Thema, das mir am meisten am Herzen liegt. Oft komme ich auf Websites, die austauschbar sind, wo keine Persönlichkeit dahinter spürbar ist. Oder stoße auf Menschen, die unglücklich mit ihrer Website sind, weil sie gar nicht das aussagt, was den Unternehmern eigentlich wichtig ist und an wen sich das Angebot richtet. Ich muss gestehen, auf meiner Contentkiste ist im Moment selbst noch etwas Chaos, da ich mitten in der Umstrukturierungsphase bin – und durch die Kinder die Zeit für eigene Projekte schon mal hintenangestellt wird.

 

Was für Tipps gibst Du in Deiner im Mai 2015 gegründeten Facebook-Gruppe „Websites und Marketing für Selbständige“?

Die Facebook-Gruppe dient zum Austausch rund ums Thema Marketing mit Schwerpunkt Inhalte für Websites. Es kommen aber auch öfter Fragen zu WordPress. 

 

Welchen Stellenwert schreibst Du Social Media und den sozialen Netzwerken im Marketing zu?

Social Media schreibe ich generell einen hohen Stellenwert zu, je nach Unternehmen und Situation ist es mehr oder weniger im Gesamtmarketing integriert, bei kleineren Unternehmen aber öfter noch gar nicht. Viele verkennen das Potenzial, das in Social Media liegt und sehen es als "Spielerei“ an, da es meist nicht auf direktem Weg zu Verkäufen führt. Doch in meinen Augen ist es ein ganz wichtiges Instrument zur Kundenbindung, um in Dialog mit seiner Zielgruppe zu sein und sich als Personen- oder Unternehmensmarke zu positionieren und auf diesem Wege potenzielle Kunden zu erreichen (wenn es passt auch über bezahlte Werbung).

 

Welche Tipps hast Du für kundenorientiertes Marketing?

Sich in die Situation des Kunden hineinzuversetzen und aus seiner Perspektive zu denken und zu fühlen. Und zwar frühzeitig, bereits vor dem Erstellen eines Produktes oder Angebots. Nur wenn die Probleme und Wünsche der Kunden bekannt sind, kann man sie beheben bzw. erfüllen. Je breiter man aufgestellt ist, desto schwieriger wird das. Deshalb macht es Sinn, sich enger zu positionieren und auf bestimmte Kernthemen (im Idealfall eins ;-)) zu spezialisieren. Ich empfehle auch, ein Wunschkundenprofil zu erstellen. Wie genau das gemacht werden soll, da gehen die Meinungen auseinander. Ich finde, da muss jeder für sich selbst so herangehen, wie es sich für ihn stimmig anfühlt. Für die gesamte Kommunikation ist es sinnvoll, sich vorzustellen, dass man sich an diese eine Person richtet.

Kundenorientierung sollte sich in allen Prozessen widerspiegeln. Ich verstehe unter Kundenorientierung auch, sich auf gleicher Augenhöhe mit den Kunden zu sehen und diesen mit Wertschätzung, Authentizität und Verständnis entgegenzutreten.

 

Welchen Firmen würdest Du einen Blog empfehlen?

Das ist schwierig so allgemein zu beantworten, da es jeweils auf die individuelle Situation ankommt. Es ist vielleicht leichter, von der entgegengesetzten Richtung heranzugehen: Ein Blog macht wenig Sinn für Firmen, die nicht das notwendige Verständnis dafür aufbringen. Dass in einen Blog Zeit (und damit auch Geld) investiert werden muss und das nicht einfach so nebenher läuft. Die zuständigen Mitarbeiter müssen eingelernt werden, denn wenn ein Blog „nur mal so“ aufgesetzt wird und keinen professionellen Eindruck macht, schadet er eher als dass er nützt. Professionell heißt nicht, dass es gleich ein Riesen-Blog werden muss. Nein, im Kleinen anzufangen reicht oft völlig aus, aber das was man macht, sollte eben (zumindest im Business-Bereich) gut gemacht werden.

 

Welche Tipps hast Du für guten Inhalt beim Content Marketing?

Puh, da ich schon bei knapp 1500 Wörtern bin versuche ich, mich kurz zu fassen ;-) Den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Stefan Merath hat in seinem Buch "Die Kunst seine Kunden zu lieben: Neurostrategie für Unternehmer" gesagt, Kundennutzen (nicht Umsatz) müsste der Zweck eines Unternehmens sein – der Umsatz kommt dann von alleine. Diese Haltung finde ich passend und sie sagt eigentlich alles aus. Guter Inhalt muss also nutzbringend für die Zielgruppe sein und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort platziert werden. 

 

Wie schätzt Du die Gewichtung zwischen Inbound Marketing und Outbound Marketing ein?

Die Konsumenten sind zunehmend von aufdringlicher Push-Werbung des Outbound-Marketings genervt, deshalb wird sich die Gewichtung auch weiterhin zugunsten des Inbound Marketings verschieben. Hier stehen die Kunden und ihre Interessen im Mittelpunkt.

 

Welche Erfahrungen hast Du mit Echtzeit-Marketing?

Nicht sehr viele. Ich bin zwar auf der Livestreaming-Plattform Periscope vertreten aber nutze es bis jetzt (außer Test-Scopes) nicht fürs Marketing, schaue aber öfters Scopes an. Neulich war ich auf blab.me bei einem Livestream dabei, hier können bis zu 4 Personen gleichzeitig mitmachen und man muss sich nicht anmelden – auch interessant. 

Es ist schon spannend, wie größere Unternehmen Echtzeit-Marketing betreiben, zum Beispiel Sixt macht das sehr gut finde ich.

 

Welche Bedeutung hat die Corporate Identity Deiner Meinung nach beim Marketing?

Eine ganz, ganz große Bedeutung. Denn die CI, die Unternehmenspersönlichkeit, die Werte, für die ein Unternehmen steht, macht ein Unternehmen einzigartig. Und zum Beispiel durch das Corporate Design, das einen Teil der Corporate Identity darstellt, steigert das Unternehmen seinen Wiedererkennungswert und es spielt eine bedeutende Rolle für den Markenaufbau.

 

Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten siehst Du bei Marketing und Public Relations?

Marketing und Public Relations nähern sich meiner Meinung nach immer mehr an. Moderne PR beschäftigt sich abgesehen von der Erstellung hochwertiger Textinhalte und Storytelling auch mit Kommunikation über Social Media und Imagepflege. Auch Influencer Marketing wird immer häufiger praktiziert. Dies sind auch wichtige Aspekte im Content Marketing.

 

Was empfiehlst Du beim Branding?

Vor allem, nicht in diesem Bereich zu sparen ;-) Ich erlebe es häufig, dass hauptsächlich Selbständige nicht einsehen, sich ein Logo und ein Corporate Design professionell erstellen zu lassen. Doch das äußere Erscheinungsbild sagt einiges über das Unternehmen aus, und wirkt sich auch darauf aus, ob sich die Zielgruppe angesprochen und wohl fühlt. 

Wichtig finde ich Name, Logo, CI und vor allem CD, eine einheitliche Kommunikation und vor allem, die Besonderheiten des Unternehmens herauszuarbeiten. Was macht das Unternehmen einzigartig? In welchen Punkten kann das Unternehmen besonders gut helfen und warum? Wofür steht das Unternehmen? 

 

Die Positionierung der Marke sollte gut überlegt sein. Auch emotionale Aspekte spielen hier eine Rolle. Markentreue entsteht nur, wenn sich die Zielgruppe wohl und ernst genommen fühlt und Vertrauen aufgebaut hat.

 

Bei Einzelpersonen, also beim Personal Branding, muss man sich bewusst sein, dass man privat und geschäftlich nie ganz trennen kann. Auch Dinge in Social Media, die auf dem Privatprofil gepostet werden, wirken sich auf die Eigenmarke aus. 

 

Vorteilhaft ist, wenn man sich sogenannte "Kernaussagen“ überlegt, und diese immer wieder verbreitet. Oder immer gleiche Gruß- und Abschiedsformeln verwendet. Ich schreibe zum Beispiel schon seit meinem ersten Newsletter zum Schluss „Bis bald und leg‘ los“. 

 

Möchtest Du noch etwas ergänzen?

Ja, vielen herzlichen Dank liebe Claudia für dieses Interview, es hat mich sehr gefreut!

 

Ich bedanke mich ebenso für die interessanten und informativen Antworten.

 

Was finden Sie beim Marketing besonders wichtig?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Social Media

Social Media - Die moderne Kommunikation

Wie beurteilen Sie das Verhalten in den sozialen Netzwerken?
Die Sozialen Medien und ihre soziale Seite

Social Media (= soziale Medien) sind laut Wikipedia alle Medien (Plattformen), die Nutzer über digitale Kanäle in der gegenseitigen Kommunikation und im interaktiven Austausch von Informationen unterstützen.


Dabei geht es auf der einen Seite um die Kommunikation und auf der anderen Seite um die Erstellung, Bearbeitung und den Austausch von Inhalten.

 

Es gibt verschiedene Plattformen, wo Inhalte bereitgestellt werden können wie z. B.:

  • Eine Website,
  • ein Blog,
  • soziale Netzwerke.

Außerdem gibt es verschiedene Formen, wie der Inhalt bereitgestellt werden kann wie z. B.:

  • Textform,
  • Grafik oder Infografik,
  • Podcast oder Video.

Social Media ist die moderne Art der Kommunikation und des Informationsaustauschs.

 

Tina Gallinaro von Social Media Betreuung " Extrawerbung " hat sich bereit erklärt, einige Fragen zum Thema zu beantworten.


Mit Deiner 2010 gegründeten Firma Social Media Betreuung " Extrawerbung " bietest Du Social Media Marketing, Beratung und Betreuung, Bildbearbeitung und PR Texte an. Kannst Du uns dazu ein paar Details geben?

Ja, hier arbeite ich mit mehreren Partnern zusammen, denn alles aus einer Hand anbieten kann ich nicht, weil ich ein Ein-Mann-Unternehmen bin. In dem Fall ein Ein-Frau-Unternehmen. Wenn Unternehmen sich bei mir melden und Social Media Beratung und/oder Social Media Betreuung benötigen, kommt es immer darauf an, ob der Unternehmer die lästige Pflicht einfach nur abgeben möchte, oder es wirklich aus Zeitgründen nicht schafft, regelmäßig präsent zu sein.


Im letzteren Fall stehe ich unterstützend zur Seite und biete Unternehmen die Möglichkeit, per „Learning by Doing“ das Wissen aus erster Hand zu erfahren. Das heißt im Klartext, dass der jeweilige Unternehmer über alles, was mit den sozialen Netzwerken zu tun hat, von mir geschult wird, um die richtigen Schritte zu unternehmen.


Weil Texte ein wichtiger Bestandteil sind, um überhaupt gesehen zu werden, gebe ich diese Arbeit an meine Partner ab, denn an dieser Stelle müssen Profis ran. Da ich viel Wert auf Professionalität lege, suche ich mir meine Partner, was PR-Texte und Texte angeht, natürlich peinlich genau aus. Denn es gibt nichts Schlimmeres als den Kunden halbherzige Dinge anzudrehen. Hier arbeite ich in erster Linie mit Janett Reimann von Textschöpfung zusammen, habe aber auch empfehlenswerte Freelancer, denen ich hin und wieder einen Auftrag vermitteln kann. 


Da ich diese empfehlenswerten Freelancer auf einer eigens dazu erstellen Webseite verzeichnet habe, können potentielle Kunden sofort mit ihnen Kontakt aufnehmen, ohne dass ich dazu ins Spiel komme. Das klappt super und ich bin sehr froh, dass ich mich für diese Möglichkeit entschieden habe. 


Ebenso kann ich auf Social Media Dienstleister auf einen Blick verweisen, wenn meine Kapazitäten ausgeschöpft sind, um einen Auftrag anzunehmen, oder wenn es "einfach nicht passt"!  Bei einem Auftrag muss man sich ja mit dem jeweiligen Unternehmer identifizieren können. Kommt beispielsweise eine Anfrage für Mode oder Kosmetik rein, muss ich an dieser Stelle passen.  Das Thema interessiert mich einfach nicht. Ich weiß, sehr untypisch für eine Frau  :-), aber man sollte ja auch mit Herzblut bei der Sache sein. 


Du bietest auch professionelle Bildbearbeitung an. Was ist bei der Auswahl und Bearbeitung eines Bildes wichtig?

Hier kommt wieder meine enge Partnerin Bärbel Loy von loy webdesign aus Gütersloh ins Spiel. Sie ist nicht nur eine absolute Expertin in Sachen Website-Erstellung, sondern beschäftigt sich auch mit professioneller Bildbearbeitung. Denn wie wir alle wissen, gibt es für den ersten Eindruck keine zweite Chance. 


Natürlich kann ich auch einiges selbst machen, wenn es um die Postings in den sozialen Netzwerken geht. Da habe ich meine Lieblingstools, mit denen man richtig zaubern kann. Für die Social Web News beispielsweise arbeite ich mit dem  Tool Ribbet und optimiere die Bilder hinterher noch mit JPEGmini.


Welche Empfehlungen hast Du für die Erstellung von professionellen PR-Texten?

Wie schon oben erwähnt, erledigen das meine Partner, an die ich diese Aufgabe gerne weitergebe. Für meine eigenen Blogbeiträge benötige ich keinen Texter, höchstens ab und an mal jemanden, der drüber schaut, ob ich mal wieder irgendwo ein Komma vergessen habe. Denn das ist offen gestanden eine Schwäche von mir.


Wie wichtig findest Du Corporate Blogs für Unternehmen?

Ein Corporate Blog ist immens wichtig für Unternehmen, die sich in ihrer Branche als Experte positionieren wollen. Denn nur so bekommen Kontakte einen näheren Einblick und fassen schneller Vertrauen zum Produkt oder zu einer Dienstleistung. Da ein Blog auch als Kommunikationskanal genutzt werden kann, ist es für Unternehmen eine weitere sehr gute Chance, auf Fragen oder Feedback einzugehen.


Natürlich kann sich nicht jedes Unternehmen mit dem Thema Blog auseinandersetzen. Viele wissen gar nicht, was sie schreiben sollen. Aber im Unternehmeralltag ist immer was los, niemand sitzt den ganzen Tag unter einem großen schwarzen Karton und erlebt nichts! 


Viele haben dann auch Angst. Bei der Gastronomie erlebe ich es oft, dass Gastwirte sagen: "Wenn ich auf meinem Blog ein Rezept veröffentliche, dann kommen keine Gäste mehr zu mir!"


Ich finde diese Angst ist wirklich unbegründet, denn dann würden alle Restaurants schwarze Zahlen schreiben. Ein sehr schönes Beispiel dazu ist Ludger Freese, mit seinem Beiträgen auf Essen kommen! lockt er die Besucher regelrecht zu sich und ich finde, das macht er richtig gut.


Was hältst Du für eine Präsenz im Web für unbedingt notwendig?

So authentisch und so natürlich wie möglich ist wohl die erste Grundvoraussetzung. Denn wie ich schon in Cheat Sheet - ein kleiner Facebook Spickzettel erwähnt habe, kommt es bei den Statusmeldungen, die jemand teilt, nicht nur darauf an, wie sie geteilt wurden, sondern auch, wer sie geteilt hat. Ein Pseudonym erweckt definitiv  kein Vertrauen!


Du hast Umzüge Meurer bei der Erstellung ihrer Facebook Seite geholfen und sie unterstützt. Welche Informationen benötigst Du, um ein Profil zu erstellen und wie schulst Du die Firma, um ihr Profil selbst zu pflegen?

Um eine Fanseite ins Leben zu rufen und sie mit den nötigen Informationen auszustatten, benötige ich oftmals nicht mehr als ein Telefon und den passenden Unternehmer am Ende der Leitung. Ich stelle den Unternehmern keine Fanseite hin und sag dann "Mach mal!", sondern das erfolgt in enger Zusammenarbeit. 


Somit weiß der Unternehmer sofort,  welche Informationen an welcher Stelle eingetragen werden müssen, hier lege ich besonderen Fokus auf das Impressum, denn ein fehlendes Impressum kann teuer werden! 

Und weil für die Fanseite auch ein Headerbild und ein Logo wichtig sind, hat der Unternehmer diese Bilder meist auch direkt auf seinem Rechner, die er unter meiner Anleitung gezielt hochladen kann. Existieren keine Bilder, können diese als Übergangszeit auch bei ClipDealer gekauft werden. Hier sollte aber auf die Social Media Lizenz geachtet werden! 


Meist kommt zeitgleich von mir noch eine Einweisung, wie man sich mit einer Fanseite bewegen kann, worauf man achten sollte und kleinere Tipps und Tricks, wie man beispielsweise mit dem Privatprofil als Fanseite umzwitscht und damit dann "spazieren gehen" kann. 


Für wen eignet sich der Kurznachrichtendienst Twitter?

Twitter eignet sich für alle, die den schnellen Austausch lieben. Hier erfährt man in Echtzeit, was alles im Internet passiert. 


Vor allem sollte man sich im Klaren darüber sein, dass hinter jedem Twitter Account ein Mensch sitzt. Von daher sollten automatisierte Postings nicht zur Regel werden, denn sonst kann man nicht zeitgleich auf Fragen und Kommentare reagieren. Ich habe sehr viele Reaktionen beim Microblogging-Dienst, wenn ich wichtige und relevante News verbreite. 


Und wie für jedes soziale Netzwerk gilt - regelmäßig präsent sein! 


Welchen Firmen empfiehlst Du eine Google+ Seite oder einen Google My Business Eintrag?

Im Prinzip ist diese Frage sehr leicht zu beantworten: Jeder, der eine Webseite hat und mit der Öffentlichkeit arbeitet, sollte auch mit einem Google My Business Eintrag dort vertreten sein.

 

Denn:

Wenn User im Internet etwas suchen, dann googeln sie danach. Meist zeigt Google als erstes die Bewertungen an, die ein Unternehmer erhalten hat. Das zeugt von Vertrauen und weckt das Interesse eines potentiellen Kunden. Ich bekomme regelmäßig Anrufe, wo sich mein Anrufer mit "Ich habe Sie bei Google gefunden" meldet.


Hier verspielen aber leider viele Unternehmer wertvolle Chancen, denn oftmals besitzen sie schon eine Google+ Seite, wissen aber nichts von ihrem Glück. Schön zu beobachten ist dieses, wenn man das Impressum einer jeweiligen Website kopiert und Google danach suchen lässt. Wenn man dann auf "Maps" klickt, ist oftmals schon eine G+ Seite vorhanden. Klickt man weiter, hat diese G+ Seite schon etliche Aufrufe gehabt. 


Ob es nun Absicht von Google ist oder nicht, jedenfalls ist es ein eindeutiger Wink mit einem ganzen Gartenzaun, dass Unternehmer aktiv werden sollten. 


Mit den Beiträgen, die man bei Google+ erstellt, ist es das SEO zum Selbermachen, und mit hilfreichen Inhalten stärkt man sogar noch die eigene Sichtbarkeit bei Google und Co.


XING und LinkedIn werden vor allem für B2B-Firmen im deutschsprachigen bzw. internationalen Raum empfohlen. Welchen Kunden empfiehlst Du diese beiden Netzwerke und warum?

Oh ja, hier spalten sich meine Gefühle. Ich habe XING als Spamschleudermaschine kennengelernt und habe dann sehr enttäuscht vom Premium in den Basis Account gewechselt. 

Ob es mittlerweile besser geworden ist, kann ich nicht sagen, denn ich bin mehr auf LinkedIn unterwegs.


Jedenfalls sind beide Portale immens wichtig für Unternehmen, die ihre Geschäftsbeziehungen auf einer weiteren Ebene ausbauen möchten. 

Denn viele dort vorhandenen Kontakte sind NICHT auf Facebook und Twitter oder Google+ zu finden. 


Auf LinkedIn ist Dein Slogan „Holen sie Ihre Kunden in den sozialen Netzwerken ab, denn dort halten sie sich auf!“ Welche Tipps hast Du, um herauszufinden, in welchen sozialen Netzwerken sich die Kunden aufhalten?

Nicht nur auf LinkedIn wende ich meinen Slogan an, er gilt generell. Um herauszufinden, in welchen sozialen Netzwerken sich die Kunden aufhalten, gilt es als Erstes, mehr über die Interessen der einzelnen Kunden zu erfahren. 


Pinterest ist vor allem bei Online-Händlern für Mode, Accessoires, usw. beliebt. Wem würdest Du Pinterest empfehlen? Wie siehst Du Pinterest im Vergleich zu Instagram?

Pinterest empfehle ich jedem, der visuelle Inhalte verbreiten möchte. Mit Instagram werde ich noch nicht so ganz warm, da ich Instagram nur sporadisch nutze. 


Für wen sind about.me oder SlideShare geeignet?

About.me ist nahezu perfekt, wenn man beispielsweise wie bei Twitter nur einen Link zur Verfügung hat, um zu zeigen, wo man noch überall vertreten ist. Hier kann man sich wunderbar auslassen und seiner Kreativität freien Lauf lassen.


SlideShare kann man sehr gut anwenden, wenn man mehrere PDF's anbieten und sie für die Öffentlichkeit zugänglich machen möchte.


Gibt es noch weitere soziale Netzwerke, die Du empfehlen kannst?

Man sollte sich auch auf Nischen-Netzwerken umsehen. Dazu kann ich direkt den Artikel Soziale Netzwerke: Spannende Nischen Netzwerke, die Sie kennen sollten von Peter-Georg Lutsch von Digital-Media-Manager empfehlen. Hier kann es sehr gut sein, dass man auf seine Zielgruppe trifft. Man sollte generell auch mal ausweichen und nicht nur die bekanntesten Social Media Plattformen bedienen.


Welche Bedeutung gibst Du den sozialen Netzwerken in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung und das Ranking?

Hier lege ich den Fokus auf sehr hoch. Und jeder Nutzer hat es selbst in der Hand, sein eigenes SEO zu machen. Wer bloggt, kennt die kleinen Tricks, um sich seinen Platz in der Suchmaschine zu sichern und zu stärken.

Produziere hilfreiche Inhalte und stärke so die eigene Sichtbarkeit bei Google und Co. aus Warum Unternehmen bloggen und sich vernetzen sollten.


Welche Tipps hast Du für einen zielgruppenorientierten Kontaktaufbau im Social Web?

Es kommt immer auf die jeweilige Berufssparte an, mit der man sich selbst umgibt. Da Gruppenaktivität ein Teil der Marketing-Strategie ist, sollte man in relevanten Gruppen aktiv sein. Dort kann man interessante Leute kennenlernen, die ebenfalls wertvolle Beiträge posten. Hält man sich in den Gruppen nicht bedeckt und beteiligt sich aktiv an Diskussionen, werden die anderen Kontakte neugierig und schauen auch schon mal, wer man eigentlich ist. 

Dazu gehört auch, dass man keine Dauer-Werbepostings versendet, denn dann ist man in recht kurzer Zeit ein Ex-Mitglied. In Gruppen geht es um Austausch, Hilfestellungen und intensives Miteinander! Egomanen sind demnach out!


Was empfiehlst Du für die Kontaktpflege?

Kontaktpflege ist immens wichtig, dazu gehört auch, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen und die Beiträge seiner Kontakte zu teilen. Social Media ist ein tägliches Geben und Nehmen. 

Auch ist es ratsam, mal den Kontakt mit seinen Kontakten zu suchen, sei es ein Telefonat oder ein Netzwerktreffen.

Somit hat man neben dem Bild auch eine Stimme dazu und  ordnet diesen Kontakt schon wieder ganz anders ein als jemanden, den man "nur" von Twitter her kennt.

In Warum viele Kontakte den Frühjahrsputz nicht "überleben” bin ich auf die verschiedenen Eigenarten einiger Kontakte eingegangen, deren Verhalten nicht nur unangenehm auffällt, sondern auch äußerst anstrengend ist. Lieber habe ich zum Beispiel nur eine Handvoll Kontakte als eine unübersichtliche Vielzahl derer, mit denen ich nicht interagieren kann.


Welche Besonderheiten hat das Gastronomie Marketing?

Mit Gastronomie Marketing hat jeder Gastronom täglich immer wieder neu die Chance, seine Gäste ins Restaurant zu locken. Aber hier gelten auch wieder verschiedene Faktoren. Wenn es "intern" zwischen Service-Personal und Chef knallt und das die Gäste zu spüren bekommen, kann man in den sozialen Netzwerken nicht Friede, Freude, Eierkuchen spielen und so tun, als wäre alles in bester Ordnung. Allenfalls wäre dies ein Fall für die Kochprofis :-).

Auch ist es immens wichtig, dass "echte" Bilder vom jeweiligen Mittagessen oder ein Gericht von der Speisekarte via Facebook, Twitter und Co. gepostet werden. Was ich damit sagen will, ist, dass der Gast exakt das gleiche Essen auf seinem Teller haben möchte, was er zuvor visuell in den sozialen Netzwerken gesehen hat.


Gekaufte Stock-Photos haben in dem Sinne beim Gastronomie-Marketing nichts zu suchen. Auch müssen keine aufwendigen Food-Bilder gemacht werden, um den Appetit der Gäste anzuregen. 


Welche Tools eignen sich für Content Marketing?

Die passenden Tools gibt es in Content Marketing Tools 2015.


Was wird benötigt für die Erstellung einer Social Media Strategie?

Hier verlinke ich einfach mal auf die Slide-Share Präsentation von Andre Jontza.


Was ist für eine erfolgreiche Social Media Betreuung erforderlich?

In erster Linie die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und dessen Bereitwilligkeit, überhaupt in Social Media aktiv zu sein. 


Ein Social Media Manager kommuniziert nach außen. Wie wichtig ist dabei die interne Kommunikation, um dies effizient zu tun?

Dies ist ebenfalls immens wichtig, denn man kann nichts nach außen tragen, was innen nicht klappt. 


Wann empfiehlst Du eine interne und wann eine externe Lösung für einen Social Media Manager?

Diese Frage habe ich in Professionelle Social Media Unterstützung gesucht beantwortet.


Mit welchen Social Media Tools arbeitest Du bzw. welche kannst Du empfehlen?

Die Antwort gibt es in Tipps und Tools, um den Social Media Alltag zu meistern!


Welche Tipps hast Du für das Social Media Marketing?

Tipps für Social Media Marketing gibt es in 101 Tipps und Tools für das Social Media Marketing.


Was hältst Du von Webinaren, Podcasts, Videos und Infografiken? Wie geeignet sind sie beim Social Media Marketing?

Videos sind visuelle Anreger, um zu zeigen, wie es beispielsweise im Unternehmen aussieht. Man kann die Mitarbeiter zeigen, Eindrücke aus dem Unternehmeralltag und mal eben kleinere Gebrauchsanleitungen erstellen so wie ich es beispielweise in Tool-Tipp für Twitter: Followerverwaltung mit Crowdfire gemacht habe. Bevor man einen ellenlangen Beitrag schreibt und Gefahr läuft, dass die Leser schreiend das Weite suchen :-), besser Erklärvideos erstellen.


Webinare finde ich megaklasse, selbst biete ich (noch) keine an. Ich bewundere an dieser Stelle Sandra Holze von Likes Media. Ihre Webinare sind immer sehr verständlich und sehr gut besucht. Da bin ich auch des Öfteren mal dabei und lerne immer wieder dazu.


Mit Infografiken sollte man vorsichtig sein, denn allein schon bei der Auswahl der Farben kann man viel falsch machen. Dazu soll eine Infografik die wichtigsten Punkte ansprechen, was man mit einem Beitrag erzählen möchte. Infolgedessen ist eine Infografik die Einladung zum Besuch der Website. 


Podcasts sind absolut genial. Man lauscht der Stimme während man weiter surft. Ebenso können die Podcasts auch mal eben auf dem Weg zur Arbeit gehört werden. 


Was sind Deine Tipps, um erfolgreich im Social Web zu sein?

Hier ist wieder das Mitmachen angesagt und dazu möchte ich auf den Beitrag Erfolg im Social Web – wie ist das möglich? verweisen. 


Du veröffentlichst jeden Freitag die „Die Social Web News“. Wie bist Du auf die Idee gekommen, das zu tun und nach welchen Kriterien suchst Du die Artikel aus?

Es war eine Spontangeburt wie man so schön sagt. Ich bin eines Morgens aufgestanden mit dem Gedanken, ich will es machen. Ich will einmal wöchentlich die sauguten Beiträge vorstellen, die mich die ganze Woche über stellenweise sehr begeistert haben. 


Die Kriterien dafür, dass ein Beitrag in den Social Web News erscheint, sind ganz simpel. Der Beitrag soll einen Mehrwert für alle Leser bieten, nicht zu viel Eigenwerbung enthalten und vor allem: Die Inhalte sollen den Lesern ins Hirn knallen, um es mit den Worten von Karl Kratz zu sagen. 


Ich bin da sehr wählerisch: Ich leite meine Leser niemals auf Landing Pages und lehne es auch strikt ab, gegen Bezahlung einen Beitrag zu veröffentlichen. Ich bilde mir ein, mit der wöchentlichen Auswahl immer voll ins Schwarze zu treffen, denn eins habe ich immer wieder dabei gemerkt: Was mich begeistert, begeistert auch andere. 


Da darf auch ab und an mal geschmunzelt, fassungslos mit dem Kopf geschüttelt und gestaunt werden :-) 


Du hast den Status „Proven Expert“. Kannst Du uns ein paar Details zu dieser Plattform für Bewertungen geben?

Die Bewertungsplattform Proven Expert ist eine Alternative für Yelp. Yelp hat, wohl für kaum einen verständlich, dieses merkwürdige Auswahlverfahren, was Bewertungen angeht. Bei Provent Expert bittet man seine Kunden, eine Bewertung zu hinterlassen und diese Bewertung schaltet der Nutzer selbst frei. 

Allerdings hat die Sache mit Proven Expert einen kleinen Haken. Möchte man mehr als 10 Bewertungen öffentlich machen, ist das Ganze kostenpflichtig.


Wie sozial sind Social Media und die sozialen Netzwerke Deiner Meinung nach?

Wenn man die Themen Politik, Religion  und andere dubiose Welt-Anschauungs-Beispiele einfach mal außen vor lässt und sich hier nicht auf Diskussionen einlässt, sind die sozialen Netzwerke sogar sehr sozial. Denn im Social Web prallen zu viele Ansichten aufeinander! Nach relativ kurzer Zeit steht immer fest "Wir sind einer Meinung, dass wir nicht einer Meinung sind! ;-)".


Ich habe immer noch den Aufruf #einBuchfuerKai in Erinnerung, wo man das Mitgefühl und die Bereitschaft, helfen zu wollen, regelrecht fühlen konnte.


Möchtest Du noch etwas ergänzen?

Liebe Grüße an alle Freunde, Kontakte, Follower und Fans: You're simply the best :-).

 

Vielen Dank Tina für die sehr interessanten und informativen Antworten und nützlichen Links.

 

Welche Social Media Tipps haben Sie?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Blog-ABC

Mein Blog-ABC

Durch den Beitrag von Lisa-Alexa Kopka bin ich auf die Blogparade Mein persönliches Blog-ABC (#BlogABC) von Burkhard Asmuth aufmerksam geworden. Vielen Dank Alexa.


Als begeisterte Bloggerin habe ich mich spontan entschieden, mein Blog-ABC kurz vor dem Annahmeschluss auch noch einzureichen.

 

Hier nun mein Alphabet zum Bloggen:


A wie Arbeit

Egal ob ein Blog beruflich oder privat erstellt wird, er bedeutet Arbeit. Von der Ideenfindung über das Schreiben, Lektorieren, Veröffentlichen bis zur Promotion muss Zeit und Mühe investiert werden. 

 

B wie Begeisterung

Es ist ein großer Unterschied, ob man etwas tut, weil es halt getan werden muss, oder man mit Begeisterung bei der Sache ist. Das merken die Leser, ob der Blogger sein Herzblut in den Artikel steckt und mit Begeisterung über ein Thema schreibt oder eben nicht. Begeisterung reißt mit.

 

C wie Checkliste

Bei jedem Blogartikel gibt es verschiedene Punkte, die abgearbeitet bzw. beachtet werden sollten. Dani Schenker hat das in seinem Artikel Blogartikel veröffentlichen, aber erst Checkliste durchgehen sehr gut beschrieben. Die Checkliste dort kann übrigens auch heruntergeladen werden. Bei diesem Buchstaben muss ich natürlich noch erwähnen, dass mein Blog "Claudias Blog" bzw. "Claudias praktischer Ratgeber" heißt.

 

D wie Datum

Kürzlich wurde beim Webmaster Friday die Frage gestellt Wie wichtig ist das Datum für eure Blogartikel? Ich habe bei jedem Blogartikel ein Datum, damit meine Leser sofort wissen, von wann der Artikel ist. Rechtschreib-, Grammatik-, Tipp- oder Kommafehler werden einfach so korrigiert. Wenn ich eine Ergänzung mache, ist das entweder aus den Kommentaren ersichtlich oder ich schreibe am Ende des Artikels "Ergänzung am ..." mit dem Datum, an dem ich eine Ergänzung gemacht oder den Artikel überarbeitet habe, um z. B. mit einem älteren Artikel an einer Blogparade zum selben Thema teilzunehmen. Ich finde Transparenz wichtig und das Datum und Nachvollziehen von Änderungen gehören für mich dazu.


E wie Energie

Ein Blog kostet Energie, um ihn regelmäßig zu befüttern. So lange meine Begeisterung mich nicht verlässt, ist auch die notwendige Energie da, weiterzumachen.

 

F wie Fotos

Ein Artikel ohne Bild ist wie ein Tag ohne Schokolade, weniger gut. Deshalb füge ich jedem Artikel ein Foto oder eine Grafik bei. Die Fotos bearbeite ich in einem Grafikprogramm. Wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin, mache ich auch oft Fotos mit dem Hintergedanken, dass sie mal für einen Blogartikel passend sein könnten. Manchmal inspiriert mich auch ein Foto zu einem neuen Artikel.

 

G wie Grafiken

Wenn ich kein Foto für meinen Artikel verwende, erstelle ich eine Grafik wie die zu diesem Artikel. Das macht mir immer sehr viel Spaß. Meist ist der Artikel schnell geschrieben, wenn die Grafik bereits vorhanden ist.

 

H wie Humor

Ob Humor im Blog passt oder nicht hängt natürlich immer auch vom Thema ab. Zwischendurch ein Kommentar oder Satz, der den Leser zum Lächeln oder Lachen bringt, lockert den Text auf. Andreas Quinkert hat das sehr gut beschrieben in Ein bisschen Spaß muss sein – Drei Wahrheiten über Humor in Blogs.


I wie Inspiration

Wie bereits erwähnt, werde ich manchmal durch das Fotografieren inspiriert. Was mich sonst noch inspiriert habe ich in Mein ABC der Inspiration erzählt.


J wie Jagd nach Ideen

Ich bin viel im Internet in diversen sozialen Netzwerken unterwegs und immer auf der Jagd nach interessanten Informationen und Artikeln. Dabei erfahre ich interessante Neuigkeiten und finde auch oft Inspiration für neue Artikel, vor allem durch Blogparaden.

 

K wie Kommentare und Kreativität

Was wäre ein Blog ohne Kommentare? Ich freue mich immer ganz besonders, wenn jemand meinen Artikel nützlich oder hilfreich findet oder mir schreibt, dass er zum Nachdenken angeregt hat. Kreativität ist beim Bild und Text notwendig, dazu braucht es Inspiration und Ideen.

 

L wie lesen und Leidenschaft

Ich habe schon immer viel gelesen und letztendlich bin ich auch durch das Lesen zum Schreiben und Bloggen gekommen. Meine Leidenschaft gehört den Fremdsprachen, dem Bloggen und dem Netzwerken.

 

M wie Mut

Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, hätte ich mir nie vorstellen können, über manche Themen zu schreiben. Es gehört Mut dazu, ein neues Thema anzugehen, sich damit zu beschäftigen, zu recherchieren und darüber zu schreiben.


N wie "Nein" sagen

Fast jeder Blogger erhält auch mal Anfragen mit der Bitte um Verlinkung, ein Produkt zu testen und darüber zu berichten oder über ein bestimmtes Thema zu schreiben. Nicht alle Anfragen können positiv beantwortet werden und man muss auch mal, selbstverständlich in passender Form, "nein" sagen.

 

O wie Ordnung

Ordnung muss sein, auch im Blog. Deshalb habe ich letztes Jahr Kategorien in meinem Blog eingeführt, damit meine Leser nach Thema sortiert auswählen können, was für sie von Interesse ist.

 

P wie Promotion

Einen Blogartikel einfach so zu veröffentlichen bringt noch keine Leser, nur die, die den Blog abonniert haben. Deshalb ist die Promotion jedes neuen Artikels in den sozialen Netzwerken wichtig. Weitere Leser für den Blog erhält man durch Kommentieren in anderen Blogs und das Diskutieren und Fragen beantworten auf entsprechenden Plattformen, in sozialen Netzwerken oder Gruppen/Communities.

 

Q wie Quellen

Wenn mich jemand auf etwas aufmerksam gemacht, mir geholfen, zu einem Blogartikel inspiriert hat, nenne ich diese Quelle auch gerne namentlich.

 

R wie Reihenfolge und Recherchen

Wenn eine interessante Blogparade (so wie diese hier) dazwischen kommt oder ein Artikel auf dem anderen aufbaut und verlinkt werden soll, muss das bei der Reihenfolge der Veröffentlichungstermine berücksichtigt und auch mal ein Artikel verschoben werden. Es gibt Blogartikel, die ich einfach so schreibe, weil es ein Thema ist, wo ich meine Meinung dazu sage oder Fragen im Rahmen einer Blogparade oder eines Blogstöckchens beantworte. Aber es gibt auch Artikel, wo ich länger brauche, weil ich viel recherchiere und dann auch entsprechend im Artikel verlinke.


S wie Schreibstil und Sport

Je mehr man schreibt, desto mehr entwickelt sich ein eigener Schreibstil. Es gibt Blogs, die ich besonders gerne besuche, weil mir der Schreibstil des Bloggers gut gefällt. Dazu zählen z. B. die Blogs von Hans Reuter und Stefan Schütz. Beim Sport kommen mir oft Ideen für einen Artikel, er ist eindeutig eine Inspirationsquelle für mich.

 

T wie Themen und Terminplanung

Dass ich sehr viele Interessen habe, merkt man an den verschiedenen Themen in meinem Blog, weshalb ich Kategorien eingeführt habe. Mein Blog ist kein reiner Themenblog, wo es z. B. nur um Mode, Reisen oder gute Küche geht. Die Terminplanung für meinen Blog wird in einer Word-Datei gemacht, wo alles, was meinen Blog betrifft, festgehalten wird.

 

U wie Uhrzeit und Urheberrecht

Es gibt für jedes soziale Netzwerk eine passende Uhrzeit, um die beste Reichweite für seine Artikel zu erreichen. Ich poste trotzdem wie ich Zeit habe, meistens morgens. Urheberrecht ist auch ein wichtiger Punkt beim Bloggen. Da ich nur eigene Fotos und Grafiken verwende, habe ich kein Problem in diesem Punkt. Es sollte sich auch von selbst verstehen, dass man keine Texte kopiert, sondern zitiert mit Angabe des Autors oder direkt auf den Artikel verlinkt.

 

V wie Verlinkungen

Ich verlinke sehr gerne, wenn ich meinen Lesern dadurch Mehrwert bieten kann. Es gibt oft Themen, wo ein anderer Blogger bereits einen guten Artikel dazu geschrieben hat. Da ist es geschickter, auf diesen zu verlinken, als selbst etwas zu schreiben.

  

W wie Werbung

Ich habe mich in meinem Blog gegen Werbung entschieden. Es stört mich aber nicht, wenn ich Werbung in anderen Blogs sehe, wenn sie nicht zu aufdringlich ist.

 

X wie x-fach lesen

Ich lese mir jeden Blogartikel x-fach/mehrfach durch, korrigiere Rechtschreib-, Grammatik-, Tipp- und Kommafehler, lösche Füllwörter und verändere auch mal die Reihenfolge der Absätze für einen besseren Lesefluss. Manchmal mache ich auch noch Ergänzungen beim nochmaligen Lesen. Beim Alphabet hier kann ich natürlich nicht die Reihenfolge der Buchstaben ändern. :-)

 

Y wie Yacht

Ein schwieriger Buchstabe, deshalb improvisiere ich mal. Ein Blog ist am Anfang wie eine Nussschale, dann ein Ruderboot, dann ein Segelboot. Er entwickelt sich. Sehr gute und erfolgreiche Blogs sind wie eine Yacht. Ein Beispiel für eine Yacht ist der Blog von ZIELBAR.

 

Z wie Zeit

Je mehr Zeit man investiert, desto besser ist in der Regel das Ergebnis. Jeder Blogger kann wohl bestätigen, dass die Tage oft zu kurz sind und das Schreiben häufig zu kurz kommt. Da ist eine gute Planung notwendig, um die vorhandene Zeit sinnvoll zu nutzen.


Das war mein Blog-ABC mit Tipps für Blogger zu jedem Buchstaben. Was für ein ABC haben andere Blogger?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Facebook

Wie ich Facebook nutze

Facebook - ein beliebtes soziales Netzwerk
Und wie nutzen Sie Facebook?

Alexander Liebrecht hat zu einer Blogparade Facebook Social Network und seine Nutzung eingeladen. Nach der Blogparade über Twitter folgte die über Google+ und jetzt also Facebook. Da ich bei allen drei Netzwerken Profile habe, beantworte ich auch bei dieser Blogparade gerne seine Fragen. Hier nun meine Antworten.

 

1. Seit wann seid ihr bei Facebook? Und verlinkt doch mal eure Accounts und Fanpages.

Mein Profil habe ich im September 2013 angelegt, die Seite folgte knapp 3 Wochen später.

 

2. Was passt euch bei Facebook und was eher nicht und warum?

Mir gefällt es auf Facebook im Unterschied zu Google+ und Twitter, dass ich beim Profil Kontaktanfragen bestätigen muss. Die Chat-Funktion nutze ich auch genauso gerne wie die von Google. Es gefällt mir nicht, dass ich z. B. beim Einstellen eines neuen Profilbilds die automatische Nachricht darüber an meine Kontakte nicht deaktivieren kann. Bei XING und LinkedIn kann ich selbst einstellen, ob Profiländerungen für meine Kontakte sichtbar sind oder nicht. Auf XING und LinkedIn finde ich es interessant zu sehen, wer mein Profil besucht hat, was auf Facebook leider nicht möglich ist.


3. Nutzt ihr parallel zu Facebook auch Twitter, Google+ und XING oder Instagram, Pinterest und Linkedin? Was sind eure Erfahrungen mit diesen übrigen Social Networks?

Bis auf Instagram nutze ich alle der genannten sozialen Netzwerke. Google+ und LinkedIn sind meine Lieblingsnetzwerke. Jedes Netzwerk hat seine Besonderheiten und wird von mir unterschiedlich genutzt.

XING und LinkedIn verwende ich, um mich über interessante Themen zu informieren, auf LinkedIn diskutiere ich gerne. Meine Blogartikel werden über Google+, Twitter und Facebook geteilt. Bilder stelle ich auf flickr und Pinterest ein. Infografiken werden teilweise auch automatisch auf Twitter und Facebook geteilt. Auf Twitter teile ich, bis auf meine eigenen Beiträge, meist auf Englisch. Auf Google+ teile ich, bis auf Infografiken, meist auf Deutsch.


4. Nutzt ihr Facebook-Gruppen und wie sind eure Erfahrungen damit?

Ich bin nur in einer Gruppe auf Facebook Mitglied nämlich Infografiken Showroom, da ich ein großer Fan von Infografiken bin, die ich auch gerne pinne. Über Erfahrungen kann ich deshalb nicht viel sagen, möchte aber den Artikel von Jutta Beyer empfehlen, wenn jemand wissen möchte, wie man Gruppen auf Facebook nutzt.

 

5. Wie sieht eure Facebook-Nutzung aus, teilt und likt ihr mehr oder seid ihr passiv und lest sowie nehmt dort alles auf?

Auf Facebook teile ich über mein Profil wie bereits erwähnt Infografiken, aber auch Fotos zum Thema essen, was ich gerne backe und esse, und ab und zu interessante Artikel, meist über Facebook selbst. Über meine Seite teile ich neben meinen Blogartikeln auch Auswertungen von Blogparaden und meine Buchrezensionen. Auf Facebook like ich auch Dinge, die mir privat gefallen. Es ist allerdings das Netzwerk, wo ich am wenigsten aktiv bin.

 

6. Bringt Facebook Traffic auf eure Webseiten, Blogs, Shops oder Wiki-Projekte?

Eher weniger, der meiste Traffic kommt über Google+, aber das hängt auch damit zusammen, dass ich dort aktiver bin als auf Facebook. Interessant finde ich, dass meine Interviews auf Facebook eine zwei- bis dreimal so hohe Reichweite haben wie die anderen Artikel, wobei das sicher daran liegt, dass meine Interviewpartner den Beitrag von ihrer Seite auch noch pushen. Die meisten Kommentare erhalte ich auf Google+. Ich habe den Eindruck, dass Themen, die mit dem Internet zu tun haben, auf Facebook gut ankommen, während psychologische Themen wie z. B. Konflikte oder Verhaltensmuster auf weniger Interesse stoßen. Ein Beispiel mit hoher Reichweite ist der Artikel Die Digitalisierung unseres Lebens.


7. Welche Smartphone-Apps für Facebook sind bei euch in Verwendung?

Da ich kein Smartphone besitze, verwende ich auch keine Apps.

 

8. Setzt ihr auf Facebook-Wordpress-Plugins und welche sind dort existent? Was könnt ihr den Lesern dieses Blogs ans Herz legen?

Ich verwende gar keine Plugins, habe aber diesen interessanten Artikel über Facebook Plugins gefunden.

 

9. Habt ihr schon mal bei einer ähnlichen Blogparade mitgemacht oder seid ihr neu dazu gestoßen und macht zum ersten Mal mit?

Das ist die 116. Blogparade, an der ich teilnehme. Wie bereits erwähnt, habe ich auch an der Blogparade zu Twitter und Google+ teilgenommen. Da ich Profile auf verschiedenen sozialen Netzwerken habe, sind Blogparaden, die Fragen dazu stellen, interessant für mich.

 

10. Was denkt ihr, wie sich Facebook in den nächsten 5 Jahren entwickeln wird? Zeichnen sich heute schon irgendwelche Trends ab?

Ich denke, dass Facebook seine Funktionen betreffend Videos weiter ausbauen wird, um YouTube Konkurrenz zu machen. Dass Facebook selbstlöschende Nachrichten wie bei Snapchat testet ist für mich auch ein Anzeichen, dass man genau schaut, welche Funktionen andere soziale Netzwerke haben, und versucht, ähnliche zu bieten, um die User zu halten. 

 

11. Lest ihr auf Social Media Blogs oder gibt es noch Blogs, wo nur über Facebook gesprochen wird? Ihr könnt diese Blogs gerne empfehlen!

Da fallen mir spontan nur 2 Blogs ein, die sich u. a. mit Social Media befassen. Das sind Die Klickkomplizen und Social Media Betreuung extrawerbung von Tina Gallinaro. Ich kenne nur einen Blog, bei dem es nur um Facebook geht, das ist der bei den Facebook Plugins erwähnte Der inoffizielle Facebook Blog allfacebook.de. Für Google kenne ich noch den GoogleWatchBlog.

 


12. Was muss über Facebook noch gesagt werden, so als Fazit?

In seinem Artikel So wichtig ist Facebook im B2B-Marketing (für jede Branche) hat Gidon Wagner bei Hubspot beschrieben, welche Bedeutung Facebook für Unternehmen haben kann, wenn man das Netzwerk für das Marketing richtig nutzt. Für mich sind XING und LinkedIn professionelle Netzwerke, Facebook eher ein privates, aber genau das ist der Vorteil, wenn man die passende Zielgruppe, nämlich die Entscheider von Firmen, die eben auch privat auf Facebook unterwegs sind, erreichen möchte.

 

Und wie nutzen Sie Facebook?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Netzwerken

Regeln der Kunst beim Netzwerken

Regeln der Kunst beim Netzwerken
Welche Tipps haben Sie fürs Netzwerken?

Heute ist fast jeder in mehr als einem sozialen Netzwerk unterwegs. In meinem neuen Artikel bei ZIELBAR "Netzwerken nach (fast) allen Regeln der Kunst" gibt es Tipps

  • zum Profilbild,
  • zur Biographie,
  • zum Teilen und Automatisieren,
  • wie ein Beitrag oder der Inhalt hervorgehoben werden können,
  • um positiv aufzufallen.

Hier geht es zum kompletten Artikel. 

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Google Plus

Wie ich Google Plus nutze

Alexander Liebrecht hat im Blog Technik Surfer von Moritz Krauss zu einer Blogparade Alles rund um Google Plus eingeladen. Da Google+ eines meiner Lieblingsnetzwerke ist, mache ich doch gerne mit. Hier meine Antworten auf die Fragen.

 

1. Seit wann bist du bei Google Plus, kannst du dich daran entsinnen? Wenn du möchtest, kannst du auch deine Accounts und Seiten verlinken.

Google+ war das 1. soziale Netzwerk, auf dem ich ein Profil angelegt habe. Mein privates Profil gibt es seit Oktober 2012. Im Januar 2013 folgte eine Seite.

 

2. Hast du bei Google Plus einen privaten Account oder/und auch eine Google+ Seite für deinen Blog zum Beispiel?

Wie bereits erwähnt habe ich einen privaten Account und eine Seite. Über mein persönliches Profil poste ich Infografiken, Videos, Artikel über Marketing & Verkauf und Leseempfehlungen. Für diese 4 Kategorien habe ich auch Sammlungen angelegt. Über meine Seite poste ich Animationen & Videos, meine Blogartikel, Auswertungen von Blogparaden, meine Buchrezensionen und Artikel über Buchthemen & Blogs. Für diese 5 Kategorien gibt es ebenfalls Sammlungen. Auf meiner Seite finden Leser deshalb nur Artikel über Bücher und Blogs. Auf meinem privaten Profil Artikel, die ich interessant und lesenswert finde. Selbstverständlich teile ich dort auch Artikel von ZIELBAR.

 

3. Was hat sich für dich seit der Nutzung von Google+ geändert, bloggst du mehr, teilst du mehr deine Inhalte bei Google+ oder oder oder?

Ich bin überhaupt erst durch meine Aktivitäten in verschiedenen sozialen Netzwerken auf die Idee gekommen, zu bloggen. Meine Blogartikel teile ich immer auf Google+, Twitter und Facebook. Der meiste Traffic im Blog kommt bei mir über Google+.

 

4. Was ist mit den Google Plus Communities, kommen diese für dich in Frage und welche kennst du, wo bist du aktiv?

Ich bin nur in 2 Communities mit meiner Seite aktiv. Das sind das BloggerNetzwerk von Alexander Liebrecht und Autoren - Bücher - Leser von Hans-Peter Braun. Kann ich nur empfehlen, sich eine passende Community zu suchen, wenn man sich für ein bestimmtes Thema interessiert. Ist aber auch eine Zeitfrage, in ein paar Communities bin ich zwar Mitglied, besuche sie aber nur selten.

 

5. Bringen deiner Ansicht nach Aktivitäten bei Google+ für dich etwas?

Wie bereits erwähnt, kommt bei mir der meiste Traffic über Google+. Dort gibt es auch die meisten Reaktionen und Kommentare. Also ein ganz klares "ja".

 

6. Wie schaut es mit anderen Social Networks wie Twitter, Facebook, Xing, Pinterest oder Instagram, Linkedin aus – nutzt du sie auch noch?

Bis auf Instagram nutze ich alle der genannten sozialen Netzwerke. Außerdem habe ich noch Profile auf SlideShare, about.me und flickr. Meine Lieblingsnetzwerke sind Google+ und LinkedIn. Auf Pinterest und flickr lade ich die Bilder zu meinen Blogartikeln hoch.

 

7. Wenn man bei Google+ aktiv ist und postet, sieht man in den Google Suchtreffern auch eigene Ergebnisse! Ist dir das schon aufgefallen und hast du Suchtreffer anderer Nutzer bereits sehen können?

Ich verwende zwar Google Analytics für diese Website mit Blog, muss aber ehrlich zugeben, dass ich nur selten reinschaue und keine Auswertungen mache.

 

8. Bekommst du mehr Traffic durch Google+ auf deinen Websites, Blogs, Communities oder gar in den Shops?

Diese Frage habe ich schon für meinen Blog mit einem "ja" beantwortet.

 

9. Welche Google Plus Apps nutzt du auf dem Handy bzw. deinem Smartphone?

Keine, da ich kein Smartphone besitze.

 

10. Nutzt du Tools wie IFTTT oder Buffer um deinen Google+ Posts zu veröffentlichen? Wenn ja, welche Vor- & Nachteile siehst du? 

Ich verwende gar keine Tools, nur Buffer für Twitter. Einen Post über einen neuen Blogartikel mache ich immer nach der Veröffentlichung auf Google+, Twitter und Facebook. Für Twitter ist Buffer ein großer Vorteil, weil ich dort über mein privates Profil und das von ZIELBAR Artikel von Dritten teile und diese zu den im Schedule hinterlegten Zeitpunkt veröffentlicht werden. Sonst plusse, favorisiere, like und kommentiere ich, wenn ich gerade "meine Runde mache" in den sozialen Netzwerken.

Ich finde Tools sinnvoll, um schneller und einfacher zu arbeiten, sehe aber auch eine Gefahr, wenn zu viel automatisiert wird und dadurch keine Interaktionen mehr stattfinden. Für Interaktionen braucht es eben doch noch einen Menschen und keine Maschine. Da muss man sich die Zeit nehmen, zu lesen und individuell auf den Inhalt einzugehen, zu antworten und zu kommentieren.

 

11. Welche WordPress/CMS-Plugin für Google Plus setzt du ein? Etwa Shariff Social Media Buttons und Co.?

Dieser Blog ist bei Jimdo, wo ich aus einer Liste auswählen kann. Ich ergänze immer die Social Media Buttons von Facebook, Twitter und Google+.

 

12. Und was möchtest du uns noch sagen, bevor du den Artikel zu Ende geschrieben hast?

Fest steht, dass sich bei Google+ etwas tut und man gespannt sein darf, welche Änderungen kommen. Ich hoffe, dass Steve Naumann mit seiner Aussage Google+ ist nicht tot. Google+ ist anders! recht hat und es dieses Netzwerk noch lange geben wird.

 

Und wie nutzen Sie Google+?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Verhaltensmuster brechen 

Verhaltensmuster brechen

Verhaltensmuster erkennen und brechen
Welche Verhaltensmuster haben wir?

Durch den Beitrag von microTOOL bin ich auf die Blogparade Muster brechen im Zusammenhang mit Projekten von Eberhard Huber vom PM Camp Dornbirn aufmerksam geworden und auf die Idee gekommen, einen Artikel zum Thema Verhaltensmuster brechen zu schreiben.

 

Laut Wikipedia bezeichnen Verhaltensmuster in der Verhaltensbiologie angeborene und erlernte Bewegungsabfolgen, die in einer bestimmten Situation in einer bestimmten, häufig vorhersagbaren Weise, und in gleicher Reihenfolge stattfinden. Die Wiederholung von Verhaltensmustern vermittelt oft ein Gefühl von Sicherheit, kann aber auch zwanghaft sein und eine Verhaltenstherapie erforderlich machen.


In der Evolution haben sich Mensch und Tier an die Umgebung angepasst und weiterentwickelt. Es wurden Merkmale von Generation zu Generation vererbt und auch mutiert. Die frühesten Verhaltensmuster sehe ich im Jagen und Schutz suchen, um zu überleben. Babys von Menschen und Tieren sind in der Regel so niedlich, dass sie das Verhalten auslösen, sie auf den Arm zu nehmen und sich um sie zu kümmern. Durch die Erziehung entstehen Verhaltensmuster, die sich bis ins Erwachsenenalter halten und oft unbewusst ablaufen in bestimmten Situationen. Viele Verhaltensmuster sind auch mit Ritualen oder Gewohnheiten vergleichbar.

 

Dann gibt es Verhaltensmuster, die beigebracht/konditioniert werden, wie es der russische Forscher Iwan Petrowitsch Pawlow mit seinem Experiment mit Hunden zum Nachweis der klassischen Konditionierung gezeigt hat. Er stellte fest, dass bei Hunden der Speichel floss, sobald sie wussten, es gibt Essen. In seinen Versuchen ließ er die Hunde kurz vor dem Essen einen Glockenton hören. Nach einigen Wiederholungen hatten die Hunde bereits beim Glockenton Speichelfluss, auch wenn es nichts zu essen gab.

 

Das heißt es gibt Verhaltensweisen, die angeboren sind, z. B. das Schreien von Babys, damit ihr Hunger gestillt wird, oder der Adrenalinschub, wenn wir in Gefahr sind und den Drang verspüren wegzurennen. Sie dienen dem Schutz.

Aber es gibt auch Verhaltensweisen, die anerzogen werden. Kinder, die sehr streng erzogen wurden, haben meist gelernt, sich anzupassen, nicht aufzufallen, um Ärger zu vermeiden.

 

Schauen wir uns mal unsere Verhaltensmuster im Alltag an:

  • Wir stehen auf, duschen, essen, gehen zur Arbeit, wohl meistens dasselbe Essen und dieselbe Uhrzeit.
  • Wir erledigen Arbeiten wahrscheinlich immer auf eine bestimmte Art und Weise, reagieren in Stresssituationen immer auf dieselbe Weise mit Ruhe oder Hektik.
  • Beruflich und privat reagieren wir häufig immer auf dieselbe Art und Weise, wenn wir um etwas gebeten werden. Wir sagen immer "ja", immer "nein" oder antworten je nach Situation mal mit "ja" und mal mit "nein".
  • Auch bei unseren Hobbys gibt es Verhaltensmuster. Ein Bergsteiger kontrolliert z. B. immer seine Ausrüstung bevor er auf Tour geht. Wir schwimmen meistens denselben Stil, eine bestimmte Strecke oder Zeit.

In manchen Situationen wissen wir oft gar nicht, warum wir plötzlich traurig, verärgert, wütend, etc. sind oder so heftig reagieren. Oft erinnern uns bestimmte Situationen an Dinge, die wir bereits erlebt haben, und wir haben dieselben Gefühle wie damals. Wir reagieren dadurch immer nach demselben Verhaltensmuster.

 

Verhaltensmuster geben auch Sicherheit. Wenn wir wissen, dass wir selbst oder Menschen, mit denen wir zu tun haben, immer auf dieselbe Weise reagieren, wissen wir immer, woran wir sind und was in einer bestimmten Situation passieren wird. Aber es kommt auch vor, dass jemand dieses Verhaltensmuster benutzt, um zu manipulieren.

 

Wenn wir etwas ändern wollen oder müssen, ist es notwendig, ein Verhaltensmuster zu brechen. Dazu müssen wir zuerst erkennen, dass es überhaupt ein bestimmtes Verhaltensmuster gibt. Uns gedanklich damit beschäftigen, die Situation, eventuell auch unsere Vergangenheit, analysieren und ggf. verarbeiten und abschließen, damit wir in ähnlichen Situationen in Zukunft anders reagieren und eben nicht das Verhaltensmuster mit den meist negativen Gefühlen von damals hervorgerufen wird. Dazu benötigen wir eventuell Hilfe von Dritten.

 

Fazit

Jeder Mensch hat seine eigenen Verhaltensweisen, Erfahrungen, Denkweise, Kultur, Religion, Wertvorstellungen, usw. Manche wollen, wenn sie in Urlaub oder aus beruflichen, privaten oder anderen Gründen in ein anderes Land gehen, alles 1 : 1 mitnehmen. Das ist aber nur begrenzt möglich, es sind Anpassungen und Flexibilität notwendig, um die lokalen Gegebenheiten zu akzeptieren und sich zu integrieren. Dafür müssen beide Seiten aufeinander zugehen und sich mit Respekt und Toleranz begegnen.

 

Was denken Sie über Verhaltensmuster?

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Claudias praktischer Ratgeber zu besseren Suchergebnissen

Tipps und Tools für bessere Suchergebnisse

Was tun Sie für bessere Suchergebnisse?
Was zu tun ist, um möglichst gut gefunden zu werden

An Google kommt keiner vorbei. Die Suchmaschine Google hat wahrscheinlich fast jeder schon mehrfach benutzt. „Google das doch mal“ ist zum geflügelten Wort geworden, wenn jemand etwas wissen will. Das Wort „googeln“ ist sogar in den Duden aufgenommen worden. Um im Internet besser gefunden zu werden, gibt es einige nützliche Produkte von Google. Sandra Wöhlkens, Mitarbeiterin bei TILL.DE, die bei ihrer täglichen Arbeit viele Google-Produkte verwendet, hat sich bereit erklärt, ein paar Produkte vorzustellen und Tipps zu geben.


Die Website


Der wichtigste Punkt, um im Internet gefunden zu werden ist die Website. Bis diese bei der organischen Suche auf der 1. Seite erscheint, dauert es einige Zeit. Nachfolgend einige Tools und Dienste, die dabei helfen, die Website für die Suchmaschine zu optimieren:


Die Daten, die mit Google Analytics gemessen und ausgewertet werden sollten

Mit Google Analytics sollten hauptsächlich die Daten, die zu den Zielen passen, die man erreichen will, gemessen und ausgewertet werden. Wenn jemand einen Blog hat, möchte er, dass seine Beiträge gelesen werden. Da wäre die durchschnittliche Sitzungsdauer und der Vergleich von wiederkehrenden zu neuen Besuchern interessant. Wenn auf der Website jedoch Conversions (Kauf, Kontaktanfrage, etc.) erzielt werden sollen, sollten diese gemessen werden.


Welche Informationen man mit Google PageSpeed Insights erhält

Mit Google PageSpeed Insights kann die Geschwindigkeit gemessen werden, mit der eine Seite geladen wird und ob besonders auf mobilen Geräten noch Nachholbedarf besteht. Die Ladegeschwindigkeit ist wichtig, da die meisten Internetnutzer sich innerhalb von 10 Sekunden entscheiden, ob sie auf einer nützlichen Website sind oder nicht. Sollte die Seite bis dahin noch nicht geladen sein, verliert ein Großteil der Nutzer bereits die Geduld und springt ab.


Nützliche Tools und Analysen, die man über die Google Search Console (Google Webmaster Tools) erhält

Die Google Search Console gibt Daten und Erkenntnisse zur organischen Google Suche. Hier kann man zum Beispiel die Suchbegriffe einsehen, unter denen man bisher gut gefunden wird. Stehen dagegen wichtige Suchbegriffe auf niedrigen Positionen, kann mit strategischen Content Maßnahmen gegengesteuert werden.


Tipps für lokale Geschäfte, das Suchergebnis mit Google Maps Anzeigen oder einem Google My Business Eintrag zu optimieren

Die kostenlosen Produkte Google My Business und Maps zu verwenden kann nur jedem lokalen Unternehmen empfohlen werden. Mit einem einzigen My Business-Eintrag wird die Sichtbarkeit des Unternehmens auf allen Geräten in der organischen Suche, bei Maps und bei Google+ gefördert.


Bezahlte Werbung


Bis eine Website suchmaschinenoptimiert ist und organisch auf der 1. Seite gefunden wird, ist Google AdWords die schnelle aber kostenpflichtige Variante, damit eine Anzeige auf der 1. Seite erscheint.


Was bei Erstellung einer Kampagne beachtet werden sollte

Die Höhe des Budgets ist in der Regel die Kernfrage bei der Erstellung einer Kampagne. Das Budget hängt hauptsächlich vom möglichen Gewinn einer Kampagne ab. Man muss wissen, wie viel für eine Kampagne basierend auf dem potentiellen Gewinn ausgegeben werden kann. Zweitens muss man sich entscheiden, wer zur Zielgruppe gehört und mit welchen Produkten die Kunden angesprochen werden sollen. Schließlich sollte man die Werbung auf der richtigen Werbeplattform platzieren. Google AdWords stellt u. a. das Suchnetzwerk für Textanzeigen und das Displaynetzwerk für Banneranzeigen zur Verfügung. Google AdWords bietet zudem auch die Möglichkeit, Shoppinganzeigen oder auf YouTube Videoanzeigen zu schalten.

Tipp: Google Ad Grants ermöglicht es gemeinnützigen Organisationen, kostenlos AdWords Anzeigen zu schalten. 


Welche Vorteile der Google AdWords Editor für die Bearbeitung von Kampagnen bietet

Der größte Vorteil des Google AdWords Editors ist, dass man die eigenen Kampagnen offline steuern kann. Im Gegensatz dazu ist Google AdWords zur online Benutzung entwickelt worden. 

Der AdWords Editor ist ein empfehlenswertes Programm für diejenigen, die an mehreren Konten gleichzeitig und an umfangreichen Kampagnen arbeiten wollen.  


Wie man mit dem Google Keyword-Planer Ideen für Keywords sucht

Es gibt zwei wesentliche Funktionen beim Keyword-Planer: Neue Keyword-Ideen ermitteln und Informationen zu Suchvolumen und Trends sammeln. Je nach Produkt oder Dienstleistung, die angeboten werden soll, kann der Keyword-Planer mit einzelnen Stichworten oder auch einer URL gefüttert werden. Daraufhin werden für die Keywords Suchvolumen, die geschätzten Kosten sowie Alternativen zum Keyword generiert. 

Durch die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten (Standort, Sprache, auszuschließende Keywords, usw.) kann der Keyword-Planer sehr individuelle Prognosen erstellen.


Wie man mit dem Google URL Builder URLs Parameter hinzufügen kann, um die Klickergebnisse von Kampagnen besser zu messen

Der Google URL Builder fügt den URLs einer Marketing-Kampagne Parameter hinzu, die mit einem Datenanalyseprogramm wie Google Analytics ausgelesen werden können. Mit diesen Parametern kann die Leistung jeder einzelnen Kampagne spezifisch analysiert werden.

Dies funktioniert sogar für Offline Kampagnen. Die mit Parametern veränderte URL wird einfach in die Anzeige, zum Beispiel für ein Magazin, abgedruckt. Sobald jemand diese URL in seinen Browser eingibt, kann festgestellt werden, dass der potentielle Kunde die Anzeige in dem Magazin vorher gesehen hat. Dazu sollte jede veränderte URL spezifisch für jede Kampagne und jedes Medium erstellt werden.

Beim URL Builder gibt es insgesamt fünf Parameter: Kampagnenquelle, Kampagnenmedium, Kampagnenbegriff, Kampagnencontent und Kampagnenname. Davon sind Quelle, Medium und Name erforderliche Felder. 

Damit die veränderte URL nicht so lang wird und auch einfacher per Hand abgetippt werden kann, empfiehlt sich die Verwendung des Google URL Shorteners.


Zusatztipps


Welche wertvollen Informationen man mit Google Alerts erhalten kann

Bei Google Alerts kann man fortlaufend die neuesten Ergebnisse für bestimmte Themen erhalten. Mit hinterlegten Suchbegriffen zu den Themen erhält man automatisch eine E-Mail, sobald Google den Suchbegriff im Internet neu findet. Dadurch kann man neue Informationen und Web-Trends im Auge behalten. 


Wie man Ergebnisse zu einem Suchbegriff in Google Trends nutzen kann

Google Trends zeigt Tendenzen zu Suchbegriffen. Die Suchvolumen werden regional und zeitlich angezeigt, so dass Prognosen zum Interesse an bestimmten Themen oder Produkten erstellt werden können.

Einfach mal den Begriff „Geschenke“ ausprobieren! Mit Google Trends kann jeder direkt erkennen, dass die Anzahl für Geschenke-Suchanfragen zu Weihnachten zunimmt. Für Online-Shops ist zudem wichtig, ab wann der Anstieg der Suchanfragen losgeht.


Wie der Google Tag Manager hilft, Tags für eine Website zu erstellen, zu aktualisieren und zu analysieren

Der Google Tag Manger ist vor allem eine gute Nachricht für diejenigen, die begrenzte  IT Kenntnisse haben. Das Tool bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, zahlreiche Tags einer Webseite gemeinsam in einer Oberfläche zu verwalten ohne jedes Mal den Quellcode der Website zu verändern. Zu seinen wichtigsten Funktionen im Online Marketing gehört, dass mit dem Tag Manager die Codes für das Google AdWords Remarketing oder für das Eventtracking von Google Analytics gemeinsam verwaltet werden können. Es muss einmalig der Code für den Tag Manager auf der Website eingefügt werden. Die Einbindung weiterer Code-Schnipsel wird hierdurch überflüssig. 


Wie sich Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Google AdWords am sinnvollsten ergänzen

Die Bereiche des Online Marketings sind sehr wichtig im schnell wachsenden E-Business und funktionieren am besten, wenn sie gemeinsam und strategisch verwendet werden.

Die wichtigste Aufgabe des Online Marketings ist Traffic zu generieren, um Produkte und Dienstleistungen zu verbreiten und zu verkaufen. Hier spielt Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle, um eine gute Position und damit die höchste Aufmerksamkeit von Internetnutzern zu gewinnen. 

Es ist klar, dass die obersten Stellen die besten Positionen in der Suchergebnisliste sind. Um eine der ersten drei Positionen auf Google zu erhalten, benötigt man Google AdWords, weil Google diese ersten drei Plätze für Werbung reserviert.  

Einzelne Werbeformen wie E-Mail-Werbung, Targeting, Pixel-Werbung, Interstitials oder Couponing sollten jeweils spezifisch für das Produkt oder die Dienstleistung gewählt werden. Diese Werbeformen sind meist auf kurzfristige Ziele und abgesteckte Zeiträume ausgerichtet. Langfristige Ziele wie Markenbildung oder Markenbekanntheit sollten ebenfalls in die strategische Planung des Online Marketings mit aufgenommen werden.


Eine abschließende Frage: Welches Produkt, das es noch nicht gibt, würden Sie sich von Google wünschen?

Ein wichtiger Trend heutzutage sind die Sozialen Medien. Die Nutzerzahlen von Facebook wachsen immer weiter. Aber auch neue soziale Netzwerke werden immer beliebter. Um dieses Phänomen zu nutzen, brauchen Online Marketing Manager besseren Zugang zu Daten über die Sozialen Medien. Die wichtigen Leistungsdaten sind je nach Ziel des Unternehmens unterschiedlich. Leider sind diese Daten nicht für jedes soziale Netzwerk erhältlich bzw. nicht immer vergleichbar. Ich würde mich über ein Google-Produkt freuen mit dem einfach und übersichtlich die sozialen Medien für  die eigenen Ziele analysiert werden kann, gerne auch als Unterfunktion in Google Analytics.


Ich bedanke mich bei Sandra Wöhlkens für Zeit und Mühe, um unseren Lesern wertvolle Tipps und Tools für ein besseres Ergebnis im Internet zu zeigen.


Egal wie, jeder muss etwas tun, um auf der 1. Seite gefunden zu werden mit den Produkten oder Serviceleistungen, die er verkaufen will. Die Suchmaschinenoptimierung ist zeit- und arbeitsaufwändig und deshalb nicht kostenlos. Oft wird die Website optimiert und parallel Anzeigen geschaltet über Google AdWords oder auch in sozialen Netzwerken wie z. B. Facebook, Twitter oder Pinterest.

 

Was machen Sie für bessere Suchergebnisse und welche Tools verwenden Sie?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zum Nein sagen

Warum wir lieber "ja" sagen

Nein sagen fällt oft schwer
Ja, nein oder vielleicht, welcher Typ sind Sie?

Katrin Klemm hat zu einer Blogparade Nein sagen und selbstbestimmt glücklich werden eingeladen. Ich bin mal wieder durch den Beitrag meines Bloggerkollegen Hans Reuter auf eine interessante Blogparade aufmerksam geworden. Vielen Dank lieber Hans für die Inspiration.

 

Hier nun meine Gedanken zum Thema. "Ja" und "nein" gehören zu unserem Grundvokabular, die meist nach "Mama" und "Papa" gelernt werden. Früher war die Erziehung streng. Eltern haben von ihren Kindern Gehorsam erwartet. Es musste das gemacht werden, was die Eltern sagten, Widerspruch wurde nicht geduldet. Die Kinder mussten zu allem "ja" sagen. Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre kam die antiautoritäre Erziehung in Mode.  Sie sollte die freie Entwicklung der Kinder ohne Zwänge fördern. Klaus Schaller kritisierte damals, dass die antiautoritäre Erziehung das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern umgedreht habe. Nun sagten die Eltern zu allem, was die Kinder taten und sagten, "ja".


Im Elternhaus, im Kindergarten, in der Schule und später in der Arbeitswelt gibt es Regeln, an die sich die Kinder und später die Erwachsenen halten bzw. zu denen sie "ja" sagen sollen. Die einen halten sich an die Regeln, ohne zu hinterfragen, ob sie Sinn machen, sagen einfach "ja". Andere stellen die Regeln in Frage, halten sich nicht daran und sagen "nein".

 

Vielleicht passen sich Kinder mit strenger Erziehung eher an in der Schule und im Arbeitsleben, ordnen sich unter und halten sich an die Regeln. Oder sie fangen irgendwann an, zu rebellieren, lehnen sich gegen Eltern, Lehrer, Vorgesetzte auf und sagen aus Prinzip "nein", auch wenn ein "ja" möglich wäre.

 

Kinder, die ohne irgendwelche Regeln erzogen wurden, machen meist einfach was sie wollen. Sagen "ja" oder "nein" wie es ihnen passt.

 

Es fällt oft der Satz "Es sind ja noch Kinder.". Ist das eine Erklärung oder Entschuldigung für das Verhalten von Kindern? Soll ich immer "ja" sagen zu dem was mein Kind sagt oder tut, weil es noch ein Kind ist? Natürlich kann ein Kind nicht wissen, dass man sich z. B. bei Erhalt eines Geschenks bedankt, oder "Entschuldigung" sagt, wenn etwas nicht in Ordnung war. Das sind Dinge, die Kindern beigebracht werden müssen. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, Grenzen zu setzen, Regeln aufzustellen, je nach Sachlage "ja" oder "nein" zu sagen. Denn irgendwann ist das Kind kein Kind mehr und der Satz kann nicht mehr angewendet werden. Idealerweise erklären die Eltern, warum sie "ja" oder "nein" sagen, damit die Kinder die Entscheidung verstehen und akzeptieren.

 

Fest steht, dass sich die Wertvorstellungen in der Erziehung geändert haben. Standen früher Gehorsamkeit und Disziplin im Vordergrund, sollen Kinder heute in ihrer Entwicklung gefördert werden.

 

Eine ungünstige Entwicklung sehe ich auch durch die Digitalisierung, weil weniger miteinander gesprochen und mehr geschrieben wird. Manchen fällt es anscheinend schriftlich leichter, "nein" zu sagen. Aber z. B. per SMS Schluss zu machen ist ein ganz schlechter Stil.


Menschen sind unterschiedlich. Die einen sagen immer "ja", die anderen immer "nein" und sind auf Konfrontation aus. Dann gibt es noch die "Vielleicht-Typen", die sich nicht entscheiden können. Hat wohl jeder schon mal beim Bäcker, Metzger oder im Kaufhaus erlebt, dass sich jemand einfach nicht entscheiden kann, was er/sie nimmt und alle Menschen in der Schlange warten müssen, bis endlich eine Entscheidung - meist mit Hilfe des Verkäufers - getroffen wird. Manche vertreten auch immer gerade die Meinung von demjenigen mit dem sie gerade sprechen. Da wird je nach Gesprächspartner aus einem "ja" schnell ein "nein" und bei nächster Gelegenheit wieder ein "ja". Selbstverständlich gibt es auch viele "Mischtypen". Man kann Menschen nicht in Schubladen sortieren.

 

Grundsätzlich hat wohl fast jeder ein gewisses Harmoniebedürfnis und möchte von seinen Mitmenschen akzeptiert werden, was teilweise dazu führt, um des lieben Friedens willen immer "ja" zu sagen und dadurch Konflikte zu vermeiden. Immer "ja" zu sagen bedeutet eine gewisse Selbstaufgabe, da es auch Nachteile mit sich bringen kann. Solche Menschen werden beruflich und privat häufig ausgenutzt. Hilfsbereitschaft ist eine wertvolle Charaktereigenschaft, aber wenn immer nur Hilfe gegeben, nie erhalten wird, ist sie einseitig und ein "nein" längst überfällig. Wir sagen oft "ja" zu unserem Partner, Vorgesetzten, Freunden oder Bekannten, weil es einfacher ist und wir niemanden verletzen oder verärgern wollen. Wie oft haben wir nach einem vorschnellen "ja" gedacht "Was habe ich mir da wieder eingebrockt, warum habe ich bloß zugesagt?". Es ist weitaus schwieriger, eine Zusage in eine Absage zu ändern, als sofort "nein" zu sagen. Aber genau das fällt vielen Menschen schwer. Sie müssen mühsam lernen, für sich selbst und ihre Überzeugung einzustehen und auch mal "nein" zu sagen. Um "nein" zu sagen braucht man Mut und Vertrauen in sich selbst und die Überzeugung, dass das, was man sagt und tut, richtig ist. Wenn jemand immer in derselben Situation "ja" sagt und sich danach über sich selbst ärgert, wird es Zeit, sich eine Strategie, ein paar Argumente für die nächste Situation zu überlegen, um "nein" zu sagen. Fragen stellen und Gegenvorschläge machen helfen dabei oft.

 

Fazit

Wichtig ist, sich selbst zu bejahen. Wer sich selbst verleugnet und immer "ja" sagt, sagt "nein" zu sich. Nur wenn wir "ja" zu uns selbst, unserem Denken und Handeln sagen, haben wir den Mut "nein" zu sagen, wenn es erforderlich ist.

 

Fällt Ihnen das "nein" sagen schwer?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zu Konflikten

Ein Konflikt als Chance?

Wie lösen Sie Konflikte?
Konflikte lösen erinnert oft an Tauziehen

Christina Wenz hat zu einer Blogparade Konflikte als Chance eingeladen. Durch den Beitrag von Hans Reuter bin ich auf diese Blogparade aufmerksam geworden. Nachfolgend meine Gedanken zu Konflikten und wie man sie lösen kann.

 

Von einem Konflikt (von lateinisch confligere zusammentreffen, kämpfen) spricht man laut Wikipedia, wenn Interessen, Zielsetzungen oder Wertvorstellungen von Personen, gesellschaftlichen Gruppen, Organisationen oder Staaten miteinander unvereinbar sind oder unvereinbar erscheinen (Intergruppenkonflikt). Dabei kann man zwischen verschiedenen Strukturen von Konflikten, unterschiedlichen Gefühlen, die Konflikte begleiten (z. B. Wut, Ärger), und unterschiedlichem Verhalten (z. B. ein tätlicher Angriff) unterscheiden. Es gibt Konflikte mit anderen Menschen, aber auch Menschen, die im Konflikt mit sich selbst stehen.

 

Das Wort Konflikt ist meist negativ belegt. Oft wird dabei an Streit und Uneinigkeit gedacht. Für mich sind Gegensätze und Konflikte miteinander verknüpft. Ein paar Beispiele:

  • Kinder mit unterschiedlichen Interessen streiten, was gespielt werden soll.
  • Die einen essen lieber süß, die anderen pikant.
  • Bei der Urlaubsplanung möchte einer ans Meer, der andere in die Berge.
  • Verkauf und Marketing haben unterschiedliche Ansichten zur Vermarktung.
  • Mitarbeiter und Vorgesetzter sind sich nicht einig, wie eine Arbeit ausgeführt werden soll.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Konflikt zu lösen:

  1. Einer gibt nach.
  2. Man schließt einen Kompromiss.
  3. Beide Seiten kommen zu Wort, um gemeinsam eine Lösung zu finden.
  4. Es wird Hilfe von dritter Seite geholt, wenn man sich nicht einigen kann.

Aber so einfach ist die Lösung eines Konflikts nun doch nicht. Wenn jemand seine Konflikte immer nur mit den ersten beiden Varianten löst, wird er/sie irgendwann unzufrieden und frustriert sein, immer nachzugeben und den Kürzeren zu ziehen. Oft kommt es dann zum großen Erstaunen und Unverständnis der Umgebung irgendwann zu einem großen Knall, wenn wieder um des lieben Friedens willen nachgegeben oder ein fauler Kompromiss eingegangen wurde. Die dritte Variante ist die beste, damit ein Konflikt für beide Seiten zufriedenstellend gelöst werden kann.


Um einen Konflikt zu lösen, ist ein offenes und ehrliches Gespräch notwendig, wo beide Seiten ihre Sichtweise erzählen. Das traut sich nicht jeder. Es gehört Mut dazu, ein offenes Gespräch zu führen und ehrlich über seine Gefühle (wie z. B. Wut, Ärger, Frustration, Enttäuschung, usw.) zu sprechen. Man muss auch Verständnis und Respekt für den anderen haben und zeigen. Manche Konflikte basieren einfach auf Missverständnissen, die sich durch ein Gespräch beseitigen lassen. Leider sind viele Menschen nicht konfliktfähig, geben lieber nach und gehen Auseinandersetzungen aus dem Weg.

 

Einige verfallen auch in Schuldzuweisungen. Natürlich sind oft besondere Umstände oder das, was ein Mensch gesagt oder getan hat, daran Schuld, dass ein Konflikt entstanden ist. Oft trägt die Reaktion der anderen Seite dazu bei, den Konflikt zu verschärfen. Aber eine Schuldzuweisung löst den Konflikt nicht. Im Gegenteil, sie verstärkt ihn oft und macht ein Gespräch unter Umständen unmöglich, weil sich die Fronten verhärten.


Wichtig sind Ich-Botschaften bei Gesprächen, um einen Konflikt zu lösen. In einem Elterncoaching, das ich mal besucht habe, wurde betont, wie wichtig es in der Kommunikation mit Kindern ist, ihnen zu vermitteln, was man selbst fühlt (siehe oben) anstatt  Kinder mit Du-Botschaften anzugreifen. Bei Erwachsenen ist das ebenso. Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen den beiden Sätzen "Ich bin verärgert, weil ..." und "Du hast mich verärgert, weil ..."

 

Die Grundvoraussetzung für ein solches Gespräch ist das Zuhören. Durch die Digitalisierung und den Anspruch Multitasking sind viele Menschen nicht immer mit 100 % bei der Sache, weil die Aufmerksamkeit geteilt wird. Ein paar Beispiele:

  • Während dem Autofahren wird telefoniert.
  • Beim Fahrradfahren wird Musik gehört.
  • Im Gespräch wird gleichzeitig das Smartphone bedient.

Kinder sind meist mit 100 % bei der Sache. Wenn sie sich anziehen sollen und gleichzeitig etwas erzählen wollen, wird das Anziehen während dem Reden unterbrochen. Durch den Leistungsdruck, der von außen, innen und der Umgebung kommt, versuchen viele, möglichst viel gleichzeitig zu erledigen und hören nur mit halbem Ohr zu. Es fällt vielen schwer, sich auf eine Sache oder einen Menschen zu konzentrieren.

 

Nachdem beide Seiten ihre Sichtweise erzählt haben, versteht hoffentlich jeder den anderen (besser), kann sich, wenn notwendig, entschuldigen und ganz wichtig verzeihen und vergessen, um einen Neuanfang zu machen, den Konflikt als gelöst abzuhaken anstatt ihn immer wieder aufzuwärmen. Im Idealfall wird ein Konflikt durch ein offenes und ehrliches Gespräch endgültig gelöst. Die Problematik bei beruflichen und privaten Problemen sehe ich in den Gefühlen, die Konflikte begleiten, weil sie oft daran hindern, eine Angelegenheit sachlich zu betrachten. Hier ist sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld gefragt, um ein sachliches Gespräch zu führen und eine Lösung zu finden.


Fazit

Das Lösen von Konflikten erinnert mich an Tauziehen.

  • Entweder sind beide Seiten gleich stark bzw. stur, dann gewinnt keiner bzw. der Konflikt wird nicht gelöst.
  • Oder eine Seite ist stärker, die andere schwächer, einer gewinnt, einer verliert bzw. gibt nach oder lässt sich auf einen Kompromiss ein. Optimal ist, wenn die schwächere Seite überzeugt, nicht überredet wird.
  • Schön wäre es, wenn immer alle am gleichen Strang ziehen würden und sich einig wären.

Die Lösung eines Konflikts ist definitiv eine Chance für einen Neuanfang und ein besseres Miteinander.


Und wie lösen Sie Konflikte?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Projekterfahrungen

Meine Projekterfahrungen

Welche Projekterfahrungen haben Sie?
Die einzelnen Schritte im Projekt

Wohl jeder von uns hat schon mal beruflich oder privat ein Projekt gehabt. Eines der häufigsten privaten Projekte ist der Hausbau. Da könnten wohl viele Tipps geben und Geschichten erzählen, was alles geplant wurde und trotzdem schief gehen kann. Im Berufsleben sind Projekte meist ein Horrorszenario, weil es häufig endlos lange unproduktive Projektmeetings gibt, wo man sich nicht einig wird und zum Schluss keine Entscheidungen getroffen werden, um weiter zu kommen. Beim bloßen Gedanken schon eine frustrierende Sache.


Laut Wikipedia ist ein Projekt ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Ressourcen (zum Beispiel Geld bzw. Kosten, Produktions- und Arbeitsbedingungen, Personal) und Qualität ein Ziel zu erreichen.


Gehen wir nun die einzelnen Schritte eines Projekts durch.


Die Definition des Projekts


Ein Projekt ist für mich immer ein Ziel, das erreicht werden soll. Dass kann z. B.

  • die Einführung einer neuen Software,
  • die Erstellung einer neuen Website,
  • eine ISO-Zertifizierung,
  • der Erwerb eines Fair-Trade-Siegels,
  • die Umsetzung von Richtlinien

sein.


Bleiben wir mal beim Beispiel der neuen Software, haben viele bestimmt schon mal im Betrieb erlebt. Das vorhandene Programm erfüllt nicht mehr die Anforderungen und es soll ein neues angeschafft werden und schon sind wir beim nächsten Schritt. 


Die Planung


Nach der Klärung, ob ein Budget für die neue Software vorhanden ist, geht es an die Planung:

  1. Aufnahme des Ist-Bestands, was die vorhandene Software kann und was nicht. Welche Anforderungen fehlen, was notwendig ist, was nicht.
  2. Recherche, welche Software den Anforderungen entspricht. In der Regel geschieht das heute über das Internet und dort findet man auch Bewertungen über das Produkt.
  3. Eine Alternative  ist ein „selbst gestricktes“ Programm, das intern oder extern genau nach den Bedürfnissen programmiert wird. Der Vorteil ist, dass es genau passend gemacht werden kann. Der Nachteil ist die Abhängigkeit vom Programmierer, da jedes Programm früher oder später gewartet werden muss, Updates, Upgrades, Änderungen und Anpassungen notwendig sind.
  4. Bei der Entscheidung über eine interne oder externe Realisierung muss geprüft werden, ob es Sinn macht, einen Programmierer für die Dauer des Projekts oder ganz für eine kontinuierliche Unterstützung einzustellen.
  5. Angebote einholen. Um später keine Überraschung mit unerwarteten Kosten zu erleben, sollte genau beschrieben werden, was konkret benötigt wird und auch nachgehakt werden, wenn etwas fehlt. Meistens macht jeder Anbieter Standardangebote und geht nicht genau auf die Anfrage ein, so dass direkte Vergleiche schwierig sind.
  6. Nach Auswertung der Angebote kommt die Entscheidung. Diese ist abhängig von:
    - den Anforderungen, die die Software erfüllt bzw. nicht erfüllt,
    - den Finanzen,
    - der Zeit, die für die Umstellung/Einführung zur Verfügung steht,
    - den internen Ressourcen an Personal, die das Projekt unterstützen müssen.
  7. Für die Motivation ist es wichtig, dass die Mitarbeiter von Anfang an durch konkrete Informationen und Einbeziehen erkennen, welchen Nutzen die neue Software für sie haben wird.

Die Zusammenstellung eines Projektteams


Idealerweise wird aus jeder Abteilung, die mit der neuen Software arbeiten muss, ein Mitarbeiter ausgewählt. Wichtig ist ein Projektleiter, der alles koordiniert, Informationen sammelt, weitergibt und Entscheidungen trifft. Konflikte sind vorprogrammiert. Es wird nicht immer einen Konsens geben. Flache Hierarchien, eine einfache Kommunikation, klare Anweisungen sind immens wichtig, um effizient und effektiv zu arbeiten und das Ziel zu erreichen. Primäres Ziel ist dabei die Motivation aller Beteiligten, um als sekundäres Ziel die Software erfolgreich einzuführen.


Die Vorbereitung


Jedes Projektmitglied muss für seine Abteilung klären, welche Daten übernommen werden sollen. Eine neue Software ist eine prima Gelegenheit, um z. B. Karteileichen, Berichte, die nicht mehr oder nie gebraucht wurden, zu eliminieren. Ein Teil ist vielleicht schon in der Planungsphase geklärt worden. Datensicherung ist dabei ebenfalls ein wichtiger Punkt.

 

Ein Punkt darf bei der Einführung einer neuen Software nicht außer Acht gelassen werden, nämlich die passende Hardware. Wenn bei der Arbeit ständig eine Sanduhr auftaucht, weil es lange Ladezeiten gibt, oder die Meldung "Keine Rückmeldung" erscheint, ist das sehr frustrierend und die Arbeit kann nicht so schnell erledigt werden wie der Mitarbeiter das vielleicht gerne tun würde. Ein ehemaliger Chef von mir hat es mal auf den Punkt gebracht "Mir könnt ihr ruhig eine alte langsame Mühle geben, ich arbeite nicht viel am Computer, aber meine Mitarbeiterin braucht einen schnellen Rechner."


Die Umsetzung


Es ist von Vorteil, eine Testversion zu haben, um die Funktionen vorab zu testen und zu überprüfen. Sie vermeidet grobe Fehler, wobei beim Live-Start trotzdem noch der eine oder andere Punkt zu Tage kommt, wo nachgebessert werden muss. Die Projektmitglieder sind nach Möglichkeit für die Schulung der Kollegen zuständig und gleichzeitig Ansprechpartner bei Problemen. Auf gar keinen Fall sollte bei der internen und externen Schulung gespart werden.

Es wird immer Kollegen geben, die sich gegen die Neuerung sträuben und nicht richtig mitmachen, weil es im ersten Moment mehr Arbeit gibt. Deshalb sind kurze Wege bei Problemen, eventuell eine interne Support-Hotline wichtig.

Ebenso wichtig ist auch, klare Entscheidungen zu treffen und ständige Änderungen zu vermeiden. Es ist nicht besonders motivierend für einen Programmierer, wenn er immer wieder neu programmieren muss. Und alle Beteiligten sind ebenso frustriert, wenn es immer wieder Umstellungen, Verzögerungen und unnötige Mehrarbeit gibt. Außerdem kann es bei solchen Änderungen passieren, dass ungewollt ein anderes Problem entsteht, weil die Abfrage geändert wurde.

 

Technische Probleme


Technische Probleme werden oft mit einer unspezifischen Meldung wie z. B. „Das geht nicht“ oder „Es funktioniert nicht“ gemeldet. Wichtig ist dabei, genau nachzufragen, was nicht funktioniert. Was der Anwender für Eingaben gemacht hat, was er erreichen wollte, was das Ergebnis war und selbst zu versuchen, das Problem zu reproduzieren, um eine konkrete Fehlerbeschreibung an den Programmierer weitergeben zu können.


Die Kontrolle und Erfolgsmessung


Nach der Einführung muss geprüft werden, ob alles so funktioniert, wie es soll. Ggf. sind weitere Investitionen für Änderungen, Anpassungen und Verbesserungen notwendig. Wenn man vorher an der falschen Stelle gespart hat, zahlt man hinterher meist erheblich mehr. Die Projektmitglieder müssen sehr aufmerksam sein und ein offenes Ohr haben für menschliche und technische Probleme, die idealerweise im Projektteam besprochen und gelöst werden.


Hier gibt es noch ein interessantes Interview von microTOOL mit Clemens Schmidt zum Thema Softwareeinführung.

 

Meine Projekterfahrungen habe ich übrigens als Teammitglied bei der Einführung einer neuen Software, Erstellung einer neuen Website und ISO-Zertifizierung des Unternehmens gesammelt. Praktisch kann jedes Ziel, das man sich beruflich oder privat setzt, als Projekt definiert und entsprechend geplant werden. Mit einer guten Organisation (Planung und Vorbereitung) ist schon viel gewonnen.

 

Fazit

Der wichtigste Punkt bei einem Projekt zur Einführung einer neuen Software ist, die Mitarbeiter, die später mit dem Programm arbeiten müssen, von Anfang an ins Boot zu holen. Je mehr in der Planungsphase geklärt und in der Vorbereitungsphase erledigt wird, desto einfacher wird die Umsetzung. Motivierte Mitarbeiter sind von zentraler Bedeutung für die erfolgreiche Realisierung eines Projekts.


Und welche Erfahrungen mit Projekten haben Sie gemacht?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Digitalisierung unseres Lebens

Die Digitalisierung unseres Lebens

Wie digital sind Sie?
Überall Technik im Alltag und Büro

Lust auf eine kleine Zeitreise, als wir noch nicht digital waren?
In Höhleneingängen wurden Zeichen an die Wand gemalt für andere Höhlenbesucher, um diese zu informieren oder auch zu warnen, ob die Höhle als Unterkunft geeignet ist. Bei den Indianerstämmen Nordamerikas gab es Rauchzeichen, eine einfache Form der Fernkommunikation. Durch Morsezeichen konnten Nachrichten übermittelt werden. Es gab Telegramme zur Übermittlung von Nachrichten. Die Erfindung des Telefons war eine große Errungenschaft, heute besitzt fast jeder ein Smartphone und ist damit mobil und immer erreichbar. Radio und Fernseher wurden erfunden. Von der Schreibmaschine zum IBM, Personal Computer bis hin zum Laptop, Notebook, Tablet gab es eine rasante technische Entwicklung. Die erste E-Mail war eine Sensation. Unsere Welt hat sich durch technische Erfindungen sehr verändert.

Was machen wir heute alles digital?

Gespräche
Den klassischen Festnetzanschluss wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Neben dem Smartphone unterhalten wir uns z. B. über Skype oder Google Hangout.

Nachrichten
Nachrichten werden u. a. per E-Mail, SMS, Facebook- oder Google-Chat, WhatsApp versendet. Während die Länge bei der E-Mail variieren kann, wird man sich bei den anderen Möglichkeiten wohl eher kurz fassen, vor allem wenn nur eine kleine Tastatur zum Schreiben vorhanden ist.

Bilder
Bilder wurden früher mit einer Kamera gemacht. Mit Erfindung des Selbstauslösers konnte der Fotograf auch mit aufs Bild. Heute besitzt jedes Handy oder Smartphone die Möglichkeit Bilder zu machen. Selfies (Selbstportraits) werden einfach gemacht, indem der Arm weit ausgestreckt wird, um sich selbst oder eine Gruppe zu fotografieren und das Bild im Anschluss auf Facebook, Snapchat oder Instagram zu teilen.

Videos
Viele Kameras oder Smartphones haben die Möglichkeit, Filme aufzunehmen.
Mit Livestreaming-Apps wie Meerkat oder Periscope können in Echtzeit Aufnahmen gemacht, kommentiert und an Zuschauer übertragen werden.

Lernen
Früher drückte man die Schulbank, später lernte man in der Berufs-, Fachhochschule, anderen weiterführenden Schulen, Universitäten, etc. Zur Fortbildung besuchte man Kurse und Seminare. Heute gibt es Fernstudien, Online-Kurse, Webinare, die bequem von zu Hause aus besucht werden können. Webinare sind auch für Verkaufsaktivitäten beliebt.

Arbeitswelt
Auch hier hat die Digitalisierung nicht halt gemacht. Bewerbungen sind einfach und schnell digital möglich und ersetzen die mühsame Papierform. Wir sind durch die Technik jederzeit erreichbar, Berufs- und Privatleben lassen sich dadurch oft schwer trennen, was dazu führen kann, dass Menschen nicht richtig abschalten und sich erholen.

Statt lange Autofahrten in Kauf  zu nehmen, wird vermehrt im Homeoffice gearbeitet. Erreichbarkeit über Skype, E-Mail oder Online-Konferenzen (z. B. mit GoToMeeting). Dabei wird immer wieder diskutiert, ob Menschen mit Homeoffice mehr oder weniger arbeiten als im Büro, mehr oder weniger motiviert und mit der Firma verbunden sind. Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Oft gibt es auch Mischformen von Homeoffice und Arbeit im Büro. Sich auch persönlich zu kennen ist von Vorteil.

Resümieren wir mal:

•    Weniger persönliche Gespräche, mehr mit technischen Hilfsmitteln.
•    Statt zum Telefonhörer zu greifen wird einfach eine Nachricht verschickt.
•    Bilder werden fast nur noch digital gespeichert und nicht mehr in Fotoalben.
•    Filme können jederzeit gemacht und ins Internet gestellt werden.
•    Wir lernen und arbeiten mit digitalen Hilfsmitteln.

Und wenn keine regelmäßige Datensicherung gemacht wird, ist das Geschrei bei Datenverlust groß, ob es nun privat um Familienfotos oder beruflich um wichtige Dateien geht.

Was bedeutet die Digitalisierung nun für den Beziehungsaufbau und die Pflege?

Früher haben wir uns beruflich und privat persönlich kennen gelernt, mal mehr, mal weniger. Verabredungen und berufliche Termine wurden persönlich, telefonisch oder per E-Mail ausgemacht.

 

Heute ist der (erste) Kontakt häufig im Internet über soziale Netzwerke (z. B. Facebook oder Twitter) oder Plattformen zum Kennenlernen (z. B. badoo), Arbeit finden (z. B. kununu), Klassenfreunde wiederfinden (z. B. StayFriends), etc. Es gibt für fast alle Hobbys und Interessen eine entsprechende Plattform, um Gleichgesinnte zu finden.

 

Viele haben es privat verlernt, sich richtig zu verabreden. Lieber spontan sein und einfach anrufen, wenn man Zeit hat. Beruflich geht das natürlich nicht. Da ist Zuverlässigkeit gefragt. Und privat kommt Unzuverlässigkeit in der Regel auch nicht gut an.


Während es für Jugendliche fast schon selbstverständlich ist, mit dem Smartphone in der Hand gleichzeitig online und offline zu kommunizieren, fühlen sich ältere Generationen dadurch oft gestört.


Einige sind online manchmal offener, mutiger oder auch übermütiger als im richtigen Leben, vor allem, wenn es anonym ist.

Es ist online meist einfacher, einen Kontakt zu knüpfen als offline. Aber manchmal wird auch absichtlich oder unabsichtlich ein falsches Bild vermittelt. Die Pflege des Profils ist das A und O dabei. In Nachhaltiger Beziehungsaufbau über Social Media erklärt Jutta Beyer die Voraussetzungen für den Beziehungsaufbau und gibt Tipps für effektives Netzwerken.

Menschen, die sich im Internet kennen gelernt haben, treffen sich auf Messen (z. B. der dmexco), Events, Bloggertreffen und anderen Veranstaltungen.

Die digitalen Kommunikationskanäle haben unser Leben verändert. Ob das nun positiv oder negativ ist, lässt sich nicht generell sagen. Es hat wie alles im Leben Vor- und Nachteile. Jeder muss für sich entscheiden, wie digital er/sie sein möchte, was genutzt wird und was nicht. Wichtig finde ich, auch mal offline zu sein, deshalb besitze ich kein Smartphone.
 

Menschen und Firmen stehen durch das Internet und die sozialen Netzwerke in der Öffentlichkeit. Jeder muss für sich entscheiden, welche Informationen er/sie über sich preisgibt. Ein guter Ruf muss online und offline aufgebaut und gepflegt werden. Manch einer wundert sich über Absagen bei Bewerbungen trotz guter Unterlagen und denkt nicht daran, dass viele Personaler den Kandidaten googeln und aussortieren, wenn kompromittierende Bilder oder Kommentare gefunden werden.

 

Unsere Gesellschaft, Anschauungsweise, Tugenden haben durch die Digitalisierung einen Wandel erfahren. Kindern werden nicht mehr dieselben Werte wie früher vermittelt. Alles ist schnelllebig, ist ebenso schnell  modern wie nicht mehr modern.

 

Infos über mein digitales Leben gibt es hier.

 

Im Interview von Benjamin Brückner mit Dr. Philipp Götting gibt es ein schönes Beispiel, wie online Kontakte geknüpft werden können und offline ein persönliches Kennenlernen stattfindet. Da wird die Digitalisierung zum Vorteil genutzt und die Menschen bleiben nicht auf der Strecke.

 

Fazit

Wertschätzung ist online und offline der wichtigste Punkt, sich respektieren, ehrlich, höflich und zuverlässig zu sein. Je digitaler wir werden, desto mehr muss darauf geachtet werden, dass Menschlichkeit und Wertvorstellungen nicht verloren gehen. Digital aber trotzdem Mensch sein.

 

Wie hat sich Ihr Leben durch den technischen Fortschritt und die Digitalisierung verändert?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Unsterblichkeit

Ist Unsterblichkeit erstrebenswert?

Wollen Sie unsterblich sein?
Der Wunsch nach Unsterblichkeit

Isabella Tonn hat zu einer Blogparade "Plötzlich unsterblich" eingeladen. Das klingt erst mal erschreckend, da der Tod zum Leben dazugehört. Gedanken über Unsterblichkeit oder ein Leben nach dem Tod gab es schon sehr früh.


Bei den griechischen Göttern gab es das Getränk Ambrosia (griechisch = unsterblich, eine Speise der Götter) durch das Götter ihre Unsterblichkeit erlangten. Manchmal durften auch Menschen, die Lieblinge der Götter, Ambrosia trinken.


In Ägypten gab es Bestattungsriten, damit die Seelen der Verstorbenen in den Körper zurückgehen und die Reise in die Unterwelt angetreten werden konnte.


Bereits in der Steinzeit gab es Grabbeigaben (z. B. Waffen, Geräte, Schmuck), weil man davon ausging, dass der Verstorbene nach dem Tod diese braucht.


Bei den Griechen gab es die Vorstellung, der Tote benötige eine Münze, um den Fährmann zu bezahlen und ins Schattenreich zu gelangen.


Menschen, die fast gestorben wären, berichten von außergewöhnlichen Erfahrungen, Begegnungen mit Verstorbenen, das eigene Leben in Zeitraffer noch einmal erlebt zu haben.


Wenn wir uns die Entwicklung der Menschen, Tier- und Pflanzenwelt anschauen, sehen wir große Veränderungen und Weiterentwicklungen, Tier- und Pflanzenarten sind ausgestorben, neue entstanden. Mensch, Tier und Pflanzen haben sich an die Umwelt angepasst.


Mit Hilfe der Medizin werden wir immer älter. Unsere Welt ist voll von Schönheitsidealen und viele träumen von der ewigen Jugend, helfen mit Cremes, Spritzen, Operationen nach. Wir wollen alt werden, aber nicht alt ausschauen. Aber wollen wir auch unsterblich sein? Was würde das bedeuten? Wahrscheinlich hat niemand etwas dagegen, alt zu werden oder auch unsterblich zu sein, wenn er/sie gesund ist. Isabella hat hierzu ein paar Fragen gestellt, zu denen ich mir Gedanken gemacht habe.

 

Gibt es Aspekte in Deinem Leben, an denen Du bereits kurzfristig etwas ändern würdest?

Wenn ich wüsste, dass ich nur noch eine bestimmte Zeit zu leben hätte, würde ich möglichst viel regeln, um es meiner Familie und Freunden einfacher zu machen nach meinem Tod. Ich würde versuchen, jeden Tag noch bewusster zu leben und genießen. Es gibt ein Sprichwort "Lebe jeden Tag als sei es Dein letzter, nur nicht den Letzten den solltest Du leben als gäbe es kein Morgen mehr.". Generell denke ich, dass man seine Zeit sinnvoll nutzen sollte. Es muss Höhen und Tiefen geben, sonst weiß man die Glücksmomente nicht zu schätzen, aber schade ist es, wenn man erst kurz vor dem Tod wehmütig daran denkt, was versäumt wurde. Um auf die Frage zurückzukommen, nein ich würde kurzfristig nichts ändern, da es für meine Lebensweise keine Rolle spielt, ob ich noch lang oder kurz zu leben habe.

 

Welchen neuen Zielen und Aufgaben würdest Du Dich als Zeitmilliardär/in stellen?

Ich würde so oder so versuchen, die Pläne, Ziele und Träume, die ich jetzt habe, zu realisieren. Das Problem bei Zeitmilliardären sehe ich darin, dass bequeme Menschen gar nichts mehr tun und immer wieder aufschieben, weil unendlich viel Zeit vorhanden ist. Zeitdruck durch eine Deadline oder den Tod kann auch dazu beitragen, dass Menschen aktiv werden.

 

Wie würde sich Deine Unsterblichkeit auf Deine Beziehungen zu anderen Menschen im Hier und Jetzt und auch später auswirken?

Ich denke nicht, dass Unsterblichkeit einen Einfluss auf meine Beziehungen hätte. Vielleicht würde ich mir mehr Gedanken machen, ob ein Kontakt, eine Freundschaft oder Beziehung wirklich Sinn macht, wenn mein Leben endlos wäre. Auf der anderen Seite regelt sich das meist von selbst, wenn nicht auf beiden Seiten Interesse besteht, einen Kontakt zu pflegen.

 

Wie stellst Du Dir mittel- und langfristig die Zukunft der Menschheit und die des Planeten vor?

Ich denke, dass wir sparsamer mit unseren Ressourcen umgehen und mehr für die Umwelt tun müssen. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung. Wichtig sind auch Gedanken über unsere Gesellschaft und uns selbst. Durch die zunehmende Digitalisierung dürfen Menschlichkeit und Tugenden wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Respekt usw. nicht verloren gehen. 

 

Wenn Du mal ganz ehrlich zu Dir selbst bist: Würdest Du unsterblich sein wollen?

Ein ganz klares "Nein". Das Leben ist für mich ein Kreis mit einem Anfang und einem Ende. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mal ewige Gesundheit und Jugend geben wird. Es ist gut so wie es ist. Und ob es tatsächlich ein Leben nach dem Tod gibt, wir quasi schon unsterblich sind, werde ich irgendwann, hoffentlich nicht so bald, erfahren.

 

Möchten Sie unsterblich sein?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Traffic für den Blog

Woher kommt der Traffic im Blog?

Und woher kommt der Traffic in Ihrem Blog?
Wie Besucher auf den Blog kommen

Vor ein paar Wochen hatte Anna Franzen nach dem Nutzen von Google+ für Blogger gefragt. Da das eine äußerst interessante Frage ist, woher der Traffic im Blog kommt und welche Rolle Google+ spielt, habe ich spontan eine Abstimmung gepostet.

Leider gibt es bei Google+ Abstimmungen nur 5 Auswahlmöglichkeiten und im Nachhinein hätte ich die anders gewählt. Nichtsdestotrotz möchte ich eine Auswertung wagen.

11 Leute haben abgestimmt. Das Ergebnis ist:

  • Google+ 27 %
  • Twitter 9 %
  • Facebook 36 %
  • Google Blogger 18 %
  • WordPress 9 %

Es gab noch einige interessante Kommentare mit weiteren Trafficquellen:

  • Simon Lüthje: 65% Google, 20% Direkt, 10% andere Webseiten, 5% Soziale Netzwerke. Und das obwohl wir z. B. bei Facebook 1900 Fans haben - die Klickrate ist da auf jeden Fall ausbaufähig.
  • Dani Schenker: Für meinen Blog Tropenwanderer.com: 45% Facebook, 30% Google, 5% Twitter, 20% alle anderen.
  • Stephanie A. Kowalski: Aus eigener Erfahrung kann ich - noch nicht - sprechen, +Claudia Dieterle. ;)
    Aus Berufserfahrung kann ich sagen, es kommt darauf an wie man seine Seite / Blog bewirbt.
    Ich würde sagen, dass der meiste Traffic nach wie vor über die Suchmaschinen kommt, danach folgen dann die Social Media Kanäle. Da war Twitter im ganz weit oben.
  • Ralf Schmitz: Ein Punkt fehlt. Was ist mit Affiliates. Bei mir kommen 80% von der Seite bei 250.000 monatlichen Besuchern.
  • Alexander Liebrecht: Hallo Claudia, interessantes Thema und gegen den Google Traffic kommt bei mir Social Media natürlich nicht an. Das Meiste an Besuchern stammt aus Google und Co., vor allem bei meinem Hauptblog Internetblogger.de.
  • Adi Barthenheier: 1999 bis 2005  80% Sumas 20% Empfehlungen und sonstiges (bis 2005 Seo).
    Seit 2010-  20% Sumas-  30% Social-Media - 50% Empfehlungen und durch meine Netzarbeit.
    Eine längere Antwort wie ich zu den Ergebnissen gekommen bin hätte ich auch vorliegen.
    Bei mir steht Bing vor Yahoo, kommt aber immer darauf an wie die Sumas gerade ihre Einstellungen gerichtet haben.
    Einige gute Webverzeichnisse bringen auch noch einiges an  Trafic.
    Kleiner Tipp noch am Rande, ein Eintrag im deutschen dmoz lohnt sich immer. Kann zwar etwas dauern bis der Eintrag frei geschaltet wird, hat aber auch heute noch eine gute Wirkung auf das gesamt Ergebnis einer Seite.
  • Thomas Jansen: Facebook und Google Suche.
  • Rosemarie Benke-Bursian: Bei mir kommt das Meiste über Twitter - allerdings bin ich auf Twitter auch viel aktiver als auf Google+. Und über Facebook war auch nie so viel gekommen, nun bin ich da ebenfalls weniger unterwegs. Ich denke, das bestärkt sich auch gegenseitig. Aber ich habe auch den Eindruck, dass Twitterer einfach schneller mal auf die Links klicken, vermutlich weil eben die Tweets so kurz sind. Ich merke es auch an mir selber. Auf Twitter öffne ich selbst viel mehr Links als auf anderen Netzwerken, wo schon mehr Text dabei ist. Tja, dann kommen bei mir noch vereinzelt Google-Suchmaschine und auch mal andere Blogs dazu. Die anderen spielen (zumindest bisher) gar keine Rolle - oder jedenfalls nicht für mich sichtbar.
  • HERZIG, ihr Anwalt in Hamburg für Baurecht, Immobilienrecht und Insolvenzrecht: Hallo zusammen, bei mir sind's, soweit ich das sehen kann, Google (SuMa) 85%, Bing 5%, Twitter 5%, Div. 5% (kein facebook).
  • Martin Steiner (Stooni): Google.
  • Hans Reuter: Bei mir ist es zum größten Teil Google. Social media, Foren und andere Blogs halten sich danach ca. die Waage. Es ist schon eine schöne Essenz an Trafficquellen. (Siehe Kommentar unten)
  • Umzüge Meurer: Und ergänzend: 30% Twitter, 45% Google SuMa, 8% Facebook, 2% Google+.
    Nur der Vollständigkeit halber zu unseren Angaben:
    Bei uns ist der hohe Anteil via Twitter der dort höheren Aktivität geschuldet. Wären wir auf Facebook ähnlich aktiv, schlüge das Pendel sehr wahrscheinlich für Facebook aus.
    Im Umkehrschluss:
    Würden Twitter und Facebook mit gleich hoher Aktivität bewegt, verschöben sich die Zahlen entsprechend gegenüber den organischen Ergebnissen zur Google SuMa und Google+.  

Ein herzliches Dankeschön an alle, die abgestimmt und kommentiert haben.

 

Hier nun die Auswertung:

  • Der meiste Traffic kommt über Suchmaschinen, hauptsächlich Google, aber auch Bing und Yahoo. Deshalb ist Suchmaschinenoptimierung für den Blog und die Artikel wichtig.
  • Die sozialen Netzwerke wie Google+, Twitter und Facebook spielen eine große Rolle für den Traffic im Blog. Es kommt aber darauf an, wie aktiv jemand im betreffenden Netzwerk ist. Ein totes Profil bringt natürlich keinen Traffic. Bei mir kommt z. B. auch Traffic von Pinterest, weil ich viel pinne.
  • Außerdem kommen Besucher über andere Websites (z. B. Google Blogger oder WordPress). Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten:
    - Empfehlungen auf einer Website für andere Websites oder Blogs.
    - Weiterführende Informationen mit Verlinkung zu einer Website oder einem Blog.
    - Kommentare mit Verlinkung zu einer Website oder einem Blog.
    - Gastartikel in einem anderen Blog veröffentlichen oder Gastautoren in den eigenen Blog einladen.
  • Eine weitere Trafficquelle sind Affiliates, Blogbesucher durch Werbung.

Wer mehr Tipps für seinen Blog braucht, dem empfehle ich den Artikel Wie du deinen Blog mit einem Bang startest von Dani Schenker.

 

Die Empfehlungen für mehr Traffic im Blog mit nützlichen Links:

Welche Trafficquellen oder Tipps fehlen noch?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Zuverlässigkeit

Die Bedeutung von Zuverlässigkeit

Wem reichen Sie die Hand?
Sich die Hände reichen, ein Zeichen von Vertrauen

Dieses Mal geht es beim Webmaster Friday um das Thema Verlässlichkeit und unzuverlässige Menschen.

 

Beim Wort Verlässlichkeit denke ich an Menschen und auch Geräte.

 

Von einem zuverlässigen Menschen erwarte ich, dass

  1. er/sie sich an Zusagen und Absprachen hält.
  2. ich bei einem Problem Unterstützung erhalte.
  3. er/sie ehrlich ist
  4. er/sie vertrauenswürdig ist.
  5. er/sie pünktlich ist.

Von einem zuverlässigen Gerät erwarte ich, dass

  • es funktioniert, wenn ich es einschalte.
  • es einwandfrei arbeitet.
  • ich kleinere Probleme selbst beheben kann.
  • es keine Schwierigkeiten betreffend Ersatzteilen gibt.

Hier meine Antworten auf die Fragen von Martin Mißfeldt:

 

Wie wichtig ist Verlässlichkeit? Der Webmasterfriday lag nun viele Wochen länger als geplant brach. Nervt Euch so was?

Verlässlichkeit ist für mich ein sehr wichtiger Punkt. Dass es beim Webmasterfriday eine längere Pause gab, finde ich nicht schlimm oder nervig, da alles auf freiwilliger Basis ist und es deshalb auch keinen Grund für einen Vorwurf der Unzuverlässigkeit gibt.


Gibt es andere Beispiele der Unzuverlässigkeit, die Euch negativ in Erinnerung geblieben sind?

1. Zuverlässigkeit heißt für mich in erster Linie, dass sich jemand an Zusagen und Absprachen hält. Wenn mir jemand zugesagt hat, etwas zu reparieren, bei etwas zu helfen, etc. und es wird nicht gemacht, finde ich das nicht in Ordnung, weil ich dann meist sehr kurzfristig anderweitig planen muss.

 

2. Bei einem Menschen, auf den ich mich verlassen kann, weiß ich, dass ich gefragt und ungefragt Unterstützung erhalte, wenn es ein Problem gibt. Es gibt ein italienisches Sprichwort "Freunde sind wie Regenschirme, wenn es regnet findet man sie nie.", das nicht auf zuverlässige Freunde sondern auf unzuverlässige Menschen zutrifft.

 

3. Ehrlichkeit gehört für mich auch zur Verlässlichkeit. Ich lege Wert darauf, mich darauf verlassen zu können, eine ehrliche Meinung zu hören. Unehrlichkeit setze ich mit Unzuverlässigkeit gleich.

 

4. Verlässlichkeit und Vertrauen gehören für mich zusammen. Ich vertraue Menschen, auf die ich mich verlassen kann, und ich verlasse mich auf Menschen, denen ich vertrauen kann.

 

5. Pünktlichkeit gehört ebenso zur Verlässlichkeit dazu. Man sollte sich schon bemühen, zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort zu sein. Wenn es später wird, ist eine kurze Info angebracht. Da fast jeder ein Smartphone besitzt, ist ein kurzer Anruf oder eine SMS im Normalfall kein Problem. Verspätungen bis zu ca. 30 Minuten sind für mich (auch ohne kurze Info) akzeptabel, es kann immer mal etwas dazwischen kommen. Wenn ich zu Hause auf jemanden warte, sehe ich das lockerer, da ich immer irgendwie beschäftigt bin. Wenn ich irgendwo stehe wie bestellt und nicht abgeholt, ist eine große Unpünktlichkeit, die keinen guten Grund hat, ärgerlich. Letztendlich ist Pünktlichkeit nur eine Sache der Planung. Es ist keine gute Entschuldigung, wenn jemand wegen dem üblichen Berufsverkehr am Morgen oder Abend zu spät kommt. Dann wurde einfach nicht genügend Zeit eingeplant. Bei Verabredungen muss einfach eine für beide Seiten passende Uhrzeit ausgemacht werden, damit jeder pünktlich kommen kann.

Bei Menschen, die immer zu spät kommen, plane ich die Verspätung ein, so dass es mich nicht mehr stört. Dumm ist nur, wenn ich absichtlich zu spät komme und dann kommt die andere Seite ausnahmsweise pünktlich.


Gibt es Dinge, wo Unzuverlässigkeit gar nicht geht – und andere, wo es dann nicht so schlimm ist?

Ja, z. B. im Straßenverkehr, wo ich mich darauf verlassen können sollte, dass sich alle an die Regeln halten. Menschen, die z. B. mit überhöhter Geschwindigkeit, betrunken oder auf der falschen Seite Auto fahren, gefährden nicht nur sich, sondern auch andere. Beim Arzt oder im Krankenhaus muss ich mich als Patient darauf verlassen können, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen behandelt werde.

Generell kommt es darauf an, was die Konsequenz von Unzuverlässigkeit ist oder sein könnte. Wenn es um Leben und Tod geht, geht es gar nicht. Dagegen ist Unpünktlichkeit nicht so schlimm.

Je weniger Unannehmlichkeiten oder Umstände ich wegen der Unzuverlässigkeit eines anderen habe, desto lockerer sehe ich das auch. Umgekehrt bin ich natürlich umso mehr verärgert, wenn ich dadurch Schwierigkeiten habe.


Wie geht ihr mit den Unzuverlässigen um? Kritisiert ihr das auch offen – oder ärgert Ihr Euch im Stillen und merkt Euch das einfach für später?

Ich spreche offen darüber, da oft keine böse Absicht dahinter steckt. Es macht keinen Sinn, sich im Stillen zu ärgern, wenn das Gegenüber gar nicht weiß, warum man sich ärgert. Unzuverlässige Menschen versuche ich zu vermeiden, was beruflich und privat nicht immer möglich ist.


Oder drückt ihr auch mal ein Auge zu, nach dem Motto: Im Zweifel für den Angeklagten?
Beim ersten Mal drücke ich auf alle Fälle ein Auge zu und im Zweifel bin ich auch immer für den Angeklagten, weil ich die Hintergründe für (vermeintliche) Unzuverlässigkeit nicht immer kennen kann. Aber nach einem offenen Gespräch bin ich irgendwann nicht mehr bereit, immer die Augen zu schließen.

 

Fazit

Menschen geben sich zur Begrüßung, zum Abschied, zum Bedanken, zum Entschuldigen, zur Versöhnung und vielen anderen Gelegenheiten die Hand. Kleine Kinder gehen an der Hand der Eltern, weil sie sich darauf verlassen, von ihnen beschützt zu werden. Unzuverlässigen Menschen reiche ich nicht gerne die Hand.

 

Welche Bedeutung hat Zuverlässigkeit für Sie?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Meine Website

Wie meine 1. Website entstanden ist

Haben Sie auch eine Website?
Über das Bücher schreiben zur eigenen Website

Marco Eitelmann hat zu einer Blogparade "Aus welchen Gründen habt Ihr Eure Homepage gegründet?" eingeladen.

Über den Beitrag von Dani Schenker bin ich auf diese Blogparade aufmerksam geworden.


Der Grund für die Website

Der Grund für die Erstellung meiner Website liegt schon einige Jahre zurück. In 2007 habe ich mein 1. Buch "Tipps und Tricks vor und nach der Geburt geschrieben." Danach fing ich mit großer Begeisterung mit dem 2. Buch "Tipps und Tricks, wie Sie Ihr Leben entrümpeln" an. Aber da sich kein Verlag für die Veröffentlichung fand, wurden beide Buchmanuskripte weggelegt.


Die 1. Website

In 2012 bin ich dann per Zufall auf BoD (Books on Demand) gekommen und habe mein 1. Buch veröffentlicht. BoD bietet verschiedene Autorenservices an, darunter auch die Erstellung einer Autorenwebsite, wo Jimdo empfohlen wird. Da ich beruflich schon bei der Erstellung einer neuen Website im Projektteam mitgearbeitet hatte, dachte ich mir, das versuche ich jetzt auch privat und habe diese Website mit der kostenlosen Version erstellt. Beim Namen der Website sollten unbedingt die beiden Worte "Tipp" und "Trick" enthalten sein in Anlehnung an meine Buchtitel. Da die gewünschten Kombinationen zu dem Zeitpunkt alle vergeben waren, habe ich mich für den Zungenbrecher "tipptrick" entschieden. Ursprünglich war die Website nur dazu gedacht, meine Bücher und mich vorzustellen. Es gab damals auch noch eine Seite "Aktuelles", wo ich aktuelle Infos eingetragen habe zu meinen Büchern und sonstigen Aktivitäten wie z. B. die Erstellung diverser Profile in sozialen Netzwerken oder dem Schreiben von Buchrezensionen.

Was mir bei Jimdo gefällt, ist die einfache, nutzerfreundliche Bedienung und dass ich mich nicht um die Mobilansicht kümmern muss. Ende 2012 habe ich ein Upgrade meiner kostenlosen Website bei Jimdo gemacht, weil es einfach professioneller aussieht, wenn die URL und die Website keine Werbung enthält.


Die 2. Website

Nach Erstellung der Website bei Jimdo wollte ich, auch zur Suchmaschinenoptimierung, noch eine Website haben, die meinen Namen enthält und habe www.claudia-dieterle.de Lesen & schreiben mit einem kostenlosen Baukastensystem der Telekom erstellt. Nachteil bei den kostenlosen Versionen ist immer, dass sie entweder Werbung enthalten oder eingeschränkte Funktionen haben. Deshalb konnte ich z. B. nur maximal 5 Seiten anlegen (Kontakt und Impressum sind deshalb auf einer Seite zusammengefasst), kein Favicon hinzufügen und kein Google Analytics einrichten, mobilfreundlich ist die Website auch nicht. Aber dafür war es kostenlos, da darf man dann nicht meckern.

 

Die 3. Website

Da mir das Erstellen der Websites so viel Spaß gemacht hat, wollte ich noch eine Website komplett neu ohne Vorlagen erstellen, wäre auch mit Jimdo mögich gewesen, habe aber den Magix Web Designer MX Version 8 gekauft und www.claudiadieterle.de erstellt. Leider gab es bei dieser Version keine Funktion für die Einrichtung einer Mobilansicht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich noch nicht mit mobilfreundlichen Websites und Responsive Design beschäftigt. Ich habe mir damals meine Website auf einem Smartphone angeschaut und entsprechende Anpassungen gemacht, damit die Seiten auf dem Desktop und dem Smartphone gut aussehen, was recht mühsam und ein schlechter Kompromiss für die Optik war. Mittlerweile ist bei dieser Domain eine Umleitung zu www.tipptrick.com eingerichtet, auch um Zeit zu sparen.

Außerdem hatte ich 3 Landing Pages, auch mit Magix erstellt, die aber ebenfalls für die Mobilansicht ungeeignet waren wegen der verwendeten Flash-Technologie. Sah auf dem Desktop gut aus, aber auf dem Smartphone nicht. Wurde geändert, als ich es bemerkte. Schlussendlich war die Pflege von allem aber zu aufwändig, deshalb habe ich die 3 Landing Pages wieder aufgegeben.

 

Der Blog

Nur die Website und Infos über die Bücher oder meine Wenigkeit fand ich dann aber doch zu langweilig für meine Leser und habe in 2013 den Blog hier erstellt. Die ersten Artikel waren sehr kurz und haben nicht viel Mehrwert geboten. Aber durch das regelmäßige Schreiben, weil ich immer wieder durch Dinge, die ich lese oder erlebe, oder durch Blogparaden inspiriert werde, habe ich langsam meinen eigenen Schreibstil gefunden. Benjamin Brückner hat das Schreiben und wie man sich dabei entwickelt in "5 Gründe, warum jeder Text Gold wert ist" sehr gut beschrieben.

Mittlerweile ist die Website bei Jimdo mehr ein Blog als eine Website, weil ich über das Bücher und Buchrezensionen schreiben meine Leidenschaft für das Bloggen entdeckt habe. Deshalb habe ich später auch 2 weitere Blogs erstellt mit Google Blogger und WordPress, die allerdings nicht mehr aktiv sind. Hier bei Jimdo ist mein Hauptblog.

Lesen, schreiben und bloggen gehören einfach zu meinen Hobbys.

 

Fazit

Es gibt heute viele kostenlose und kostenpflichtige Möglichkeiten, eine Website selbst zu erstellen. Für private Zwecke ist es kein Problem, mit einer kostenlosen Version anzufangen und später ein Upgrade zu erwerben, wenn man merkt, es macht Spaß und bringt etwas. Wichtig ist aber immer, sich vorab gut zu überlegen, welchen Namen und welches System man wählt, da spätere Änderungen meist aufwändig sind.

Ganz egal, ob es um das Bücher schreiben, Website erstellen oder Bloggen geht, mein Tipp ist, einfach anfangen, alles andere ergibt sich dann. Nicht umsonst ist mein Motto "Es gibt mehr Menschen, die aufgeben, als solche, die tatsächlich scheitern.". Wenn ich nicht einfach alles mal probiert hätte, gäbe es keine Bücher, keine Websites, keine Blogs und keine Profile in sozialen Netzwerken von mir. Und aus den Fehlern habe ich gelernt.


Und weshalb haben Sie eine Website?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade über Twitter

Wie ich Twitter nutze

Und warum und wie nutzen Sie Twitter?
Warum ich Twitter gerne nutze

Alexander Liebrecht hat zu einer Blogparade eingeladen "Ich nutze Twitter, weil…"

Nach dem Blogstöckchen über Twitter von Hans Reuter nun eine Blogparade von Alex. Hier die Antworten zur Blogparade.

1. Nutzt ihr Twitter und seit wann? Wie seid ihr auf Twitter gekommen, aus purem Zufall, aus Langeweile oder gar mit voller Absicht?

Ich nutze Twitter seit März 2013. Mein 1. Profil war auf Google+, dann kamen ein YouTube-Kanal, LinkedIn, XING und danach Twitter dazu. Später wurden noch weitere Profile angelegt. Der Grund dafür war jedes Mal Interesse und Neugierde, etwas Neues auszuprobieren und mir selbst eine Meinung zu bilden.


2.  Falls ihr Twitter nicht nutzt, aus welchem Grund?

Wie oben erwähnt nutze ich Twitter (immer noch). Manche sozialen Netzwerke nutze ich weniger, manche mehr, manche gar nicht mehr. Twitter nutze ich nach wie vor aktiv, weil es neben Google+ und LinkedIn zu meinen Lieblingsnetzwerken zählt.


3. Erzählt mal, wo bei Twitter seid ihr zu finden und einige Sätze zu eurem Twitterdasein?

Unter @ClaudiaDieterle findet man mich bei Twitter. Ich tweete dort meine Blogartikel, Infografiken, die ich auf Pinterest pinne, und Bilder von Essen. Außerdem favorisiere und retweete ich Artikel, die mir gefallen und die ich interessant finde. Seit Februar 2014 bin ich Teammitglied bei ZIELBAR. Dort führe ich zusammen mit Steve Naumann das Twitter-Account. Mittlerweile teile ich deshalb deutsche Artikel über ZIELBAR und hauptsächlich englische, aber auch spanische oder französische Artikel über mein Account. Die geteilten Artikel sind über Themen wie z. B. SEO, Bloggen, Content Marketing, Social Media.


4. Welche Twitter-Desktop-Tools und Smartphone-App setzt ihr ein? Mir ist ein Online-Tool namens HootSuite bekannt, kennt ihr das?

HootSuite kenne ich, verwende aber Buffer, wo sowohl für ZIELBAR als auch für mein Account ein Schedule hinterlegt ist, an welche Tagen und zu welchen Uhrzeiten die Tweets, die ich sammele, veröffentlicht werden. In Twitter Analytics schaue ich nur selten rein.

 

5. Wo verbringt ihr mehr Zeit, auf Twitter, Facebook, Google Plus, Pinterest oder gar XING?

Wie bereits erwähnt, sind meine Lieblingsnetzwerke Google Plus, Twitter und LinkedIn. Hier verbringe ich mehr Zeit als auf den anderen Netzwerken, wo ich auch Profile habe. Durch ZIELBAR verwende ich die meiste Zeit für Twitter.

 

6. Was hat euch Twitter alles gebracht, was konntet ihr damit realisieren bzw. schon erreichen?

Generell konnte ich durch das Netzwerken, nicht nur auf Twitter, nette Menschen aus diversen Ländern kennenlernen und up to date bleiben über Themen, die mich interessieren. Spannend finde ich es immer wieder, wenn ich sehe, dass meine geteilten Artikel favorisiert und retweetet werden, weil das bedeutet, dass andere meine Interessen teilen.

 

7. Postet doch mal in eurem Teilnahme-Beitrag euren letzten Tweet.

Meine beiden letzten Tweets habe ich unten beigefügt (eine Infografik von Pinterest und ein Retweet).

 

8. Nutzt ihr Twitter-Wordpress-Plugins? Welche gibt es da?

Nein, ich nutze gar keine Plugins.

 

9. Nehmt ihr am FollowFriday teil oder ist es euch gleich?

Ich werde ab und zu erwähnt beim FollowFriday, mache aber selbst keine Tweets mit meinen Follow-Empfehlungen. Meine Empfehlungen spreche ich durch das Plussen, Favorisieren, Liken, Kommentieren und Teilen im Social Web aus, wo ich mich immer bemühe, den Autor zu erwähnen.

 

10. Bekommt ihr Traffic aus Twitter auf euren Blog?

Ja, der meiste Traffic kommt von Google+, an 2. Stelle steht Twitter, an 3. Stelle Facebook.

 

11. Kennt ihr einen Twitterer persönlich und offline?

Persönlich kenne ich niemanden, habe aber schon mit einigen telefoniert oder per E-Mail Kontakt gehabt.

 

12. Euer Fazit, was muss über Twitter noch gesagt werden?

Mir gefällt bei Twitter, dass man sich beim Tweeten durch die Zeichenbeschränkung kurz fassen muss. Es ist für mich ein soziales Netzwerk, das ich sehr gerne nutze und auch empfehlen kann.

 

Und wie und warum nutzen Sie Twitter?

 

Und hier noch wie oben angekündigt meine beiden letzten Tweets.

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Claudias praktischer Ratgeber zum Teilen im Internet

Was und wie wir im Internet teilen

Was teilen Sie in den sozialen Netzwerken?
Offline und online teilen

Es ist unglaublich, was wir offline und online alles teilen.

 

Wir teilen im Internet z. B. Erfahrungen, Links oder Artikel in Form von Bewertungen, Blogartikeln, Infografiken, Newslettern oder Onlinezeitungen. Plattform für das Verteilen sind soziale Netzwerke wie z. B. Google+, Twitter und Facebook.

 

In meinem neuen Artikel bei ZIELBAR “Sharing & Caring im Social Web" erzähle ich, was man alles wie im Social Web teilen kann und was es bringt. Hier geht es zum kompletten Artikel.

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Claudias praktischer Ratgeber zum Bedürfnis nach Ruhe

Wie viel Ruhe braucht der Mensch?

Musik, Klingeltöne Handy, was hören Sie?
An welchem Ort findet man Ruhe?

Die Definition von Ruhe ist gar nicht so einfach. Im Allgemeinen wird sie mit der Abwesenheit von Lärm erklärt. "Der hat die Ruhe weg" sagt man, wenn jemand in jeder Situation gelassen reagiert. Wenn es zu laut ist, spricht man von Ruhestörung. Wir ruhen uns aus, wenn wir schlafen. Die letzte Ruhe ist der Tod. Jeder von uns hat ein individuelles Bedürfnis nach Ruhe. Aber fangen wir von Anfang an.

  • Bei der Geburt schreien die meisten Babys, in der Regel ein Zeichen dafür, dass sie gesund zur Welt gekommen sind. Für die Eltern ist es dann vorbei mit der gewohnten Ruhe.
  • Wenn ein Baby Hunger oder die Windel voll hat, schreit es, damit Mutter oder Vater den Hunger stillen bzw. die Windel wechseln.
  • Manche Babys brauchen vollkommene Ruhe, um schlafen zu können, andere stört ein gewisser Geräuschpegel nicht.
  • Ein Kleinkind schreit, wenn ihm etwas nicht passt. In der Trotzphase ist das besonders ausgeprägt und stellt die Geduld der Eltern auf eine harte Probe.
  • Die Eltern haben meistens nur dann Ruhe, wenn die Kinder schlafen oder bei Freunden oder Verwandten sind.
  • Es gibt introvertierte Kinder, die gerne lesen, basteln und kreativ tätig und eher ruhig sind.
  • Es gibt extrovertierte Kinder, die lieber toben, Sport machen und etwas unternehmen und eher laut sind.
  • Und natürlich gibt es viele Mischformen.
  • Es gibt junge und auch alte Menschen, die ohne Unterbrechung immer reden. Da wünscht man sich manchmal einen Ausschalter.
  • Manche Menschen schreien, wenn sie sich verletzen, sie erschreckt werden und in anderen Situationen.
  • Es gibt Menschen, die Ruhe schätzen, und es gibt Menschen, die gerne Leute um sich haben und für die Ruhe Langeweile bedeutet.
  • Wenn wir streiten, verlieren wir oft unsere Ruhe und schreien, Kinder kreischen, Mädchen können das besonders schrill und unangenehm für die Ohren.
  • Kranke Menschen benötigen oft mehr Ruhe als gesunde. Nicht umsonst sind Kurkliniken oft in ländlichen Gegenden.

2 Erlebnisse fallen mir zum Thema Ruhe ein:

  • In einem Hochhaus wohnte ein nettes älteres Ehepaar neben mir. Als es auszog und ich nach dem Grund fragte, erklärten mir die beiden, es sei laut. Wenn ich in ihrem Alter wäre, würde ich das verstehen. Zu dem Zeitpunkt verstand ich die Aussage tatsächlich noch nicht, mittlerweile schon.
  • Als ich Kinder hatte und in einem Geschäft nach einem Geschenk suchte, machte die Verkäuferin die Bemerkung, das Geschenk (ich hatte eine elektronische Tischkinderorgel in der Hand) sei laut, das würden nur Tanten und Onkel schenken, aber keine Eltern, die dann jeden Tag den Lärm aushalten müssen.

Wir werden täglich mit sehr vielen Geräuschen konfrontiert. Das sind vor allem der Straßenlärm und technische Geräte. Ob nun Waschmaschine, Trockner, Fernseher, CD-Player laufen, es ist in der Regel nie absolute Ruhe.

Kinder legen bei Spielzeug Wert auf Funktionen und Geräusche. Puppen oder Stofftiere können mittlerweile sprechen. Es gibt GameBoys, die mit ihren ständigen Tönen die Anwesenden ganz schön nerven können.

Viele sind über Smartphone fast immer erreichbar und stellen sich diverse Klingeltöne ein.

 

Nur wenige Menschen können absolute Ruhe genießen und sich vollkommen entspannen. Es ist nicht einfach, sich nicht zu bewegen, bewusst zu atmen und an nichts zu denken. Meistens schweifen unsere Gedanken in eine bestimmte Richtung, wenn wir versuchen, körperlich und geistig nichts zu tun.

Mittlerweile gibt es sogenannte Klostertage, um eine Auszeit zu nehmen, Stille zu genießen, zu sich selbst bzw. zur Ruhe zu kommen.

 

Es ist auch wichtig, Rücksicht auf das Bedürfnis anderer nach Ruhe zu nehmen. Eine laute Party mitten in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden, wenn andere schlafen wollen, weil sie am nächsten Tag früh zur Arbeit müssen, ist nicht besonders rücksichtsvoll. Traurig ist allerdings, dass Kinder oft als "Lärmbelästigung" empfunden werden.


Tatsache ist, dass sich das Bedürfnis nach Ruhe im Laufe des Lebens verändert. Während ich früher, sobald ich zu Hause war, meist sofort Musik angemacht habe, genieße ich es heute mit Kindern, auch mal nichts zu hören.


Wie viel Ruhe brauchen Sie?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Rücksichtnahme

Rücksicht, was ist das eigentlich?

Was bedeutet Rücksichtnahme für Sie?
Rücksicht hat mit dem Blickwinkel zu tun

Ilse Maria Lechner hat zu einer Blogparade Rücksichtnahme eingeladen.
Beim Wort „Rücksicht“ denke ich als Erstes daran, dass ich, wenn ich durch eine Tür gehe, immer nach hinten schaue, ob direkt hinter mir jemand ist. In diesem Fall halte ich die Tür auf, weil ich es unhöflich finde, wenn jemandem die Tür vor der Nase zuschlägt. Eine wörtliche Erklärung des Begriffs Rücksicht, die Sicht hinter dem Rücken zu berücksichtigen, um Rücksicht zu nehmen. Es gibt viele Situationen, in denen man auf andere Menschen Rücksicht nehmen kann, wenn man aufmerksam ist.

 

Bei fehlender Rücksicht fallen mir sofort einige Situationen im Straßenverkehr ein:

  • Fußgänger, die an Bushaltestellen gerne auf dem Fahrradweg stehen und keinen Zentimeter weichen, wenn ein Fahrradfahrer kommt.
  • Fahrradfahrer, die auf der falschen Seite fahren oder rechts statt links überholen.
  • Autofahrer, die Fahrradfahrern die Vorfahrt nehmen oder auf dem Fahrradweg parken.

Auch bei Schlangen an Kassen, Schaltern und dergleichen gibt es oft rücksichtsloses Verhalten. Manche Leute gehen mit einer Selbstverständlichkeit ganz nach vorn. Jeder will der Erste sein, hat keine Zeit und ist voll im Stress.  Aber ist das wirklich fehlende Rücksicht oder einfach nur Gedankenlosigkeit?


So wie auf einem Boot kann jeder im wörtlichem und übertragenen Sinn nach vorn (in die Zukunft), nach hinten (in die Vergangenheit) oder zur Seite nach links oder rechts schauen. Dabei kann man bei allen Handlungen und Überlegungen nur sein eigenes Ziel verfolgen oder Rücksicht auf andere nehmen, die Familie und Freunde im privaten Bereich, Kollegen und Vorgesetzte im beruflichen Bereich. Aber es ist auch wichtig, auf sich selbst Rücksicht zu nehmen, einen gesunden Egoismus zu besitzen. Die Rücksicht auf andere darf nicht zur Selbstaufgabe führen.

 

Hier nun die Antworten auf Ilses fragen.


Was bedeutet Rücksichtnahme für dich?

Rücksichtnahme bedeutet für mich, sich so zu verhalten, dass die Gefühle und Bedürfnisse, spezielle Umstände von anderen Menschen berücksichtigt werden. Dazu gehören Verständnis und Einfühlungsvermögen, um wahrzunehmen, wo Rücksicht genommen werden könnte oder sollte.


Stellt Rücksichtnahme für dich einen bedeutenden Wert dar?
Ja, Rücksicht ist eine Eigenschaft, auf die ich viel Wert lege. Sie gehört für mich neben Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit zu den Werten, die ich meinen Kindern vermitteln möchte.


Ist Rücksichtnahme noch zeitgemäß?
Ich habe den Eindruck, dass in der Erziehung Rücksicht nicht mehr die Rolle spielt, die sie früher innehatte. Die Wertvorstellungen in der Gesellschaft und auch das Miteinander, das oft ein Gegeneinander ist, haben sich geändert. Meiner Meinung nach ist  Rücksicht aber eine zeitlose Eigenschaft, die immer wichtig war und ist und auch in Zukunft wichtig sein sollte.


Fördert Rücksichtnahme das friedvolle Zusammenleben oder beschränkt sie die persönliche Freiheit?

Diese Frage kann nicht pauschal mit "ja" oder "nein" beantwortet werden. Wenn jeder auf den anderen Rücksicht nimmt, ist das Miteinander harmonischer. Die Rücksicht darf aber nicht so weit gehen, dass jemand seine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt, seine Wünsche zurückstellt und damit mal mehr, mal weniger seine persönliche Freiheit ganz oder teilweise aufgibt. Kommt bei Müttern oder Menschen, die einen Angehörigen pflegen, häufig vor.


Ist Rücksichtnahme automatisch mit mangelndem Durchsetzungsvermögen gleichzusetzen?
Nein, Rücksicht heißt für mich nicht, dass ich mich unterordne und immer das mache, was andere wollen. Das wäre falsch verstandene Rücksichtnahme.


Sind rücksichtsvolle Personen schwach oder demonstrieren sie gerade dadurch Stärke?
Rücksichtsvolle Menschen wirken vielleicht umgänglicher und dadurch schwach, während rücksichtslose Menschen fälschlicherweise stark wirken, weil sie sich, oft ohne Rücksicht auf Verluste, durchsetzen. Rücksicht ist weder eine Stärke, noch eine Schwäche, sondern eine positive Eigenschaft, mit der man seinem Gegenüber Wertschätzung zeigen kann.


Was bedeutet Rücksicht für Sie?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Nachhaltigkeit

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit?

Achten Sie beim Kauf auf Siegel?
Siegel auf Produkten, die wir kaufen

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen, dass ich gerne Schokolade esse. Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass auf den Schokoladentafeln, die ich esse, das "UTZ Certified Kakao" Siegel ist. Neugierig wie ich bin, habe ich mich nun näher damit befasst, was das konkret bedeutet.

Betriebe können nach Prüfung durch eine unabhängige Drittperson Kaffee, Tee oder Kakao UTZ zertifizieren lassen. Es müssen strenge Anforderungen erfüllt und ein verantwortungsbewusster Anbau nachgewiesen werden.

 

Nachhaltigkeit ist heute zum Schlagwort geworden. Laut Wikipedia ist Nachhaltigkeit ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.

2 Beispiele:

  • In der Forstwirtschaft soll  nicht mehr Holz gefällt werden als nachwachsen kann.
  • Beim Fischfang soll nicht mehr gefangen werden als sich natürlich vermehren oder zuwandern kann.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, der seit 2008 vergeben wird, ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Die Prämierung möchte den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen.

Kunden kaufen heute nicht nur einfach ein Produkt, sondern informieren sich auch über den Verkäufer, Händler oder Hersteller, was durch das Internet sehr einfach geworden ist. Die Art und Weise, wie ein Produkt hergestellt und gehandelt wird, wie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sind, spielt eine große Rolle bei der Kaufentscheidung.

3 Beispiele:

  • Die große Nachfrage nach Bio-Produkten, hat dazu geführt, dass viele Bauern auf Bio umgestellt haben, wo gewisse Regeln bei der Haltung und Fütterung der Tiere beachtet werden müssen. Fast jeder Supermarkt hat mittlerweile seine eigene Bio-Marke.
  • Als Amazon immer wieder in die Schlagzeilen geriet wegen der schlechten Bedingungen der Arbeitnehmer, haben viele Kunden ihr Konto gelöscht oder nicht mehr bei Amazon bestellt.
  • Einstürze von oder Brände in Fabrikgebäuden im Ausland von Textilunternehmen haben diese durch fehlenden Brand- und Gebäudeschutz in negative Schlagzeilen gebracht.

Auf der einen Seite stellt der Käufer und Verbraucher Anforderungen an das Produkt:

  • Es soll den jeweiligen Standards und Normen der Branche entsprechen.
  • Keine Schad- und Giftstoffe enthalten.
  • Keine Sicherheitsmängel aufweisen.
  • Einen akzeptablen Preis haben.

Auf der anderen Seite soll das Produkt:

  • Fair hergestellt und gehandelt worden sein.
  • Die Mitarbeiter in der Produktion und beim Handel faire Arbeitsbedingungen und faire Mindestlöhne haben.

Aus dieser Anforderung des Kunden und Konsumenten nach umweltfreundlichen und sozialgerechten Produkten sind diverse Firmen entstanden, wie z. B. Fairtrade, die sich genau dafür einsetzen, nach Prüfung ein Zertifikat vergeben und damit die Verwendung eines Siegels erlauben, um zu dokumentieren, dass das Produkt tatsächlich umweltfreundlich und sozialgerecht hergestellt und gehandelt wurde.

Nachfolgend ein paar Kriterien, um ein Fairtrade-Siegel zu erhalten:

  • Faire Mindestpreise, die ein existenzsicherndes Einkommen gewährleisten (z. B. bei landwirtschaftlichen Produkten).
  • Einhaltung der im jeweiligen Land gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne.
  • Möglichkeit der Vorfinanzierung für Produzenten, um lokale Kreditgeber mit überhöhten Zinsen zu vermeiden.
  • Langfristige Abnahmeverträge für eine bessere Planung und Wirtschaftlichkeit.
  • Verbot von illegaler Kinder- und Zwangsarbeit.
  • Gesundheits- und Arbeitsschutzmaßnahmen.

Hier ist eine Produktdatenbank mit fair gehandelten Produkten nach Kategorien: Baumwollprodukte, Blumen, Früchte, Getränke, Honig, Konfitüre und Brotaufstriche, Kaffee, Kakao, Koch- und Backhilfen, Kosmetik, Reis und Getreide, Sportbälle, Süßwaren, Tee, Trockenfrüchte und Nüsse, Zucker.

 

Ein höherer Preis für das Produkt ist durchaus gerechtfertigt und kann auch mit dem Mehraufwand und den Mehrkosten bei der Herstellung und beim Handel begründet werden. Firmen müssen nachweisen, dass sie umweltfreundliche und sozialgerechte Produkte herstellen oder handeln und das auch entsprechend vermarkten.

 

Ein Qualitätsmanagement ist für jede Firma ein Muss geworden. Es gibt für viele Branchen Siegel. Hier ein paar Beispiele, die Ihnen vielleicht schon auf Artikeln aufgefallen sind:

  • Fischfang: MSC (Marine Stewardship Council).
  • Fleisch: Bioland, NEULAND, WIESENHOF.
  • Forstwirtschaft: FSC (Forest Stewardship Council).
  • Lebensmittel: Bio, UTZ Certified.
  • Textilien: Öko-Tex Standard 100, Naturland.

Es gibt aber auch viele Verpackungen, die durch

  • die Verwendung spezieller Farben (z. B. grüne Farbe für Bio-Produkte),
  • Bilder, die bestimmte Zutaten suggerieren, obwohl nur Aromen verwendet werden,
  • Logos, die aussehen wie ein Siegel, das Vertrauen erwecken soll,
  • oder das Wort "fair" im Produktnamen oder der Beschreibung

Qualität vortäuschen. Hier ist ein interessanter Link mit einem Siegel-Glossar. Es ist nicht einfach für Verbraucher, den Überblick zu behalten, welches Produkt vertrauenswürdig und nachhaltig ist. Der lokale Metzger schlachtet oft selbst, bei regionalen Anbietern ist die Herkunft bekannt und die Transportwege zum Verbraucher sind kurz . Viele holen deshalb auf dem Markt oder direkt beim Bauern z. B. Eier, Obst und Gemüse.

 

Und trotz zahlreicher anerkannter Siegel, Zertifizierungsprogrammen, gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen kommt es immer wieder zu Skandalen. Aber dank der Medien und dem Internet geraten die betroffenen Firmen, Zertifizierungsstellen, zuständigen Behörden und Ämter, Politiker und der Verbraucherschutz unter Zugzwang, rasch zu reagieren.

 

Dabei kam es auch immer wieder zu Diskussionen über den Datenschutz, inwieweit solche Fälle namentlich öffentlich gemacht werden können bzw. müssen.


Fazit
Konsumenten und Verbraucher werden immer mehr darauf achten, wie das Produkt, das sie kaufen, hergestellt und gehandelt wurde. Image und Reputation der Produzenten oder Händler in der Öffentlichkeit müssen einwandfrei sein, um Produkte gut bzw. besser zu verkaufen.

Worauf achten Sie beim Einkaufen?


Ergänzung am 08.07.15

Im  Blog www.jungemodeonlineshop.de von Lothar findet bis 31.07.15 eine Blogparade "Fair Trade Kleidung und nachhaltige Mode" statt. Ich finde Nachhaltigkeit generell ein wichtiges Thema, nicht nur in Bezug auf Mode.

Es ist eine Sache, sich darüber Gedanken zu machen und dementsprechend beim Einkauf darauf zu achten, aber oft ist auch das Geld nicht vorhanden, sich für die teurere Variante zu entscheiden. Ein weiterer Punkt ist die Entsorgung und Wiederverwertung. Die Tafeln sammeln z. B. überschüssige Lebensmittel ein für die Weitergabe an Bedürftige. Auch für Kleidung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Jeder von uns kann etwas tun der Umwelt zu Liebe.

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Claudias praktischer Ratgeber Wertschätzung beim Networking

Wertschätzung beim Networking

Wie zeigen Sie Wertschätzung beim Networking
Die Bedeutung von Wertschätzung

Wertschätzung ist privat und beruflich ein zentraler Punkt im Umgang mit anderen Menschen.

 

Wie wichtig Wertschätzung bei der Arbeit ist, habe ich im Artikel Mitarbeitermotivation beschrieben.

 

In meinem neuen Artikel bei ZIELBAR beschreibe ich, wie man Wertschätzung beim Networking zeigen kann z. B.:

  • bei Kontaktanfragen,
  • beim Kommentieren in Blogartikeln,
  • beim Kuratieren von Inhalt,
  • im Dialog,
  • beim Helfen,
  • beim Erfahrungsaustausch.

Hier geht es zum kompletten Artikel.

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Claudias praktischer Ratgeber Spezialgebiete einer Rechtsanwältin

Spezialgebiete einer Rechtsanwältin

Jeder Anwalt hat seine Spezialgebiete
Die Spezialgebiete von Frau Dr. Cornelia Grüner

Da das 1. Interview mit Frau Dr. Cornelia Grüner so viel Spaß gemacht hat, haben wir für BlogF ein 2. gemacht.

 

Beim 1. Interview gab es auch ein paar persönliche und allgemeine Fragen zum Thema Gerechtigkeit.

 

Beim 2. Interview gehen wir näher auf die Spezialisierung von Frau Dr. Grüner ein, nämlich Patienten-, Arzthaftungs- und Medizinrecht, Eheverträge, Familien- und Scheidungsrecht.

 

Hier geht es zum kompletten Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps.

 

Ergänzung am 08.12.16

 

Da der Artikel auf BlogF nicht mehr aufgerufen werden kann, hier das Interview mit den Fragen und Antworten:

 

Exklusiv-Interview auf BlogF Claudia Dieterle mit Frau Dr. Cornelia Grüner, Rechtsanwältin in Leipzig

 

Frau Dr. Grüner ist spezialisiert auf Patienten-, Arzthaftungs- und Medizinrecht, Eheverträge, Familien- und Scheidungsrecht.

Bei unserem ersten Interview hat sie auch ein paar persönliche und allgemeine Fragen zum Thema Gerechtigkeit beantwortet. Heute wollen wir ans „Eingemachte“ gehen und die Fachgebiete, auf die sie spezialisiert ist, näher beleuchten. Hier nun die Fragen:

 

Im Patientenrecht beraten Sie bei medizinisch-rechtlichen Fragen. Können Sie ein paar Beispiele nennen, was das für Fragen sind?

 

Mit dem Begriff Patientenrecht möchte ich vor allem klarstellen, dass ich Patienten rechtlich vertrete und nicht die Klinik. Denn ich habe in Gesprächen mit Rechtsuchenden festgestellt, dass gerade im Bereich ärztlicher Kunstfehler vom Anwalt eine klare Positionierung für eine der beiden Seiten erwartet wird. Für Patienten ist dies als vertrauensbildende Maßnahme wichtig, da sie nicht an einen Anwalt geraten wollen, der Patienten nur nebenbei vertritt und deren Belange nicht ausreichend beachtet.

 

Die möglichen Fragestellungen sind dabei vielfältig, obwohl diese meist mit Behandlungsfehlern in Zusammenhang stehen. Es geht aber auch oft um die Frage nicht ausreichender Aufklärung, den Anspruch auf Einsicht in die Krankenakte oder den Umfang der ärztlichen Schweigepflicht. Auch die Frage, ob man bei Unzufriedenheit mit der Behandlung überhaupt eine ärztliche Zweitmeinung einholen darf, fällt unter den Oberbegriff Patientenrecht.

 

Im Arzthaftungsrecht beraten Sie bei Kunstfehlern. Welche Beweise sind hier notwendig, was muss ein betroffener Patient beachten?

 

Bei ärztlichen Kunstfehlern muss der Patient grundsätzlich erst einmal beweisen, dass überhaupt ein Fehler vorliegt. Denn der Arzt haftet natürlich nicht für die Krankheit und auch nicht dafür, dass diese Erkrankung Schmerzen verursacht, sondern er haftet für den Behandlungsfehler. Darunter versteht man die Vornahme von Behandlungsmaßnahmen, die nicht dem Stand der ärztlichen Wissenschaft zum jeweiligen Zeitpunkt entsprochen haben. 

 

Wenn die Falschbehandlung nachgewiesen ist, dann muss der Patient außerdem beweisen, dass dieser Behandlungsfehler ursächlich für die Schmerzen und sonstigen negativen Folgen war. Denn es gibt auch fehlerhafte ärztliche Maßnahmen, die aufgrund glücklicher Umstände keine negativen Folgen nach sich ziehen. Und es gibt gesundheitliche Beeinträchtigungen, bei denen der Ursachenzusammenhang mit dem Ärztepfusch nicht nachgewiesen werden kann, weil die Folgeerkrankung auch mehrere andere, vom Arztfehler unabhängige, Ursachen haben kann. Allein der enge zeitliche Zusammenhang der negativen Folge mit der Falschbehandlung ist als Nachweis nicht ausreichend.

 

Zur sogenannten Beweislastumkehr kommt es erst dann, wenn der Kunstfehler so schwerwiegend war, dass er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf, weil so etwas einfach jeder Arzt wissen muss. Bei einem derartigen schweren Behandlungsfehler muss dann der Arzt nachweisen, dass sein Fehler gerade nicht ursächlich für den Schaden war. 

 

Meist sind es ja Schmerzen, die trotz Behandlung nicht enden wollen, durch die der Patient dann auf die Idee kommt, dass ein Arztfehler vorliegt. Ab diesem Moment sollte ein betroffener Patient alles ihm Mögliche unternehmen, um Beweise zu sichern und den Ablauf der Ereignisse in einem Gedächtnisprotokoll festzuhalten.

 

Ich kann zur Beweissicherung empfehlen,

  • Kalenderaufzeichnungen aufzuheben, 
  • möglichst zeitnah ein Gedächtnisprotokoll in Stichpunkten unter Angabe der Kalenderdaten zu fertigen,
  • Fotos vom Schaden zu machen (Wunde, Narbe etc.),
  • ggf. eine Zweitmeinung einzuholen, um das Behandlungsergebnis und evtl. erforderliche  weitere Behandlungsmaßnahmen mit dem Befundbericht eines anderen Arztes belegen zu können,
  • eine Kopie der Krankenakte zu beschaffen und 
  • Rechnungen für zusätzliche Aufwendungen zu sammeln.

Im Medizinrecht beraten Sie zu Rechten gegenüber der privaten Krankenversicherung. Welche Tipps haben Sie für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung?

 

Wenn jetzt von mir ein Hinweis erwartet wird, welche private Krankenversicherung am geeignetsten ist, dann kann ich da leider nicht weiterhelfen.

 

Sachlich kommen hier Streitigkeiten über Beitragsforderungen, Ansprüche auf Sachleistungen und Krankengeldzahlung oder Bewilligung von Reha-Kuren in Betracht. Auch der vorhin schon bei Patientenrecht genannte Anspruch auf Einholung einer Zweitmeinung gehört hierher.

 

Sie beraten vor der Eheschließung u. a. zu Eheverträgen. Welche Punkte sollten in einem Ehevertrag geregelt werden?

 

In der Regel wird der Ehevertrag vom Notar formuliert und im Entwurf zur Beratung bereits mitgebracht. Oder es geht in Vorbereitung des Erstgesprächs beim Notar darum, sich über den Regelungsbedarf klar zu werden. Welche Punkte dabei geregelt werden sollten, hängt ganz stark vom geplanten Ehemodell, der biologischen Möglichkeit von Änderungen der Planung und der wirtschaftlichen Situation ab. Dies hat z. B. Auswirkungen darauf, ob nur das jeweilige Anfangsvermögen festgeschrieben werden soll, eine modifizierte Zugewinngemeinschaft in Betracht kommt oder eine Gütertrennung  und welche Regelungen in Abhängigkeit von der Ehedauer für den nachehelichen Unterhalt getroffen werden sollen.

 

Man kann in einem Ehevertrag z. B. Regelungen über Unterhaltsbeschränkung und -verzicht aufnehmen, aber auch abweichend von der gesetzlichen Regelung höhere Verpflichtungen zur Unterhaltszahlung vereinbaren und güterrechtliche Ausgleichspflichten festlegen und dafür im Gegenzug auf den Versorgungsausgleich verzichten oder beispielsweise den Handwerksbetrieb vom Zugewinnausgleich ausnehmen. Wichtig ist dabei, die Übervorteilung einer Vertragspartei und damit die Unwirksamkeit des Vertrages zu vermeiden.

 

Im Familienrecht beraten Sie zu rechtlichen Fragen in der Familie. Was für Fälle sind das und was empfehlen Sie innerhalb der Familie schriftlich zu regeln, um Streit zu vermeiden (z. B. ein Testament)?

 

Zum Familienrecht gehören unabhängig von einer Scheidung Fragen zu Sorgerecht, Einrichtung der gemeinsamen elterlichen Sorge (so genanntes geteiltes Sorgerecht), Umgangsrecht, Kindesunterhalt, Elternunterhalt oder zum Unterhaltsanspruch der Mutter des nichtehelichen Kindes. Rechtliche Fragen in der Familie betreffen aber auch den Anspruch von Großeltern auf Umgang mit dem Enkelkind oder die Regelung finanzieller Folgen des Zusammenzuges einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

 

Spätere Streitigkeiten können teilweise durch ganz einfache schriftliche Regelungen oder praktische Maßnahmen vermieden werden. So ist es bei einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft beispielsweise sinnvoll, die Abbuchungsaufträge für laufende Zahlungen so zu verteilen, dass sie dem Verhältnis der beiderseitigen Einkünfte entsprechen und nicht einer alles bezahlt und der andere Vermögen bildet. Denn in diesem Fall gibt es keine Absicherung durch einen späteren Zugewinnausgleich.

 

Wenn schriftlich festgehalten wird, welches Anfangsvermögen jeweils am Tag der Eheschließung vorhanden war und dieses Schriftstück irgendwo gut aufgehoben wird, spart man sich später erhebliche Streitigkeiten und Nachweisprobleme. Noch einfacher wäre es, die Kontoauszüge vom Tag der Eheschließung gut aufzuheben, um später für den Fall der Fälle einen Nachweis zu haben.

 

Regelungen durch ein Testament machen Sinn, wenn von der gesetzlichen Erbfolge abgewichen werden soll (z. B. bei Vorhandensein vorehelicher Kinder), wenn bestimmte Gegenstände einer bestimmten Person zugedacht werden sollen, eine Firmennachfolge zu regeln ist oder wenn sich die Ehepartner durch ein sogenanntes Berliner Testament erst einmal gegenseitig absichern wollen.

 

Nachträgliche Ergänzung von Frau Dr. Grüner:

"Im Nachgang zu meinem Interview durch Frau Dieterle sei mir aus aktuellem Anlass eine kleine Ergänzung zu meinen Erläuterungen bzgl. eines Berliner Testamentes gestattet. Falls damit - was in der Regel der Fall ist - zu Lasten eines Abkömmlings und damit Pflichtteilsberechtigten von der gesetzlichen Erbfolge abgewichen werden soll, ist statt des Testamentes ein Erbvertrag zu empfehlen. Denn infolge der Alleinerbeneinsetzung des überlebenden Ehegatten werden die Abkömmlinge enterbt und können den Pflichtteilsanspruch geltend machen. Ein Pflichtteilsverzicht zur Verwirklichung des im Berliner Testament zum Ausdruck gebrachten letzten Willens kann nur durch einen Erbvertrag notariell gesichert werden."

 

Im Scheidungsrecht  beraten Sie zur Trennung und den Scheidungsfolgen. Mit Ehevertrag ist das sicher einfacher. Was empfehlen Sie für eine einfache und schnelle Scheidung?

 

Vereinfacht gesagt: sich möglichst wenig streiten. Oder anders herum, Einigungen erzielen, solange man sich noch einigen kann. Auch dafür ist schließlich das Trennungsjahr gedacht.

 

Ein langwieriger und unerfreulicher Streit über die Hausratsteilung kann beispielsweise ganz einfach dadurch vermieden werden, dass man nach der durch den Auszug eines Ehepartners erfolgten gegenständlichen Teilung der Haushaltsgegenstände ein gemeinsames Schriftstück aufsetzt mit dem Inhalt, dass jeder diejenigen Gegenstände zum Eigentum erhalten soll, die sich zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung in seinem Besitz befinden.

 

Häufig werden bei der Trennung auch Kontoguthaben geteilt in der gut gemeinten Annahme, dadurch einem späteren Streit um den Zugewinnausgleich vorzubeugen. Dann folgt manchmal das böse Erwachen, wenn einer das Geld für spätere Ausgaben zurücklegt , während der andere es nach der Trennung für den nächsten Urlaub verwendet und dann im Scheidungsverfahren Zugewinnausgleich fordert. Das kann durch einen Vertrag vermieden werden, in dem geregelt ist, dass das bei der Trennung ausgezahlte Geld auf den Zugewinnausgleich angerechnet werden soll.

 

Genauso kann ich nur empfehlen, bei mehreren im Eigentum zu je ein halb stehenden Grundstücken  sich vor Einreichung der Scheidung jeweils gegenseitig die Hälften zu übertragen, so dass jeder ein ganzes hat, um eine spätere Teilungsversteigerung zu verhindern.

 

Mittlerweile gibt es auch Online-Scheidungen. Können Sie den Unterschied zur „normalen“ Scheidung und die Vor- und Nachteile beschreiben?

 

Ja, klar, denn ich biete auch Online-Scheidungen an und nein, denn einen Unterschied gibt es eigentlich gar nicht.

 

Der Begriff Online-Scheidung klingt so nach Internetformular ausfüllen, Scheidungspapiere zustellen und das war's. Geworben wird normalerweise von den Anbieterportalen mit einfach, schnell, kostengünstig und Vertretung durch einen Anwalt vor Ort. Erst später merkt man unter Umständen, dass im Scheidungstermin  vor Gericht auch bei der Online-Scheidung beide Ehepartner anwesend sein müssen und dass ggf. für die Wahrnehmung des Termins bei einem weit entfernten Gerichtsort durch den Anbieter ein Anwalt vor Ort mit Untervollmacht zum Termin geschickt wird. Der kennt dann den Fall möglicherweise gar nicht, weil er die Unterlagen erst einige Minuten vor dem Gerichtstermin online erhalten hat.

 

Da hätte dann gleich ein ortsansässiger Anwalt beauftragt werden können, denn dieser führt die gesamte Kommunikation, wenn vom Mandanten gewünscht, auch online durch und die Kosten hängen nicht davon ab, ob es sich um die Online-Variante der Scheidung handelt oder nicht.

 

Vorteile der Online-Scheidung

 

Die notwendigen Angaben werden in ein Internetformular eingetippt, weshalb kein Erstberatungsgespräch beim Anwalt notwendig ist. Das spart den Zeitaufwand für die Beratung und die Reisekosten zum Anwaltstermin. Die Kosten für die Beratung selbst fallen bei einer Beauftragung zur Einreichung der Scheidung auch bei der "normalen" Scheidung nicht gesondert an, da sie auf die Verfahrenskosten ohnehin anzurechnen sind.

 

Damit ist die Online-Scheidung vor allem für die Leute interessant, die weit weg vom Anwalt wohnen oder extrem lange Arbeitszeiten haben, so dass sie normalerweise gar keine Möglichkeit hätten, einen Anwalt aufzusuchen.

 

Es ist teilweise emotional einfacher, ein Internetformular für die Scheidung auszufüllen, als darüber mit dem Anwalt zu reden.

 

Nachteile der Online-Scheidung

 

Die individuelle anwaltliche Beratung fällt weg und man kann nicht darüber reden. Dadurch ist die Online-Scheidung nur dann möglich, wenn es sich um eine einfache Angelegenheit handelt, bei der sich die Beteiligten einig sind und deswegen kein Beratungsbedarf besteht.

 

Man braucht eine funktionierende E-Mail-Adresse und eine Möglichkeit,  Dokumente einzuscannen und auszudrucken. Das ist im Übrigen auch bei der normalen Scheidung sinnvoll, wenn die weitere Kommunikation nicht per Post sondern per E-Mail ablaufen soll. 

 

Ich erlebe leider immer wieder, dass Mandanten gerne Papier sparen wollen und erklären, sie würden mindestens wöchentlich in ihr E-Mail-Fach schauen. Nach einem halben Jahr haben sie aber komplett vergessen, dass da noch ein Verfahren läuft. Wenn man dann nachfragt, wieso auf die E-Mail keine Reaktion kommt, erhält man die Antwort, dass E-Mails generell alle ungelesen gelöscht werden, weil es sich sowieso bloß um Werbung handelt. Hausgemachter Zeitverzug ist also bei beiden Varianten möglich.

 

Vielen Dank Frau Dr. Grüner für Ihre ausführlichen und informativen Antworten, die einen nützlichen Einblick in Ihre Fachgebiete und Tipps geben.

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Claudias praktischer Ratgeber zum Netzwerken

Mein Weg mit Umzüge Meurer

Tipps für den Umzug
Blogartikel "Der perfekte Umzug"

Im Internet habe ich schon viele interessante und nette Menschen kennengelernt. Da möchte ich bei dieser Gelegenheit nicht versäumen, meine sympathischen und manchmal auch etwas übermütigen Team-Kollegen von ZIELBAR zu erwähnen oder die, die sich Zeit für ein Interview genommen haben. Eine komplette Liste würde den Rahmen des Artikels sprengen.

Umzüge Meurer ist ein spezieller Kontakt, den ich auf Google+ kennengelernt habe. Durch die Blogartikel aus dem Leben eines Umzugsunternehmen kam die Inspiration zum Artikel "Der perfekte Umzug".

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Werbung

Nervige Werbung?

Werden Sie durch Werbung genervt?
Werbung kann auch süß sein

Mit Ergänzung am 10.02.17.

 

Henrik Stamm hat zu einer Blogparade eingeladen Werbung - einfach nervig?

 

Da Werbung online und offline eines meiner Interessensgebiete ist, habe ich mir diese Blogparade gleich notiert.

 

Als Kind hat mich vor allem Werbung von Schokolade angesprochen. Die lila Kuh von Milka kennt wahrscheinlich jeder. Ich erinnere mich auch noch an die Waschmittelwerbung mit Clementine und die Spülmittelwerbung "Sie baden gerade Ihre Hände drin". Hier habe ich einen schönen Link gefunden mit nostalgischen Werbespots, an die ich mich auch gerne erinnere.

Die Werbung heute ist schon kommerzieller, wenn man z. B. an die Vermarktung von Produkten zu Disney-Filmen denkt, wo es dann T-Shirts, Tassen, Schlüsselanhänger, Bettwäsche und andere Dinge mit entsprechenden Motiven gibt. Wenn ich Werbung sehe, wird sie in 2 Kategorien einsortiert, gefällt mir/gut gemacht und gefällt mir nicht/schlecht gemacht. Das heißt aber nicht, dass ich mir jedes Produkt kaufe, wo mir die Werbung gefällt. Bei Werbung im Fernsehen stehe ich meistens auf, um etwas zu erledigen. Werbung im Internet stört mich, wenn sie mich sofort nach dem Öffnen der Website/des Blogs noch bevor ich zum Lesen und Schauen gekommen bin, in Form eines Pop-ups überfällt und nicht sofort abgeschaltet werden kann, weil das Kreuz rechts oben fehlt, oder die Seite überladen ist mit Werbung und es nur so blinkt.

 

Da ich eine Website mit Blog habe und natürlich auch privat ständig mit Werbung konfrontiert werde, beantworte ich alle Fragen von Henrik.


Fragen an Leser/Nutzer:

Wie viel Werbung ist für dich erträglich?
Die Relation bei einem Film, einer Zeitschrift, dem Besuch einer Website, eines Blogs, etc. zwischen Werbung und Inhalt muss stimmen. D. h. ich möchte bei einem Film nicht 5 Minuten nach Start, diverse Male während des Films und 5 Minuten vor Ende mit Werbung behelligt werden. Bei einer Zeitschrift ist mir Werbung auf jeder 2. oder 3. Seite zu viel. Auf einer Internetseite möchte ich nicht mehr Werbung als Inhalt sehen, vor allem nicht automatisch laufende Videos und Animationen oder die o. e. Pop-ups. Das ist zu viel. Da muss die Werbung schon verdammt gut sein, dass ich nicht genervt bin.

Nutzt du AdBlock? Wenn ja, warum?
Habe ich mal eine Weile genutzt, aber wieder deinstalliert, weil mich Werbung interessiert und ich sie sowieso nur kurz wahrnehme, wenn sie mich nicht anspricht.

Hast du dich schon einmal von Werbung belästigt gefühlt?
Ja, wenn sie mich überfällt und mir nicht gefällt. Was mich auch stört sind Werbesendungen, die man erhält, weil man irgendwo etwas bestellt hat und die Adresse weitergegeben wurde. Online geschieht das durch E-Mails und Newsletter, die man teilweise unaufgefordert erhält und die manchmal keine Möglichkeit haben, sie abzubestellen.
Über Remarketing muss ich schmunzeln, wenn ich Artikel, die ich mir in einem Online-Shop angeschaut aber nicht bestellt habe, auf einer anderen Website wiedersehe.

Sind Websites mit viel Werbung ein Grund für dich, die Seite zu verlassen?
Definitiv ja. Ich habe Verständnis dafür, wenn z. B. ein Blogger etwas Werbung macht, um die Kosten für das Betreiben des Blogs zu finanzieren, wenn er keine kostenlose Version nutzt, aber wenn es so viel ist, dass ich den Blogartikel fast nicht finde und vor allem, wenn es thematisch überhaupt nicht zum Blog passt, bin ich ganz schnell wieder weg.

 

Fragen an Blogger/Website-Betreiber:

Schaltest du Werbung? Wenn ja, wie viel?
Nein, ich habe mich dagegen entschieden, weil ich meine Leser nicht mit Werbung behelligen möchte.

Wurdest du von deinen Lesern schon mal auf deine Werbung angesprochen?
Nein, da ich keine schalte. Aber ich wurde schon gefragt, warum ich keine Werbung schalte. Es gibt ja auch genügend Blogartikel, wie man mit seinem Blog Geld verdienen kann.

Wie findest du die Balance zwischen Gewinn und UX?
Hier kann ich nur aus der Sicht eines Website-/Blogbesuchers sprechen. Ideal ist, wenn der Gewinn aus der Werbung die Kosten für den Blog oder die Website deckt ohne die Nutzererfahrung des Besuchers zu stören.

Wie viel Werbung empfindest du als “verträglich”?
Wie bereits bei der obigen Frage erwähnt, sollte Werbung nicht die Nutzererfahrung stören und beim Besuch nerven. Es kommt wie bei fast allem auf das Maß an. Der eigentliche Inhalt der Website oder des Blogs sollte im Vordergrund stehen, die Werbung thematisch passen und nicht zu viel und zu auffällig sein.

Fazit
Gute Werbung nervt mich nicht.

 

Werden Sie durch Werbung genervt?

 

Ergänzung am 10.02.17

Ann-Bettina Schmitz vom Blog ABS-Lese-Ecke hat zu einer Blogparade "Was hältst du von Werbung auf dem Blog?" eingeladen. Da das nach wie vor ein sehr aktuelles Thema ist, beschäftige ich mich gerne nochmal damit und beantworte Ann-Bettinas Fragen wie folgt:

 

1. Stört dich Werbung generell, ist sie dir egal oder findest du sie interessant?

Ich interessiere mich sehr für Werbung, sowohl online als auch offline. Für mich dient Werbung in erster Linie dazu, etwas zu verkaufen. Aber Werbung ist auch ein Mittel, Geld zu verdienen, um z. B. eine Website oder einen Blog zu finanzieren. Werbung lässt sich in gut oder schlecht gemacht (Bilder, Text, Gesamteindruck), ansprechend oder nicht (z. B. optisch oder emotional) und verständlich oder miss-/unverständlich (z. B. Slogans, die missverstanden oder gar nicht verstanden werden) unterteilen. Auf einer Website oder in einem Blog bewerte ich auch, ob die Werbung inhaltlich passt.

 

2. Gibt es bestimmte Formen der Werbung, die du besonders nervig findest?

Ja, mich stört aufdringliche Werbung, die mich ziemlich schnell beim Aufrufen der Seite "überfällt" und daran hindert, eine Website genauer anzuschauen, einen Blogartikel zu lesen oder einfach zu sehr vom eigentlichen Inhalt ablenkt. Z. B. ein riesiges Pop-up-Fenster, das womöglich nicht sofort zu schließen geht. Es ist bisher nur einmal vorgekommen, dass ich einen Blog sofort wieder verlassen habe, weil er total überfrachtet war mit Werbung.

 

3. Hat dich Werbung auf einem Blog oder einer Webseite schon einmal dazu gebracht, etwas zu kaufen? Wenn ja, warum? War die Werbung so gut oder brauchtest du das Produkt gerade sowieso?

Nein, ich habe zwar schon oft Werbung auf Websites oder in Blogs gesehen, aber das hat mich bisher nicht zum Kaufen animiert. Allerdings habe ich schon häufiger auf Websites oder in sozialen Netzwerken Produkte angeboten bekommen, nach denen ich speziell gesucht hatte, da schaue ich dann doch ab und zu nochmal im entsprechenden Online-Shop nach. 

 

4. Sollte Werbung zum Blogthema passen oder ist dir das egal?

Ich finde, dass Werbung zum Blogthema passen sollte. Allerdings würde mich Werbung, die nicht passt, nicht daran hindern, den Artikel trotzdem zu lesen, wenn ich ihn interessant finde.

 

5. Findest du es gut, dass Google demnächst manche Werbung abstraft?

Die anhaltende Diskussion darüber, was guter Inhalt ist, und der Einsatz von Adblockern hat dazu beigetragen, dass man sich mehr Gedanken macht bei der Erstellung von Inhalten und Werbung. Die Maßnahme von Google wird sicher auch eine positive Auswirkung haben, weshalb ich die geplante Abstrafung positiv sehe.

 

Hier sind noch ein paar Fragen für die Blogbesitzer.

 

6. Hast du auf deinem Blog Werbung geschaltet?

Nein, ich habe keine Werbung in meinem Blog geschaltet.

 

7. Wenn ja: Wie hast du sie ausgewählt? Lohnt sich das? Wenn nein: warum nicht?

Da mich Werbung interessiert und ich mir schon Gedanken darüber gemacht habe, wie sich das Internet finanziert, stört mich Werbung auf Websites oder in Blogs nicht, und ich habe Verständnis dafür, dass es Blogbesitzer gibt, die Werbung schalten, um den Blog zu finanzieren oder etwas Geld zu verdienen.

Aber dadurch dass es im Internet ein Überangebot an Inhalten und sehr viel Werbung gibt, ist es auch schwieriger geworden, Aufmerksamkeit zu erhalten und Menschen sind schneller genervt.

In meinem Blog habe ich mich gegen Werbung entschieden, weil mein Blog ein privates Hobby ist, und ich möchte, dass Besucher meiner Website oder meines Blogs in Ruhe ohne eventuell als störend empfundene Werbung schauen und lesen können.

 

Fazit

Werbung an sich ist keine Zumutung, aber die Qualität und das Maß spielen eine sehr große Rolle. Deshalb muss sehr gut überlegt werden, ob, wo und wie Werbung geschaltet wird, um positiv aufgenommen zu werden.

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Claudias praktischer Ratgeber zur Kommunikation

Journalismus, Content Marketing und PR

Wer kommuniziert über welche Kanäle?
Wie wird kommuniziert?

Kommunikation vom lateinischen communicatio = Mitteilung ist laut Wikipedia der Austausch oder die Übertragung von Informationen (Wissen, Erkenntnis oder Erfahrung). Privat und beruflich können wir persönlich, telefonisch, schriftlich oder digital miteinander kommunizieren, d. h. Wissen, Informationen weitergeben oder austauschen.

Im Journalismus, Marketing oder in Public Relations ist Kommunikation ein wichtiger Punkt, um Informationen zu erhalten und sie weiterzugeben.

 

Marc Ostermann von PR Desk - Content Marketing & Public Relations in Hagen hat sich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zu beantworten.

 

Was war als Junge Ihr Traumberuf?

 

Hahaha. Da gab es nicht einen, sondern viele: Feuerwehrmann, Polizist, Pilot und natürlich Journalist. Ich habe schon als Schüler Berichte und Kommentare geschrieben, die zurückblickend aber Gott sei Dank nicht veröffentlicht wurden…

Weshalb haben Sie sich dann für ein Magisterstudium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, Film- und Fernsehwissenschaften, Politikwissenschaft entschieden?

 

Ich habe nach meinem Abitur begonnen, in einer Tageszeitungsredaktion als freier Mitarbeiter zu arbeiten. Spätestens nach meinem ersten Termin – einer Blutspende mitten im tiefsten Sommerloch – war für mich klar, dass ich nie wieder etwas anderes machen möchte als Schreiben. Ich glaube, ich kann nichts anderes – besser.

 

Da mich insbesondere der Journalismus und damit verbunden die Medienkommunikation sehr faszinierten, habe ich mein Studium auf dieses Interessensgebiet ausgerichtet. Und glauben Sie mir, das habe ich nicht bereut. Ich habe Seminare bei Chefredakteuren und Fernsehverantwortlichen besucht, in denen ich unheimlich viel für meine Arbeit gelernt habe. Und wer kann von sich schon behaupten, einer Legende wie Heribert Faßbender beim Besuch einer Vorlesung verzweifelt an der Hose herumgenestelt zu haben, weil der Sender des Mikros nicht halten wollte?

 

Sie waren Marketing Trainee und Pressesprecher bei der Dachgesellschaft der AFK Akademie Führung und Kommunikation und haben dort mehrere Kurse (z. B. Marketing-Crashkurs, PR-Arbeitsmethodik) besucht. Können Sie Ihre Tätigkeiten bei der Firma näher beschreiben?

 

Das Traineeship setzte sich aus verschiedenen Inhalten sowie Tätigkeiten zusammen – und war rückblickend äußerst wertvoll. Kleine Nebenbemerkung: Mit dem Engagement bei der AFK schloss sich ein Kreis. Denn die AFK wurde gegründet von Klaus Dörrbecker, dessen Buch zur Konzeptionstechnik wir in der Uni als Grundlage - etwas übertrieben ausgedrückt – auswendig lernen mussten. Ich sage nur „Rakete“. Die Insider wissen dann Bescheid. Wenn Sie in einem Institut mit diesem Renommee nach einem zweitägigen Assessment Center einen Vertrag bekommen, dann ballen Sie unter dem Tisch schon einmal die Siegerfaust.

An erster Stelle bei der AFK stand das Lernen. Ich kam aus dem Journalismus und machte jetzt PR für ein PR-Ausbildungsinstitut. Das erforderte natürlich erst einmal ein Umdenken und das Draufschaffen von wichtigem Handwerkszeug. Als Trainee nahm ich deshalb an so ziemlich jedem Seminar der Einrichtung teil, lernte das Konzeptionieren von PR-Kampagnen, das zielgruppenspezifische Schreiben, die Grundlagen des Marketings und wichtige Rhetoriktechniken.

Diese Inhalte setzte ich dann als Mitarbeiter in der Kommunikationsabteilung in die Praxis um. Ich arbeitete an der Konzeption zur Positionierung der AFK mit, schrieb Pressemitteilungen, Mailings, organisierte Veranstaltungen, schrieb Seminarunterlagen, arbeitete für externe Kunden und war redaktionell für den Blog des Unternehmens zuständig. Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, ist es ziemlich anspruchsvoll, unter ihren Lehrern das Gelernte anzuwenden. Da gab es Bürotage, die alles andere als lustig waren, denn es wurde leidenschaftlich kritisiert und verbessert. Für die berufliche Entwicklung ist das optimal, aber man darf nicht allzu zart besaitet sein.

Am meisten Spaß machte mir aber mein Einsatz als Co-Trainer. Nachdem ich mich freigeschwommen hatte, durfte ich den Leiter der Akademie, Klaus Januschewski, als Trainer unterstützen. Insbesondere die Medientrainings in großen Unternehmen, in denen wir Krisenkommunikation unter realen Bedingungen (meist Katastrophenübungen) trainierten, sind echte Höhepunkte meiner beruflichen Biografie, an die ich sehr gerne zurückdenke. 

Was lernt man bei den Multimedia Marketing Kursen bei Comcave College, die Sie besucht haben?

 

Ganz ehrlich? Die Zukunft der Unternehmenskommunikation.

Es ist ja kein Geheimnis, dass sich die Kommunikation in den letzten Jahren stark verändert. Weg von der klassischen und medienvermittelten Kommunikation (die sie vorwiegend mit guter PR-Arbeit für ihr Unternehmen nutzen können) hin zu einem echten Dialog mit der Zielgruppe (z. B. in den sozialen Netzwerken).

Ich hatte das große Glück, fantastische Dozenten zu haben, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern täglich in ihrem jeweiligen Wissensgebiet praktisch tätig sind. Übrigens ist mir diese Kombination sehr wichtig, denn bei der AFK war das eine Grundvoraussetzung für die Trainertätigkeit, um eine praxisnahe Vermittlung der Inhalte zu gewährleisten.

Ich möchte Ihnen gerne ein Beispiel nennen: Onlinemarketing lernte ich bei Ralf Wenda, der in Dortmund eine Agentur betreibt, die Unternehmen bei der Kundengewinnung im Internet unterstützt und die Webseiten seiner Kunden „verkaufen“ lässt. Er hat schon hunderte Teilnehmer fit gemacht für das professionelle Onlinemarketing sowie erfolgreiches Social Media Marketing. Er ist – wenn Sie so wollen – schuld daran, dass auch ich meine Zukunft in der Onlinekommunikation sehe. Denn im Content Marketing verbinden sich das fundierte Onlinemarketing-Know-how mit redaktionellem Können und zielgruppenspezifischer Themenaufbereitung. Ich bin stolz, dass Ralf heute einer meiner Kooperationspartner ist. Denn wenn es einen Menschen gibt, der mich jemals fachlich um einen Quantensprung weitergebracht hat, dann ist es Ralf Wenda.

Was ist Ihre genaue Aktivität in der Studienstiftung des deutschen Volkes?

 

Ich war während meines Studiums Stipendiat dieses größten unabhängigen Begabtenförderungswerks der Bundesrepublik. Neben einer finanziellen Förderung stand dabei vor allem die fachliche Qualifizierung im Vordergrund.

Als Stipendiat haben Sie Vertrauensdozenten an Ihrer Universität, mit denen Sie sich regelmäßig über Ihre Studienausrichtung abstimmen können. Außerdem – und das ist der wahre Mehrwert – darf man an den berühmten Sommerakademien der Einrichtung teilnehmen. Dort beschäftigen sich Studenten mit (meist) ehemaligen Stipendiaten und heutigen Eliten des Wissenschafts- und Wirtschaftsbereich in lockerer Atmosphäre monothematisch mit den sie interessierenden Themen. Ich habe dort von Redakteuren vom Spiegel und der Tagesschau gelernt, wie Journalismus auf höchstem Niveau funktioniert.

Sie haben 15 Jahre als freier Journalist gearbeitet. Über welche Themen haben Sie Artikel geschrieben?

 

Meine „Heimatbasis“ war eine kleine Lokalredaktion, in der ich über alles berichtet habe, was innerhalb des Erscheinungsgebiets passiert. Das fing beim Klassiker, dem Kaninchenzuchtverein, an und hörte bei tödlichen Unfällen und Skandalen auf.

Der große Vorteil war, dass wir eine kleine Redaktion mit einer flachen Hierarchie waren und alles selbst machen mussten, was zur Produktion einer Tageszeitung eben anfällt – bis auf den Druck und das Verteilen natürlich. Ich kann gar nicht zählen, wie viele Klamotten ich mir im Fotolabor beim Entwickeln unserer Bilder mit Chemikalien versaut habe. Als wir dann auf digitale Bildbearbeitung umgestellt haben, ist der Umsatz des heimischen Textil-Einzelhandels dramatisch eingebrochen…

Nachdem ich mir meine Sporen verdient hatte, durfte ich auch für den Hauptteil berichten. Ich hatte Bundesminister, Ministerpräsidenten und Fernsehstars vor der Kamera und dem Schreibblock. Das war eine spannende und extrem schöne Zeit. Leider geht es dem Journalismus heute aufgrund des Medienwandels nicht mehr so gut.

Was war der Grund, sich im Mai 2014 mit PR Desk - Content Marketing & Public Relations selbständig zu machen?

 

Ich war vor der Gründung sechs Jahre in unserem mittelständischen Familienbetrieb (Logistik, 20 Mitarbeiter) tätig. Ursprünglich sollte ich das Unternehmen nach dem Ausstieg meines Vaters weiterführen – und finanziell wäre das sicherlich auch eine kluge Entscheidung gewesen. Aber während meiner Zeit in der Spedition merkte ich immer deutlicher, dass das nicht mein Weg sein würde. Ich wollte wieder das machen, was ich am besten kann: Kommunikation.

Das klingt jetzt alles so locker-flockig. Aber natürlich war das eine extrem harte Entscheidung, denn Sie sehen dann dabei zu, wie das eigene Unternehmen verkauft wird und Mitarbeiter, die Ihnen über die Jahre ans Herz gewachsen sind, „alleine“ bzw. unter neuer Führung weitermachen.

Aber zurück zu Ihrer Frage. Es gab dann einen Punkt, an dem ich inne gehalten und mich gefragt habe: Was machst du jetzt mit deiner kuriosen Berufsbiografie? Ich wusste, ich kann sehr gut schreiben, habe eine fundierte PR-Ausbildung, kenne den Mittelstand sowie seine Probleme aus dem Effeff und bin fasziniert von den (neuen) Möglichkeiten der Onlinekommunikation. Tja, und dann machte Google mir auch noch das größte Geschenk überhaupt. Die Suchmaschine legt Wert auf aktuelle, hochwertige und Mehrwert liefernde Inhalte. Das war der endgültige Schubs in die richtige Richtung.

Denn aus dieser Melange an Erfahrungen und Ideen ergab sich der PR Desk fast zwangsläufig. Heute liefern meine Kooperationspartner und ich hochwertige Inhalte für die Unternehmenskommunikation von kleinen und mittelständischen Betrieben. Und das allerbeste daran ist: Meine Arbeit, unsere Kunden und meine fantastischen Kollegen lassen mich jeden Tag mit einem fröhlichen Pfeifen zur Arbeit fahren.

Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben Content Marketing und Public Relations für Sie?

 

Kurz vorweg, denn das ist mir sehr wichtig: Content Marketing und Public Relations haben beide ihre Berechtigung als wichtige Kommunikationsinstrumente für Unternehmen.

Public Relations eignen sich noch immer perfekt, um mittels der Multiplikatoren in Fach- und Massenmedien Stakeholder zu erreichen. Allerdings hat die PR heute nicht mehr die Relevanz im Kommunikationsmix wie noch vor zehn Jahren.

Denn Unternehmen können heute recht einfach als Verleger ihrer eigenen Inhalte (beispielsweise im Rahmen eines Corporate Blog) auftreten und ihre potenziellen Kunden über zielgruppenspezifische Inhalte, die diese ansprechen und ihnen Mehrwert liefern, für ihre Marke, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung interessieren. So machen Unternehmen im Jahr 2015 Interessenten zu Kunden – und wenn sie dann noch richtig gut sind auch zu wichtigen Influencern.

Gemeinsam entfalten Content Marketing und Public Relations ein wirkungsvolles Grundrauschen im Aufmerksamkeits-Crescendo. Ich wollte auf keines der beiden Kommunikationsinstrumente verzichten. Deshalb hat der PR Desk als zweiten Vornamen auch „Content Marketing und Public Relations“ bekommen. Hahaha.

Welche Kenntnisse halten Sie für wichtig, um in den Bereichen Journalismus, Marketing oder Public Relations zu arbeiten?

 

Schwierige Frage! Ich befürchte, ich kann Ihnen darauf nur eine sehr oberflächliche Antwort geben, da ich sonst den Rahmen noch mehr sprengen würde, als ich das sowieso schon tue.

Die Gemeinsamkeit dieser drei Bereiche ist, Menschen zu informieren und zu interessieren. Dafür müssen die Praktiker dieser Bereiche wissen, wo sich ihre Zielgruppe befindet, was sie denkt und welche Informationen sie benötigt. Somit sind konzeptionelle wie strategische Kenntnisse wichtig, um erfolgreich in dem jeweiligen Bereich arbeiten zu können.

Aber wie bereits angemerkt: das ist eine recht oberflächliche Betrachtung.

Welche Eigenschaften sollten Menschen haben, die in diesen 3 Bereichen arbeiten?

  • Menschenkenntnis, um die Rezipienten oder die Zielgruppe mit relevanten Botschaften zu erreichen,
  • Neugierde, verbunden mit ganz viel Enthusiasmus für das jeweilige Thema oder Produkt,
  • Kreativität, um die Themen oder Produkte entsprechend in Szene zu setzen,
  • Ausdauer, denn in allen Bereichen erreicht man die gesteckten Ziele nicht mit einem einfachen Fingerschnipp (leider!).

Was zeichnet einen guten Text aus, abgesehen davon, dass er ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler sein sollte?

 

Das ist eine sehr schöne Frage, da sie eine gewisse Wertschätzung impliziert, die ich vor allem im Marketing häufig vermisse. Deshalb vielen Dank dafür.

Die Antwort ist ganz einfach. Ein guter Text muss sein Ziel erreichen!

 

Schließlich kann ein guter Text

  • informieren,
  • unterhalten,
  • verkaufen,
  • emotionalisieren,
  • zur Diskussion anregen,
  • zur Interaktion auffordern,
  • ein Problem lösen.

Bevor ich einen Text schreibe, muss ich also ganz genau wissen, welches Ziel der Text erreichen und welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Darauf lassen sich dann die konkreten Inhalte, das Format und der jeweilige Kanal abstimmen. Deshalb ist übrigens ein ausführliches Texterbriefing so wichtig. Je mehr Informationen ein Texter hat, desto besser wird das Ergebnis.

Überspringt man aber diese grundlegenden Überlegungen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass ein Text die Zielgruppe nicht anspricht, erreicht oder interessiert. Und das hilft weder dem Leser, noch dem Autor und schon gar nicht dem Auftraggeber.

Da ich davon ausgehe, dass wir hier über Webtexte sprechen, die im Rahmen der Online-Kommunikation veröffentlicht werden sollen, muss der Text selbstverständlich auch für die Suchmaschinen optimiert sein. Deshalb sind auch diesbezüglich umfangreiche Überlegungen noch vor dem Tippen des ersten Buchstabens wichtig. Denn die Suchmaschinen indexieren textbasiert und sind heute in der Lage, hochwertige Inhalte von lieblos mit Keywords zugemüllten Texthaufen zu unterscheiden. Ein Texter, der kein SEO-Know-how hat, wird an diesem Punkt scheitern. Denn sein „Produkt“ wird vor dem Hintergrund der großen Konkurrenz nicht entsprechend in den Suchmaschinen ranken können.

Was ist für Sie ein guter Inhalt? Welchen Mehrwert muss er bieten?

 

Diese Frage schließt direkt an die vorige an. Ein guter Inhalt muss sein Ziel erreichen und die Fragen der Rezipienten beantworten. Dann liefern wir Mehrwert.

Gerade im Content Marketing sprechen wir sehr häufig über Mehrwert, mit dem man potenzielle Kunden für ein Unternehmen, eine Marke, eine Dienstleistung oder ein Produkt interessieren kann.

Um entsprechenden Mehrwert liefern zu können, ist es unabdingbar, sich in seine Zielgruppe – am besten über die Definition von Personas – hinein zu versetzen. Dann wird man relativ schnell bemerken, dass Inhalte, die Mehrwert liefern sollen, vor allem eines transportieren müssen: Nutzen.
Denn ein potenzieller Kunde - egal ob im B2C oder im B2B - fragt sich immer: Welchen Nutzen habe ich davon, welche Vorteile bringt mir das angebotene Produkt ganz persönlich. Das kennen Sie sicherlich aus Ihrem eigenen Suchverhalten. Sie fragen sich:

  • Lösen das Produkt oder die Dienstleistung mein Problem?
  • Inwiefern macht das Angebot mein Leben einfacher oder bequemer?
  • Welchen Nutzwert hat das Angebot für mich? (Und etwas abstrakter:) Befriedigt es meine emotionalen Bedürfnisse?

Übrigens ist das exakt die Schwäche vieler Webseitentexte. Nehmen Sie sich mal die Zeit und surfen Sie auf beliebige Unternehmenswebseiten. Dabei ist es egal, ob Sie auf der Präsenz einer kleinen oder aber großen, international agierenden Firma landen. Sie werden immer wieder eine Menge an (technischen) Features finden, die ein angebotenes Produkt beinhaltet. Diese Informationen interessieren den Kunden aber erst in einem zweiten oder dritten Schritt.

Ich möchte Ihnen das mal an einem ganz banalen Beispiel erklären: Wir bieten als Dienstleistung Content Marketing. Da könnte ich jetzt auf unserer Webseite schreiben, dass Content Marketing ein sehr erfolgreiches Kommunikationsinstrument ist und erklären, wie es in der Kommunikationsstruktur eines Unternehmens verankert sein muss, wie der Prozess der Implementierung abläuft, welche organisatorischen Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, welche Formate es gibt, wie diese Formate aufgebaut sein müssen und so weiter. Aber das interessiert den potenziellen Kunden an dieser Stelle nicht. Er fragt sich, welche Vorteile liefert mir Content Marketing konkret für mein Business?

Deshalb wechseln wir die Perspektive, sprechen nicht von uns und unserem Produkt, sondern von ihm und seinen Vorteilen.

Wenn Du, lieber Kunde, Content Marketing betreibst,

  • entwickelst du mittels deiner Inhalte Autorität und positionierst dich als Experte deiner Branche,
  • steigerst du die Markenbekanntheit,
  • stärkst du deine Webseite und unterstützt durch die hochwertigen Inhalte die Suchmaschinenoptimierung,
  • generierst du Leads,
  • kannst du den Absatz deiner Produkte und Dienstleistungen steigern.

Das zeigt dem potenziellen Kunden den Nutzen eines Produkts auf und liefert ihm Mehrwert, da dieser Text die Fragen beantwortet, die er sich zu diesem Zeitpunkt stellt. So schafft man Vertrauen, denn der User fühlt sich individuell angesprochen und ernst genommen.


Was muss eine gute Website unbedingt haben, um Besucher auf der Website zu halten?

Jetzt kann ich mich mal ganz entspannt zurücklehnen, denn das beantworten zu einem großen Teil schon die vorigen Fragen: Inhalte (nicht nur Texte!), die zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle nutzwertige Informationen liefern, die zielgruppenspezifisch aufbereitet sind und deshalb den User in diesem Augenblick interessieren.

Der PR Desk ist ja eine Kooperation. Ich arbeite mit Webdesignern zusammen, die diese Inhalte entsprechend in Szene setzen und visuell ansprechend präsentieren. Denn neben der Usability einer Seite ist auch das Design ein wichtiger Faktor, um User auf der Webseite zu halten. Gefällt denen nicht, was sie sehen oder finden sie nicht, was sie suchen, dann sind sie schneller weg, als ein Webmaster das Wort „Absprungrate“ sagen kann…

Welche Tipps haben Sie zur Leadgenerierung?

Leadgenerierung, also die Wandlung eines anonymen Users in einen qualifizierten Interessenten, der einem Unternehmen seine Kontaktdaten überlässt, ist ein zentrales Element im Content Marketing. Leadgenerierung hat - meiner Meinung nach - viel mit Vertrauen und Respekt zu tun.

Sie kennen das: Bevor Sie einem Unternehmen Ihre Mailadresse überlassen oder Ihre Telefonnummer übermitteln, überlegen Sie sich ganz genau, ob Sie diesen Schritt gehen wollen. Sie möchten schließlich nicht mit Mails zugeballert und durch Anrufe gestört werden. Mal ganz davon abgesehen, dass das nur unprofessionelle Unternehmen wirklich praktizieren. Aber die Sorge ist trotzdem vorhanden.

Deshalb müssen Unternehmen gute Argumente liefern, um einen zunächst noch anonymen User davon zu überzeugen, seine Kontaktdaten zu übermitteln. Wenn Sie aber hochwertige Angebote, die Ihren Webseitenbesucher interessieren und die er jetzt unbedingt haben möchte, vorhalten, dann haben Sie schon einmal ganz gute Argumente.

Bieten Sie – quasi im Tausch gegen die Daten – qualitativ hochwertige Informationen, die der User in dieser Form nicht so schnell woanders findet.

Stellen Sie Whitepaper, Studien, eBooks oder Podcasts zur Verfügung. Laden Sie ihn zu einem kostenlosen Webinar ein oder bieten Sie ein umfassendes Video-Tutorial, das ein ganz spezifisches Problem löst.

Das schafft Vertrauen in Ihre Kompetenz, bindet den User an Ihr Unternehmen und lässt ihn positiv mit Ihrer Marke in Kontakt treten.  

Was ist beim Markenaufbau oder Aufbau einer Online-Reputation wichtig?

 

Authentizität.

Es gibt selbstverständlich noch einige andere Punkte, aber ohne einen authentischen Markenauftritt on- und offline funktioniert der Reputationsaufbau nicht.

Stimmen Botschaften und Inhalte nicht mit der Realität überein, gibt es Brüche, die man kommunikativ schlecht wieder schließen kann.

Deshalb empfehlen wir unseren Kunden aus kleinen und mittelständischen Unternehmen immer wieder: Seid authentisch, legt auch online allergrößten Wert auf persönlichen Kontakt, macht euch und euer Produkt nicht größer als ihr seid. Ihr habt genug Qualitäten. Kommuniziert diese im Rahmen einer durchdachten Kommunikationsstrategie, lernt aus Erfahrungen, messt (insbesondere) eure Onlineaktivitäten und verbessert auf Basis dieser Daten eure Kommunikationsanstrengungen.

Ein abschließendes Beispiel: Der PR Desk ist noch sehr jung. Er wird in diesem Monat ein Jahr alt. Deshalb ist gerade das Thema Markenaufbau ein Thema, mit dem wir uns regelmäßig beschäftigen. Sie werden von uns – außer in Onlineformularen, die keine andere Angabe zulassen – niemals lesen, dass wir eine PR-Agentur oder eine Content Marketing-Agentur sind.

Diese Bezeichnungen sind natürlich verlockend, denn viele potenzielle Kunden suchen danach, wenn sie nach Anbietern recherchieren. Das Wort Agentur vermittelt schließlich eine gewisse Größe, Manpower und Professionalität.

Aber ich möchte einem Interessenten beim ersten Besuch bei uns nicht erklären müssen, dass wir keine Agentur sind (auch wenn es bei uns so aussieht und man den Eindruck perfekt erwecken könnte). Wir sind eine Kooperation aus hochprofessionellen und spezialisierten Freiberuflern – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Als Kunde würde mir jegliches Vertrauen abhanden kommen, wenn ich feststellen müsste, dass ich schon zu Beginn des Kontakts mit einer Halbwahrheit konfrontiert wurde. 
 
Also: Authentisch bleiben, auf die eigenen Qualitäten setzen, Strategie entwickeln, messen, lernen und immer besser werden. Dann klappt es auch mit dem Reputations- und Markenaufbau!

Welche Inspirationsquellen nutzen Sie für kreative Ideen?

Hahaha. Gute Frage, kurze Antwort: Die besten Ideen habe ich unter der Dusche oder beim Joggen. Eins von beiden funktioniert bei mir immer.

Möchten Sie noch etwas ergänzen?

Ja, unbedingt.

Aus einer gewissen Dankbarkeit heraus, möchte ich mal das Prinzip der Spiegel-Interviews umdrehen und an dieser Stelle den berühmten Satz aussprechen: Frau Dieterle, wir bedanken uns für dieses Gespräch.

Und ganz demütig möchte ich noch hinzufügen: Es tut mir sehr leid, dass die Antworten so lang geworden sind, aber ich konnte schon nur an der Oberfläche kratzen, deshalb ging es leider nicht viel kürzer. Tut mir sehr leid.

 

Ich bedanke mich auch für die ausführlichen und interessanten Antworten. Mir waren die Antworten nicht zu lang.

 

Frage an die Leser: Wie wichtig ist Kommunikation in Ihrem Beruf?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Gerechtigkeit

Fragen zur Gerechtigkeit

Laut Wikipedia bezeichnet Gerechtigkeit (griechisch: dikaiosýne, lateinisch: iustitia, englisch und französisch: justice) einen idealen Zustand des sozialen Miteinanders, in dem es einen angemessenen, unparteilichen und einforderbaren Ausgleich der Interessen und der Verteilung von Gütern und Chancen zwischen den beteiligten Personen oder Gruppen gibt.

 

Schon bei Kindern, besonders bei Geschwistern, fällt oft der Satz "das ist ungerecht", wenn ein Kind meint, das andere werde bevorzugt, habe eine größere Portion Kuchen erhalten, ein größeres Geschenk, usw.

Nach Gerichtsurteilen wird über das Strafmaß diskutiert, ob es angemessen ist oder nicht. Teilweise werden Sachschäden höher bestraft als Personenschäden. Opfer sind in der Beweispflicht. Es gibt Freisprüche aus Mangel an Beweisen, aber auch Menschen, die unschuldig im Gefängnis waren. Gerechtigkeit ist ein komplexes Thema, wo es oft sehr persönliche Vorstellungen gibt, was gerecht ist.


Die Rechtsanwältin Dr. Cornelia Grüner aus Leipzig hat sich bereit erklärt, ein paar Fragen zu beantworten.

 

Was war als Kind Ihr Berufswunsch?

Als Kind wollte ich Lehrerin werden oder Malerin oder Architektin.

Weshalb sind Sie Anwältin geworden?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich hatte eine Nebentätigkeit in einer Anwaltskanzlei und nach 2 Wochen wusste ich, dass mir der Beruf gefällt und mein Chef wusste es anscheinend auch, denn er bot mir eine Festeinstellung an mit der Maßgabe, die Zulassung zur Anwaltschaft zu beantragen.

Wie ist es zu Ihrer Spezialisierung als Anwältin zu Online-Scheidungen, Scheidungsrecht, Familienrecht, Arzthaftungsrecht, Medizinrecht und Arbeitsrecht gekommen?
Die Spezialisierung hat sich über mehrere Jahre entwickelt. Anfänglich ist man ja für verschiedene Rechtsgebiete offen und Anwältinnen entwickeln häufig eine besondere Nähe zum Familienrecht und zum Arbeitsrecht. Das Arzthaftungsrecht kam erst später hinzu durch eine Mandantin, die ich in der Scheidung hatte und die mich fragte, ob ich ihr auch bei der Formulierung eines Schreibens zur Erläuterung eines Behandlungsfehlers gegenüber der Landesärztekammer helfen könnte.
Bei dem einen Schreiben blieb es nicht und im Verlauf der Gutachtenprüfung und des anschließenden Schriftwechsels mit der gegnerischen Versicherung kamen immer mehr Mandanten, nach dem Motto: "Sie machen doch auch Medizinrecht?".
Bei unserem ersten Internetauftritt hatte ich dann schon eine Unterseite zum Thema Arzthaftung. Inzwischen sind daraus bei meiner jetzigen Webseite insgesamt 3 Unterseiten geworden, weil die Durchsetzung der Patientenrechte bei ärztlichen Kunstfehlern in meiner Tätigkeit immer mehr Raum eingenommen hat.
Offensichtlich merkt man meinem Auftreten im Internet an, dass ich mich überwiegend mit Scheidung und Arzthaftung beschäftige. Entsprechend ist jedenfalls die Gewichtung des Mandantenaufkommens.

Was genau ist eine Online-Scheidung und wie ist Ihre Meinung dazu?
Auch das Thema Online-Scheidung basiert auf Anfragen von Mandanten, die wissen wollten, ob ich so etwas auch anbiete. Dem lag die Vorstellung der Leute zu Grunde, nur online die Scheidungspapiere auszufüllen und dem Ex Partner bei der Scheidung gar nicht mehr in die Augen schauen zu müssen. Genau das ist die Online-Scheidung jedoch nicht.
Im Zusammenhang mit der Erstellung der ersten Webseite, damals noch firmierend unter Rechtsanwälte am Adler, hatte ich mir selber erst einmal angeschaut, was die anderen so anbieten.
Bei der Online-Scheidung (nur möglich bei einfachen unstreitigen Scheidungen ohne Beratungsbedarf) wird ein Internetformular ausgefüllt, die gesamte Kommunikation läuft online bzw. wenn Originalunterlagen eingereicht werden müssen, per Post und zum Schluss ist die Anwesenheit beider Parteien im Scheidungstermin vor Gericht erforderlich.
Die normale Scheidung ist im Grunde genommen nichts anderes. Es gibt einen Beratungstermin, in dem die gleichen Informationen wie im Internetformular abgefragt werden und danach läuft auf Wunsch die gesamte Kommunikation online und zum Schluss kommt die Scheidungsverhandlung vor Gericht.
Damit war für mich klar, dass ich das auch anbiete. Die meisten Anbieter von Online-Scheidungen werben damit, dass die Scheidung online kostengünstiger möglich sei. Die angepriesenen Einsparungsmöglichkeiten haben aber mit der Frage online oder nicht online überhaupt nichts zu tun, denn das Beratungsgespräch verursacht ohnehin keine Extrakosten. Deshalb biete ich zur Online-Scheidung ein kostenloses Beratungsgespräch an, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass die meisten Leute irgendwann doch Beratungsbedarf haben. Ein aufmerksamer Betrachter wird jetzt gemerkt haben, dass das genauso Anwalts- PR ist, wie das Bewerben der Online-Scheidung als schnelle und billige Variante einer Scheidung.
Ich halte das Online-Formular für eine gute Möglichkeit für diejenigen, deren Arbeitszeiten so liegen, dass sie kaum eine reale Möglichkeit haben, einen Anwalt zur Beratung aufzusuchen. Dadurch kann Zeitaufwand eingespart werden sowie die Fahrtkosten zum Beratungsgespräch. Insoweit ist die Online-Scheidung auch besonders für diejenigen geeignet, die weit weg vom zuständigen Gericht wohnen und einen Anwalt vor Ort beauftragen möchten.

Worauf beruht die Spezialisierung eines Anwalts, Erfahrung oder Fortbildung in den aufgeführten Gebieten?
Ganz klar auf beidem. Durch das Sammeln von Erfahrung kommt es zur Spezialisierung und auch zur Fortbildung in den aufgeführten Gebieten, denn ohne Fortbildung geht es nicht, das zeigt die Erfahrung. Dabei sehe ich allerdings Fortbildung nicht unbedingt im Besuch von Seminaren, sondern in der Notwendigkeit, Veröffentlichungen über aktuelle Entwicklungen zu lesen und in die eigene Tätigkeit zu integrieren.

Wie kann man beurteilen, ob ein Anwalt gut ist oder nicht?
Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da unter Umständen selbst die Empfehlung aus der eigenen Verwandtschaft, sich auf Freundlichkeit, Genauigkeit und Erreichbarkeit bezog, für das gewünschte Fachgebiet aber möglicherweise nicht weiterhilft. Die Erfahrung aus dem Bekanntenkreis kann einen gänzlich anders gelagerten  Fall betroffen haben, so dass nicht zwangsläufig sichergestellt ist, dass der vermeintlich gute Anwalt auch für den eigenen Fall gut geeignet ist. In so einem Fall wird ein guter Anwalt an einen auf das Fachgebiet spezialisierten Kollegen verweisen.
Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass der Anwalt sich mit dem jeweiligen Fachgebiet auch wirklich beschäftigt. Dies lässt sich im Normalfall der Webseite des Anwalts entnehmen. Wenn die dort aufgeführte Anzahl der Fachgebiete nicht zur Anzahl der Anwälte passt, dann ist das ein Warnsignal, denn niemand kann 10 völlig verschiedene Fachgebiete gleichermaßen gut beherrschen. Teilweise gibt es auch schon Bewertungen im Internet zu dem jeweiligen Anwalt. In diesem Fall sollte man auf Zwischentöne hören, um festzustellen, auf welches Fachgebiet die Bewertung zutrifft, ob das also auf die eigene Rechtsfrage übertragbar ist.
Wichtig ist auch die Kostentransparenz, denn ein guter Anwalt wird auf Nachfrage gleich bei der telefonischen Terminvereinbarung eine Erklärung darüber abgeben können, was eine Erstberatung kostet. Die Kosten der Vertretung können manchmal nicht sofort eingeschätzt werden, da sie vom Gegenstandswert abhängen und dafür wiederum nähere Angaben zum Sachverhalt notwendig sind. Dann spricht es für die Seriosität des Anwalts, wenn das von seinem Büro auch so dargestellt wird.

Was halten Sie von dem Spruch „Verträge schließt man, solange man sich verträgt“?
Dieser Spruch enthält sehr viel Wahrheit, denn beispielsweise Eheverträge enthalten meist sehr sinnvolle Regelungen für den Fall der Trennung, zu denen die Parteien im Fall der Trennung nicht mehr fähig wären. Dabei besteht nur das Problem, dass viele Eheleute, wenn sie heiraten, den Gedanken an die finanziellen Folgen einer etwaigen Scheidung weit von sich weisen, da sie sich in dem Moment gar nicht vorstellen können, dass sie sich vielleicht irgendwann einmal nicht mehr lieben.
Nach meiner Erfahrung gibt es durchaus viele Trennungswillige, die sich über einen längeren Zeitraum auseinander gelebt haben und sich noch nach dem Entschluss zur Trennung soweit vertragen, dass sie in der Lage sind, Scheidungsfolgenvereinbarungen abzuschließen. Manchmal geht es auch nur um Teil-Vereinbarungen wie z. B. die Hausratsteilung,  die sich durch den Auszug eines Partners quasi von selbst ergeben und bei denen sich dann ein kurzer schriftlicher Vertrag empfiehlt, dass jedem der Hausrat zustehen soll, den er dann in seinem Besitz hat. Denn wenn man sich dann über irgendetwas endgültig gekracht hat, kann sogar daraus noch ein unnötiger Streit entstehen. Dann hätte man doch lieber einen Vertrag geschlossen, als man sich noch halbwegs vertragen hat.

Wie denken Sie über das Sprichwort „Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge“?
Mit diesem Spruch ist gemeint, dass die eigene Rechtsauffassung vor Gericht auch bewiesen werden muss und dass man durchaus Recht haben, aber sein Recht nicht durchsetzen kann, wenn der Beweis nicht gelingt. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn man einen Anwalt zur Seite hat, der weiß, welche Beweise notwendig sind und dementsprechend den Prozess vorbereitet. Leider gerät man öfter mal an Mandanten, die der Meinung sind, dass der Prozessgegner doch ganz genau weiß, wie die ganze Sache abgelaufen ist, und die glauben, dass das dann der Beweis wäre. In dem Fall kommt auf die Frage nach Beweismitteln die Antwort: „Der weiß das doch!" Wer so an den Rechtsstreit herangeht, der sollte mit diesem Sprichwort gewarnt sein.

Was hilft, um einen Kompromiss oder eine außergerichtliche Einigung zu erzielen?
Zunächst ist es wichtig, die Rechtslage zu kennen, um dem eigenen Mandanten das Gewinn- und Verlustrisiko zu erläutern, damit die Verhandlungsbasis festgelegt werden kann. Bei der Arzthaftung ist insbesondere die Risikobestimmung mitentscheidend für den Verhandlungserfolg. In familienrechtlichen Streitigkeiten, wenn z. B. eine Umgangsregelung ausgehandelt werden soll, ist auch eine gehörige Portion Einfühlungsvermögen in die Gemütslage des eigenen Mandanten wie auch Verständnis für die Position der Gegenpartei erforderlich, um einen belastbaren Kompromiss zu erzielen, mit dem alle Beteiligten einschließlich der Kinder leben können.

Wie ist Ihre Meinung zu Mediatoren und Ombudsmännern?
Bei völlig festgefahrenen Vorstellungen beider Parteien sind gute Mediatoren äußerst hilfreich. Dabei ist es meines Erachtens wichtig, dass der Mediator möglichst auch über eine psychologische Zusatzqualifikation verfügt. Denn ich habe schon erlebt, dass Anwälte als Mediatoren auftreten, die gerade nicht ausgleichend auf beide Parteien einwirken, was sie im Rahmen einer Mediation eigentlich müssten.
Zu Ombudsmännern kann ich nichts sagen, da ich noch mit keinem zu tun hatte.

In welchen sozialen Netzwerken sind Sie aktiv und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Ich bin bei XING, Facebook und Google+. XING ist besonders geeignet, wenn man einen Mitarbeiter sucht oder sich selbst beruflich verändern möchte. Auf Facebook habe ich nur einen kleinen Privat-Account, weil ich das schon immer eher als privates Netzwerk betrachtet habe. Ich habe mir da verschiedene Anwalts-Seiten angeschaut und den Eindruck gewonnen, dass die dort alle eher wenig Vertrauen erweckend wirken, was möglicherweise an der vielen Werbung liegt.
Am aktivsten bin ich auf Google+, da ich dort privat unterwegs bin und meine Kanzleiseite als Informationsseite betreibe. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, denn dadurch, dass immer jeweils der neueste öffentlich geteilte Beitrag bei der Firmenseite angezeigt wird und diese auch besonders gut auf dem Smartphone bei der Suche nach der Adresse funktioniert, hat sich meine aktive Betätigung in diesem Netzwerk sehr positiv auf die Auffindbarkeit der Kanzlei ausgewirkt. Ich kann auf der mit meiner Webseite verbundenen Google+-Seite mit vertretbarem Zeitaufwand und für jeden öffentlich sichtbar Beiträge zu meinen Fachgebieten unterbringen, die den Rahmen meiner  Webseite sprengen würden.

Wie kam es zu Ihrem ersten Gastartikel?

Die Entstehung des Artikels Leben Sie auch in Scheidung, weil die Zwangsvollstreckung droht? ist eine längere Geschichte, die zeigt, dass sich bei sozialen Netzwerken nie vorher sagen lässt, woraus sich eine Zusammenarbeit entwickelt.
Ich war bei Google+ auf meiner Privatseite auf einen Artikel aus dem Zwangsversteigerungsratgeber gestoßen, den Jan Brendel geteilt hatte und den ich sehr allgemeinverständlich und gut beschrieben fand. Diesen Post habe ich weiter geteilt und mit einer entsprechenden eigenen Anmerkung versehen.
Meinen Beitrag hatte wiederum Nicole Meurer, Chefin von Umzüge Meurer, gesehen und dem Jan Brendel mitgeteilt, dass sie den Beitrag auf meiner Seite gefunden hat, verbunden mit der netten Erklärung: "so geht netzwerken".  Dadurch bekam ich das in den Benachrichtigungen angezeigt und da es kurz vor Weihnachten war, habe ich beiden ein frohes Fest gewünscht.
2 Monate später bekam ich dann eine E-Mail von Herrn Brendel mit der Erläuterung, dass er sich meine Internetseite angesehen hat, die angebotene Online-Scheidung faszinierend findet und der Anfrage, ob ich vielleicht Zeit und Lust hätte, für seinen Blog einen Gastbeitrag über die emotionale Seite einer Scheidung zu schreiben. Diesen Ansatz fand ich wiederum sehr spannend.
Mittlerweile ist ein 2. Gastartikel Accounts im Web von Paaren nach der Trennung – was ist dabei zu beachten? gefolgt.

Könnten Sie sich weitere Gastartikel oder einen eigenen Blog vorstellen?
Weitere Gastartikel auf jeden Fall, denn der 1. Beitrag hat ja bereits einen weiteren nach sich gezogen.
Dieses Thema ist auch so eine Idee, auf die ich von alleine sicher nicht gekommen wäre. Inzwischen kann ich einschätzen, dass auch dieser Beitrag auf deutlich mehr Interesse gestoßen ist, als sich selber für möglich gehalten hätte.
Bei einem eigenen Blog sehe ich das Problem, dass das im Gegensatz zu Gastbeiträgen oder Beiträgen in sozialen Netzwerken zusätzlich zu meiner eigentlichen Arbeit zeitlich auf die Dauer nicht durchzuhalten ist.
Was ich mir aber vorstellen könnte, wäre ein fachgebietsübergreifender Corporate Blog über Patientenrecht, in dem Anwälte der bei diesem Thema tangierten Fachgebiete Verwaltungsrecht, Sozialrecht, Strafrecht und Arzthaftungsrecht Beiträge liefern. Dies würde keinen zeitlich überfordern und allen beteiligten Anwälten sowie deren Mandanten als Informationsplattform nützen. Bei Strafrecht wüsste ich schon, wen ich dafür ansprechen könnte. Was mir aber fehlt, wären Beiträge zu Heilfürsorge/Beihilferecht, was zum Verwaltungsrecht gehört, oder Beiträge zu Streitigkeiten in der gesetzlichen Krankenversicherung oder zur Durchsetzung von Kuranträgen (Sozialrecht).

Ihre Gedanken zum Thema Gleichberechtigung?
Gleichberechtigung ist wichtig und notwendig, insbesondere im Sinne von gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder in der Familie Beteiligung beider Ehepartner an Hausarbeit und Kindererziehung.
Für mich ist es kein Zeichen für eine Durchsetzung der Gleichberechtigung, wenn männliche oder weibliche Wörter mit Gewalt geschlechtsneutral formuliert werden oder wenn in Stellenanzeigen von den so genannten BewerberInnen die Rede ist. Denn das dient nur der Profilierung der entsprechenden Artikelschreiber oder im Falle von Stellenanzeigen der Vermeidung von Klagen vorgeblich übergegangener Bewerber oder Bewerberinnen. Jemand, der eine Frau oder einen Mann sucht, wird sich davon nicht abbringen lassen, auch wenn er oder sie gezwungenermaßen die Stellenanzeige geschlechtsneutral formuliert. Viel wichtiger ist es meines Erachtens, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen - wie etwa die Zurverfügungstellung ausreichender Kitaplätze oder die Gewährung flexibler Arbeitszeitmodelle - zu schaffen, um im wirklichen Leben die Gleichberechtigung durchzusetzen.

Hat sich unser Rechtsempfinden im Laufe der Zeit verändert?
Ja, das hat es auf jeden Fall. Dies ergibt sich aus der Entwicklungsgeschichte des Rechtssystems sehr anschaulich, wenn man bedenkt, dass einige Paragraphen, insbesondere im Familienrecht, im Verlauf der Jahre verändert wurden bzw. gänzlich entfallen sind.

Möchten Sie noch etwas ergänzen?
Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bedanken, dass ich hier die Möglichkeit hatte, mich so ausführlich vorzustellen.

 

Ich bedanke mich ebenfalls für Ihre Antworten zu einem spannenden Thema.


Frage an die Leser: Wie definieren Sie Gerechtigkeit?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogstöckchen Digitales Leben

Mein digitales Leben

Sind Sie mehr online digital oder offline?
Was wird digital im Netz und was offline gemacht?

Erbse vom Vegan Beauty Blog hat ein Blogstöckchen geworfen Mein digitales Leben. Ein interessantes Thema, da immer mehr digital gemacht wird.

 

Hier meine Antworten auf die Fragen von Erbse:

 

Mein wichtigstes „Instrument“ im Netz

Das ist natürlich mein Laptop, da ich ohne den nicht im Netz aktiv sein könnte, um E-Mails abzurufen und zu versenden, Blogartikel zu lesen und eigene zu schreiben und zu veröffentlichen und in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein.

 

Die letzte heruntergeladene App auf dem Smartphone

Ich habe kein Smartphone.


Meine Gerätschaften

Nur mein bereits erwähnter Laptop.


Accessoires

Ein paar große Taschen, in die mein Laptop reinpasst, wenn ich ihn mal unterwegs brauche.


Morgenritual

Duschen, frühstücken und an den Computer.


Persönlicher Social-Tipp

Das ist für mich die Netiquette, da ich es im Internet genauso wie im richtigen Leben äußerst wichtig finde, höflich und respektvoll miteinander umzugehen.


Websites, die ich oft besuche

Das sind u. a. die Websites von

In meinem Artikel Meine Blogempfehlungen für die Quellenbibel 3.0 habe ich einige Blogs gelistet, die ich empfehlen kann. Außerdem recherchiere ich oft in Google und Wikipedia.


Online-Shopping

Es ist einfach und bequem, Dinge online zu bestellen. Allerdings gibt es auch Dinge, die ich lieber lokal kaufe wie z. B. Lebensmittel und Drogerieartikel. Wenn ich Dinge brauche, wo eine Beratung sinnvoll ist, kaufe ich sie auch gerne vor Ort, sofern die Beratung gut war, da ich es unfair finde, sich beraten zu lassen und dann im Internet günstiger zu bestellen.


Old School oder New School

Weder noch. Wenn es um das Bücher lesen geht, bin ich Old School, weil ich nach wie vor lieber in Papierform lese. Da ich kein Smartphone besitze, nur über das Festnetz oder den Computer erreichbar bin, könnte man mich auch als Old School oder Dinosaurier bezeichnen. Wenn ich meine Aktivitäten im Internet anschaue, bin ich allerdings New School.


Letzter Tag komplett offline

Das war vor Oktober 2012, bevor ich mein 1. Profil in einem sozialen Netzwerk angelegt habe.


Digitaler Wunsch für die Zukunft

Mein größter digitaler Wunsch ist, dass die richtige Kommunikation im wirklichen Leben nicht komplett durch die Technik ersetzt wird.

 

Und was machen Sie alles digital?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Bilder-Sharing-Portalen

Meine Bilder-Sharing-Portale

Wo veröffentlichen Sie Bilder?
Bilder im Internet teilen

Der Artikel von Stefan Schütz zu einer Blogparade über Fotosharing-Portale in 2014 hat mich auf die Idee gebracht, mal darüber zu schreiben, auf welchen Plattformen ich Fotos, Grafiken und Infografiken teile, im weitesten Sinn alles Bilder.


Diese Website wurde ursprünglich erstellt, um Informationen über mich und meine Bücher zu bieten. Zusätzlich habe ich in diversen Netzwerken Profile angelegt, kurze Infos und auch Bilder zu den Büchern veröffentlicht. Das war aber sehr wenig. Nur über meine Bücher zu posten war mir auch zu kommerziell und langweilig. Ich wollte dem eine persönliche Note verleihen. Als ich dann meine Leidenschaft fürs Fotografieren entdeckt habe, kamen noch Alben mit Bildern aus meiner Stadt oder von Ausflügen, von Tieren, aus der Natur oder meiner Backresultate dazu, für die ich entsprechende Alben angelegt habe. Seit es meinen Blog hier gibt sind die meisten Bilder, die ich veröffentliche, Fotos und Grafiken aus meinen Artikeln.


Tipp: Geben Sie allen Bildern bzw. Dateien einen aussagekräftigen Dateinamen (nicht den automatisch vergebenen Namen der Kamera IMG_1492.JPG beibehalten sondern umbenennen in z. B. berberaffe.JPG). Ergänzen Sie eine Beschreibung zum Bild und bei der Verwendung auf einer Website oder im Blog zusätzlich einen Alternativtext. Machen Sie sich gleich am Anfang Gedanken über die Sortierung Ihrer Bilder in Alben auf dem Rechner und in den sozialen Netzwerken. Das erleichtert nicht nur für Sie die Arbeit und das Wiederfinden, sondern ist auch angenehmer für die, die Ihre Bilder anschauen. Welche Programme ich verwende, um Bilder zu bearbeiten oder vorzuführen, habe ich im Artikel Meine Programmempfehlungen beschrieben.


Nachfolgend die sozialen Netzwerke, in denen meine Bilder zu finden sind:


Google+

Auf meinem Google+ Profil habe ich neben den Fotos für die Fotowand die Alben "Animationen", "Grafiken", "Zitate", "Bücher", "Abendstimmung", "Winter", "Stadtbilder".

Auf meiner Google+ Seite gibt es neben den Fotos von Posts die Alben "Bilder Claudias Blog" (das größte Album), "Essen", "Panoramabilder", "Animationen", "Grafiken", "Infografiken", "Bücher", "Zitate".

Mittlerweile werden aber fast nur bei den Alben der Seite Bilder hinzugefügt. Der Name des Albums kann später auch noch geändert oder das Album oder Bilder können gelöscht werden.

Tipp: Wenn Sie ein Bild in einem Post teilen, können Sie es gleich einem Album hinzufügen. Es können auch ein einzelnes oder mehrere Bilder mit Beschreibung einem Album hinzugefügt und öffentlich geteilt oder das Teilen übersprungen werden (nicht öffentlich teilen). Wenn im Menü Fotos ein Album fehlt, öffnen Sie ein Album, klicken oben rechts über dem Namen des Albums auf "Mehr", danach auf "Alben", um eine Übersicht aller Alben zu sehen.


Twitter

In Twitter füge ich jedem Blogartikel das Bild aus dem Artikel bei, lade eigene Infografiken hoch. Wenn ich in Pinterest Infografiken pinne, teile ich manchmal gleichzeitig in Twitter und Facebook. Ab und zu tweete ich auch Bilder von Essen. Ein Bild von getweeteten oder in YouTube positiv bewerteten Videos erscheint ebenfalls im Menü "Fotos und Videos".

Achtung: Das Bild des Videos erscheint nur in diesem Menü, wenn Sie den Original-YouTube-Link verwenden, nicht bei einem gekürzten Link.


Facebook

Auf meinem privaten Facebook-Profil habe ich neben den Chronikfotos die Alben "Essen", "Bücher", "Stadtbilder",  "Herbststimmung" und "Videos". Auf meiner Facebook-Seite neben den Chronikfotos die Alben "Zitate", "Bücher" und "Videos". Im Profil teile ich private Fotos (hauptsächlich Bilder von Essen und aus der Stadt) und Infografiken von Pinterest. Auf der Seite teile ich meine Blogartikel oder Artikel über Blogparaden und Bücher.

Auf Facebook kommen besonders gut Bilder von Essen und schönen Stadtbildern an.


flickr

Auf flickr habe ich die Alben "Bücher", "Claudias Blog", "Infografiken", "Grafiken", "Videos", "Zitate", "Schöne Orte", "Essen", "Natur", "Tiere", "Dies & Das" und "Animationen". Alle Bilder können mit Titel, Beschreibung und Tags (Suchbegriffen) hochgeladen werden. Es gibt ein Menü zum Organisieren der Alben und Bilder (löschen, Bilder verschieben, Album umbenennen oder Beschreibung dazu ändern, Titel oder Beschreibung der Bilder ändern, Reihenfolge der Alben und Bilder ändern). Wenn man hier Fotos zu speziellen Themen hochlädt, erhält man auch mal eine Einladung von einem Gruppenmanager, das Bild auch in der Gruppe hochzuladen (z. B. Vögel, Kakteen, Kachelöfen, Deutsche Geschichte).  In diesen Gruppen finden sich Gleichgesinnte.

Flickr ist deshalb meine Empfehlung für alle, die gerne fotografieren, ihre Fotos teilen und in Gruppen Fotos zum selben Thema finden wollen.


Pinterest

Auf Pinterest gibt es dieselben Alben "Bücher", "Claudias Blog", "Infografiken", "Grafiken", "Videos", "Zitate", "Schöne Orte", "Essen", "Natur", "Tiere", "Dies & Das" und "Animationen". Außerdem die 2 Alben "cheesecake" und "WonderWomen", die nicht von mir sind, wo ich aber meine Pins auch pinnen kann. Hier habe ich eine Einladung zum Pinnen erhalten. " Infografiken" ist meine beliebteste Pinnwand mit den meisten Repins. Alle Pinnwände werden einer Kategorie zugeordnet (z. B. "Architektur", "Bildung", "Fotografie" und einige mehr) und es kann eine Beschreibung ergänzt werden. Nach den Kategorien können auch Pins von anderen gesucht werden. Bei den Bildern ist eine Beschreibung obligatorisch. Selbstverständlich können Alben umbenannt, die Beschreibung dazu geändert und Pins in ein anderes Album verschoben oder gelöscht werden. Wer wie ich Infografiken, Zitate, Bilder von traumhaften Orten und leckerem Essen mag, ist bei Pinterest bestens aufgehoben.


SlideShare

Auf Slideshare veröffentliche ich Infografiken und Präsentationen. Beim Hochladen einer Datei können folgende Dinge gepflegt werden "Titel", "Beschreibung", "Tags" (Suchbegriffe), "Kategorie" (z. B. Marketing, Technologie oder Software) und "Sprache". Es empfiehlt sich, diese Daten zu pflegen, damit die Datei besser gefunden und die Reichweite erhöht wird. Zu jeder Datei gibt es eine Analyse, wie oft sie angeschaut, mit "Gefällt mir" markiert, runtergeladen, kommentiert, in LinkedIn, Facebook, Twitter oder Google+ geteilt wurde. SlideShare ist ideal für alle, die ihre Arbeit oder Firma präsentieren wollen.

 

Fazit

Es gibt für jedes Bild mehrere passende Plattformen zum Teilen. Aus der Art der Bilder ergibt sich dann auch die Art der Follower bzw. die Zielgruppe für das Networking.


Wie man sieht sind meine Bilder eine bunte Mischung aus verschiedenen Bereichen, die ich in verschiedenen sozialen Netzwerken teile, wo ich unterschiedliche Leute erreiche.


Welche Portale verwenden Sie, um Bilder zu teilen?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Schreiben

Wer schreibt, der bleibt

Was schreiben Sie alles auf?
Informationen bewahren durch Aufschreiben

Die Schrift ist ein Zeichensystem zur Bewahrung und Weitergabe von Informationen. Am Anfang gab es die Keilschrift in Mesopotamien und die Hieroglyphenschrift in Ägypten. Die Schrift bestand aus Piktogrammen (Bildern). Neben dem Einmeißeln in Stein und Ton wurde die Schrift auch auf Rollen aus Papyrus, Leder und Leinen verewigt. Es gibt die griechische, lateinische, kyrillische, chinesische, japanische Schrift und weitere Schriften, die entweder auf Buchstaben oder Zeichen basieren. Unterschiedliche Schriften sind genauso faszinierend wie unsere vielen Sprachen. Die Menschen haben schon früh angefangen, auf Stein, Ton und anderen Materialien, in Höhlen und Tempeln Dinge schriftlich festzuhalten. Solche Schriften zu entdecken und zu deuten gibt uns die Möglichkeit, etwas über unsere Vergangenheit, unsere Vorfahren zu erfahren. Dinge schriftlich festzuhalten gibt uns die Möglichkeit, unseren Nachfahren Informationen zu hinterlassen.

 

Im Bücher-Wiki gibt es digitales Buchwissen u. a. über die Geschichte, Herstellung des Buches oder Buchrekorde.

 

Wahrscheinlich hat jeder schon mal das Sprichwort "Wer schreibt, der bleibt" gehört. Es ist ursprünglich ein scherzhafter Ausspruch beim Kartenspiel mit dem man demjenigen, der die Punkte aufschreibt, unterstellt, dass er beim Aufschreiben mogelt. Schauen wir uns nun die Gegenwart des Schreibens an.

 

Wann fangen wir an zu schreiben?

Meistens können Kinder schon vor der Schule ein paar Buchstaben und ihren Namen schreiben.

In der Schule lernen Kinder erst Großbuchstaben, dann Kleinbuchstaben in Druckschrift, später folgt die Schreibschrift.

 

Was schreiben wir?

Im Kindergarten und in der Grundschule gibt es Freundschaftsbücher, in die sich die Freunde mit Daten über sich und Bildern verewigen. In der Schule lernen Kinder das Schreiben, müssen üben und Hausaufgaben machen. Schüler engagieren sich bei der Schülerzeitung und schreiben Artikel. Jugendliche oder Erwachsene führen ein Tagebuch.

 

Was wird alles schriftlich festgehalten?

  • Wir hängen eine Einkaufsliste an den Kühlschrank und notieren, was beim nächsten Einkauf besorgt werden muss.
  • Wir machen uns Notizen auf einem Zettel, am Computer oder mit dem Smartphone, um etwas nicht zu vergessen. Haftnotizen werden dafür gerne verwendet.
  • Wir verwenden einen Terminkalender in Papierform oder im Internet, um Termine festzuhalten.
  • In der Schule gibt es Geschichts-, Mathe-, Deutschbücher, usw., um Wissen zu vermitteln.
  • Es gibt Lexika, den Duden und andere Nachschlagewerke.
  • Online werden digital Informationen z. B. in Wikipedia gesammelt oder in Google gesucht.
  • Studenten schreiben eine Doktorarbeit, um einen Doktortitel zu erhalten.
  • Journalisten schreiben Zeitungsartikel zu aktuellen Themen.
  • Blogger schreiben Blogartikel, um Informationen, Erfahrungen und Tipps zu teilen.
  • Autoren schreiben Bücher. In meiner 1. Blogparade Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und Autor geworden? haben einige Schriftsteller ihre Geschichte erzählt, wie sie zum Schreiben kommen sind.
  • Während früher ein Handschlag einen Vertrag besiegelte, wird mittlerweile fast alles in Verträgen geregelt, da mündliche Zusagen im Streitfall ohne Zeugen nicht bewiesen werden können. Es gibt gesetzliche Bestimmungen, die bei Verträgen eingehalten werden müssen. Wir unterschreiben Miet-, Leasing-, Kauf-, Arbeitsverträge und vieles mehr.
  • Beim Grundbuchamt werden Eigentumsverhältnisse von Grundstücken und Wohnungen schriftlich oder elektronisch festgehalten.
  • Beim Notariat werden Beurkundungen und Beglaubigungen von Dokumenten gemacht.
  • Wir machen ein Testament, um zu regeln, wer was erben soll.
  • Anwälte oder Ärzte legen Akten zu ihren Mandanten oder Patienten an.
  • Es werden Biografien geschrieben, um das Leben von Menschen festzuhalten.
  • Polizei und Geheimdienst sammeln Daten über uns.

Überall werden Informationen schriftlich festgehalten, was früher umständlich und zeitaufwändig war. Mit Papier und Stift, Schreibmaschine oder später dem Computer wurde die Erfassung von Informationen nicht nur einfacher, sondern auch schneller. Mittlerweile wird mehr digital als händisch erfasst.

 

 Und was schreiben Sie sich alles auf?

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Claudias praktischer Ratgeber Unterschied Jungen und Mädchen

Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen

Welches Spielzeug schenken Sie Jungen und Mädchen?
Gibt es typisches Spielzeug für Jungen und Mädchen?

Vor einigen Jahren habe ich das Buch Wir werden nicht als Mädchen geboren - wir werden dazu gemacht von Ursula Scheu gelesen, indem es darum geht, dass Weiblichkeit und auch Männlichkeit nicht angeboren sondern anerzogen sind.

 

Es gibt die Erb- und die Milieutheorie. Bei der Erbtheorie wird laut Wikipedia davon ausgegangen, dass die genetische bzw. stammesgeschichtliche Anlage die Entwicklung des Menschen prägt. Bei der Milieutheorie wird davon ausgegangen, dass Einflüsse und Erfahrungen aus der Umwelt die Entwicklung des Menschen prägt.

 

Jetzt mit Kindern beschäftigt mich dieses Thema wieder.

Fast alle Kinder machen eine ähnlich Entwicklung durch: Das erste Lächeln, Greifen, Drehen, die Bauchlage, das Robben, Krabbeln, Hochziehen, Laufen, Fremdeln, 1. Wort, Türme zum Umfallen bringen, Dinge bauen, in der Nase bohren, die Trotzphase, Pubertät. Es gibt lediglich zeitliche Unterschiede, wann ein Kind etwas neu kann. Manche Phasen wie z. B. das Fremdeln fallen weg oder sind stärker oder schwächer ausgeprägt.

 

Die Industrie trennt bei der Kleidung und Spielsachen ziemlich strikt in Jungen und Mädchen. Die klassische Farbe für Jungen ist blau und für Mädchen rosa. Schauen Sie sich mal einen Katalog für Kinderkleidung oder Spielwaren an, Sie werden sofort erkennen, wer die Zielgruppe ist. Die meisten Puppensachen mit Zubehör sind rosa. Wenn es Regenkleidung oder Schneeanzüge im Angebot gibt, ist es jedes Mal dasselbe Spiel. Die blaue Kleidung für Jungen ist ziemlich schnell vergriffen, weil manche Mütter auch für Mädchen lieber blaue Sachen kaufen, die rosafarbene Kleidung bleibt als Ladenhüter liegen.

 

Mein 1. Kind war ein Junge. Als Baby erhielt er Stofftiere und Dinge zum Greifen. Zum 1. Geburtstag erhielt er seinen 1. Bagger. Er zeigte von Anfang an eine große Begeisterung für jede Art von Fahrzeugen, die ein- und zweispurig aufgestellt wurden und sich in Kolonnen bewegten. Auf dem Spielplatz hatten die kleineren Kinder Spaß daran, Bauten zu zerstören, während die größeren Kinder gerne Burgen und andere Dinge bauten und sich ärgerten, wenn die kleineren Kinder die Bauten wieder zerstörten. Als mein Sohn sich auf dem Spielplatz jedes Mal die Puppe eines Mädchens auslieh und sie begeistert mitschleppte während wir dort waren, erhielt er eine eigene Puppe.

Zu dem Zeitpunkt verschickte ich regelmäßig Bilder und ein Kommentar war damals, warum auf so vielen Bildern eine Puppe sei, wo er doch ein Junge ist. Ich fand, dass dieser Kommentar zum alten und überholten Rollenbild gehörte, was Jungen und Mädchen bzw. Männer und Frauen tun und lassen und wie sie sein sollten. Dazu gehört, dass Frauen mütterlich, emotional und passiv sein und ein soziales Interesse zeigen sollen. Männer hingegen sollen dominant, stark und aktiv sein, dürfen nicht weinen. Ich habe bei der Auswahl des Spielzeugs immer geschaut, wo hat mein Sohn in der Spielegruppe oder bei Besuchen bei Freunden Interesse gezeigt, und dann solche Dinge gekauft.

 

Mein 2. Kind war ein Mädchen und hat von Anfang an die Kleidung von ihrem Bruder getragen und dasselbe Spielzeug zur Verfügung gehabt. Natürlich wurden auch einige rosa Strampler geschenkt. Später auf dem Spielplatz habe ich mir oft anhören müssen, meine Tochter sähe nicht aus wie ein Mädchen. Sie spielte ähnlich wie der Bruder mit Autos und stellte diese auf. Ihr Interesse an Puppen war allerdings ganz anders. Während für den Bruder die Puppe eher wie ein Stofftier war, verhielt sich meine Tochter von Anfang an wie eine richtige Puppenmama und achtete darauf, dass ihre Puppen zu essen und zu trinken bekamen, es wurde für sie gekocht, die passende Kleidung rausgesucht, wenn eine Puppe mitgenommen wurde. Es gab auch Stimmen, ich solle meine Tochter mal nett herrichten (Kleid, Kette, Hütchen) und Mädchen könnten doch keine weißen Unterhemden tragen. Aber ich stand auf dem Standpunkt, so lange meine Tochter ohne zu murren die Kleidung von ihrem Bruder trägt, gab es keinen Grund spezielle Mädchenkleidung zu kaufen. Außerdem gab es noch einen praktischen Grund, mit Rock oder Kleid bleibt ein Mädchen beim Toben und Klettern gerne mal hängen. Im Kindergarten änderte sich das allerdings, angeregt durch die vielen "Prinzessinnen" wollte meine Tochter auch T-Shirts in Rosa und Lila und vor allem Kleider tragen. Da es auf Basaren günstig Kinderkleidung gibt, habe ich "neu" einige Mädchenklamotten gekauft und meine Tochter hatte eine Freude daran, sich chic zu machen. Warum sie länger vor dem Spiegel steht als ich, weiß ich nicht.

 

Im Kindergarten habe ich schon häufig beobachtet, dass Mädchen gerne sitzen und basteln, während Jungen lieber toben. Es gibt Unterschiede. Und jetzt kommen wir wieder zum Thema zurück. Warum hat sich meine Tochter anders entwickelt, obwohl sie dieselben Bedingungen wie ihr Bruder hatte? Warum hat sie andere Interessen? Gibt es doch ein genetisches Programm, das abläuft? Kürzlich hatte meine Tochter ein T-Shirt mit einem Motiv von Cars (einem bekannten Disney-Film mit Autos) im Kindergarten an und wurde ausgelacht, weil Cars etwas für Jungen sei. Sie wollte es dann prompt nicht mehr anziehen, obwohl sie Cars eigentlich mag. Wie kommen schon Kinder dazu, Dinge als für Jungen oder für Mädchen zu klassifizieren? Warum heißt es nicht einfach, das gefällt mir oder eben nicht? Werden Kinder von den Eltern und der Gesellschaft in ein Schema gepresst? Heißt dass, das sich Kinder anpassen, um nicht aufzufallen und dazu zu gehören? Es gehört viel Mut dazu für ein Kind, zu sagen, mir gefällt das und deshalb trage ich es oder mache ich das so. Dafür braucht ein Kind ein gesundes Selbstvertrauen. Als Mutter versuche ich, ein gutes Beispiel zu sein und meinen Kindern möglichst viel Freiraum in ihrer Entwicklung zu lassen, sie zu motivieren und zu loben, damit sie selbstbewusst werden, aber auch Grenzen zu setzen.

 

Fazit

Für mich steht fest, dass Männer und Frauen unterschiedlich denken. Jeder kennt die Geschichte, dass Männer nicht die Butter im Kühlschrank finden und Frauen nicht einparken können. Ein gewisser Anteil wird uns vererbt, aber es gibt in unserer Umwelt noch einige Faktoren, die dazukommen, wie Mann bzw. Frau sich entwickelt.

 

Was denken Sie über typisch Mann und typisch Frau?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Infografiken

Eine Infografik mit easel.ly erstellen

Welches Programm verwenden Sie zur Erstellung von Infografiken?
Programm zur Erstellung von Infografiken

Infografiken erfreuen sich großer Beliebtheit und werden auch gerne in sozialen Netzwerken geteilt. Sie sind ein fantastisches Medium, um anschaulich Informationen mit Bild und Text weiterzugeben.

 

In meinem neuen Artikel bei ZIELBAR erkläre ich, wie Sie eine Infografik mit easel.ly erstellen:

  • Vorlage auswählen.
  • Hintergrund auswählen oder anpassen.
  • Objekte ergänzen und bearbeiten.
  • Eigene Bilder einfügen.
  • Texte einfügen und bearbeiten.
  • Formen oder Grafiken einfügen.

Hier geht es zum kompletten Artikel mit Erklärvideo.

 

Wünsche Ihnen viel Spaß beim Erstellen von Infografiken und würde mich über Rückmeldungen freuen.

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Claudias praktischer Ratgeber zur Mitarbeitermotivation

Mitarbeitermotivation

Was motiviert Mitarbeiter?
Wie können Mitarbeiter motiviert werden?

Im 19. Jahrhundert mussten die Menschen 6 Tage die Woche 12 bis 16 Stunden arbeiten. Menschen, die nicht mehr arbeiten konnten oder erkrankten, wurden einfach durch andere ersetzt. Es gab keine Absicherung für kranke oder alte Menschen. Das Geld vieler Arbeiter reichte nicht und die Kinder mussten mitarbeiten.

Nur wenige Arbeitgeber taten etwas, um die Lebensverhältnisse ihrer Arbeiter zu verbessern. Mit der Industrialisierung entstanden Arbeiterbewegungen, die sich dafür einsetzten, die Bedingungen für Arbeiter zu verbessern, dann Gewerkschaften, denen sich Arbeitnehmer anschließen konnten, um bessere Bedingungen zu erreichen.

Mittlerweile sind die meisten Dinge in der Arbeitswelt geregelt, es gibt feste Arbeitszeiten, Kranken- und Arbeitslosengeld und Rente. Der Mindestlohn ist nach wie vor ein heiß diskutiertes Thema. Ein trauriges Kapitel, wenn Menschen Vollzeit arbeiten oder sogar mehrere Jobs haben und es finanziell trotzdem nicht reicht.

Außerdem geht es um Themen wie Mobbing, Burnout, Führungsprinzipien und Mitarbeitermotivation.

Da stellt sich die Frage, was bei der Arbeit motiviert.

  • Eine geregelte Arbeitszeit mit Feierabend ohne ständige Erreichbarkeit.
  • Der ideale Chef gehört natürlich dazu.
  • Eine Arbeit, die den Qualifikationen entspricht und Spaß macht.
  • Nette Kollegen, mit denen man im Team arbeiten kann.
  • Ein gutes Betriebsklima in der Firma.
  • Wertschätzung und Anerkennung durch Kollegen und Vorgesetzte.
  • Ein adäquates Gehalt, das den Qualifikationen entspricht und zum Leben reicht.

Geld allein macht nicht glücklich. Da kann das Gehalt noch so hoch sein, wenn man nur seine Zeit absitzt und sehnsüchtig auf den Feierabend, das Wochenende, den Urlaub wartet, macht es keinen Spaß überhaupt zur Arbeit zu gehen. Nehmen wir mal an, dass die Rahmenbedingungen bei der Arbeit passen, was motiviert oder demotiviert uns bei der Arbeit?

  • Neue Lehrlinge, Praktikanten, Mitarbeiter fangen oft mit Begeisterung ihre Arbeit an, registrieren Dinge, die langjährige Mitarbeiter nicht sehen, haben Ideen, machen Verbesserungs- und Änderungsvorschläge, eigentlich eine Chance für jedes Unternehmen, Arbeitsweisen, Produkte und Service zu optimieren. Aber oft wird diese Initiative und Begeisterung im Keim erstickt und der Mitarbeiter dadurch frustriert, wenn alles beim Alten bleiben soll, weil es ja schließlich immer schon so war.
  • Manche Vorgesetzte machen lieber alles selbst, delegieren nur ungern, wenn doch, gibt es strenge Vorgaben und Kontrollen. Dabei würde oft die Vorgabe eines Ziels und das Abstecken der Kompetenzen reichen, um die Umsetzung komplett den Mitarbeitern zu überlassen.
  • Wenn nur Leistungsdruck ausgeübt und die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes ausgenutzt wird, hohe, eventuell nicht erreichbare, Ziele gesetzt werden, Erfolge nicht gewürdigt werden, weil das Ergebnis angeblich nicht gut genug oder das Ziel noch nicht erreicht wurde, ist das sehr demotivierend für die Arbeit. Ein Chef, der nie zufrieden ist, hat auch keine zufriedenen Mitarbeiter.
  • Es ist ebenfalls sehr demotivierend, wenn Aufgabenbereiche und Kompetenzen nicht klar definiert sind, so dass unklar ist, wer was wann machen soll, Arbeiten eventuell sogar doppelt oder womöglich gar nicht gemacht werden.
  • Fort- und Weiterbildung ist ebenso ein wichtiges Thema. Firmen, die ihre Mitarbeiter in dieser Hinsicht fördern, sorgen für kompetente und zufriedene Mitarbeiter.
  • Vertrauen in die Fähigkeiten des Mitarbeiters kann durch die Übertragung von neuen Aufgaben, Kompetenzen und selbständiges arbeiten lassen gezeigt werden.
  • Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit in Worten kann mehr Wert sein als eine Gehaltserhöhung.
  • Große Firmen haben eine Kantine, einen Ruheraum, ein Fitness-Studio oder einen Kindergarten und sorgen so für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter. Frauen wird es mit einer firmeninternen Kinderbetreuung einfacher gemacht, nach der Babypause in den Beruf zurückzukehren, was auch ein Vorteil für den Arbeitgeber ist, der wertvolle Mitarbeiterinnen so halten kann.
  • Flache Hierarchien. Der direkte Weg ist in der Regel der kürzeste. Wenn Informationen über mehrere Mitarbeiter oder Abteilungen ans Ziel kommen, geht es oft wie beim Stille Post spielen zu, die Information kommt verfälscht an.
  • Teamgeist in der Firma ist ebenfalls ein wichtiger Punkt.

Idealerweise werden Mitarbeiter gemäß ihren Fähigkeiten eingesetzt, weder unter- noch überfordert, vorhandene Fähigkeiten werden genutzt und gefördert, die Gelegenheit geboten, bei Interesse fehlende Fähigkeiten zu erlernen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren. Geld in Mitarbeiter zu investieren zahlt sich immer aus. Wertschätzung und Anerkennung des Menschen und der Arbeit ist der wichtigste Punkt.

 

Was motiviert Sie bei der Arbeit?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Content Marketing

Noch eine Definition von Content Marketing

Was verstehen Sie unter Content Marketing?
Wie wird Inhalt vermarktet?

Robert Weller hat zu einer Blogparade Was ist Content Marketing? PR? Inbound Marketing? Eine Metadisziplin? eingeladen. Meine Definition von Content Marketing habe ich letztes Jahr bereits in der Blogparade von Hanser Update und Michael Firnkes beschrieben. Aber jetzt ist ein neuer Ansatz gewünscht. Nachfolgend meine Gedanken. Zuerst möchte ich aber auf die Definition verschiedener Begriffe eingehen.


Marketing

Marketing ist die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen, um Kunden zum Kauf zu animieren.

 

Content Marketing

Beim Content Marketing (content = Inhalt) sollen die Kunden informiert, beraten oder unterhalten werden, um sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.

 

Inbound Marketing

Beim Inbound Marketing (inbound = eingehend) geht es darum, von Kunden gefunden zu werden, indem relevante Inhalte und Mehrwert geboten werden (z. B. Blogartikel, Whitepaper).

 

Outbound Marketing

Beim Outbound Marketing (outbound = ausgehend) geht es darum, Kunden durch z. B. Postwurfsendungen, Radio- oder Fernsehwerbung, Flyer, usw. zu erreichen.


Echtzeit Marketing

Beim Realtime Marketing bzw. Echtzeit Marketing wird zeitnah auf aktuelle Geschehnisse reagiert. Bekanntes Beispiel ist die Werbung der Keksfirma Oreo beim Stromausfall während des Super Bowls 2013. D. h. die Gunst der Stunde für eine passende Werbung nutzen.

 

Influencer Marketing

Beim Influencer Marketing (to influence = beeinflussen) werden Personen mit hohem Bekanntheitsgrad für das Marketing eingesetzt. Dies ist eine zweischneidige Sache. Verliert der Influencer (z. B. ein Star, Sportler, etc.) durch negative Schlagzeilen (z. B. Affären, Drogenskandale, Doping) an Sympathie, kann sich das negativ auf das beworbene Produkt auswirken. Oft werden dann Verträge gekündigt. Umgekehrt kann ein Influencer sich schaden, wenn er für ein Produkt Werbung macht, das in negative Schlagzeilen gerät. Ein Influencer ist heute auch oft ein Blogger, der Artikel über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibt, dazu auch kostenlose Proben erhält.

 

Werbung

Mit Werbung wird versucht, Informationen in der Öffentlichkeit zu verbreiten, um Kunden für Produkte und Dienstleistungen zu erreichen.

 

Public Relations

Public Relations oder PR ist die Öffentlichkeitsarbeit zur internen und externen Kommunikation.


Branding

Beim Branding (= Markenbildung) geht es darum, eine Marke aufzubauen und einzusetzen, um sich als Unternehmen einen Namen zu machen, ein gutes Image, einen guten Ruf aufzubauen.

 

Corporate Identity

Die Corporate Identity (Identität der Firma) umfasst alle Merkmale, die eine Firma kennzeichnen und von anderen unterscheiden. D. h. die Firma muss bei allen Werbemaßnahmen durch das Logo, spezielles Design und Farbauswahl wieder erkennbar sein.

 

Die einzelnen Schritte

  • Bevor eine Firma überhaupt Marketing oder Werbung machen kann, muss eine Corporate Identity festgelegt werden. Das Firmenlogo, die Auswahl der Farben und das Design müssen bei allen Werbemaßnahmen übereinstimmen. D. h. ganz egal, ob Kunden einen Flyer, die Website oder ein Profil in sozialen Netzwerken sehen, sie müssen am Logo, Design und den Farben sofort die Firma wieder erkennen.
  • Beim Branding, der Markenbildung, müssen die unique selling points = Alleinstellungsmerkmale der Firma herausgearbeitet und klar definiert werden, wodurch sich die Firma von anderen Firmen unterscheidet und hervorhebt.
  • Bei der Öffentlichkeitsarbeit, PR, muss festgelegt werden, wer was kommunizieren darf und ein Krisenplan aufgestellt werden, wie zu reagieren ist, um z. B. zu verhindern, dass negative Kommentare in sozialen Netzwerken in einem Shitstorm (mir gefällt die Definition "Sturm der Entrüstung" im Duden) enden.
  • Meiner Meinung nach können Marketing und Werbung eines Produktes oder Dienstleistung nicht von der Firma getrennt werden. Wenn die Firma in negative Schlagzeilen gerät, z. B. die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter bei Amazon oder in Fabriken im Ausland mit fehlenden Sicherheitsstandards in der Bekleidungsindustrie, wirkt sich das auf die Verkaufszahlen aus. Firmen müssen auf ein gutes Image achten, weil sich Informationen, vor allem negative, rasend schnell durch das Internet verbreiten können.
  • Sobald diese Punkte geklärt sind, kann eine Firma sich Gedanken machen, welche Art von Werbung und Marketing für die Produkte und Dienstleistungen sinnvoll ist. Das hängt sehr stark von der Branche ab, was die Konkurrenz macht und vom Land.
  • Der nächste Punkt ist nun der Inhalt der Werbung. Welche Alleinstellungsmerkmale, Vorteile, welchen Nutzen haben die Produkte oder Dienstleistungen? Wodurch unterscheiden sie sich von der Konkurrenz und heben sich positiv hervor? Welche Relevanz (Bedeutung), welchen Mehrwert (z. B. Information oder Unterhaltung) haben das Produkt oder die Dienstleistungen für (potentielle) Kunden? Kunden sollen spontan den Eindruck gewinnen "das ist was für mich". Guter Inhalt muss personalisiert sein, um Kunden direkt und persönlich anzusprechen.
  • Jetzt kommt die Verpackung der Werbung, wie der Inhalt präsentiert wird. Das kann z. B. in Form einer Anzeige im Internet oder Fachzeitschriften, in einem Radio- oder Fernsehspot, in einem Video, in einer Infografik, in einem Webinar oder Podcast, in einem Blogartikel oder in einem Whitepaper sein. Der Inhalt kann auch zu einem späteren Zeitpunkt recycelt werden, indem z. B. der Blogartikel mit aktuellen Informationen neu veröffentlicht oder eine Infografik dazu erstellt und geteilt wird.
  • Inhalt, der im Internet geteilt wird, muss natürlich SEO optimiert sein.
  • Je nachdem welches Medium, welche Kanäle, sozialen Netzwerke zur Verbreitung des Inhalts verwendet werden, muss eventuell inhaltlich differenziert und angepasst werden.

In der Praxis gibt es meistens eine Marketing-Abteilung oder einen Social Media Manager oder Mitarbeiter müssen die anfallenden Arbeiten neben ihrer eigentlichen Arbeit erledigen oder es wird extern mit einer Agentur gearbeitet.

 

Fazit

Marketing und Werbung ist der Oberbegriff für alle Aktivitäten, die zum Ziel haben, Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen und Kunden zu gewinnen bzw. zu halten. Darunter gibt es diverse Disziplinen, die aufeinander aufbauen bzw. miteinander verzahnt sind, um dieses Ziel zu erreichen.

Content Marketing ist weder Inbound Marketing noch PR, sondern eine dieser Disziplinen. Aber Marketing und PR lassen sich nicht (mehr) voneinander trennen. Jede Art von Werbung und Marketingaktivitäten müssen aufeinander abgestimmt sein, Arbeiten koordiniert werden. Der Inhalt ist der wichtigste Punkt in Marketing und Werbung, deshalb ist Content Marketing zum Schlagwort geworden. Aber er muss zur rechten Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Form präsentiert werden.

Wer heute effizient Marketing und Werbung machen möchte, muss Content Marketing und PR vereinen und auch andere Marketing-Disziplinen beherrschen und gekonnt einsetzen.


Meine Prognose

Der Inhalt, die Aussage die im Marketing mit Werbung gemacht werden soll, wird immer ein Kernpunkt bleiben, aber bei der Art und Weise, wie der Inhalt präsentiert wird, werden neue Techniken (Disziplinen) hinzukommen.

 

Und wie definieren Sie Content Marketing?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zum Familienalltag

Vereinfachung des Familienalltags

Was tun Sie, um den Familienalltag zu vereinfachen?
Wie kann man den Familienalltag vereinfachen?

Birgit Geistbeck hat zu einer Blogparade eingeladen Deine drei besten Tipps, um den Familienalltag zu vereinfachen. Ein interessantes Thema, da viele Frauen heute den Spagat zwischen Beruf, Haushalt und Kindern schaffen müssen.


Gehen wir nun die o. g. 3 Bereiche  nacheinander durch:

 

Beruf

Es wird zwar regelmäßig über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geredet, aber letztendlich ist jede (werdende) Mutter sich selbst überlassen. Der Arbeitgeber ist meist nicht begeistert, weil Schwangere Kosten verursachen und Mutterschutz vor und nach der Geburt und Elternzeit danach Ausfallzeiten bedeuten. Personell muss für eine Vertretung gesorgt werden. Eine Reduktion der Arbeitszeit ist mit Kind meist auch noch gewünscht. Es fehlt aber an Teilzeitstellen, Job-Sharing-Angeboten, Möglichkeiten der Auslagerung ins Homeoffice und vor allem an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Manche Firmen haben erkannt, dass sie kompetente Mitarbeiterinnen halten können und eine schnellere Rückkehr in den Beruf erreichen, wenn es z. B. einen Firmenkindergarten gibt. Aber das kann sich nicht jede Firma leisten. Ich hatte das Glück, dass sich eine Möglichkeit für einen Arbeitsplatz mit Homeoffice ergeben hat. So war ich immer präsent, auch wenn ich gearbeitet habe, musste mir keine Gedanken machen, wenn ein Kind krank oder der Kindergarten zu war, oder was ich in den langen Schulferien mache. Deshalb mein Tipp: Überlegen Sie sich, welche Arbeitsbereiche aus Ihrer bisherigen Tätigkeit Sie gut zu Hause machen könnten und fragen beim Arbeitgeber nach, ob das möglich ist. Selbst eine Kombination von Bürostunden und Homeoffice ist schon eine große Hilfe mit Kindern. Ich kenne auch Bloggerinnen, die den Mut hatten, sich mit Homeoffice selbständig zu machen, um beruflich und privat alles unter einen Hut zu bringen.

 

Haushalt

Über Zeit im Haushalt sparen habe ich bereits einen separaten Artikel geschrieben. Viele Dinge, die Zeit kosten wie z. B. Bettwäsche bügeln, sind (meiner Meinung nach) gar nicht nötig, also streichen. Sobald man nicht mehr allein wohnt, Partner und später Kinder hinzukommen, ist es gut, wenn von Anfang an geklärt ist, wer welche Arbeiten erledigt. Wenn man als Frau oder Mutter einmal angefangen hat, immer alles zu machen, ist es später umso schwerer, Arbeiten zu delegieren. Deshalb mein Tipp: Nicht immer alles freiwillig um des lieben Friedens willen machen, sondern delegieren. Auch Kinder können schon mithelfen. Meistens ist bei den Kleinen ein Interesse für den Haushalt da, wie Mama zu putzen, kochen, usw. Einfach mitmachen lassen und auch mal 5 gerade sein lassen, es muss nicht immer alles perfekt sein. Der Satz "Du bist mir eine große Hilfe" motiviert Kinder übrigens ungemein, Mama oder Papa zu helfen.

 

Kinder

Selbständigkeit und Kreativität finde ich bei Kindern ganz wichtig. Wie das bei uns läuft habe ich in der Blogparade Was Mamas gut machen beschrieben. Kinder, die immer jemanden um sich brauchen, sich nicht allein beschäftigen können, sind sehr viel anstrengender als Kinder, die Hobbys und Interessen haben, denen sie ihre volle Aufmerksamkeit schenken. Deshalb mein Tipp: Fördern Sie Selbständigkeit und Interessen bei Ihren Kindern, trauen Sie ihnen etwas zu, motivieren Sie Ihre Kinder, Dinge einfach auszuprobieren. Wenn Kinder den Satz "Ich will das allein machen" sagen, sollte man sie machen lassen, auch wenn die Kleidung dann falsch angezogen oder die Brotscheibe zu dick geschnitten ist. Übung macht den Meister. Erfolge motivieren weiter zu machen.

 

Praktisch ist, dass meine Kinder neben Pommes und Dinoschnitzeln auch gerne Kartoffelbrei, Spinat, Spiegeleier und Fischstäbchen essen. Das erleichtert den Familienalltag, wenn es beim Essen machen mal schnell gehen muss. Und wenn man meinen Kindern die entsprechenden Zutaten besorgt und auf den Küchentisch stellt, machen sie das Essen auch selbst wie z. B. ein Dessert, das auch Erwachsenen schmeckt, mit den folgenden Zutaten: 250 Gramm Quark, 1 Becher Joghurt Heidelbeere, 1 Packung gefrorene Waldbeeren, 1 Päckchen Vanillinzucker und ca. 100 Gramm Schokomüsli.

 

Welche Tipps haben Sie, um den Familienalltag zu vereinfachen?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Karriereplanung

Karriereplanung mit XING und LinkedIn

Wie planen Sie Ihre Karriere?
Sind Xing und LinkedIn nützlich für die Karriere?

Karrierebibel hat in Kooperation mit der Deutschen Universität für Weiterbildung zu einer Blogparade Karriereplanung mit XING und LinkedIn: Mit Netzwerk zum Job eingeladen. Wie ich XING nutze habe ich bereits in einer anderen Blogparade beschrieben. Eine Anleitung wie Sie ein Profil auf LinkedIn anlegen mit Erklärvideo finden Sie hier.

Aber fangen wir am Anfang an. Vor noch gar nicht so langer Zeit wurden Bewerbungen mit der Schreibmaschine geschrieben. Wenn man einen Fehler machte, meistens passierte das zum Schluss, musste man von vorn anfangen, da eine Bewerbung mit Korrektur sich nicht gut macht.

Dann kam der Computer mit Word, eine Erleichterung beim Schreiben und Korrigieren. Vor allem konnte man sich eine Vorlage für weitere Bewerbungen erstellen. Blieb nur das Problem, die Bewerbung irgendwo auszudrucken, da nicht jeder einen Drucker zu Hause hat. Wahrscheinlich haben viele heimlich im Büro gedruckt und auch dort die Kopien der Zeugnisse gemacht. Die Unterlagen kamen leider auch abgegriffen, mit Eselsohren oder Kaffeeflecken zurück, so dass man neue Kopien machen musste. Eigentlich wurde empfohlen, immer neue Kopien zu versenden.

Schließlich wurde auch die Bewerbung digital. Einige Firmen haben auf ihrer Website eine Seite mit offenen Stellen, wo man sich auch direkt bewerben kann. Heute genügt meistens der Lebenslauf und das letzte Arbeitszeugnis. Es gibt aber auch noch Firmen, die Bewerbungen per Post haben möchten. In Facebook gibt es Silp und in XING und LinkedIn gibt es die Möglichkeit, Stellen und Stellenanzeigen einzustellen und nach möglichen Kandidaten und Stellen zu suchen.

 

Bei XING sind die folgenden Dinge im Profil wichtig, wenn Sie auf Jobsuche sind:

  • Bei "Ich biete" und "Ich suche" schreiben, welche Kenntnisse Sie haben und welche Arbeit Sie suchen.
  • Die Berufserfahrung mit den Stellen, die Sie bisher hatten und jetzt haben.
  • Ausbildung (was Sie gelernt haben).
  • Sprachen, die Sie sprechen.
  • Qualifikationen (durch Kurse und Prüfungen erworben).
  • Auszeichnungen (bei der Arbeit erhalten).
  • Interessen (Ihre Hobbys).
  • Im "Portfolio" ein Profilbild, eine Präsentation und eine Kurzinfo eingeben.
  • In "Weitere Profile im Netz" Links zu Ihrer Website, Ihrem Blog und Profilen in sozialen Netzwerken eintragen.
  • "Gruppen" zeigt die Gruppen in XING an, in die Sie eingetreten sind. Die Themen sollten zum Profil passen.

Die folgenden Menüs in XING können bei der Jobsuche helfen:

  • Stellenmarkt (Suche nach einem Job mit "Was" und "Wo"). Es können bis zu 5 Suchaufträge angelegt werden, um eine automatische E-Mail zu erhalten, wenn eine passende Stelle eingestellt wird.
  • FutureMe (einen Job nach Beruf, Ausbildung, Fähigkeiten, Ort oder Gehalt suchen).
  • ProJobs (Karrierewünsche eintragen, Lebenslauf erweitern, Dokumente beifügen, Sichtbarkeit einstellen).

Den XING-Newsletter kann ich auch empfehlen. Er besteht aus den Bereichen "Marketing & Werbung" (deutsche Artikel), "Personalie" (Mitteilungen über personelle Änderungen in bekannten Firmen), "Internationale Medien" (englische Artikel), "Arbeiten & Leben" (Artikel aus der Arbeitswelt), "News-Seiten" (News aus diversen Branchen). Manchmal gibt es auch eine Rubrik "Event der Branche" (Information über ein Event) oder "Und sonst so..." (ein Artikel, der auch noch interessieren könnte).

 

Bei LinkedIn sind die folgenden Dinge im Profil wichtig, wenn Sie auf Jobsuche sind:

  • In den Kontaktdaten Ihr Twitterprofil, Link zu Ihrem Blog, Ihrer Website oder anderen Seiten eintragen.
  • Die Zusammenfassung mit einer kurzen Beschreibung über sich.
  • Die Berufserfahrung mit den Stellen, die Sie bisher hatten und jetzt haben.
  • Zertifikate/Diplome (durch Prüfungen erworben).
  • Sprachen, die Sie sprechen.
  • Veröffentlichungen (z. B. Bücher, die Sie geschrieben haben).
  • Kurse, die Sie besucht haben.
  • Kenntnisse und Bestätigungen (z. B. SEO, Marketing, Webdesign), die von Dritten bestätigt werden können.
  • Ausbildung (was Sie gelernt haben).
  • Weitere Informationen mit den Interessen (Hobbys), persönlichen Informationen und Kontaktaufnahme.
  • Empfehlungen von Leuten, die mit Ihnen gearbeitet haben.
  • Gruppen, in die Sie eingetreten sind. Die Themen sollten zum Profil passen.

Die folgenden Menüs in LinkedIn können bei der Jobsuche helfen:

  • Alumni, um ehemalige Mitstudenten zu finden, die vielleicht Tipps für Sie haben.
  • Stellenmarkt, um Stellen zu suchen oder die angezeigten Stellen durchzusehen.
  • Wissenschaft und Bildung , um das passende Studienfach und die passende Hochschule zu finden.
  • Business-Services, um eine Stellenanzeige aufzugeben.

Wie Sie sehen sind die Möglichkeiten in XING und LinkedIn sehr ähnlich mit dem Unterschied, dass Xing für berufliches Fortkommen im deutschsprachigen und LinkedIn besser für den internationalen Raum geeignet ist.

 

Interessant finde ich, dass laut Karrierebibel nur 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen für ihre Karriere diese sozialen Netzwerke nutzen, wo doch gerade die Jüngeren gerne technisch fortschrittlich sind und WhatsApp, Facebook, Skype, Computerspiele nutzen.

 

Hier meine Antworten auf die Fragen von Karrierebibel:

 

Wie lassen sich XING und LinkedIn ganz konkret für die Karriereplanung nutzen?

Beide Netzwerke lassen sich wie oben beschrieben durch das Pflegen eines guten Profils und die Stellensuche für die Karriereplanung nutzen.


Wie gestalten Arbeitnehmer, Studenten und Fachkräfte ihre Karriereplanung?

Da kann ich nur für mich sprechen. Wichtig ist zu wissen, welches berufliche Ziel man erreichen möchte, welche Kenntnisse dazu notwendig sind und wie diese erworben werden können.


Welche Rolle spielen online Netzwerke im beruflichen Kontext?

Ich denke, dass online Netzwerke wie XING und LinkedIn praktisch sind für die Stellensuche und Bewerbungen. Außerdem sind sie nützlich, um berufliche Kontakte zu knüpfen. Die Bestätigung von Kenntnissen und Empfehlungen auf LinkedIn helfen dabei, sich einen guten Ruf aufzubauen.


Wie können Businessnetzwerke wie XING und LinkedIn ein bestehendes Netzwerk ergänzen?

Auch hier kann ich nur für mich sprechen. In Google+, Twitter und Facebook bin ich privat unterwegs, XING und LinkedIn nutze ich beruflich. Mein Favorit ist LinkedIn, da ich dort in diversen Gruppen über Themen, die mich interessieren, auf dem Laufenden bleiben und diskutieren kann.


Welche Strategien und Vorgehensweisen haben sich bei der Karriereplanung via XING und LinkedIn bewährt?

Ein gut gepflegtes Profil, Aktivitäten in Gruppen und das Teilen von interessanten Links sind von Vorteil.


Welche Erfahrungen haben Bewerber und Arbeitnehmer bei der Nutzung von XING und LinkedIn gesammelt?

Meine jetzige Stelle habe ich über XING gefunden, deshalb sind die Erfahrungen positiv.

 

Und wie nutzen Sie XING und LinkedIn beruflich?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Musik

Wie wichtig ist Musik?

Welche Musik hören Sie gerne?
Welche Bedeutung und Wirkung Musik hat

Henrik Stamm hat zu einer Blogparade über Musik eingeladen. Musik ist für mich genauso wichtig wie Bücher, ohne geht es einfach nicht. Ich habe mir früher immer gerne den Eurovision Song Contest angeschaut, weil es mir gefallen hat, Musik in vielen anderen Sprachen zu hören. Leider wird dort mittlerweile fast nur noch englisch gesungen. Der Musikgeschmack ist eine sehr persönliche Sache und über Geschmack lässt sich bekanntlich sehr gut streiten. Bestes Beispiel ist die Volksmusik, die sehr viele Anhänger hat, die von vielen Leuten belächelt werden.

Und mit diesem Artikel oute ich mich als Fan von deutschen Schlagern.

 

Nachfolgend meine Antworten auf Henriks Fragen:

 

Was ist dein Lieblingslied? Und warum?

Ich habe mehrere Lieblingslieder, die ich immer wieder gerne höre, wo die Musik auch richtig aufgedreht wird. Beim Bügeln oder anderen Hausarbeiten höre ich gerne laut schnelle Musik, weil die Arbeit dann schneller von der Hand geht und mehr Spaß macht (z. B. die Alben von Loreen oder Emmelie de Forest, beides Sängerinnen, die beim Eurovision Song Contest mit "Euphoria" bzw. "Only teardrops" gewonnen haben). Meine Lieblingssängerin ist Céline Dion. Natürlich bin ich auch ABBA-Fan.


Welches Genre hat es dir besonders angetan? Und warum?

Es gibt mehrere Musikrichtungen, die ich gerne höre: Disco-Hits der 80er Jahre, italienische Hits und deutsche Schlager. Die Disco-Hits der 80er sind besonders gut zum Tanzen geeignet (z. B. Funkytown von Lipps Inc.). Italienische Musik von z. B. Al Bano & Romina Power, Umberto Tozzi, Toto Cutugno, Alice reißt einfach mit und bringt Stimmung. Ich singe auch gerne mit, wenn der Text gut ist, hört ja keiner, wenn es laut ist.


Wo bekommst du deine Musik her? Kaufst du noch CDs?

Schallplatten habe ich schon lange keine mehr, die Musikkassetten sind auch weg, aber ich habe noch sehr viele CDs. Ab und zu kaufe ich auch neue CDs, aber nicht mehr so häufig wie früher. Meistens höre ich ein Album aus meiner Sammlung an, Radio sehr selten.


Besitzt du einen MP3-Player?

Nein, ich habe mal einen geschenkt bekommen, den ich verschenkt habe.


Wie oft hörst du Musik?

Täglich. Aber ich finde es mittlerweile auch schön, wenn es mal ganz ruhig ist und ich nicht berieselt werde.


Was ist dein musikalischer Geheimtipp gegen schlechte Laune?

Da gibt es mehrere Alben/Lieder, die ich dann gerne anhöre. Wichtig ist dabei besonders die Lautstärke und die Musik muss schnell sein. Ich habe aber auch einige CDs zur Entspannung mit "beruhigender" Musik.

 

Und welche Musik hören Sie gerne?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Hotels

Hotels, ein Blick hinter die Kulissen

Welche Tipps haben Sie für die Hotelauswahl?
Was erwarten wir von einem Hotel?

Wahrscheinlich denkt jeder beim Wort Hotel an den letzten oder nächsten Urlaub. Mittlerweile ist ein Hotel aber nicht mehr nur eine Unterkunft im Urlaub. Es gibt Themen-, Spaß- und Erlebnishotels wie z. B. Kinder-, Bio-, Senioren-, Wellness-, Golf- oder Tagungshotels und Wohnen im Hotel.

 

Da heute immer mehr online gebucht wird, ist es schwieriger zu beurteilen, ob ein Hotel hält, was es im Internet verspricht. Bewertungen spielen deshalb eine große Rolle.

Für Hotels gibt es ein Bewertungssystem von 1 - 5 Sternen (Angaben aus Wikipedia):

  1. 1 Stern = Tourist (für einfachere Ansprüche)
  2. 2 Sterne = Standard (für mittlere Ansprüche)
  3. 3 Sterne = Komfort (für gehobene Ansprüche)
  4. 4 Sterne = First Class (für hohe Ansprüche)
  5. 5 Sterne = De Luxe (für höchste Ansprüche)

Ein wichtiger Punkt bei Online-Buchungen ist, dass der Vorgang so einfach und schnell wie möglich ist. die Abbruchrate ist ähnlich wie bei Online-Shops sehr hoch, wenn irgendetwas unklar ist.

 

Heidemarie Scheidemann, gelernte Industriekauffrau, hat in Vertrieb, Marketing und lange Jahre in der Hotellerie gearbeitet und ist Expertin für Hotelmarketing.

 

Sie hat sich bereit erklärt, ein paar Fragen zu beantworten.

 

Ist die Bewertung von Hotels von 1 - 5 Sternen aussagekräftig, worauf sollte man achten?

Ich persönlich halte nichts von Bewertungen, die auf guter oder schlechter Laune der Hotelgäste basieren oder auf getürkten Bewertungen. Nur schlechte Bewertungen werden aufgeführt, ist jemand zufrieden gewesen, selten.

 

Gibt es sehr große Unterschiede bei der Anzahl Sterne und deren Bedeutung in anderen Ländern?

Keine Aussage, kann ich nur für Deutschland beurteilen.

 

Welche Bewertungsportale für Hotels kannst Du empfehlen?

Siehe oben – gar keine.

 

Wie sind Themenhotels entstanden? Gibt es bestimmte Bedingungen, um als Sport- oder Familienhotel zu gelten?

Themenhotels sind meinen Gedanken entsprungen. Die Hotels brauchen neue Werbestrategien, da sie sich selten noch durch Außergewöhnliches abgrenzen. Alle versprechen den besten Service, die Preise sind fast gleich. Wie bei der Rose: Ein Hotel ist ein Hotel, ist ein Hotel, ist ein Hotel.
Die neue Werbestrategie ist, sein Hotel einem Thema zuzuordnen, wie Babyhotel, Knasthotel, Seniorenhotel, Naturhotel, Biohotel, Golfhotel, Wellnesshotel, etc. pp. Hotels, die sich auf dem Portal bewerben, sprechen ihre direkte Zielgruppe an. Es gibt Menschen, die bereits seit über 50 Jahren in Westernhotels Urlaub machen. Diese muss man im Internet nur finden. Deshalb gibt es das Hoteltagebuch So schläft Deutschland.

Woran erkennt man, dass ein Familienhotel auch tatsächlich für Familien geeignet ist?

Es muss halt nur Familien einen Urlaubsort bieten, damit sich andere Gäste nicht gestört fühlen können. Es muss, wie Gendermarketing, bestimmte Dinge vorhalten und erfüllen, damit eine Familie in diesem Hotel bequem und relaxt mit ihren Kleinsten Urlaub machen kann. Siehe besondere Stühle, Wickelkommoden, Spielzimmer, etc. pp.

 

Was muss ein Wellnesshotel bieten?

Keine lärmenden und schreienden Kinder. Es muss nicht unbedingt ein Schwimmbad haben, besser ist es jedoch, um als vollwertiges Wellnesshotel werben zu können. Ein Wellnesshotel ist also kein Hotel mit Wellnessbereich (z. B. nur 1 Zimmer mit Whirlpool, 2 Liegen und Saunabereich). Auch sollte es nicht gekoppelt sein mit dem Angebot Tagungen. Dann ist das Hotel an sich schon laut, wenn diese Gäste an- und abreisen. Das Wellnesshotel sollte alles bieten und entsprechende Anwendungen, damit der Gast sich entschleunigen kann. Nicht zu vergessen, dass ein Wellnesshotel heute die große Möglichkeit hat, sich als Gesundheitshotel darzustellen. Wellness-Anwendungen sollte nicht an Uhrzeiten gekoppelt sein. Also Sauna oder Schwimmbad geöffnet von 10.00 – 16.00 h z. B. Dienstleister für Massage und Kosmetik dürfen nicht zugebucht werden, muss also alles im Hause vor Ort sein. Es gibt enorme Unterschiede. Für mich gibt es lediglich eine begrenzte Anzahl in Deutschland an wirklich echten Wellnesshotels.


Was sind die Vorteile von einem familiengeführten Hotel?

Ruhe, Geborgenheit, evtl. Erfüllung von Extrawünschen, vor allem bei Stammgästen, ein warmer Händedruck bei der persönlichen Begrüßung, Frühstück mit dem Hotelinhaber oder eine Wanderung, Skiausflug, Wildfütterung, etc. mit dem Inhaber. Familiengeführte Hotels sind fast immer kleiner, deshalb ist Vorgenanntes möglich. In der Kettenhotellerie wird man Vorgenanntes selten finden.

 

Ist das Wohnen im Hotel eine echte Alternative zu einem Zimmer oder Appartement?

Nein. Wohnen im Hotel heißt wie es geschrieben steht. Wer als gut betuchter Rentner, auch schon etwas früher, sein Haus, sein großes Anwesen verkauft hat, kauft sich in einem Hotel ein. Dort bekommt er den kompletten Service geliefert, kann u. U. auf einen schönen Wellnessbereich zugreifen, hat evtl. gleich einen Arzt im Haus, kann Freunde einladen, die dort auch übernachten, sich also ein Zimmer buchen können, ohne dass dem Gastgeber Kosten, Mühe und Reinigungsarbeiten entstehen. Er muss sich generell um nichts mehr kümmern. Nicht zu vergessen ist, dass der Hotelwohner immer neue Menschen um sich hat, kennenlernt. Diese Sozialkomponente ist nicht zu verachten.

Welche Tipps hast Du sonst noch für die Auswahl eines Hotels?

Das kommt darauf an, was jeder möchte, welche Fakten erfüllt werden sollen. Also keine Aussage.

Was kann ein Hotel tun, um Stammgäste zu gewinnen?

Das ist ein ganz langes Marketingthema und bedarf schon eines beauftragten Konzeptes. Jedes Hotel ist anders, eine Strategie ist nicht ein Pfund Kaffee kaufen. Ist gänzlich individuell – bedarf einer geplanten Zielrichtung.

Der Trend geht zur Erlebnishotellerie. Durch die offenen Grenzen möchten die Menschen heute immer wieder neue Dinge erleben und nicht  jedes Jahr an denselben Ort reisen. Manche Hotels haben auch aufgehört, Kataloge, Hotelzeitschriften, Weihnachtskarten oder Gutscheine an ihre Stammkunden zu senden. Gerade die älteren Stammkunden haben das aber immer sehr geschätzt.

 

Macht es Sinn, sich als Hotel zu spezialisieren und ein Themenhotel zu werden?

Aber ganz sicher – siehe mehr zum Thema oben. Ohne Spezialisierung geht es in keiner Branche mehr. Schon gar nicht bei den Hotels, die untereinander alle austauschbar sind. Hotels, die Heidemarie Scheidemann beauftragen, erhalten ein Marketingkonzept in die Hand. D. h. Werbung auf spezifischen Portalen nebst Verbreitung in den sozialen Netzwerken, Videomarketing, etc. pp.


Welche Werbung empfiehlst Du für Hotels?

Siehe oben – Spezifische Werbung. Ein Golfhotel sollte nicht mit Wellness werben und umgekehrt. Die Werbung für ein Wellnesshotel gehört auf wellness.de. Wenn ich einen Mercedes verkaufen möchte, werbe ich damit nicht auf einem Portal für BMW. Ja und Themenhotels, was ja auch ein Wellnesshotel sein kann, sollten halt auf Themenhotels auf So schläft Deutschland werben.

Welches ist Dein Lieblingshotel?

Ein Hotel, das zu meinen Lieblingshotels zählen möchte, muss einen guten Service bieten, es muss kuschelig, harmonisch sein. Ich muss mich dort einfach wohlfühlen.


Vielen Dank Heidemarie für die interessanten Antworten.

 

Frage an die Leser: Nach welchen Kriterien suchen Sie ein Hotel aus?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Bewertungen

Bewertungen im Internet

Lesen Sie Bewertungen im Internet?
Wie zuverlässig sind Bewertungen im Internet?

Ob wir nun einen Handwerker, Friseur, ein Hotel oder Restaurant suchen oder etwas kaufen wollen, meistens suchen wir im Internet und recherchieren, ob das Produkt/die Serviceleistung gut sind oder nicht. Es gibt im Internet viele Möglichkeiten Produkte, Serviceleistungen und Menschen verschiedener Berufsgruppen zu bewerten.


Hier ein paar Beispiele:

  • Anwälte bei Anwalt.de
  • Ärzte bei jameda
  • Arbeitgeber bei kununu
  • Hotels bei HolidayCheck
  • Restaurants und Geschäfte bei Yelp
  • Dienstleister bei KennstDuEinen
  • Lokale Empfehlungen bei golocal
  • Was lokal gefällt bei Foursquare
  • Produkt- und Verkäuferbewertungen bei Amazon mit 1 - 5 Sternen
  • Online-Shops bei eKomi
  • Erfahrungsberichte, Tests und Bewertungen bei Ciao
  • Erfahrungsberichte und Bewertungen bei Google

Da wir online den Verkäufer und das Produkt/die Serviceleistung nicht immer kennen, vertrauen wir auf Bewertungen.

 

Die erste Frage ist, wie erhält ein Dienstleister oder Online-Versandhändler Kundenbewertungen?

Dank den sozialen Netzwerken sind es viele Menschen gewohnt, öffentlich ihre Meinung zu sagen und diese zu teilen. Die Meinungsbildung über ein Produkt, einen Service, eine Person oder Firma findet teilweise auch in den sozialen Netzwerken statt. Viele Verkäufer senden nach einem Kauf eine automatische E-Mail mit der Bitte um Bewertung. Manche Verkäufer versprechen auch Geschenke oder Gutscheine für eine Bewertung. Allerdings geht es dabei nicht immer seriös zu, wenn es ein Geschenk z. B. nur bei einer Bewertung mit 5 Sternen gibt. Es gibt auch Online-Versandhändler, die negative Bewertungen auf ihrer Website einfach löschen. Was manche dabei nicht bedenken, dass negative Kommentare oder Bewertungen auch eine Chance sind, den Kundenservice oder das Produkt zu verbessern, und dass ausschließlich positive Bewertungen misstrauisch machen. Wenn mehrere positive Bewertungen in einem kurzem Zeitraum vorhanden sind, die inhaltlich ähnlich und nicht besonders aussagekräftig sind (z. B. super Ware, klasse Produkt), ohne auf die Produktdetails einzugehen, ist das oft kein gutes Zeichen. Es ist nicht zulässig, sich selbst mit falscher Identität eine positive Bewertung zu geben. Manchmal sind es auch Freunde, die um eine positive Bewertung gebeten wurden.

 

Hat sich der Kunde entschlossen, eine Bewertung zu machen, muss es so einfach wie möglich sein. Der Kunde sollte vorab schon wissen, wie seine Bewertung später online aussieht, ob z. B. sein kompletter Name erscheint, der Nachname abgekürzt wird oder ein Aliasname möglich ist. Wenn der Bewertungsvorgang umständlich oder nicht transparent ist, wird abgebrochen und nicht bewertet.

 

Genauso wichtig ist, dass der Kunde eine ehrliche und sachliche Bewertung abgibt, besonders wenn Kritik geübt wird, die immer mit Begründung erfolgen sollte. Die Vor- und Nachteile des Produktes sollten gut beschrieben werden, um anderen potentiellen Käufern eine Entscheidungshilfe zu geben. Ein hoher Preis wird oft als Mangel betrachtet, hat aber mit der Produktqualität nichts zu tun. Manche verwechseln beim Bewerten den Verkäufer und das Produkt, geben eine schlechte Verkäuferbewertung, weil das Produkt nicht gefallen hat. Der Verkäufer sollte im Fall einer Reklamation vor Abgabe einer Bewertung kontaktiert werden, um die Möglichkeit zu haben zu reagieren (z. B. Rücknahme der Ware, Preisnachlass oder Nachbesserung anzubieten). Ein Verkäufer, der bei einer Reklamation schnell reagiert und Lösungsvorschläge unterbreitet, verdient eine gute Bewertung.

 

Die Anzahl der Bewertungen spielt bei der Beurteilung, ob die Bewertung des Produktes oder des Verkäufers aussagekräftig ist, auch eine Rolle. 100 % positiv mit 1 guten Bewertung ist nicht besonders aussagekräftig. Je größer der Anteil an negativen Bewertungen ist, desto negativer ist das Gesamtbild.

 

Kundenbewertungen sind ein wichtiger Punkt, um online einen guten Ruf aufzubauen. Auch aus einer negativen Bewertung kann eine positive gemacht werden, indem ein Lösungsvorschlag unterbreitet und guter Kundenservice gezeigt wird. Sofern die Möglichkeit besteht, sollten Kommentare auf negative Bewertungen genutzt werden, um Dinge sachlich richtig zu stellen. Es empfiehlt sich, einen negativen Kommentar auch im selben Kanal zu beantworten. Wenn die Kritik in Facebook ausgesprochen wurde, erhält der Kunde und alle anderen Leser auch in Facebook eine Antwort. Wobei es in manchen Fällen einer persönlichen Klärung bedarf, bevor ein abschließender Kommentar gemacht werden kann.

 

Qualitäts- und Prüfsiegel im Rahmen eines Qualitätsmanagements sind neben Kundenbewertungen ein weiteres Mittel der Bewertung und um Vertrauen zu schaffen. Werden aber auch gefälscht und missbraucht.


Welche Erfahrungen haben Sie mit Bewertungen gemacht?

 

Ergänzung

Tina Gallinaro hat heute per Zufall ebenfalls einen Artikel zum Thema Bewertungen veröffentlicht, der detailliert auf den Punkt echte und wahre oder falsche und geschummelte Bewertungen eingeht.

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade Quellenbibel

Meine Blogempfehlungen

Welche Blogs empfehlen Sie?
Die Blogs, die ich empfehlen kann

Ralf Bohnert vom Blog bohncore hat zu einer Blogparade Eure Quellen für die Quellenbibel 3.0 eingeladen. Das Projekt finde ich eine klasse Idee, aber da die meisten Blogs, die ich abonniert habe, nicht auf Deutsch sind oder über ganz andere Themen als die in der Quellenbibel, dachte ich, nicht genügend Vorschläge für eine Teilnahme zu haben.

Als mein geschätzter Teamkollege Stefan Schütz mich auch nochmal auf eine Teilnahme angesprochen hat, habe ich doch noch meine Kontakte und Blogs durchsucht, um dieses Projekt mit meinen Blogempfehlungen zu unterstützen und habe mehr als erwartet gefunden.

 

Die Haupt-Kategorien der Quellenbibel sind Bloggen & Webwork, Online-Marketing, WordPress und Werkzeuge. Die von mir ausgesuchten Blogs fallen alle in die Kategorie Online-Marketing, teilweise auch  in andere Kategorien.

Hier nun meine Liste mit Blogempfehlungen:

 

Jutta Beyer von 2BS - Beyer Business Solutions, Blog Contentkiste 2BS

Die sympathische Jutta schreibt über Blogging, Content, Webdesign, Online-Marketing und Social Media. Der noch relativ neue Blog Contentkiste 2BS ist ebenso empfehlenswert.

 

Tina Gallinaro von Social Media Betreuung "Extrawerbung"

Die Frohnatur Tina ist im Bereich Social Media zu Hause und erfreut ihre Leser jeden Freitag mit den Social‬ ‪‎Web‬ ‪‎News, einer Sammlung lesenswerter Artikel. 

 

Hanser Update

Hanser Update ist der IT-Blog des Hanser Verlags mit Büchern rund um die Themen Online Marketing, Webentwicklung, Programmierung, Softwareentwicklung sowie IT- und Projektmanagement.

 

INTERNET WORLD Business

Bei INTERNET WORLD Business gibt es Neuigkeiten aus Onlinemarketing, E-Commerce, Technik, Social und Mobile.

 

Stefan Kitzinger von Vanderelbe

Der nette Stefan schreibt über Social Media, WordPress, Google, Suchmaschinen, Blogs, SEO und Technik.

 

Klickkomplizen GmbH
Bei den Klickkomplizen gibt es Tipps und Infos zu Webdesign, Online Marketing, Web 2.0.

 

OnlineMarketing

Bei OnlineMarketing finde ich fast täglich interessante Artikel mit Tipps und Tricks aus der Welt des Online Marketing.


PR-Gateway

Mit PR-Gateway kann man Pressemitteilungen und Unternehmensnews an Presse-, Branchen- und Regional-Portale übermitteln. Außerdem sind Themenportale, Social Bookmarking Verzeichnisse und Social Media sowie Dokumenten-Netzwerke an PR-Gateway angeschlossen. Eine ideale Anlaufstelle zum Verteilen oder Finden von interessanten Artikeln.

 

Nicolas Scheidtweiler von Scheidtweiler PR

Nicolas Scheidtweiler schreibt über PR, Pressearbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Online PR, Social Media, Marketing, Podcast, Strategie, Projektmanagement und Konzeption.

 

Ralph Scholze von webpixelkonsum

Der kommunikative Ralph bloggt über Social-Media, Corporate Blogs mit Tipps für eine bessere Blog-Strategie und Content Marketing mit Strategien. An ihm schätze ich, wie er auf Kommentare eingeht, Fragen stellt und dadurch ein interessanter Informationsaustausch stattfindet.

 

Björn Tantau vom Online Marketing Magazin

Björn Tantau bloggt über Online Marketing mit Suchmaschinenoptimierung, Linkaufbau, Social Media Marketing und Content Marketing.


TILL.DE GmbH

Im Blog von TILL.DE GmbH findet man Artikel über Webdesign, Mobile Websites, Online Marketing, Online PR, Google AdWords, Google Analytics, Suchmaschinenoptimierung.

 

t3n Magazin

Beim t3n Magazin geht es um eBusiness, Zukunftstechnologien und digitales Arbeiten.

 

WebmasterWissen

WebmasterWissen ist ein Frage- und Antwortportal für Webmaster, SEOs, Affiliates, Webdesigner und Onlinemenschen.


WinLocal

In den Blogs WinLocal und KennstDuEinen findet man Artikel, um im Internet gefunden zu werden mit Werbeanzeigen bei Google, Google+ Local bzw. My Business, SEO-optimiertem Eintrag zu den Keywords der jeweiligen Branche.

 

Zielbar

Im Blog von ZIELBAR gibt es Tipps und Tricks zu Themen wie Bloggen, Branding, Content Marketing, Public Relations, Grafiken, Webseitenoptimierung, SEO. Hier hat mir von Anfang an der Gemeinschaftsgedanke und Teamgeist gefallen.


Warum ich Blogs mag und welche mir sonst noch gefallen habe ich hier beschrieben.

 

Das waren nun meine Empfehlungen. Welche Blogs können Sie empfehlen?

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Claudias praktischer Ratgeber zur Unternehmerselbständigkeit

Unternehmerselbständigkeit

Welche Tipps haben Sie für Unternehmer?
Tipps für Leute, die sich selbständig machen möchten

Immer mehr Menschen wagen den Schritt in die Selbständigkeit. Angestellte aber auch Mütter, die dann oft mit Homeoffice arbeiten, um Haushalt, Kinder und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Es gibt dabei viele Dinge zu beachten. Heike Lorenz von Das Unternehmerhandbuch hat sich bereiterklärt, mir ein paar Fragen zu beantworten:

 

Was war der Grund, Dich selbständig zu machen?

Ich wurde arbeitslos (zum 4. Mal) und habe mich nach einem Coaching und viel Nachdenken entschlossen, dass ich keine doofen Chefs mehr brauche. Zeitgleich zu meiner Entscheidung fragte mich mein erster Kunde, ob ich nicht für ihn arbeiten wollen würde. Und ZACK – schon ging die Selbständigkeit los. Ein paar mehr Details wie es so in den ersten 8 Jahren war finden sich im Artikel 8 Jahre Selbständigkeit oder vom Glück mit Wunschkunden zu arbeiten! - zum Glück hat sich seither nichts zum negativen verändert :-)

 

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

Das kommt darauf an, was genau man vorhat. Ich denke, dass die Planung einer Restauranteröffnung z. B. deutlich mehr Vorlauf benötigt als eine Selbständigkeit wie meine als Unternehmensberaterin.
Auf jeden Fall sollte man sich gründlich mit dem Thema Business Plan auseinandersetzen, sonst verschätzt man sich ganz schnell, ob die eigene Idee auch wirklich tragfähig ist. Mein Artikel zu diesem Thema Der Business-Plan – Finanzplanung.

Hast Du Tipps betreffend Krankenkasse, Arbeitslosen- und Rentenversicherung?

Hm, alles wichtig. Da sollte man sich am besten von einem Profi beraten lassen, sonst steht man am Ende dumm da.

 

Welche Voraussetzungen sind wichtig für die Selbständigkeit und welche Charaktereigenschaften sollte man dafür besitzen?

Eine gute Idee und eine entsprechende Persönlichkeit. Ich finde sogar den Unternehmergeist noch ein wenig wichtiger als die perfekte Idee. Meine Gedanken dazu stehen im Artikel Unternehmergeist – angeboren oder erlernbar?

 

Ist es schwierig, sich in Deutschland selbständig zu machen oder eventuell in einem anderen Land einfacher?

Auch hier würde ich sagen: es kommt darauf an. Ich fand es nicht schwer, aber dass sehen andere vielleicht ganz anders. Und wie es in anderen Ländern ist kann ich nicht beurteilen, ich habe mich noch nie im Ausland selbständig gemacht.

 

Welche Ausrüstung, Hard- und Software braucht man für ein Büro?

Auch das kommt darauf an, was man eigentlich tut. Ein Grafiker benötigt ganz andere Hardware als ein Steuerberater oder ein Handwerker.

Wann ist Homeoffice die bessere Alternative, wann ein Büro zu mieten?

Auch hier kann ich gar keine finale Antwort geben. Kundenverkehr und Einsamkeitsphobie sprechen für ein Büro. Geringere Kosten und kurze Wege sprechen für ein Homeoffice. Meine Gedanken dazu stehen im Artikel Friday Five – Home-Office: Fluch oder Segen?

 

Empfiehlst Du einen Steuerberater oder kann man die Steuererklärung gut selbst machen?

Tja, das kommt auf die Ausbildung an. Ich habe Betriebswirtschaftslehre studiert und beschäftige mich auch im Job täglich mit kaufmännischen und steuerlichen Themen. Daher kann ich meine Steuererklärung prima selbst machen.
Dieses Wissen hat aber nicht jeder und das deutsche Steuersystem ist ja nicht gerade kundenfreundlich.
Bei der Suche nach dem RICHTIGEN Steuerberater könnte der Artikel Wie findet man den RICHTIGEN Steuerberater? helfen.


Nach welchem Zeitraum sieht man, ob die Selbständigkeit die richtige Entscheidung war?

Auch hier: Keine Ahnung. Manche sind nach 3 Monaten pleite, andere merken erst nach 15 Jahren, dass sie sich eigentlich permanent überfordert und unwohl fühlen.

 

Wann würdest Du es als Selbständiger riskieren, Mitarbeiter einzustellen?

Wenn ich deren Arbeit verkaufen kann. D. h. die Leistungen der Mitarbeiter mir mehr einbringen als sie kosten.
Manchmal hat man aber auch keine Wahl. Ein Restaurant ohne Servicekräfte funktioniert einfach nicht.

 

Welche Vor- und Nachteile siehst Du in der Selbständigkeit?

Für mich bedeutet Selbständigkeit vor allem Freiheit und die genieße ich jeden Tag. Natürlich bedeutet Selbständigkeit auch immer ein Mehr an Verantwortung und Risiko, aber das ist es mir wert.

 

Hast Du den Schritt jemals bereut?

Nein, keinen einzigen Tag! Ich liebe meinen Job und meine Kunden und möchte, dass es so bleibt wie es ist!

 

Möchtest Du noch etwas ergänzen?

Ja, den Artikel Lektionen aus der Selbstständigkeit: „Beschützen musst Du Dich selbst!“

Vielen Dank für Deine Antworten Heike. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und das alles so bleibt wie es ist.

 

Welche Tipps haben Sie zur Selbständigkeit?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Networking

Networking

Welche Tipps haben Sie fürs Networking?
Wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Jeder hat beruflich und privat online und offline sein Netzwerk.
Das sind Familie, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen im richtigen Leben. Virtuell im Internet haben wir teilweise mit denselben Leuten zu tun und auch mit ganz anderen Menschen, die wir manchmal nur im Netz, manchmal auch persönlich kennen.

 

In folgenden Situationen brauchen wir jemandem aus unserem Netzwerk:

  • Wenn das Kind krank oder der Kindergarten geschlossen ist, wird geschaut, wer Zeit hat, auf das Kind aufzupassen.
  • Wenn etwas kaputt ist oder es Probleme am Computer gibt, fragt man jemanden in seinem Bekanntenkreis, der helfen kann.
  • Wenn man etwas wissen will, fragt man eine Person, die sich auskennt.
  • Wenn man mehr über ein Thema oder die Antwort auf eine Frage zu einem Problem wissen möchte, recherchiert man im Internet in Google, Wikipedia oder entsprechenden Blogs und Foren.

Offline können wir Kontakte durch entsprechende Aktivitäten knüpfen wie z. B. Kurse, Sport und Veranstaltungen bzw. Events.


Für den schnellen Austausch von Kontaktdaten bei Events ist die gute alte Visitenkarte immer noch sehr praktisch und es gibt günstige Möglichkeiten für den Druck.

 

Da es nicht nur beruflich, sondern auch bei Events oft üblich ist, sich kurz vorzustellen, ist es sinnvoll, sich einen sogenannten Elevator Pitch zu überlegen (2 – 3 Sätze mit einer kurzen Zusammenfassung, um den Beruf, ein Produkt, einen Service, eine Firma, Organisation oder andere Dinge zu beschreiben).
Bei der beruflichen Kurzbeschreibung kann neben der Berufsbezeichnung und dem Produkt oder Service, das verkauft wird, eine Besonderheit erwähnt werden, die Interesse weckt, weil eine Hilfe, Vereinfachung oder sonstige Vorteile durch das Produkt/den Service geboten werden.
Bei privaten Veranstaltungen könnte der Elevator Pitch aus einer Beschreibung des Berufs und der Hobbys bestehen und sollte neugierig machen, denjenigen kennen zu lernen.

 

Im Internet lernt man andere Menschen am einfachsten durch soziale Netzwerke, eine eigene Website oder einen Blog kennen und kann Kontakte knüpfen und pflegen.


Nachfolgend stelle ich ein paar soziale Netzwerke vor:

 

Google+
Bei Google+ gibt es die Möglichkeit, ein Profil (meistens privat) und eine Seite (meistens für Firmen) zu erstellen. Für die Erstellung einer Seite ist ein Profil notwendig.
Im Profil gibt es die Menüs "Über mich", "Beiträge", "Foto", "YouTube", "+1", "Bewertungen".
Auf der Seite gibt es die Menüs "Info", "Beiträge", "Foto", "Videos", "Bewertungen".

Welche Menüs angezeigt werden, kann teilweise in den Einstellungen geändert werden.
Die Kontakte in Google+ werden Follower genannt und können in Kreise eingeteilt werden (z. B. Freunde, Arbeitskollegen, IT-Leute, Verkauf, Marketing, etc.).
Es kann Text mit einem Foto, Link, Video, einer Veranstaltung oder Abstimmung (mit mehreren Auswahlmöglichkeiten) gepostet werden und entweder öffentlich mit allen Kreisen, nur bestimmten Kreisen oder privat mit bestimmten Personen geteilt werden.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, in Communities einzutreten. Geben Sie einfach im Suchfeld oben das Wort „Communities“ mit dem Thema, das Sie interessiert, ein (z. B. Communities Marketing) und Sie erhalten Communities über Marketing zur Ansicht.
Über Google Mail können Sie einen Chat starten mit Personen, die einen grünen, roten oder gelben Punkt beim Namen in der Kontaktliste links unten haben. Personen, die keinen Punkt haben, können eingeladen werden. Die Nachrichten über Chat können, wenn jemand offline ist, später gelesen werden.
Ebenfalls über Google Mail (Klick auf die Gänsefüßchen links unten) oder über Google+ (Klick auf die Gänsefüßchen rechts oben unter dem Profilbild) gibt es die Möglichkeit über Google Video-Hangouts mit bis zu 10 Personen live zu sprechen und alles aufzunehmen. Das Video-Hangout kann danach in Youtube veröffentlicht werden. Die 2. Variante ist ein Hangout on Air, das live übertragen wird.
Noch ein wichtiger Hinweis, wer Google-Produkte nutzt, sollte immer dieselben Zugangsdaten verwenden, da es sonst Schwierigkeiten gibt, die einzelnen Dienste zu verknüpfen. Wenn jemand Google privat und beruflich für die Firma nutzt, ist allerdings eine Trennung notwendig.

 

YouTube
Da YouTube zu Google gehört, macht es aus SEO-Sicht Sinn, dort Videos zu veröffentlichen, um besser gefunden zu werden. Ob nun Tutorials, Aufzeichnungen von Webinaren, Präsentationen von Produkten und deren Funktionsweise oder Kurzfilme über Firmen, hier kann sehr visuell mit Bild und Ton etwas vermittelt werden.
Vine (für sehr kurze Videos, die über Twitter oder Facebook geteilt werden können) und Vimeo (private Nutzung oder Video-Hosting für Unternehmen) sind weitere Videoportale.
Zur Erstellung und Bearbeitung von Videos kann ich Video easy 4 HD von Magix und MoviePlus X5 von Serif empfehlen.

 

Facebook
Ähnlich wie bei Google+ kann ein privates Profil und eine Seite erstellt werden.
Beim privaten Profil gibt es die "Chronik" mit den Posts, "Infos" über sich, "Freunde" (die Kontakte), "Fotos", die in Alben sortiert werden können, "Mehr" (z. B. Orte, Pinterest, YouTube, Bücher, Musik, Filme, „Gefällt-mir“-Angaben, Gruppen, Sport, Rezensionen). Bei "Mehr" ist frei wählbar, was angezeigt wird. Bei Bücher können z. B. die Lieblingsbücher angegeben werden.
Bei Seiten gibt es die folgenden Angaben: "Chronik", "Info" (Übersicht mit Karte, Seiteninfo mit Daten über die Firma und Meilensteine mit z. B. Awards), "Newsletter" (mit Abomöglichkeit), "Offertanfrage", "Mehr" (z. B. Referenzen, „Gefällt-mir“-Angaben, Fotos, Videos, Veranstaltungen, Bewertungen).  Die Menüs (z. B. Newsletter, Offertanfrage, Veranstaltungen) und die Angaben bei "Mehr" sind je nach Seite unterschiedlich und individuell eingerichtet.
Bei Facebook gibt es auch eine Chat-Funktion.

 

LinkedIn
Ein Netzwerk für berufliche Zwecke zur Job-, Kunden-, Geschäftspartnersuche, besonders zu empfehlen, wenn man beruflich und privat international tätig ist. Im privaten Profil können Angaben zur "Berufserfahrung", "Zertifikate/Diplome", "Sprachen", "Veröffentlichungen", "Kurse", "Kenntnisse" (die von anderen bestätigt werden können), "Ausbildung", "Weitere Informationen" (Interessen, persönliche Informationen, Kontaktaufnahme) gepflegt und ein Profilbild hochgeladen werden. Empfehlungen in LinkedIn von anderen Personen erscheinen ebenfalls im Profil. Firmen können ein Bild, eine Beschreibung und Angaben über Spezialgebiete, die Website, Branche, Typ, Hauptsitz, Unternehmensgröße und das Gründungsdatum einpflegen. Aktuelle Updates (Posts in LinkedIn) werden ebenfalls im Profil angezeigt.
Kontakte können thematisch sortiert werden. Ähnlich wie die Communities in Google+ gibt es in LinkedIn Gruppen. Einfach im Suchfeld oben links auf „Gruppen“ umstellen und einen Begriff eingeben, dann werden Ihnen alle Gruppen zu diesem Begriff angezeigt, wo Sie Mitglied werden können, um zu posten, lesen und diskutieren. Firmen können auf ihrer Seite Artikel posten, Privatpersonen können in Gruppen eigene Artikel posten, Fragen stellen oder Artikel von Dritten teilen. Eine ausführliche Anleitung zum Erstellen eines Profils in LinkedIn mit Video finden Sie hier.

 

Xing
Ähnlich wie LinkedIn, aber nur für den deutschsprachigen Raum.

Beim privaten Profil können "Profildetails" (Slogan, Ich biete, Ich suche, Berufserfahrung, Ausbildung, Sprachen, Qualifikationen, Auszeichnungen, Organisationen, Referenzen, Interessen, Persönliches), ein "Portfolio" (ähnlich wie eine Präsentation), "Weitere Profile im Netz", "Kontakte", "Gruppen", "Events", "Aktivitäten" gepflegt werden.
Eine Unternehmensseite enthält die folgenden Angaben: "Bewertungen von Mitarbeitern", "Über uns", "Auszeichnungen", "Steckbrief" (Unternehmensgröße, Gründungsjahr und Branche) und "Kontakt" (Adresse, Telefon, Fax, E-Mail, Website, Seite gepflegt durch).
Auch hier sind Aktivitäten in Gruppen möglich (Menü "Gruppen" oben und im Suchfeld das gewünschte Thema eingeben). Xing ist auch ideal, um zu Webinaren oder Events einzuladen.

 

Twitter
Ein soziales Netzwerk, in dem Nachrichten mit maximal 140 Zeichen versendet werden können. Es können ein Link, der nicht gekürzt werden muss, um Zeichen zu sparen, und bis zu 4 Bilder hinzugefügt werden. Die Follower können in Listen unterteilt werden, die auf privat (nur für den Benutzer selbst sichtbar) oder öffentlich (für jeden sichtbar) gestellt werden können. Man kann Tweets favorisieren, darauf antworten oder sie retweeten (teilen). Es können Direktnachrichten an Follower geschickt werden. Ideal auch als Nachrichtenplattform, um z. B. seine Followern mitzuteilen, dass die Website gerade wegen Serverproblemen nicht funktioniert, eine Buslinie ausfällt, neue Ware eingetroffen ist, eine Veranstaltung stattfindet, etc.

 

flickr
Wer gerne fotografiert, kann seine Bilder bei flickr veröffentlichen. Es gibt dort auch Gruppen mit speziellen Themen wie z. B. Vögel, Kakteen, Kachelöfen, Deutsche Geschichte, wo die Bilder ebenfalls eingestellt werden können und man weitere Bilder zum selben Thema findet. Es können auch Videodateien hochgeladen werden.

 

Pinterest
Neben den Kategorien "Mode für Frauen", "Essen & Trinken" und "Zitate", die in 1. Linie mit Pinterest in Verbindung gebracht werden, sind Infografiken dort sehr beliebt.
Wer häufig Infografiken erstellt, kann diese auf einer eigenen Pinnwand in Pinterest pinnen. Sie werden gerne mit „Gefällt mir“ markiert und gepinnt. Ein Vorteil ist, dass gepinnte Infografiken beim Anklicken auf den Blogartikel führen, wo man sie gefunden hat, was die Reichweite erhöht. Es können auch Videos von YouTube und Vimeo gepinnt werden.
In Zusammenhang mit Pinterest muss Instagram erwähnt werden, auch ein sehr visuelles Netzwerk, wobei es dort momentan nur im Profil die Möglichkeit einer Verlinkung zur Website gibt. Bei den Anzeigen ist anscheinend geplant, dort aufrufbare Links einzuführen.
 
about.me
Um international Menschen kennen zu lernen, die dieselben Interessen und Fähigkeiten haben, ist about.me eine ideale Plattform. Zu der bisherigen Rubrik „Interessen“, ist jetzt noch neu die Rubrik „Bekannt für“ hinzugekommen. D. h. man kann über diese Angaben einfach Menschen finden, die z. B. auch Autor oder Blogger sind, sich für SEO oder Webdesign interessieren. Eine about.me Seite kann eine Ergänzung zu einer eigenen Website sein, in meinem Fall habe ich sie genutzt, um eine Seite auf Englisch über mich zu haben, da in meinen Kreisen viele sind, die nicht deutsch sprechen.

 

SlideShare
Wer häufig Präsentationen oder Infografiken erstellt, kann diese sehr gut in SlideShare hochladen und teilen und dort andere Präsentationen und Infografiken mit "Gefällt mir" markieren.

 

Die Auswahl des passenden Netzwerkes hängt vor allem vom erwarteten Ziel ab, was man erreichen möchte, z. B. private Kontakte pflegen, Menschen mit denselben Interessen, Kunden oder Geschäftspartner finden, die Produkte oder den Service bekannt machen.

 

Ich kann nur jedem empfehlen, mal in Google den eigenen Namen einzugeben und sich die Suchergebnisse anzuschauen. Bei einer Firma ist diese Suche besonders wichtig. Wenn man auch nach seinen Konkurrenten sucht, erhält man nützliche Infos, welche sozialen Netzwerke oder Online-Branchenverzeichnisse in der jeweiligen Branche für die Auswahl in Frage kommen.

 

Die wichtigsten Punkte beim Anlegen von Profilen in sozialen Netzwerken sind ein gutes Profil-, Hintergrundbild und eine aussagekräftige Kurzinfo/Biographie (s. a. o. bei Elevator Pitch). Das Profilbild kann ein Avatar sein, wenn man kein Bild von sich selbst einstellen möchte, sollte aber auf alle Fälle nicht leer gelassen werden (das berühmte Ei bei Twitter, wenn kein Profilbild hochgeladen wurde). Bei Firmen ist es meist das Logo. Es gibt nicht in allen sozialen Netzwerken ein Hintergrundbild. Bei Google+ und Twitter gibt es Hintergrundbilder zur Auswahl, wenn man kein eigenes hat.

 

Ein neues Profil sieht am Anfang natürlich leer aus, wenn es noch keine Posts und vor allem keine Follower gibt, aber man sollte gerade bei den Followern nichts überstürzen und wahllos folgen und Einladungen aussprechen. Sie können mit entsprechenden Suchbegriffen gezielt nach Leuten und Firmen suchen, deren Interessen Sie teilen oder die thematisch passen. In einigen sozialen Netzwerken erhalten Sie Vorschläge, die Sie sich anschauen können. Bei about.me werden Leute angezeigt, die z. B. denselben Wohnort haben oder dieselben Interessen teilen.
Eine Möglichkeit der Multiplikation von Followern, wenn man in mehreren sozialen Netzwerken unterwegs ist, ist bei neuen Followern zu schauen, in welchen Netzwerken diese sonst noch aktiv sind, um sie dort ebenfalls hinzuzufügen. Wenn das zeitnah geschieht, ist die Chance groß, dass man dort ebenfalls hinzugefügt wird. Wenn Sie jemand hinzufügt oder eine Kontaktanfrage sendet, sollte das Profil angeschaut werden, bevor Sie ebenfalls hinzufügen oder bestätigen.
Es versteht sich eigentlich von selbst, dass man Kontaktanfragen nicht ohne Anrede, ein paar persönliche Worte und Grußformel versendet, statt die oft angebotenen Standardeinladungen zu verwenden. Nach Durchsicht des Profils ergibt sich oft ein Aufhänger, um eine Einladung ins Netzwerk auszusprechen und die Chance der Annahme steigt. Eine kurze Antwort nach Bestätigung einer Kontaktanfrage schafft einen ersten näheren Kontakt.

 

Beim Posten empfiehlt es sich, auf das Thema zu achten, das mit dem Ziel zusammenhängt. Wenn Sie sich als Experte zu einem bestimmten Thema etablieren wollen, erwarten Ihre Follower und Leser (Ihre Zielgruppe) mit der Zeit, immer zu diesem Thema nützliche Infos zu erhalten. Selbstverständlich können Sie thematisch auch mal „fremdgehen“. Wenn Sie nur privat in sozialen Netzwerken unterwegs sind und bloggen, ist das sowieso ihre Entscheidung. Ein paar Posts, Plusse oder Kommentare bei fachfremden Dingen, die Ihre private und persönliche Seite zeigen, geben Ihren Aktivitäten eine menschliche Seite. Die Schwierigkeit dabei ist, das richtige Maß zu finden. Von der Art der Posts hängt es auch ab, was für Follower Sie erhalten. Wenn Sie nur Witze und Zitate posten, ist das ein anderer Kreis als bei SEO-Artikeln.

 

Der wichtigste Punkt beim Netzwerken sind die Interaktionen. Wenn jemand nur über sich selbst postet, nur verkaufen will, nichts mit „Gefällt mir“ markiert, kommentiert oder teilt, kommt das nicht gut an. Es muss ein Austausch stattfinden, ein Geben und Nehmen. Kommentare in sozialen Netzwerken und Blogs sollten zum Thema passen und nicht durch Eigenwerbung spammen.

 

Fazit

Unsere Welt hat sich verändert und wird immer digitaler.

  • Früher waren viele in Vereinen aktiv, die heute meist über Mitgliederschwund klagen. Heute gibt es in den sozialen Netzwerken viele Gruppen, in denen wir unseren Interessen nachgehen können.
  • Es wurden Kurse u. a. bei der Volkshochschule belegt. Bildung und Weiterbildung erfolgt heute oft im Internet über Webinare, Fernstudien mit Online-Vorlesungen, Online-Kurse.
  • Wir besuchen Online-Events, gehen aber auch zu Konzerten, Open-Air-Veranstaltungen und ins Theater oder Kino.
  • Banken schließen Filialen vor Ort, weil immer mehr Menschen Online-Banking machen.
  • Lokale Geschäfte klagen über sinkende Verkaufszahlen, weil immer mehr Menschen online shoppen.
  • Viele lesen heute lieber E-Books statt Bücher in Papierform.
  • Das Smartphone oder Skype und andere Dienste im Internet ersetzen immer mehr das Festnetz.
  • Nachrichten werden über WhatsApp versendet. Wir chatten in sozialen Netzwerken.

Unser Netzwerk und unsere Aktivitäten verlagern sich immer mehr ins Internet.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Networking und sozialen Netzwerken?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zu Entscheidungen

Entscheidungen treffen

Wie entscheiden Sie sich?
Wie treffen wir Entscheidungen?

Diana Grabowski hat zu einer Blogparade Kraftvolle Entscheidungen eingeladen. Ein schönes Thema, da jeder von uns jeden Tag unzählige Entscheidungen treffen muss. Manche Menschen wissen genau, was sie wollen und können sich relativ einfach und schnell entscheiden. Andere wollen auf Nummer sicher gehen, wägen ab und brauchen ihre Zeit. Wieder andere Menschen können sich nicht allein entscheiden, bitte jemanden um Hilfe oder machen einfach das, was andere auch tun. Menschen, die sich nicht entscheiden können, gehen auch manchmal auf die Nerven, wenn man z. B. beim Bäcker oder Metzger in der Schlange steht und jemand alles aufhält, weil er/sie sich einfach nicht entscheiden kann, was er/sie eigentlich will. Es gibt auch Schreckensmomente (im Straßenverkehr z. B.), wo man in Bruchteilen von Sekunden entscheiden muss, wie man sich verhält. Meistens sind Entscheidungen, die auf Erfahrungswerten basieren, einfacher zu treffen.

 

Nachfolgend meine Antworten auf Dianas Fragen:

 

Wie triffst Du Entscheidungen?

Es gibt Entscheidungen, die ich aufgrund von Erfahrungen sehr schnell treffe, weil ich dann weiß, was für mich passt und was nicht. Dann gibt es Entscheidungen, die nicht nur für den Moment sind, sondern eine Reichweite in die Zukunft haben, wo ich das Für und Wider, die Vor- und Nachteile abwäge und mich dann entscheide.

Manchmal entscheide ich aber auch spontan, was mir gefällt. Meistens spielt mein Bauchgefühl eine große Rolle.


Welche Entscheidungen haben sich im nach hinein als absolut richtig herausgestellt? Und wie hattest Du damals gemerkt, dass es die richtige Entscheidung war?

Man nimmt rational und emotional, bewusst und unbewusst Dinge wahr und wertet sie aus. Das Resultat ist dann das sogenannte Bauchgefühl. Beruflich habe ich mich immer auf mein Bauchgefühl verlassen und es war im Nachhinein immer die richtige Entscheidung. Ein einziges Mal habe ich privat nicht auf mein Bauchgefühl gehört und die Sache ist schief gegangen.


Welche Tricks und Tipps hast du auf Lager?

Wer sich nicht entscheiden kann, sollte sich überlegen, was für und was gegen die Entscheidung spricht. Oft hilft es auch, sich mit einer 3. Person zu beraten, die noch andere Aspekte zur Sprache bringt, um ein komplettes Bild für eine Entscheidung zu haben.


Welche Fragen stellst Du Dir, bevor Du Dich entscheidest?

Ich stelle mir einfach die Frage, was passiert, wenn ich mich so entscheide, und was passiert, wenn ich mich anders entscheide.


Wie bleibst Du an einmal getanen Entscheidungen dran? Oder agierst Du eher flexibel?

Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, wird sie umgesetzt. Wenn es allerdings neue Aspekte gibt, überdenke ich neu und ändere meine Entscheidung, wenn es notwendig ist.


Wie gelingt es Dir, als Ideenheld/in zu Deinen  Entscheidungen zu stehen?

Da es in der Regel gute Gründe für meine Entscheidungen gibt, sind das auch die Argumente, die ich nenne, wenn jemand meine Entscheidung in Frage stellt.


Wie würdest Du einem kleinen Kind erklären, wie es sich am besten entscheidet?

Ich würde Kindern Fragen stellen, die verschiedenen Situationen durchspielen, damit sie die  Vor- und Nachteile und die Tragweite ihrer Entscheidung begreifen und sich entscheiden können. Anregen, sich die Situation auszumalen, wenn sie eine Entscheidung getroffen haben, und ob sie dann mit dem Ergebnis zufrieden sind.

 

Fazit

Entscheidungen zu treffen und sie dann auch umzusetzen hat auch etwas mit Selbstvertrauen zu tun. Man muss wissen, was man will, und bereit sein, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

 

Und wie entscheiden Sie sich?

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Claudias praktischer Ratgeber zum Auswandern

Gründe auszuwandern

Wohin würde Sie gerne auswandern?
Was sind die Gründe für das Auswandern?

Wahrscheinlich wollte jeder von uns schon mal alles hinschmeißen und abhauen bzw. auswandern oder auch jemanden auf den Mond schießen. Die meisten machen regelmäßig Urlaub. Es gibt Schüleraustausche, 1 Jahr als Au-Pair in einem anderen Land oder berufliche Auslandsaufenthalte. Aber was bewegt jemanden, sein Heimatland zu verlassen und beruflich und privat in einem anderen Land zu leben?

 

Die beste Zeit, mal ein Jahr im Ausland zu verbringen, ist während der Schulzeit oder nach Ende der Schulzeit. Oft schafft man es später nicht mehr, weil man in einer Beziehung ist oder beruflich bereits etwas erreicht hat, was man nicht aufgeben möchte. Wenn bereits Kinder da sind, muss geklärt werden, ob es passende Schulen im neuen Land gibt. Singles können die Entscheidung auszuwandern einfacher treffen als Pärchen oder Familien.

 

Manchmal ergibt sich über die Arbeit eine Möglichkeit, ins Ausland zu gehen, wenn z. B. Filialen oder Standorte in einem anderen Land vorhanden sind. Der Vorteil ist, dass man sich um die berufliche Seite, im neuen Land eine Arbeit zu finden, nicht kümmern muss. Oft gibt es dann auch Hilfestellung vor Ort betreffend Wohnungssuche, Umzug und notwendigem Papierkram.

 

Dani Schenker hat sich netterweise bereiterklärt, mir ein paar Fragen zum Thema zu beantworten.

 

Was hat Dich auf die Idee gebracht auszuwandern bzw. was war der Auslöser?

Im Sommer 2007 habe ich eine Reise durch Panama und Costa Rica gemacht. Ohne große Pläne, einfach mit zwei Freunden und dem großen Rucksack. Ein kleines Abenteuer also.

Bereits in der ersten Woche lernte ich drei nette Menschen kennen, die mir allesamt die gleiche Story erzählten. Gekürzt lautete diese etwa so: „Ich war auf Reisen, hab Spanisch gelernt, hab einen Job gefunden und jetzt lebe ich hier.“

Das hörte sich so einfach an und in Kombination mit der Unzufriedenheit im damaligen Job entstand für mich schnell ein Plan. Der so lautete: „Das mache ich auch!“

Nach der Reise kündigte ich sofort meinen Job und saß 6 Monate später im Flieger, zurück nach Costa Rica, der Rest ist Geschichte.

Welche Länder kannst Du zum Auswandern empfehlen?

Persönlich kenne ich natürlich als Auswanderer nur Costa Rica. Hier ist es so, dass es eigentlich ziemlich unkompliziert ist, sofern man gewisse Voraussetzungen erfüllen kann.

Am Einfachsten geht das Ganze mit Geld. Also sprich man kann vorweisen, dass man eine bestimmte Menge an Geld besitzt oder man regelmäßig Geld erhält (zum Beispiel eine Rente).

Costa Rica eignet sich besonders gut, da das Land doch sehr fortschrittlich ist und man eigentlich auf recht wenig verzichten muss. Man kann seinen Lebensstandard mehr oder weniger beibehalten.

 

Weshalb hast Du Dich für Costa Rica entschieden?

Ich denke die Frage erübrigt sich durch meine erste Antwort ;-)

 

Hast Du die Sprache schon vorher gesprochen oder vor Ort gelernt?

Vor meiner Backpacker-Reise machte ich einen kurzen Spanischkurs in einer Abendschule. Viel mehr als „Hallo, wie geht es dir?“ kam aber dabei nicht heraus.

Ich kam also im Prinzip mit null Spanischkenntnissen an. Recht viele Ticos (Costaricaner) sprechen aber Englisch, womit ich mich mit einigen Leuten unterhalten konnte.
 

Wie hast Du dort eine Arbeit gefunden?

Mein ursprünglicher Plan, eine Arbeit zu finden, zerschlug sich sehr schnell. Denn einige Wochen vor der Abreise empfing ich meinen ersten Scheck von Google.

Ich hatte schon während der Reise angefangen einen Blog zu schreiben und hatte dort Google AdSense Anzeigen eingeblendet.

Daraufhin beschloss ich, dass ich mein Geld im Internet verdienen möchte, was ich dann schlussendlich auch tat (wenn auch mit Umwegen).
 

Was hast Du gemacht, um vor Ort eine Wohnung zu finden?

Einen Monat lang wohnte ich in einem Hostel, was eine super tolle Erfahrung war. Man lernt unendlich viele nette Menschen kennen. Die Geschichten über meine Zimmernachbarn aus Nepal faszinieren meine Freunde heute noch.

Die Zeit nutzte ich dann auch, um einige Kontakte zu Ticos aufzubauen. Diese wiederum waren mir dann mit einigen Dingen behilflich, auch mit der Wohnungssuche.

Gab es viel Papierkram zu erledigen für eine Aufenthaltsbewilligung?

Ich kann das natürlich nicht vergleichen mit anderen Ländern, aber JA! Man muss diverse Urkunden und Papiere besorgen. Die Kosten liegen dazu bei etwa 400,00 $ (plus die Kosten für die Papiere aus der Heimat).

Dazu kommt noch, dass es bei mir 18 Monate gedauert hat vom ersten Anmelden bei der Einwanderungsbehörde bis zum Erhalten der Aufenthaltsbewilligung.

Wer mit einem Anwalt arbeitet, kann dies aber auch deutlich schneller machen. Da muss man aber nochmal mit circa 1000,00 $ mehr rechnen.

Welche Empfehlungen hast Du betreffend Krankenkasse, Versicherungen und Rente?

Die „Caja“ (staatliche Krankenkasse) ist eigentlich recht gut. Es gibt aber immer mal wieder Momente, wo man einfach zu einem privaten Arzt geht und die Kosten selbst trägt.

Die Kosten dafür halten sich stark in Grenzen. Gesundheitstourismus ist dadurch auch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Es ist günstig, bei hoher Qualität.

 

Welche Tipps hast Du, um Kontakte zu knüpfen in einem fremden Land?

Online Communities, Ausgehen, Vereine.

Was mir am meisten gebracht hat, war das Wohnen in einer WG mit Studenten. So kommt man natürlich sofort in Kontakt mit vielen Einheimischen. Ist aber natürlich nicht für jeden eine realistische Option.


Hast Du den Schritt jemals bereut?

Aber natürlich! Es gibt immer Momente, wo man die Heimat so vermisst, dass es weh tut. Wenn zum Beispiel die sagen wir mal „Eigenheiten“ des Landes nur so auf einen herab fallen und alles extrem fremd wirkt.

Das kann etwa sein, wenn man mit Behörden zu tun hat. Man denkt sich dann einfach, das würde bei uns viel einfacher gehen. Aber meistens vergeht es ja auch schnell wieder.

 

Was gefällt Dir in Costa Rica besser als in der Schweiz?

Gute Frage. Hauptsächlich, dass ich hier irgendwie freier bin. Ich konnte hier vom ersten Tag an genau das machen, was ich wollte. Konkret war dies bei mir mein Traum vom „Geld im Internet verdienen“.

Zu Hause war ich einfach zu sehr festgefahren im Leben, als das ich so etwas versucht hätte. Und hier war das irgendwie kein Problem.

Wie fühlst Du Dich, wenn Du Besuche in der Schweiz machst?

Das ist schwierig zu beschreiben. Es ist immer sehr schön und macht Spaß. Man sieht die ganzen Leute, die man vermisst. Man kann das gute Essen genießen, welches es hier nicht gibt. Und so weiter.


Welches Land ist für Dich Deine Heimat?

Heimat ist die Schweiz, ganz klar. Aber ich bin jetzt hier in Costa Rica „zu Hause“. So könnte man das beschreiben.

 

Willst Du irgendwann in die Schweiz zurückkehren?

Hmm... Im Moment sieht es nicht danach aus. Hier ein Gedankengang: Damit ich in der Schweiz den gleichen Lebensstandard erreichen kann wie hier, benötige ich sehr viel mehr Geld.
So weit so gut. Sollte ich aber so viel Geld haben, dann würde das hier in Costa Rica ein Leben wie ein König bedeuten. Das ist natürlich auch nicht zu verachten.
Ich könnte mir aber vorstellen, wieder in die Nähe zu kommen. Etwa im Süden Europas. Da würde mir auch das Klima besser passen.

Möchtest Du noch etwas ergänzen?

Falls jemand mit dem Gedanken spielt, nach Costa Rica auszuwandern oder einfach mal hier in den Urlaub fahren möchte, dann kann er mich jederzeit anschreiben.
Ich hab schon einigen Leuten in der Hinsicht ausgeholfen und mache es gern wieder. Ich freue mich auch immer wieder, jemanden zu treffen und etwas Deutsch zu quatschen.

Vielen Dank Dani für Deine Antworten zu einem interessanten Thema.

 

Haben Sie schon mit dem Gedanken gespielt auszuwandern?

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Claudias praktischer Ratgeber zu Google AdWords

Tipps zur Erstellung einer Google AdWords Kampagne

Die Suchmaschine Google
In Google weltweit suchen und gefunden werden

Jeder von uns hat wohl schon in der Suchmaschine Google nach etwas gesucht und oben oder rechts an der Seite mit Google AdWords geschaltete Anzeigen gesehen, die auch als Anzeigen gekennzeichnet sind. Darunter sind die sogenannten organischen Suchergebnisse, d. h. die Websites, die suchmaschinenoptimiert sind. Google AdWords ist im Vergleich die schnelle, aber mit Kosten verbundene Variante, auf der 1. Seite in Google zu erscheinen, da die Suchmaschinenoptimierung (SEO) zeitaufwändig ist.

 

Die Basis für eine gute AdWords Kampagne ist eine gute Website mit einfacher Navigation, schneller Ladezeit, allen notwendigen Infos über die Produkte/Serviceleistungen.

 

Der Aufbau einer Google AdWords Kampagne ist wie folgt:

  • Kampagne
  • Anzeigengruppen
  • Anzeigen
  • Suchbegriffe (Keywords)

Ist die Firma international tätig, empfiehlt es sich, für jedes Land eine eigene Kampagne in der jeweiligen Sprache zu erstellen. Wenn verschiedene Produktgruppen oder Serviceleistungen unterschiedlich budgetiert werden sollen, ist eine eigene Kampagne für jede Produktgruppe/Serviceleistung zu empfehlen. Wenn das nicht der Fall ist, kann eine Kampagne erstellt werden mit einer Anzeigengruppe zu jeder Produktgruppe/Serviceleistung.

 

Bei der Kampagne sind folgende Einstellungen wichtig:

  • Schalten der Anzeigen nur im Suchnetzwerk (in der Google Suche) oder auch im Displaynetzwerk (Google-Netzwerk von Partner Websites), nur Suchnetzwerk, nur Displaynetzwerk oder Shopping (einfache Erstellung von Anzeigen mit Produktinformationen). Für eine Kampagne Shopping ist ein Google Merchant Center notwendig, wo Produktdaten auf Google hochgeladen werden.
  • Auf welchen Geräten die Anzeigen geschaltet werden sollen (Desktopcomputer, Tablets, Mobilgeräte).
  • Standorte (in welchen Ländern, Bundesländern/Kantonen, Städten) Anzeigen geschaltet oder nicht geschaltet werden sollen.
  • Auswahl der Sprache(n).
  • Die Gebotsstrategie, ob Sie selbst die Klickpreise bestimmen oder das im Rahmen des Budgets Google überlassen wollen. Wenn die Kampagne eine gewisse Zeit aktiv ist, können Sie überlegen, ob Gebote auf Klicks (jemand klickt auf Ihre Anzeige) oder Conversions (z. B. jemand kauft in Ihrem Online-Shop, abonniert Ihren Newsletter, registriert sich) optimiert werden könnten.
  • Das Budget pro Tag. Sie können selbst bestimmen, wie viel Geld Sie in Anzeigen investieren wollen und das Budget jederzeit erhöhen oder reduzieren oder die Kampagne pausieren.

Es besteht die Möglichkeit, die folgenden Anzeigenerweiterungen einzurichten, d. h. es werden zusätzliche Informationen unterhalb der Anzeige gezeigt:

  • Sitelink-Erweiterungen (z. B. kurze Beschreibung mit direkter Verlinkung zur jeweiligen Kategorie).
  • Standorterweiterungen (Verknüpfung mit Ihrem Google My Business Eintrag zur Anzeige Ihrer Geschäftsadresse, Telefonnummer und einer Karte).
  • Anruferweiterungen (Anzeige Ihrer Telefonnummer, besonders wichtig, wenn mit Mobilgerät gesucht wird).
  • App-Erweiterungen (Link zu einem App-Store oder Download einer App).
  • Bewertungserweiterungen (Anzeige von Kundenbewertungen).
  • Erweiterungen mit Zusatzinformationen (eine Möglichkeit für zusätzliche Informationen zur Anzeige).
  • Bericht "Automatische Erweiterungen" (Statistikdaten).

Diese Anzeigenerweiterungen erhöhen die Chance, dass auf Ihre Anzeige geklickt wird.

 

Idealerweise sollten die Produkte/Serviceleistungen auf Ihrer Website übersichtlich dargestellt sein in Kategorien.

Diese Kategorien können Sie als Anzeigengruppen übernehmen. 

 

Jede Anzeigengruppe sollte mindestens 2 Anzeigen enthalten. Eine Textanzeige ist wie folgt aufgebaut:

  • Überschrift mit maximal 25 Zeichen.
  • Textzeile 1 mit maximal 35 Zeichen.
  • Textzeile 2 mit maximal 35 Zeichen.
  • Angezeigte URL (die URL, die mit der Anzeige gezeigt wird, meist die Startseite).
  • Ziel-URL (die URL, auf die verlinkt wird, z. B. auf die Seite der Produktkategorie/Serviceleistung).

Es gibt auch noch die folgenden Anzeigentypen:

  • Anzeigen für App/digitale Inhalte (mit Download-Option, um Ihre App zu bewerben).
  • Mobile WAP-Anzeige (verwenden von Text oder Grafiken, die für Mobilgeräte optimiert sind).
  • Dynamische Suchanzeige (Anzeigen, die durch relevante Suchanfragen direkt auf Ihrer Website generiert werden).
  • Interaktionsanzeige für mobile Apps (Anzeigen zur Förderung von Interaktionen mit Ihrer Android-App).
  • Nur-Anruf-Anzeige (für das Schalten von Click-to-Call Anzeigen mit einer Telefonnummer).
  • Für Kampagnen mit der Einstellung nur Displaynetzwerk oder Shopping gibt es eigene Anzeigen.

Für jede Anzeigengruppe werden eigene Suchbegriffe erfasst. Google gibt Ihnen mit Informationen wie "Geringes Suchvolumen" (bisher selten oder gar keine Suchanfragen) oder dem Qualitätsfaktor (von 1 - 10, je höher je besser) nützliche Anhaltspunkte, wie gut Ihre Suchbegriffe sind. Suchbegriffe müssen nicht im Singular und Plural, mit Groß- und Kleinschreibung oder Schreibfehlern erfasst werden. Aber es lohnt sich, verschiedene Suchbegriff-Varianten auszuprobieren, um zu sehen welche den niedrigeren Klickpreis hat (der Preis den Sie für einen Klick auf Ihre Anzeige zahlen müssen). Es empfiehlt sich, auch auszuschließende Suchbegriffe zu erfassen, d. h. Suchbegriffe, mit denen Ihre Anzeigen nicht geschaltet werden sollen, weil sie nichts mit Ihrem Produkt oder Service zu tun haben.

 

Nach ein paar Tagen sollte geprüft werden, ob die Kampagne Klicks hat, eventuell müssen weitere Suchbegriffe oder Anzeigen ergänzt werden. Nach ca. 1 Monat sollten Anzeigen mit 0 Klicks durch neue ersetzt und die Suchanfragen durchgeschaut werden, d. h. Sie schauen sich an, welche Suchbegriffe eingegeben wurden, bevor auf Ihre Anzeige geklickt wurde, ergänzen neue Suchbegriffe oder schließen welche aus.

 

Das Ziel einer Google AdWords Kampagne ist:

  • Jemand gibt einen Suchbegriff ein.
  • Sieht Ihre Anzeige und erhält beim Lesen die Bestätigung, das Gewünschte gefunden zu haben.
  • Erhält nach Klick auf Ihre Anzeige nähere Informationen über das Gesuchte.

Deshalb ist eine Verlinkung auf die passende Seite überaus wichtig. Viele Klicks spricht für Ihre Kampagne, eine hohe Absprungrate auf der Website spricht gegen Ihre Website. Die entsprechende Seite sollte inhaltlich optimiert werden. Die URL selbst sollte auch aussagekräftig sein und nach dem Domainnamen nicht Bestandteile wie z. B. "e81fc6bb-b259-471f" haben.

 

Um den Erfolg Ihrer Kampagne besser messen zu können, ist Google Analytics von Vorteil. Die Informationen, die Sie durch Ihre Kampagne erhalten, können sehr gut für die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Website verwendet werden.

 

Letztendlich dreht sich alles darum, im Internet online gefunden zu werden, ob nun mit SEO oder bezahlten Anzeigen.

 

In der AdWords Kampagne können Sie in der Hilfe nach Erklärungen zu Begriffen und Anleitungen wie etwas gemacht wird suchen. Die Hilfe ist sehr gut aufgebaut. Wenn Sie dort nicht fündig werden, können Sie den Support telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Ich habe mit dem Support bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Es liegt ja schließlich im Interesse von Google, dass Ihre Kampagne gut läuft und Geld bringt. Außerdem gibt es noch eine AdWords Community, wo Sie auch ein Problem posten können.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Google AdWords gemacht?

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Claudias praktischer Ratgeber zu LinkedIn

Profil auf LinkedIn anlegen

Haben Sie schon ein Profil in LinkedIn?
Checkliste für ein LinkedIn Profil

Viele Menschen sind in sozialen Netzwerken aktiv und LinkedIn wird auch in Deutschland immer beliebter.


In meinem ersten Artikel bei ZIELBAR beschreibe ich

  • die Menüs
  • die Icons
  • den Aufbau eines Profils
  • die Bearbeitung eines Profils

Außerdem ist dem Artikel ein Video-Tutorial beigefügt, um anschaulich das Anlegen bzw. die Pflege eines Profils zu beschreiben.


Hier finden Sie den kompletten Artikel mit Erklärvideo.

 

Wünsche Ihnen viel Erfolg beim Anlegen Ihres Profils und Ihren Aktivitäten auf LinkedIn.

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Claudias praktischer Ratgeber zu Ritualen

Der Sinn von Ritualen

Haben Sie auch Rituale?
Welche Rituale sind sinnvoll?

Tanja "Tajfora" Hofmann hat dazu aufgerufen, über unsere Rituale aus der Kindheit oder im Alltag zu schreiben.

Laut Wikipedia ist ein Ritual (von lateinisch ritualis‚ den Ritus betreffend, rituell) eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierliche, festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Häufig gibt es dabei bestimmte Wortformeln und festgelegte Gesten. Rituale können auch Gewohnheiten sein, die jeder von uns hat und oft nur schwer abzulegen sind.

 

Gleich nach der Geburt wird jedes Baby mit Ritualen konfrontiert. Es soll zu festen Zeiten schlafen und trinken. Das bekannteste Ritual ist das Schlafritual abends. Den Babys wird vorgesungen, sie werden gebadet, man fährt mit ihnen Auto oder geht spazieren, damit sie friedlich einschlafen. Kleinkindern liest man eine Gutenachtgeschichte vor. Der Tagesablauf von Kindern und Erwachsenen läuft meist nach bestimmten Ritualen bzw. Gewohnheiten ab:

  • Aufstehen, anziehen, frühstücken (mit dem üblichen Kampf bei Kindern)
  • Ab in Spielegruppe, Kindergarten, Schule oder ins Büro
  • Mittagessen
  • Ganztagsarbeit oder Nachmittag mit Kindern
  • Abendessen
  • Schlafen gehen

Für Kinder sind Rituale, feste Gewohnheiten und Regeln wichtig, da sie Sicherheit geben.

Was muss passieren, damit sich Rituale ändern? Sobald jemand krank ist, Ferien sind oder sonstige unerwartete Ereignisse eintreten, muss der Tagesablauf angepasst und geändert werden.

 

Rituale und feste Gewohnheiten entstehen durch die Eltern und andere Vorbilder wie z. B. sportliche Aktivitäten, ein Musikinstrument lernen, Hobbys, denen man täglich nachgeht, Essgewohnheiten. Es gibt z. B. Leute, die jedes Essen nachsalzen, ohne es probiert zu haben.

 

Es gibt Morgenrituale wie z. B. Kaffee trinken, Zeitung lesen oder eine Runde joggen. Mit festen Ritualen kann bis zu einem gewissen Grad Angst und Stress vermieden werden. Wenn die Tage immer nach demselben Muster ablaufen, ist das für manche Menschen angenehmer als jeden Tag neu zu überlegen, was wann getan werden könnte/sollte.


Wir haben verschiedene Hochzeitsrituale, Bräuche und Sitten, die sich nach Land unterscheiden, wie z. B. Junggesellenabschied, Polterabend, Brautübergabe durch den Brautvater, Streiche.

 

Es gibt aber auch krank- bzw. zwanghafte Rituale wie z. B. den Wasch-, Putz- oder Kontrollzwang, die den betroffenen Menschen bei bzw. nach der Ausübung ein Gefühl von Sicherheit geben.

 

Ein schönes Ritual in meiner Kindheit war, dass unsere Mutter uns am Wochenende ein Schälchen mit Knabbersachen und Süßigkeiten auf den Nachttisch gestellt hat in der Hoffnung, dass wir beschäftigt sind und die Eltern länger schlafen können. Wahrscheinlich hat sich daraus meine Vorliebe für Schokolade entwickelt. Meine tägliche Ration Schokolade ist seitdem ein festes Ritual.

Ein weiteres Ritual meiner Kindheit war, dass ich immer zum Bauern geschickt wurde, um frische Eier zu holen. Auf dem Rückweg gab es immer jemanden, der zu mir sagte, ich solle mal in die Hände klatschen. Oft habe ich gedacht, heute schaffe ich es ohne diesen Spruch nach Hause, aber es war ein festes Ritual, dass jemand meinen Weg kreuzte mit diesem Spruch. Natürlich habe ich nie geklatscht, um zu Hause keinen Ärger zu bekommen.

Bücher waren von Kindheit an ein fester Bestandteil meines Lebens. Bei der Hausarbeit habe ich Rituale, wann was erledigt wird, aber ich bin so flexibel, das zu ändern, wenn es anders besser passt. Ein weiteres Ritual bzw. eine Gewohnheit von mir ist, immer mit dem Fahrrad zu fahren, es sei denn es ist glatt. Sport, lesen und bloggen sind feste Rituale in meinem Tagesablauf.

 

Fazit

Rituale sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, weil sie Sicherheit geben. Wichtig dabei ist, dass man nicht rigide auf die Einhaltung der Rituale besteht, sondern flexibel bleibt und bereit ist, auch ein langjähriges Ritual zu ändern, wenn die Umstände es erfordern, und immer offen für neue Dinge bleibt.

 

Welche Rituale haben Sie?


Ergänzung am 19.07.15

Nicole Stroschein/Nic hat zu einer Blogparade "Routine oder nicht Routine?" eingeladen. Welche Routinen, Rituale bzw. festen Gewohnheiten ich habe, sind oben erwähnt. Daran hat sich seither nichts geändert. Es gibt viele Dinge, die ich beruflich und privat routiniert mache, weil ich aus Erfahrung weiß, so passt es für mich. Rituale, die einem gut tun, sollte man auch beibehalten. Aber es ist auch wichtig, Routinen aufzugeben, wenn man merkt, es tut nicht mehr gut. Ich probiere auch gerne neue Dinge aus, bin flexibel und nehme mir die Freiheit, vorhandene Routinen zu ändern oder aufzugeben, damit es wieder stimmig ist für mich.

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zur Emotion

Die Bedeutung von Emotionen

Können wir Emotionen steuern?
Welche Emotionen gibt es?

Stephan Stockhausen vom Blog Manufaktur für Wachstum hat zu einer Blogparade Emotion schafft mehr Wert eingeladen.

 

Laut Wikipedia bezeichnet Emotion eine Gemütsbewegung im Sinne eines Affektes, ein psychophysiologisches, auch psychisches Phänomen, das durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird. Emotion wird auch oft mit Gefühl gleichgesetzt.

 

Gefühl

Ein Gefühl ist das, was man ohne Bewertung über die Sinnesorgane wahrnimmt und bewusst fühlt.


Emotion

Im Wort Emotion steckt das Wort Bewegung (englisch = motion), eine Bewegung von innen nach außen. Die Emotion ist eine Bewertung des Gefühls.

 

Die Unterscheidung von Gefühl und Emotion

Zuerst kommt das Gefühl, dann die Beurteilung oder Bewertung. Die Unterscheidung von Gefühl und Emotion lässt sich nicht nur auf physische Wahrnehmungen (z. B. Wärme und Kälte) anwenden, sondern auch auf die Wahrnehmung von Stimmungen zwischen Menschen und Atmosphären in einem Raum.

 

Die erste Emotion lösen wir bereits als Baby aus. Wir sind süß, niedlich, einfach zum Knuddeln und Liebhaben. Jeder will uns auf den Arm nehmen und sich um uns kümmern. Das ist von der Natur so eingerichtet.

Später drohen Kinder mit "Liebesentzug", wenn es nicht nach ihrem Kopf geht, sie würden weggehen, sich neue Eltern suchen, usw. Trotzphase, Pubertät, Wechseljahre und andere Phasen oder Erlebnisse bringen alle Gefühle und Emotionen mit sich. Menschen zeigen im Laufe ihres Lebens viele Gefühle und Emotionen wie Freude, Trauer, Glück, Zufriedenheit, Ärger, Wut, Frustration. Gefühle und Emotionen werden beruflich und privat auch ganz bewusst eingesetzt, um Ziele zu erreichen.

 

Hier die Antworten auf Stephans Fragen:

 

Gibt es aus Ihrer Sicht absurde Gewohnheiten im Umgang mit Emotionen im Arbeits- und Geschäftsleben? Kennen Sie Maschen und Muster, die Sie nicht mehr hören können oder sehen wollen?

Im Arbeitsleben wird oft mit Druck und Angst versucht, Mitarbeiter zu mehr Leistung zu bringen. Die Angst, die Arbeit zu verlieren, wird ausgenutzt. In der Werbung werden oft Gefühle angesprochen, um Menschen zum Kauf zu animieren. Z. B. die ewige Jugend und Schönheit durch Kosmetikprodukte, Abenteuerlust und der Geschmack von Freiheit durch die Zigarette, Unwiderstehlichkeit durch das passende Auto.


Haben Emotionen in faktenorientierten Welten eigentlich Platz? Und wie können sie den einnehmen?

Jede Tatsache löst eine positive oder negative Emotion aus. Das lässt sich nicht vermeiden, wird auch oft genutzt, um jemanden zu manipulieren und etwas zu erreichen. Emotionen haben deshalb einen Platz und sollten bei Entscheidungen in Betracht gezogen werden. Bekannt ist das sogenannte Bauchgefühl, wo unbewusste und bewusste Wahrnehmungen dafür sorgen, dass man ein gutes oder schlechtes Gefühl hat und sich dann positiv oder negativ entscheidet.


Kennen Sie positive Beispiele, in denen die Macht der Emotionen wertschöpfend genutzt werden? Welche eigenen Erfahrungen haben Sie gesammelt?

Jemand der Spaß an der Arbeit hat, mit Freude dabei ist, arbeitet produktiver und effizienter. Diese Tatsache kann genutzt werden, um Kindern spielerisch etwas beizubringen oder indem z. B. ein Teamleiter für die notwendige Begeisterung in seinem Team sorgt.


Welche Disziplinen beschäftigen sich mit dem Mehrwert der Emotion? Was sagen beispielsweise Marketingexperten oder Künstler zum Thema?

Vor allem Künstler und Werbefachleute beschäftigen sich mit dem Mehrwert der Emotion. Ein guter Schauspieler oder  Sänger kann ein Gefühl von Freude, Glück, Traurigkeit, Wut, etc. auslösen. In der Werbung werden wie oben erwähnt gezielt Gefühle eingesetzt, um zum Kauf zu animieren.


Was bedeutet Mut zur Emotion für Sie: Wie kann das funktionieren?

Mut zur Emotion heißt für mich, Emotionen und Gefühle zuzulassen und offen zu zeigen. Das kann je nach Situation auch mal unangenehm sein, aber mit Ehrlichkeit habe ich die besseren Erfahrungen gemacht.


Wer wäre für mehr Emotion im Unternehmen/Geschäftsleben verantwortlich: Geschäftsleitung? Marketing? Personalentwicklung? Führungskräfte? Kunden? Motivationsgurus?

Jeder Einzelne von uns ist für mehr Emotion zuständig. Wenn nur eine Seite Emotion zeigt und es keine positive Resonanz gibt, zeigt vielleicht niemand mehr Emotion, was schade wäre. Es gibt aber auch Menschen, die erst lernen müssen, Emotionen und Gefühle zuzulassen.

 

Welche Rolle spielen Emotionen in Ihrem Leben?

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Claudias praktischer Ratgeber Blogparade zum Stolz

Was ist Stolz?

Worauf sind Sie stolz?
Worauf kann man stolz sein?